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#1

Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 09.09.2009 12:39
von Ran • Besucher | 901 Beiträge

Hey ihr Lieben,

da leider recht wenige Ideen eingegangen sind hat das Team beschlossen, dass wir das erste Thema einfach selbst festlegen. Und da wir recht unkreativ sind, haben wir uns für das Beispielthema entschlossen welches ich genannt hatte. Thema ist also:

Der erste Kuss

Lasst eurer Phantasie freien Lauf. Die einzige Vorgabe ist, dass es um einen ersten Kuss gehen und mindestens ein Criminal Minds Charakter drin vorkommen muss. ^^
Die Geschichten sollten keine Mehrteiler sein sondern nur One Shots und sie sollten auch nicht zu lang sein. Ihr dürft und sollt sogar, direkt in den Thread hier posten. Gepostet weden darf bis zum 30. September.

Also wir wünschen euch viel Spaß beim Schreiben und lesen.
Euer CM-Team

P.s.: Es dürfen weiter fleißig Vorschläge für neue Themen gepostet werden. Was immer euch so einfällt. ^^

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#2

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 09.09.2009 21:59
von JackySVB

Titel: Der erste Kuss
Autor: JackySVB
Teile: 1
Pairing:/
Rating: müsste ohnr FSK sein
Disclaimer: Ich benutze die Geschichte nicht um damit Geld zu verdienen, alle Personen sind frei erfunden
Warning: Reid-Centric
Anmerkung: meiner erste FF^^

