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#1

Wenn der Schmerz dich am Leben hält

in Fanfiction deutsch 06.05.2012 10:12
von Aurory • Besucher | 4 Beiträge

Titel: Wenn der Schmerz dich Am Leben hält
Autor: Ich :D
Teile: Werden um die 10 Kapitel :)
Pairing: sehr wahrscheinlich Reid/Morgan
Rating: 16 Slash
Disclaimer: Alles Fantasie, keiner gehört mir(auch wenn ich gerne Morgan und Reid als Kuscheltiere und Nachhilfelehrer hätte :D)
Warning: SvV
Anmerkung: In der FF wird SvV, also selbstverletzendes Verhalten, thematisiert. Ich möchte mit dieser FF nicht SvV positiv darstellen, im Gegenteil. SvV ist eine Art Sucht und ich bitte jeden Betroffen sich Hilfe zu holen.
Widmung: Allen Betroffenen, in der Hoffnung ihnen Mut zu machen sich Hilfe zu hohlen.

1. Kapitel


Coming Out

„LASS MICH IN RUHE! MIR GEHT’S GUT!“, schrie Spencer Reid seinen besten Freund Derek an. Er befreite sich aus dem Griff des anderen und wollte gehen.
„Spencer bitte, ich weiß doch, dass etwas nicht stimmt, sonst würdest du mit mir reden. Und egal was es ist, ich steh neben dir und halte dich.“ Der braunhaarige FBI Agent drehte sich um, seine Augen wirkten traurig und hoffnungslos.
„Was ist denn los? Wovor hast du Angst? Bist du wieder abhängig?“, fragte Morgan einfühlsam. Kopfschütteln und dann ein Nicken. „Aber nicht Drogen…“, nur ein leises Flüstern.
„Bitte rede mit mir.“, flehte Derek.
„Ich kann das nicht, ich will es dir erzählen, aber in meinem Körper sperrt sich etwas.“, wieder ein leises Flüstern.
Ein trauriges Nicken. „Okay, aber wenn du soweit bist, meldest du dich?“
„Ja!“, dann drehte sich Reid um und ging nach Hause, zurück lies er einen grübelnden Derek Morgan.

In seiner Wohnung setzte Spencer sich an seinen Laptop, öffnete sein Schreibprogramm und begann einen Brief zu schreiben:

Derek,
schreiben fällt mir leichter. Ich hatte gesagt, ich will, dass du weißt was los ist, aber ich nicht darüber reden kann. Ich hoffe du liest den Brief. Ich hoffe, du kannst mir überhaupt helfen. Ich weiß, ich könnte jetzt mit den ganzen Wissenschaftlichen Erklärungen kommen, aber das will ich gar nicht. Ich will, dass du mich verstehst. Ich versuche es zu erklären:
Nachdem Mum gestorben ist, war ich verzweifelt. Ihr alle habt mir geholfen, wieder zu lachen, aber dann kam dieser Kyle in das Team. Du weißt, dass Kyle mich gehasst hat. Es war wie in der Schule. Vor euch habe ich geschauspielert, niemand sollte wissen wie es mir in Wirklichkeit ging und geht.
Ich war einen Tag zu Hause, Kyle hatte es wieder zu weit getrieben. Meine Hand, in der ich ein Glas hielt zitterte so sehr, dass es zu Boden fiel. Als ich die Scherben aufheben wollte schnitt ich mich. Erst war ich über das Blut geschockt, aber ich habe Erleichterung gespürt. Der Schmerz in meiner Seele war weg. Am nächsten Tag hast du Kyle verteidigt, ich kam mir verraten vor. Von allen allein gelassen, ich war so fertig mit den Nerven, ich wollte einfach nur weg. Mein Herz war zersplittert, in Gedanken fragte ich mich warum immer ich. Am Abend wusste ich nicht weiter, aber ich wusste der Schmerz hatte geholfen. Als ich mir was zu essen gekocht hatte, habe ich mich zum ersten Mal selbst verletzt. Danach ging es mir besser. Es war nur ein kleiner Kratzer, doch er reichte, fürs erste.
Anfangs tat ich es nicht oft, teilweise nur alle zwei Wochen, die Wunden waren mehr Kratzer, bis ich erfahren habe, dass du und Kyle ein Paar seid. Ich kam mir einsam vor, ihr wolltet es mir nicht sagen, ich wurde ausgeschlossen. Ich hatte Angst dich ganz zu verlieren. Am Abend habe ich zum ersten Mal tiefer geschnitten. Seit dem Tag schneide ich fast täglich.
Du verstehst es vielleicht nicht, aber für mich ist es der einzige Ausweg. Und nachdem Kyle das Team verlassen hatte, waren die Probleme weg…Aber ich habe weitergemacht, es gab immer einen Grund Blut zu sehen, und war es nur ein falsches Wort. Ich will nicht mehr, ich will, dass es aufhört. Du hast gefragt, ob ich abhängig bin, das bin ich….Aber nicht von Dilaudid.
Derek, hilf mir daraus, bitte.

