headerimg
#1

NCIS - Scherbenhaufen *Fertig*

in Sonstige Fanfiction 03.09.2008 14:11
von Mrs. Morgan

Na dann trau ich mich auch mal

Titel: Scherbenhaufen
Autor: Mrs. Morgen (Aju)
Pairings: ob Jibbs, Jony, Tiva, Tate, Kibbs, McAbby oder McZiva... es ist euch
FSK:/
Beta: Saphira <3 -umknuddel-
Disclaimer: Alle Charaktere und auch Rechte an Navy CIS gehören nicht mir, sondern CBS, Paramount & Bellisaruis Production.
Mit dieser Story verdiene ich kein Geld und wurde nur zum Spaß geschrieben. Ähnlichkeiten mit lebenden und toten Personen sind nicht beabsichtigt und passieren nur zufällig.
Anmerkung: Da ich wieder mal eine Menge Trauer zu bewältigen habe... habe ich mir gedacht, dass ich das alles wieder in einen kleinen ShortCut stecke.
Es ist mal wieder in der Version des Ich-Erzählers geschrieben... mein zweiter versuch ^^
Ein genaues Pairing gibt es nicht, ihr könnt euch also jeden dazu denken den ihr am liebsten mögt ^^

Ich hoffe es gefällt.
Ich wünsch euch viel Spaß beim lesen
(Geschrieben wurd dieser Shortcut am 29.6.2008, 2 Tage nach dme Tod meines Opas, also nicht wundern ^^)

~ Scherbenhaufen ~

Langsam öffnete ich die Haustüre und freute mich schon darauf, von ihm herzlich begrüßt zu werden, von ihm in den Arm genommen zu werden und zu hören, dass er mich vermisst hatte. Langsam betrat ich den Flur und ließ die Türe in das Schloss fallen.
Stille.
Ich sah mich um. Völlige Dunkelheit umnebelte mich und mir wurde wieder schmerzlich bewusst, dass ich nie wieder von ihm begrüßt werden würde. Nie wieder in seine Arme geschlossen werden würde und auch nie wieder diese Worte zu hören bekäme.
Er war weg. Einfach so. Tränen schossen mir in die Augen und ich ließ meine Tasche fallen.
Fast wie eine Katze schlich ich in das Wohnzimmer und schaltete das Licht ein.
Alles war so geblieben, wie er es verlassen hatte. Ich schluchzte und Tränen fielen von meinem Kinn auf mein Oberteil. Ich konnte sie einfach nicht mehr zurückhalten.
Ich ging rückwärts aus dem Zimmer raus. Ich hielt es einfach nicht mehr aus, dieses Chaos zu sehen. Es war sein Markenzeichen gewesen. Ständig musste ich hinter ihm herräumen und jetzt war das alles vorbei.
Ich ging in die Küche und mein Blick glitt hinüber zum Fenster.
Die Sonne ging unter. Eigentlich liebte ich Sonnenuntergänge, doch jetzt war es wahre Pein, dass die Sonne besonders an diesem Abend den Horizont blutrot färbte.

Ich wandte meinen Blick ab. Ich fühlte mich so verdammt einsam. Wieso zum Teufel musste er mich alleine lassen? Ich verstand es nicht und das machte mich wütend. Zornig warf ich die Tasse, die ich eben aus dem Schrank geholt hatte, gegen die Wand.
„Warum hast du das getan? Warum hast du mich allein gelassen?“, schrie ich außer mir und fegte mit einem Ruck sämtliches Geschirr von der Anrichte. Vor Verzweiflung zitternd rutschte ich am Schrank entlang zu Boden. Nun saß ich mitten in einem Scherbenhaufen, die Beine eng an den Körper gezogen und weinte um das, was ich verloren hatte.

Vor drei Tagen war es passiert. Ich saß an seinem Krankenbett. Gerade hatte ich meine Augen geschlossen, da hörte ich dieses monotone Piepsen. Dann plötzlich kam dieses widerliche Geräusch durchgängig. Ich blickte zu diesem dummen Kasten und sah nur eine gerade Linie. Ärzte scheuchten mich hektisch aus der Intensivstation und ich musste vor der Türe warten. Unruhig lief ich hin und her.
Niemand hatte mir erklärt, dass so etwas passieren konnte. Natürlich hätte ich es mir selber denken können, aber wer dachte in diesem Moment schon daran? Wer dachte an so etwas, wenn man seinen Mann, der an unendlich vielen Schläuchen angeschlossen war, so verletzbar in seinem Bett sah. Alle, nur ich wieder nicht. Ich war so naiv davon aus zu gehen, dass ihm so etwas nie passieren würde.
Panisch stand ich nun an der Wand gelehnt und wartete darauf, dass endlich einer dieser Ärzte aus dem Zimmer kam und ich endlich wieder zu ihm konnte.
Zehn Minuten später war es dann auch endlich soweit.