Der Fall war abgeschlossen. Die Mörderin war gefasst. Nachdem JJ, Emily, Morgan und Reid Undercover in der Disco ermittelt haben, sind sie der starken Feministen auf die Schliche gekommen.
Während dieser Ermittlungen kam Reid in ein Gespräch mit der netten Bardame, die, 1,80m groß, blond und nettes Gesicht, ziemlich nett war und zusätzlich Reids kleinen Zaubertrick ziemlich cool fand.
Reid war in dem kurzen Gespräch mit der Bardame ungewohnt locker; so locker, dass er selbst schon überrascht von sich war. Bevor er schließlich gehen musste, steckte die Bardame ihm ihre Visitenkarte zu.
Jetzt stand Reid draußen in der dunklen, frischen Nacht. Er lehnte sich an einem schwarzen Jeep, und beobachtete den Tumult um sich herum und dachte nach. Abwesend glitt sein Blick über den Notarztwagen, in dem der von der Mörderin verletzte junge Mann verarztet wurde, über den anderen Jeep, die Polizeiwagen und die Menschen die da drum standen. Alles untermalt von dem monotonen rot-blauen Blinklicht der Polizeiwagen sowie dem des Krankenwagens. Reids Gedanken schweiften ab, während er seine anderen Teammitglieder ein paar Meter weiter beim reden zusah und die Leute beobachtete die aus dem nun geschlossenen Club rausströmten. Er dachte, nein er wollte ständig an den Fall denken, aber trotzdem schweiften seine Gedanken Untypischerweise immer wieder an die Bardame ab. Das kannte er nicht von sich, er war kein Typ, der sich ständig um Frauen scherte, stattdessen las er lieber Kriminalfälle um sich stetig weiterzubilden.
Mittlerweile war er sogar gedanklich so weit abgedriftet, dass er Morgan gar nicht bemerkte, der sich klammheimlich zu ihm gesellt hat.
Morgan grinste, und Reid kannte dieses Grinsen zu Genüge, es war jenes Grinsen mit dem Morgan ihm gerne zu necken vermochte. Da fing und Morgan auch schon an zu sprechen
„ Dir geht die süße Blonde nicht aus dem Kopf, stimmst Reid?“. Reid war überrascht und erschrocken, er war sich sicher, keiner hätte von dem Gespräch was mit bekommen, geschweige dem sogar seine Gedanken erraten.
Schnell wog er seine Antworten ab, sollte er Morgan davon erzählen, oder sollte er all dies leugnen?
Er entschied sich für die Wahrheit.
„ Wir haben uns unterhalten. Sie war ziemlich nett, und fand sogar meinen Kartentrick witzig“, erzählte Reid, nicht ohne einen Hauch von Stolz in der Stimme. „Sie hat mir ihre Karte gegeben“, meinte Reid und hielt die weiße Visitenkarte zwischen den Fingern hoch.
Reid blickte zur Seite in Morgans Gesicht, und zerknirscht stellte er fest, dass Morgan amüsiert grinste. Beinahe wünschte er sich, Morgan nichts erzählt zu haben, doch seine nächsten Worten überraschten ihn dann doch. „Weißt du was, Reid, du bist ein netter Bursche, wird doch einmal in deinem Leben lockerer und ruf sie doch einfach mal an.“ Kein dummer Spruch, nein, stattdessen ein gut gemeinter Rat. Reid sah Morgan an und war gerade am überlegen was er antworten sollte, als er sah dass Morgan sich in Bewegung setzte um zu gehen, dann fiel ihm auf einmal was ein „Ich weiß noch nicht mal ihren Namen“, rief er Morgan hinterher. Morgan ging ein paar Schritte, und drehte sich dann um, grinste schelmisch und meinte „Höchste Zeit den rauszufinden.“
Unschlüssig stand er da und dachte nach. Schließlich fasste er ein Entschluss. Mit leicht vor Aufregung feuchten Fingern kramte er sein Handy hervor und tippte die Nummer ein, die auf der Visitenkarte stand, während des Freizeichens, glitt sein Name die Visitenkarte entlang bis ihm auffiel, dass er ja doch ihren Namen kannte. Katie. Plötzlich vernahm er eine symphatische Frauenstimme im Ohr „Katie Peters“. Etwas überrascht begann er seine Antwort dahin zu stottern „Hi, Hier ist Dr. Spencer Reid, der FBI-Agent von eben, mit dem Kartentrick, falls sie sich erinn-„ oh Mann, was stellte er sich dumm an, dachte er sich als er auch schon lachend unterbrochen wurde „Ja, ich erinnere mich. Was gibt´s?“ Schnell fand Reid einen Grund „Ich habe mir gedacht, nach de ähm komischen Nacht, na ja, ob sie schon wissen was sie machen, also wo der Club gerade schließt.“ Die Worte sprudelten nur so aus ihm raus, und obwohl er sie nicht sah, wurde er rot und ihm wurde heiß. Wieder lachte Katie, diesmal klang es recht schelmisch „Soll das etwas heißen, sie wollen mich in irgendeiner Form einladen?“ Diese direkte Fragen immer, dachte sich Reid, die gaben ihm das Gefühl, dass er was falsche mache. Schnell ruderte er zurück „Ja, also Nein, also ich verstehe wenn sie schon was vorhaben, wollte nur mal fragen, ein kleiner Snack, nach einer anstrengenden Nacht, wenn sie sich erinnern.