Während Reid schrieb, fing er an zu weinen. Eine Träne tropfte auf das Papier. Er steckte den Brief in einen Umschlag. Morgen würde er diesen Brief Derek geben. Es fiel ihm sehr schwer diesen Brief zu schreiben. Er wollte so aber nicht weiterleben, seine Arme waren voller Wunden, in verschiedenen Stadien der Heilung. Einige Wunden würden sicher Narben zurück lassen. Doch die Narben auf seinen Armen waren nur ein Abbild seiner Seele. Die sechs Monate mit Kyle hatten mehr Wunden hinterlassen, als er vermutet hatte.
Er hasste sich dafür, die Klinge an den Arm zu setzen, zu schneiden und das Blut sehen zu müssen. Doch es war eine Sucht, er würde auch da nicht mehr ohne Hilfe rauskommen.
Die Klinge war sein bester Freund und größter Feind, gleichzeitig. Er brauchte das Gefühl von dem kühlen Metall auf seiner haut, aber andererseits hasste er sich dafür keinen anderen Ausweg mehr zu suchen. Und um Hilfe zu suchen, war er nicht in der Lage.
Angst, Trauer, Wut, Selbsthass. So würde er seine Gefühle im Moment beschreiben.


*Morgans Wohnung*

Er saß auf dem Sofa. Sein Hund Clooney lag neben ihm. Gedankenverloren streichelte er das weiche Fell seines Hundes. Er konnte seine Sorge nicht mehr unterdrücken. Es tat weh zu sehen, wie der Kleine litt. Vor einiger Zeit hatten sie einen Praktikanten bekommen. Kyle. Dieser Kyle konnte Reid nicht ausstehen.
Morgan tat es weh, den Kleinen leiden zu sehen, aber er konnte nichts dagegen tun. Mit Kyle verstand er sich allerdings super. Der Praktikant war heiß und hatte einiges drauf. Sie verliebten sich und wurden ein Paar, doch seit das Praktikum zu Ende war hatten sie weniger Kontakt, und Derek bemerkte, dass seine Gefühle weniger wurden.
Oft gab es Streit. Der Grund war, wie Kyle mit Spencer umging.

Ich muss dem Kleinen Helfen, er leidet. Ich habe doch seine Tränen Gesehen. Doch was soll ich tun, wenn er nicht mit mir redet?

Lange saß der Agent noch in seinem Wohnzimmer und dachte nach. Spencer war sein bester Freund, egal was Kyle dachte oder sagte.

Vielleicht sollte ich Spencer mal sagen, dass er mir immer noch wichtig ist.


Am nächsten Morgen

Derek betrat das FBI Gebäude früher als sonst, er wollte noch einmal mit Reid reden, vielleicht würde er heute darüber sprechen können. Doch als er das Büro betrat lag ein weißer Briefumschlag. Morgan ahnte, dass de Brief von Spencer war, er hoffte endlich seine Erklärung zu bekommen, oder wenigstens seinen besten Freund verstehen zu können.
Er öffnete den Unschlag und begann zu lesen…
Seine Augen weiteten sich geschockt. Ein grausamer Schmerz in Dereks Herz. Schuldgefühle überrollten ihn…Eine Träne lief stumm seine Wange. Er wollte mit Reid reden und ihm endlich sagen, dass er nie, wirklich nie wollte, dass so etwas passierte…

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#2

RE: Wenn der Schmerz dich am Leben hält

in Fanfiction deutsch 13.05.2012 10:46
von Aurory • Besucher | 4 Beiträge

Es geht weiter :) Ich hoffe, das Kapitel gefällt euch :)

Gedanken

Geschockt sah Derek den Brief an, er konnte nicht glauben was er da las. Es tat weh, er fühlte sich schuldig. Warum hatte er nicht früher bemerkt, wie schlecht es Reid ging. Warum hatte er nicht schon früher versucht mit ihm zu reden?