Der Arzt kam aus dem Zimmer und sein Blick war unergründlich. Die Panik, die mich ergriffen hatte, stieg noch mehr und ich fing an zu zittern.
„Es tut mir leid...“, begann er und ich hatte das Gefühl, als ob man mir den Boden unter den Füßen weggerissen hätte.
Meine Beine konnten meinen Körper nicht länger tragen. Ich ließ mich fallen und fing hemmungslos an zu schluchzen. In meinem Kopf wirbelten die unmöglichsten Szenen rum, unter anderem auch eine, wo wir mit Kind und Hund vor unserem Haus saßen und fröhlich wirkten. Doch dies war nur ein Traum von mir gewesen, der sich nun nicht mehr erfüllen konnte.
Beruhigend legte mir der Arzt seine Hand auf die Schulter. Ich versuchte mich wieder zu fangen und richtete mich auf.
„Ihr Mann hatte einen Herzstillstand. Alle Reanimationsversuche blieben erfolglos. Es tut mir leid.“
Die Worte des Arztes schienen mich nicht zu erreichen. Ich war zu aufgelöst und seine Worte prallten einfach an mir ab. Ich wollte zu ihm. Ich ging einen Schritt vor und erwartete, dass der Arzt mich daran hindern würde, doch nichts der gleichen geschah. Er ließ mich kommentarlos passieren.

Wie in Trance ging ich durch die Türe, mein Blick war auf den Boden gerichtet. Ich traute mich nicht so recht auf zu schauen, aus Angst, was ich vielleicht sehen würde. Doch nach nur ein paar Metern stand ich vor dem Bett. Nur zögerlich richtete ich den Blick auf meinen Mann. Schneeweiß lag er da. Seine Mund zeigte ein leichtes Lächeln. Dieser Anblick trieb mir erneut die Tränen in die Augen.
Würde man nicht wissen, dass dieser Mann tot war, dann hätte man denken können er sei am Schlafen. Sachte strich ich über seinen Arm. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Ich vergas alles um mich herum und sah nur noch ihn dort liegen, mit einem friedlichen Gesichtsausdruck. Ich zog mir den Stuhl wieder vor das Bett, setzte mich erneut darauf und strich unentwegt über die leblose Hand meines soeben verstorbenen Ehepartners.


Ich schüttelte den Kopf, erhob mich und ging weiter durch das Haus. Alles wirkte so kalt und fremd für mich, auch wenn ich schon seit mehr als einem Jahr hier wohnte.
Ich ging ins Schlafzimmer. Das Bett war ungemacht und seine Klamotten lagen wild durcheinander auf dem Boden herum. Ich musste leicht schmunzeln, denn am Morgen vor dem Unglück sagte er mir noch:
„Wenn ich wieder nachhause komme, räume ich hier auf! Versprochen!“
Danach drückte er mir einen Kuss auf die Stirn und verschwand im Bad. Ich hatte den Kopf geschüttelt und ging in die Küche um Kaffee auf zu setzen. Doch nur ein kleiner Schluck aus seiner Lieblingstasse, nachdem er frisch geduscht und angezogen in die Küche gestürmt war, und ein Abschiedskuss, dann war er auch schon mit den Worten: „Wenn ich wieder komme, habe ich eine besondere Überraschung für dich!“, aus dem Haus verschwunden und zum Hauptquartier gefahren.
Ich strich mir gedankenverloren über den leicht gewölbten Bauch. Würde ich nicht gezwungenermaßen zuhause bleiben müssen, wäre ich mitgefahren und hätte wohl das schlimmste verhindern können.
Er war wie gewohnt wie eine besengte Sau über die Straßen geprescht. Dann kam er auf der nassen Fahrbahn ins schleudern und krachte frontal gegen einen Baum.
Wäre ich mitgefahren, wäre er um einiges langsamer gefahren.
Immer wieder kam mir diese Szene in den Kopf und immer wieder lief sie vor meinen Augen ab. Ich konnte einfach nichts dagegen tun.
Was für eine Überraschung er dann für mich hatte, hatte ich noch am selben Abend herausgefunden.
Er hatte zwei Flugtickets nach Puerto Rico zwischen seinen Sachen versteckt. Ich war auch nur durch Zufall auf diese gestoßen, denn ich hatte ihm die Tasche mit ein paar Sachen gepackt, für das Krankenhaus.

Langsam schritt ich in den Raum, ging zum Bett und ließ mich auf die Seite, auf der er geschlafen hatte, nieder. Ich nahm die Flugtickets und betrachtete sie. Am Wochenende wäre es los gegangen. Dann wäre es für zwei Wochen nach Puerto Rico gegangen, wohin ich schon immer mal wollte.
Ich legte die Flugtickets zurück, ließ mich nach hinten fallen und legte meine Hand auf meinen Bauch.
„Mummy wird immer auf dich Acht geben.“, sagte ich.
„Daddy wird auch immer an dich denken, auch wenn er nicht bei uns sein kann!“
Ich schloss meine Augen und einzelne Tränen rollten noch über mein Gesicht, ehe die Dunkelheit von mir Besitz ergriff.