“ Oh, Mann war das peinlich was er hier ablieferte. Gespannt wartete er auf die Antwort. „Klar, warum nicht, wollte mir eigentlich gerade ein Taxi rufen, aber gegen einen kleinen Snack ist nichts einzuwenden.“ Ein Stein fiel ihm vom Herzen, sie sagte nicht Nein. „Soll ich sie in 5 Minuten am Hintereingang abholen?“ fragte er, nun etwas befreiter. Die Antwort kam prompt „Klar, Alles Klar. Ich warte. Bis später“. Er legte auf. Kurz stand er da, und konnte nicht fassen, dass er im Begriff war dem Abend alleine mit einer Frau zu verbringen, mit der er nicht zusammenarbeitete. Dann setzte er sich in Bewegung und sagte Hotch, er würde sich an dieser Stelle bis morgen erstmal verabschieden. Den Papierkram mache er morgen. Als er an Morgan vorbei kam, grinste er und reckte dem Daumen.
Er stieg in einen Jeep ein, legte seine Waffe ab, und betrachtete sich kurz im Spiegel, bevor er das Auto startete und losfuhr.
Katie wartete bereits und stieg direkt ein. Sie lächelte und auch Reid versuchte lockerer zu werden und brachte eine Art Lächeln zustande.
Das erste was Katie sagte, „Dr. Reid, ich hoffe sie nehmen mein Angebot an.“ Verblüfft blickte Reid sie an, welches Angebot fragte er sich, „Fortan möchte ich, dass wir uns bitte duzen, auch wenn sie FBI-Agent sind, lassen sie uns gemütlich was Trinken, ohne Förmlichkeiten.“ Während sie das sagte, grinste sie ihn an. Auch Reid musste nun grinsen, „Klar, kein Problem, können wir machen. Kennst du die Bar Saxo? Das ist ein kleiner Pub, nach irischen Vorbild, der auch kleine Snacks serviert?“, „Nein, aber hört sich gut an.“.
Während der 10-Minütigen Autofahrt wurde beide, vor allem Reid immer lockrere, Anspannung verspürte er kaum noch.
Am Pub angekommen, stiegen beide lachend aus, Katie hatte ihm gerade ein Witz erzählt, und nahmen sich zusammen ein Tisch. Sie bestellten Cola und kleine Fingerfood Spezialitäten. Mittlerweile fühlte sich Reid pudelwohl. Er entspannte sich und hatte Spaß, dachte mal nicht an die Arbeit oder irgendwelche Kriminalgeschehnisse. Er erzählte, wo er seine Zaubertricks gelernt hatte und wie er zu dem Beruf kam, im Gegenzug erzählte ihm Katie, dass sie den Kellnerjob nur Nebenbei mache um das Studium zu bezahlen. Sie studiere momentan Englisch und Geschichte an der Universität auf Lehramt. Beide hatten viel Spaß und merkten gar nicht, dass sie irgendwann fast alleine im Pub waren. Als Katie sich für einen Moment aufs Damen-Klo entschuldigte, sah Reid auf die Uhr und bekam einen leichten Schock, als er merkte, dass es schon fast 03:00 Uhr nachts war.
Als Katie wiederkam, machte er sie darauf aufmerksam und meinte, ob es nicht sinnvoll sei, so langsam zu bezahlen, da er morgen noch Berichte schreiben müsse und sie sicherlich auch in die Uni müsse. Katie stimmte ihm zu, und beide tranken ihre Cola aus. Reid übernahm die Rechnung und bot Katie an, sie nach Hause zu fahren.
Dankend nahm Katie das Angebot an. Im Auto fuhren sie Anfangs erstmal stillschweigend durch die dunkle Nacht. Schließlich durchbrach Katie die Stille „Spencer, ich bin dir echt dankbar, dass du heute Abend angerufen hast. Habe mich selten so amüsiert und Spaß gehabt. Die meisten Männer mit denen ich zu tun habe, sind das komplette Gegenteil von dir. Angetrunken versuchen sie sich plump an mich heranzumachen und wollen nur das eine. Bei dir verspür ich das nicht. Du wirkst so natürlich, aber trotzdem lustig und intelligent.“
Reid spürte wie er rot wurde, während Katie sprach, denn so was hatte bisher keine Frau zu ihm gesagt. Er erwiderte „Ich, Danke, also ich muss sagen, mir geht es genauso. Um ehrlich zu sein, hatte ich noch nie überhaupt solch ein tollen Abend mit einer Frau. Aber auch du, bist so anders, stehst nicht auf die six-Pack-Bäuche, nein stattdessen konnten wir uns gepflegt unterhalten mit einer gehörigen Portion Spaß. Ich freue mich, dass ich mich getraut haben anzurufen.“ Katie antwortete nicht mit Worten, sie lächelte ihn an, und als er vor ihrer Wohnung hielt, küsste sie Reid auf die Wange. „Gute Nacht, Spencer, und nochmals vielen Dank für den tollen Abend.“, sie packte ihre kleine Handtasche und stieg aus. „Gute Nacht, Katie, gern geschehen.“…Reid guckte ihr hinterher, als sie sich noch mal umdrehte und fragte „Können wir das bei Gelegenheit noch mal wiederholen?“ Diesmal grinste Reid und antwortete „Klar, nur zu gerne, Bis dann.“ Er beobachte wie Katie die Schlüssel aus ihrer Tasche fischte, die Haustür aufschloss und letztendlich im Hausflur verschwand.
Er sah noch mindestens 3 Minuten da, und starte grinsend auf die Haustür, und war froh auf Morgan gehört zu haben, denn immerhin hat er eben seinen allerersten Kuss von einer Frau bekommen.