Warum habe ich das nicht bemerkt? Warum habe ich ihm nicht geholfen? Ich hätte Kyle sagen sollen, er soll Spencer in Ruhe lassen. Ich hätte Kyle nie mögen dürfen, er hat meinen Kleinen so sehr verletzt. Er hat ein Leben zerstört, genau wie ich. Ich will und kann nicht mehr mit diesem Menschen zusammen sein. Ich liebe ihn noch immer aber Spence ist wichtiger. Er ist mein bester Freund, dem es schlecht geht und der leidet. Wenn ich nachdenke muss Kyle Spencer noch mehr verletzt haben. Wie konnte ich nur so blind sein? Mein bester Freund leidet und ich tue nichts dagegen.

Reid ging, nachdem er den Brief auf Morgans Schreibtisch abgelegt hatte noch einen Kaffee trinken. Er musste sich noch ablenken, bevor er wieder das Gebäude betrat und mit Derek konfrontiert wurde. Er hatte Angst.
Viele Gedanken rasten durch seinen Kopf. Er bereute den Brief. Er hätte nicht so ehrlich sein sollen. Angst, dass Derek sich von ihm abwandte und Kyle Recht gab, beherrschte seine Gedanken. Er wusste nicht weiter, also holte er ein kleines Buch und einen Kugelschreibeer aus seiner Tasche. Meistens half es ihm seine Gefühle und Gedanken aufzuschreiben.

Ich habe Angst. Derek hat den Brief sicher schon gelesen und wendet sich von mir ab. Warum sollte er auch noch Zeit mit mir verbringen? Ich bin schwach. Ich will, dass meine Gedanken aufhören, ich will das alles aufhört. Jeder andere Mensch schafft es doch auch ohne die Wunden zu leben. Warum ich nicht?
Warum darf ich nicht normal sein? Egal was, ich war immer anders. Dabei will ich ein einziges Mal normal sein.

Traurig schloss er das Buch. Heute hatte es nichts geholfen. Seine Gedanken kreisten immer noch um Morgan und den Brief. Er wusste, der einzige Weg eine Reaktion zu bekommen, war mit Derek zu reden. Also machte er sich auf den Weg zurück zum Gebäude, in dem die BAU lag.
Im Aufzug würde er am liebsten wieder wegrennen, doch er konnte schlecht den ganzen Tag Morgan aus dem Weg gehen. Der Aufzug hielt und Spencer stieg aus. Er konnte Derek sehen. Sein Gesicht wirkte entsetzt und voller Schuld. Es war ein Wunder, dass er noch nicht gefragt wurde, ob alles okay sei. Langsam ging der braunhaarige Agent auf Morgan zu.
Sie sahen sich an, dann fragte Derek leise: „Können wir reden? Wegen dem Brief.“
„Ja, können wir. Wann?“, die Stimme zitterte.
„Wenn du willst, sofort.“
Kopfschütteln. „Liebe heute Abend…“, Spencer redete Leise. Er hatte Angst.
„Okay, kann ich bei dir vorbeikommen?“ Als Antwort bekam Morgan nur ein zaghaftes Nicken. Er spürte die Angst.

Was habe ich ihm angetan, dass er so eine Angst hat. Kyle muss ihn echt verletzt haben. Ich will ihn wieder Lächeln sehen, er soll wieder glücklich sein.
Und ich muss mit Kyle reden. Ich werde ihn anlügen, wenn ich sage, dass ich ihn nicht mehr liebe, aber ich kann nicht mit so einem Menschen zusammen sein.

Derek beschloss sofort anzurufen. Außer Reid war keiner da und je schneller er den Anruf hinter sich gebracht hatte, desto besser war es.

„Hey Schatz!“
„Kyle, hi. Ich muss etwas Wichtiges mit dir besprechen.“
„Was ist los?“
„Naja, wir sehen uns selten und irgendwie…Ich weiß nicht wie ich es sagen soll. Meine Gefühle haben sich verändert. Ich liebe dich nicht mehr.“
Schweigen.
„Kyle?“
„Ok, du machst Schluss, am Telefon. Ist okay, ich hätte in den nächsten Tagen ach Schluss gemacht.“
Das musste Derek erst einmal verarbeiten.
„Wenn das so ist gibt es nichts mehr zu sagen.“, erklärte der Agent und legte auf.
Reid hörte das Gespräch. Es Tat gut. Kyle würde nicht mehr in seinem Leben vorkommen.
Doch heute Abend würde er mir Morgan reden müssen, er hatte Panik. Er wusste nicht, ob er das alles auch aussprechen konnte.
Eine Träne lief über seine Wange. Derek sah sie und sagte: „Keine Angst, Kleiner. Ich helfe dir. Du bist und bleibst mein bester Freund. Versprochen.“

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