~*~ Fünfeinhalb Jahre später ~*~

„Mummy! Los komm jetzt!“, rief mich meine kleine Tochter Natalia, die voller Ungeduld wartete. Sie stand mit unserem kleinen belgischen Schäferhund-Welpen vor dem Haus.
„Ich komm ja schon, Nat!“, rief ich und stellte die Kamera ein, welche auf einem Stativ stand. Nachdem ich den Selbstauslöser eingerichtet hatte, ging ich schnell zurück und platzierte mich vor dem Haus neben meiner kleinen Tochter. Noa, der kleine Welpe, versuchte in dem Augenblick, in dem sich der Selbstauslöser tätigte, einen Schmetterling zu fangen, woraufhin Nat und ich unsere Köpfe zu ihm wandten und ihn grinsend beobachteten.
Keine drei Stunden, nachdem das Bild aufgenommen wurde, gingen Natalia, Noa und ich zusammen auf den Friedhof. Ich war schon oft mit meiner kleinen Tochter dort gewesen und hatte ihren Vater besucht.

Nun standen wir vor dem Grab und fröhlich stellte Nat das Foto, welches ich in einen hölzernen Rahmen getan hatte, auf dieses.
„Das haben wir heute Mittag gemacht, Daddy!“, plapperte die Kleine drauf los.
„Schau mal! Wir haben dir jemanden mitgebracht Daddy! Das ist Noa! Unser kleiner Welpe! Der beschützt uns jetzt immer!“
Ich beobachtete die Kleine lächelnd. Sie hatte sich sehr gefreut, als ich mit dem Kleinen Hund nachhause kam und wollte ihn nicht mehr los lassen.
„Magst du Daddy nicht noch mehr erzählen?“, half ich ihr ein bisschen auf die Sprünge.
„Ah ja! Ich komme nach den großen Ferien in die Schule!!! Ich freu mich schon so darauf und dann möchte ich auch Verbrecher einfangen!!“
„Aber bis es soweit ist, musst du erst mal die Schule überstehen.“, stoppte ich den Redeschwall meiner Tochter und lächelte leicht, als sie dann zu mir kam und sich an mein Bein klammerte.


„Wir wollten dir nur das Bild vorbei bringen. Weißt du... damals hatte ich dieses Bild immer vor Augen, nur solltest du immer dabei sein. Aber jetzt haben wir ja klein Noa, der auf uns und auch auf das Haus aufpasst. Wenn die Kleine dann im Kindergarten ist, kommt der Kleine mit ins HQ und verdreht den anderen den Kopf.“, lachte ich und hatte sogleich auch wieder kleine Tränchen in den Augen.
„Er hat‘s besonders Ducky angetan. Wenn er nicht gerade in der Pathologie ist, sitzt er oft Stunden im Großraumbüro und erzählt dem Kleinen von seinen abenteuerlichsten Geschichten und Noa scheinen sie zu gefallen. Immer wenn er Ducky sieht, stellt er seine Ohren auf und schaut ihn Rute wedelnd an, ganz so, als ob er sagen würde: „Erzähl mir noch eine deiner Geschichten!“ Es ist einfach zu komisch. Natürlich fehlst du weiterhin im Team, aber da wir wissen, dass wir dich eines Tages wiedersehen werden... hält sich das alles in Grenzen, doch in unserer Familie, wirst du immer fehlen.“, sagte ich und meine Stimme war nicht mehr als nur ein leises Flüstern.

„Mummy?“, fragte meine Tochter zaghaft und ich sah zu ihr hinunter.
„Was ist denn, Kleines?“
„Wieso wird er fehlen? Er ist doch immer da, auch wenn wir ihn nicht sehen, oder?“
„Aber sicher ist er immer da.“, sagte ich und strich ihr kurz über den Kopf.
„Sicher ist er das.“
Nach diesen Worten gingen wir zurück. Schon seit einer Woche quengelte die Kleine nach einem neuen Badeanzug für den Pool im Garten und ich konnte ihr einfach keine Bitte abschlagen. Außerdem wollte sie doch ihrem Papa oben im Himmel zeigen, wie gut sie doch schon schwimmen konnte.
Bei dem Gedanken lächelte ich leicht und nahm meine kleine Tochter an die Hand, die voller Begeisterung den kleinen Hund beobachtete, der hin und her rannte. Schließlich ließ sie meine Hand los und rannte mit ausgestreckten Armen vor mir her und machte Flugzeuggeräusche nach.
„Ganz der Vater.“, ging es mir durch den Kopf. Ich lächelte glücklich und stellte mir vor, wie er nun an meiner Seite lief und stolz seine kleine Tochter beobachtete.

nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 4 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Lisa-Marie Weigelt
Forum Statistiken
Das Forum hat 1297 Themen und 37795 Beiträge.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de