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#3

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 10.09.2009 09:26
von MrsAaronH • Besucher | 3.877 Beiträge

Wow... nich schlecht Gute Idee für ein Setting, aber weißt du... der letzte Satz lässt mein Slasher-Herz höher schlagen

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#4

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 10.09.2009 16:26
von JackySVB

Das hat doch nichts mit Slash zu tun
Das war Reid + Frau

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#5

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 10.09.2009 19:00
von MrsAaronH • Besucher | 3.877 Beiträge

mir sagt der Satz aber, dass er bisher mit Männern geknutscht hat und jetzt den ersten Kuss von einer Frau bekommen hat

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#6

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 11.09.2009 16:18
von JackySVB

ey, das ist deine etwas komische interpretation und hat nichts mit der realität zu tun

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#7

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 11.09.2009 16:52
von MrsAaronH • Besucher | 3.877 Beiträge

ich weiß ich bin verdorben

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#8

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 11.09.2009 22:08
von MrsAaronH • Besucher | 3.877 Beiträge

Jetzt bin ich an der Reihe


Titel: Der erste Kuss
Autor: MrsAaronH
Teile: 1
Pairing: Spencer/Emily
Rating: none
Disclaimer: die Welt von CM gehört leider nicht mir und ich will auch keinen Profit damit machen
Warning: none
Anmerkung: also Leute... meine erste Nicht-Slash-Story (und ich bin sehr stolz auf mich, dass nicht mal ne klitzekleine Andeutung drin steckt ) und dann auch noch auf Deutsch... bitte seid gnädig - vor allem bei eventuellen Rechtschreib- und Grammatikfehlern



First Kiss


Spencer sah aus dem Fenster des SUVs ohne die Landschaft wirklich wahrzunehmen. Seine Gedanken waren bei dem Fall, dem sie jetzt entgegen fuhren. Er hasste Fälle, die mit Kindern zu tun hatten. Warum mussten es so oft die Kinder sein, die litten? Und er verabscheute die Tatsache, dass diese Fälle ihn immer so sehr mitnahmen. Sie erschütterten die Wände die er um sich selbst errichtet hatte, um sich vor emotionalen Schmerzen zu schützen, Schmerzen, die ihn wieder an den Rand des Abgrunds zurück führten an dem er schon einmal gestanden hatte.
"Alles in Ordnung?"
Emilys Stimme durchbrach seine Gedanken. Er drehte sich zu ihr um und sah, dass sie ihn besorgt betrachtete. Einen Moment kämpften in ihm der Unwille über ihre übertriebene Besorgnis und die Dankbarkeit, dass sie ihn aus seinen düsteren Gedanken geholt hatte.
"Ja. Alles in OK."
Sie sah ihn noch eine Sekunde lang an, dann nickte sie und wendete sich wieder der Akte zu, die auf ihrem Schoß lag.
Dafür war Spencer ihr dankbar. Er wusste, dass Emily hartnäckig sein konnte, wenn sie wollte. Nicht aufhörend zu bohren, bis sie hatte, was sie wollte. Aber trotz allem gab es Momente, in denen sie genau wusste, wann er es nicht ertragen konnte, bemitleided zu werden. Schließlich war sie ein Profiler. Er betrachtete noch einen kurzen Augenblick ihr dunkles Haare, dass sich wie ein Fächer zwischen ihnen ausbreitete und ihm den Blick auf ihr Gesicht verwehrte und drehte sich dann schnell wieder zum Fenster hinaus.
Er musste aufpassen.
Manchmal wanderten seine Gedanken in eine Richtung, die... nicht gut war. Vor allem, wenn Emily ihn mal wieder mit ihrem stechenden dunklen Blick gefesselt hatte und er nicht mehr wusste, wo ihm der Kopf stand. Zugegeben, diese Momente waren kurz, aber für ein Gehirn, dass mit seiner Geschwindigkeit arbeitete, waren diese kurzen Momente eine halbe Ewigkeit.
Er seufzte und betrachtete die Stadt in die sie jetzt einfuhren und wenig später hielten sie vor dem örtlichen Polizeirevier. Es würden harte Tage werden.

