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OS: Alles anders

in Fanfiction deutsch 30.03.2013 20:16
von Fairytale • Besucher | 31 Beiträge

Kleiner OS. Ich hoffe er gefällt euch. FB könnt ihr hier da lassen: viewtopic.php?f=122&t=1344


Schweigend stehen sie da. Sehen zu, wie der Sarg heruntergelassen wird. Eigentlich ist es ein Zufall, dass sie hier sind. Ein trauriger Zufall.
Jeder hängt seinen Gedanken nach. Fragt sich, wie das hatte passieren können. Wie sie es nicht wissen konnten. Hätten sie es wissen müssen? Vielleicht. Aber sie haben sich lange nicht mehr gesehen. Zu lange.

Langsam gehen sie nach vorne. Jeder der Reihe nach. Werfen noch einen letzten Blick auf den Sarg. Tränen fließen. Noch einmal werden alte Erinnerungen wach. Alle schauen nach vorne, als Hotch das Rednerpult betritt. Lauschen seinen Worten. Jeder fühlt dasselbe. Jeder weiß, dass sie ihn vermissen werden.

Sie stehen noch Stunden später da. Längst sind alle gegangen. Nur sie nicht. Sie können es einfach nicht. Wollen es auch noch nicht wahrhaben. Immer, immer war die Hoffnung noch da, dass er vielleicht wieder zurückkommen würde. Doch nun ist es zu spät. Sie werden sich nie wieder sehen.
Langsam gehen sie nachhause. Jeder allein, jeder nachdenkend. Und jeder wissend, dass sie Jason Gideon für immer verloren haben.

An diesem Abend wird sich Spencer Reid fragen, wie der Mann, der ihn ins Team geholt hat, einfach so verschwinden konnte. Wie er einfach so gehen konnte, ohne ein Wort der Verabschiedung.

Aaron Hotchner wird sich fragen, ob er das auch könnte. Ob er auch alles zurücklassen könnte. Er wird sich für ein Nein entscheiden, wenn bei seinem Sohn im Zimmer sitzen wird und ihm beim Schlafen zusieht.

JJ wird bei Will sitzen, wird weinen und sich fragen, wieso er sich nicht gemeldet hat. Wieso er nicht zu ihnen kam, als er wusste, dass er sterben würde. Und ihr wird klar werden, dass er sie nicht sehen wollte. Nicht weil er sie nicht mag, sondern weil er nicht wollte, dass sie leiden und ihn leiden sehen.

In dieser Nacht werden Derek Morgan und Garcia zusammen sitzen, werden reden, alte Fotos anschauen. Werden lachen, werden weinen. Doch sie werden es gemeinsam tun.

Prentiss wird zuhause sitzen, schweigend, wartend und doch nicht wissend worauf sie wartet. Sie wird versuchen nicht darüber nachzudenken und doch werden ihr die Gedanken an ihn durch den Kopf springen und sie weiß, dass sie es nicht verhindern kann.

Auch Rossi wird zuhause sitzen. Er wird versuchen an seinem Buch zu schreiben. Wird nicht trauern. Wieso auch? Er kannte den Mann nicht einmal persönlich, nur aus Erzählungen. Und doch weiß er, dass ihn sein Schicksal berührt.

Den ganzen Tag über wird Elle es bereuen. Wird bereuen, dass sie nicht kam, als sie es hörte. Wird wissen, dass sie es niemals können wird, weil sie es niemals verarbeiten wird, was alles passiert ist. Wird wissen, dass sie allein ist und sie mit Gideon das Schicksal teilen wird.

Am nächsten Tag wird jeder seiner Arbeit nach gehen. Wird jeder alles den gewohnten Gang laufen lassen, als wäre nichts geschehen, nichts verändert. Und doch wissen sie alle, dass alles anders ist.

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