Leise, beinah sanft schloss er die Tür des Hotelzimmers hinter sich, nur um sich gleich danach mit dem Rücken gegen sie zu lehnen und sich langsam auf den Boden sinken zu lassen, von trockenen Schluchzern geschüttelt. Mit aller Kraft versuchte er sich zu kontrollieren, die grausamen Bilder aus seinem Kopf zu vertreiben, die wütenden Tränen zurückzuhalten, aber erst nach mehreren Minuten stummen Kampfes konnte er tief durchatmen.
Das plötzliche Klopfen ließ ihn zusammenfahren. Erschrocken sprang er auf und warf sich auf das Bett, hoffend dass man ihm nicht ansah, wie nah er an einem Zusammenbruch gewesen war.
"Herein."
Mit einerm Räuspern versuchte er den Frosch im Hals zu vertreiben, der ihn verriet.
Seine Augen weiteten sich, als plötzlich Emily in der Tür stand und verblüfft setzte er sich auf. Er hatte Morgan erwartet, vielleicht noch Hotch, aber nicht Emily. Sie war das Mitglied im Team mit dem er, neben Dave, den wenigsten Kontakt hatte, wobei Dave für ihn eine Art Held war, zu dem man einfach keine engen privaten Verbindungen aufbaute. Emily erschien ihm immer so unnahbar.
Spencer erholte sich schnell von seinem Schock.
"Emily? Ist alles in Ordnung?" Er wusste nicht, warum er flüsterte.
Ebenso leise wie er vorhin, schloss sie die Tür hinter sich, so als wäre jede Art von Lärm plötzlich verpönt.
"Ja, alles ist in Ordnung, aber ich wollte grade nicht allein sein. Darf ich bleiben?"
Reid konnte nur nicken. Das war so unüblich für Emily, dass er nicht wusste, was er sagen sollte. Die sonst so starke Profilerin wirkte körperlich vollkommen erschöpft und ihr Gesicht war bleich, mit schwarzen Ringen unter den Augen. Der Fall schien sie mehr mitgenommen zu haben, als er gedacht hatte. Das erklärte jedoch noch immer nicht, warum sie an seine Tür geklopft hatte. Noch immer stumm beobachtete er, wie sie sich auf das zweite, nicht genutzte, Bett setzte und ihn ihrerseits betrachtete. Schnell wich er ihrem Blick aus. Sie war Profiler. Sie sah zuviel. Und auch wenn vor einer Minute seine Gedanken noch ein pures Chaos gewesen sind, so hatte ihre Präsenz in diesem kleinen Raum alles in ihm zum Erstarren gebracht. Er spürte beinah körperlich ihre Anwesenheit und es verursachte ihm eine Gänsehaut. Stumm saßen sie sich gegenüber und die Stille zog sich fast ins Unangenehme, doch ihm wollten keine Worte einfallen, die die düstere Stille unterbrechen würden.
"Reid...", begann Emily und unterbrach sich sofort. "Spencer..." startete sie von neuem. Jetzt kam es. Er hatte es gewusst. Sie hatte gemerkt, dass er etwas empfand, was nicht sein durfte. Sie würde ihn jetzt sanft aber bestimmt darauf hinweisen, dass sie Arbeitskollegen waren und er zu jung und unerfahren war und sie überhaupt nicht zusammen passten, weil sie keine gemeinsamen Interessen hatten und sie nichts mit ihm anfangen konnte. Und das ganze auf eine furchtbar freundliche, verständnisvolle Art und Weise, damit er sich nicht schlecht fühlte, was er letztendlich ja doch passieren würde. Gleichzeitig atmeten sie beide tief durch und nach einem atemlosen Moment lachten sie beide auf und die Spannung löste sich ein wenig. Spencer sah genau, wann Emily entschloss zu handeln, was auch immer damit gemeint war.
Sie stand auf nahm die zwei restlichen Schritte und setzte sich neben ihn auf das Bett. Mit jedem Schritt schlug sein Herz schneller und als sie neben ihm saß, war ihm, als würde es aus seinem Brustkorb ausbrechen wollen. Starr blickte er zur gegenüberliegenden Wand. Er konnte sie nicht ansehen.
"Spencer. Ich weiß..."
"Stopp!" Unterbrach er sie. Spencer wollte es nicht hören. Er wusste was kam, aber es zu hören würde zu erniedrigend sein. "Ich weiß was du sagen willst. Ich bin zu jung, zu unerfahren, nicht dein Typ, ein halber Roboter, der immer in nur Statistiken redet..."
Er wurde unterbrochen von einer warmen Hand, die sein Gesicht umfasste und ihn sanft umdrehte. Reid blickte schließlich in ein amüsiertes Lächeln und bevor er sich versah hatte sie die letzte Distanz überbrückt. Er konnte gerade noch erschrocken Luft holen, bevor ihre Lippen weich auf seinen lagen. Ihr warmer Duft umfing ihn, betäubte ihn und es schien eine Ewigkeit zu dauern, bevor er sich aus der Starre lösen und den Kuss vorsichtig erwidern konnte. War das ein Traum? Es konnte nicht wahr sein. Nach dem Horror der letzten Tage, sollte er im Himmel gelandet sein? Viel zu schnell war der Kuss vorbei, doch das kribbeln auf seinen Lippen hielt an.
Mit einem Lächeln stand sie auf und als Spencer protestieren wollte, hielt sie ihm mit einem Finger den Mund zu.
"Unser erster Kuss und hoffentlich nicht unser letzter. Wir sehen uns morgen, Spencer. Gute Nacht."
Damit drehte sie sich um und verließ das Zimmer. Er wusste nicht, wie lange er die verschlossene Tür anstarrte, mit einem wahrscheinlich ziemlich dämlichen Grinsen auf dem Gesicht. Was immer er vom Ende dieses Tages erwartet hatte, es war bestimmt keine friedliche Nacht.

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#9

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 12.09.2009 01:26
von JackySVB

wow, find die gut

das fiese beim schreiben ist, dass dir die gedanken so schnell vorweg gehen und du gar nicht so schnell mitkommst mit dem tippen, die fällt aufienmal soviel ein, du bist schon 5 schritte vorraus aber kannst nicht so schnell tippen
werd mich demnächst, vermutlich sonntag an die andere ff ranmachen

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#10

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 12.09.2009 09:42
von MrsAaronH • Besucher | 3.877 Beiträge

Du hast recht Wenn man einmal im Fluss ist, kommt man mit dem Tippen gar nicht mehr hinterher

welche andere FF?

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#11

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 12.09.2009 09:57
von jennifer.jareau • 2.841 Beiträge

Super, ich finde deine Story genial. ^^

Jacky meint bestimmt die Side-Challenge. Ich muss mich morgen auch mal ranhalten und ne Story schreiben. :)

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#12

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 12.09.2009 12:05
von MrsAaronH • Besucher | 3.877 Beiträge

Das kann natürlich sein Mal sehen, ob ich da auch was dazu schreibe... irgendwie hab ich zu kaum noch was Zeit

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#13

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 12.09.2009 13:56
von JackySVB

jep, die meinte cih ;)
morgen abend kommt eh keim cm, da müsste ich zeit haben

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#14

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 16.09.2009 20:31
von hmr91



ICH BIN BEGEISTERT



Ich als großer Reid Fan finde diese Geschichten super.. Was für mich aber am wichtigesten ist, ist das sich bei mir ein Bild im Kopf entwicklet während ich eine Geschichte lese. Bei der FF von MrsAaronH hat das klasse geklappt. Ein wirklich überzeugender Schreibstyle der da rüber kam. Die Szene wo sich beide gegenüber sitzen und dann kurz lachen war perfekt. Jetzt möchte ich dich aber nicht mit zuviel Lob überwerfen und komme zur FF von JackySVB. Im allgemeinen fand ich die Geschichte gut. Leider fand ich die "Zaubertrick-Anmache" nicht so orginiel, da diese ja schon in der Serie aufgegriffen wurde. Da hätte ich mir lieber etwas neues gewünscht. Die Charaktäre fand ich gut getroffen, auch wenn Reid manchmal nicht ganz nach Reid klang. Trotzdem habe ich mich auch von deiner Geschichte unterhalten gefühlt und das denke ich ist der Sinn von Geschichten.

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#15

RE: Challenge Monat September - Der erste Kuss

in Archiv 17.09.2009 11:26
von MrsAaronH • Besucher | 3.877 Beiträge

wow - danke für die Komplimente. Ich bin froh, dass es so gut rüber gekommen ist. Ich hatte befürchtet, dass es etwas unbeholfen klingt, da ich normalerweise auf englisch spezialisiert bin

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