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Ein Schritt nach vorne

in Fanfiction deutsch 30.08.2008 00:22
von Ran • Besucher | 901 Beiträge

Titel: Ein Schritt nach vorne (wird evtl. geändert)
Autor: Leo
Status: Finished
Pairing: X x Emily
Rating: 12
Disclaimer: Mir gehört nix, außer der Idee
Anmerkung: Die Idee kam mir in Mathe. Es war soooo langweilig. Also hab ich geschrieben. Et voila Big Grin Na ja. Ist mal ein Experiment. Gefällt mir nicht so. Wenn es euch auch so geht, schreibt das ruhig Smile Ich bitte um Kritik. Er ist leider seeeeeehr Off-Topic geraten. Auch das mit der Verabredung ist nicht ganz logisch und optimal. Hm. That's life. Now enjoy Smile


Ein Schritt nach vorne. Füße, nackte Füße berühren den kalten Steinboden. Dünne Finger umklammern ein Milchglas. Ein fröhliches Lächeln. Eine längst vergangene Zeit, längst verblasst in der Erinnerung, fortgeweht, wie ein Blatt im Wind. Vergilbte Fotos, verstreut auf dem Boden, mit nostalgischen Tränen bedeckt. Die unbeschwerte Fröhlichkeit so deutlich sichtbar. Echte Lächeln, ohne versteckte Tränen, ohne Fassade, ohne zweites Gesicht. Die Fotos fallen, bleiben verkehrt herum liegen, ein Schritt zurück in die Wirklichkeit. Nach draußen bewegende Füße, die ihren Weg kennen. Kaltes Metall wird von nun größeren Fingern berührt. Sie setzt sich auf die Schaukel, ihre Füße stoßen vom Boden ab, es ist wie Fliegen. Mummy, Mummy…Der weiche Stoff des Kleides umspielt ihre Beine. Wie früher, denkt sie, und lächelt.
Ein leises Klingeln, gedämpft durch die Mauern und Türen. Leichtfüßig finden die Füße den Boden wieder und landen geschickt. Das Gras wird unter ihnen plattgedrückt, in den Boden gestampfte Figuren. Abstrakt. Schnell eingesammelte Fotos, ein Haufen im Regal, versteckt hinter dicken Bücherstapeln. Als ob nichts wäre, als ob sie nicht gefangen wäre in der Erinnerung.
„Hallo“ ihre Stimme klingt fest, verbirgt alle Gefühle und Emotionen geschickt, auch das falsche Lächeln wirkt undurchsichtig. „Hallo“ sein Lächeln ist breit und echt, die Stimme bringt Wärme in das kalte Haus, das so eingefroren wirkt. Sie will ihn fragen, was er hier macht, warum gerade er hier auftauchen muss. Seine Nähe kann sie nicht gebrauchen, sie fühlt sich seltsam unwohl, wie ein Schulmädchen, dass in einen Klassenkameraden verliebt ist. Liebe?
Die Worte sterben ihr auf der Zunge und sie schluckt, aber er ergreift die Initiative und spricht, bevor sie Zeit hat, sich die richtigen Worte zu Recht zu legen. „Ich weiß das kommt plötzlich, aber du magst doch Spontanität…“ er lacht nervös, genau wissend, dass sie nicht der spontanste Mensch ist. Aber ebenso weiß er, dass sie abends nichts zu tun hat, wie keiner von ihnen. „Ich wollte dich fragen, ob du mit mir Essen gehst.“ „Jetzt?“ fragt sie langsam, hat nun endlich ihre Stimme wieder gefunden. Er nickt leicht, lächelt breit und freundlich. „Kommt noch jemand mit?“ sie ist irritiert, sonst machen sie es immer zusammen, gehen in die Bar oder Essen. „Nein.“ Sagt er. „Sonst niemand“. Sein schönstes Lächeln erscheint auf seinem Gesicht und sie spürt, wie ihr plötzlich warm wird, weil alle tief verborgenen, menschlichen Gefühle an die Oberfläche wollen. Sie glaubt nicht an Schmetterlinge im Bauch. Liebe ist ein erklärbares Gefühl. Liebe? Sie schüttelt leicht den Kopf, schwarzbraune Haare fallen ihr ins Gesicht. Jetzt bloß nicht denken und dadurch alles kaputt machen!
Ihr Blick richtet sich auf ihre nackten Füße, die noch schmutzig von draußen sind. Sie angelt sich ihre Hausschuhe aus der Ecke und blickt auf. Sein Lächeln ist nicht verschwunden, es ist immer noch breit, strahlend und auch hoffend. Aufschlagende Augen, sich bewegende Wimpern. Hände, die einander umklammern. Ein Schlucken, ein sich bewegender Mund. Leise Töne. „Gerne“. Ihre Stimme klingt warm, seltsam warm. Mummy, Mummy…sie spürt, wie Freude in ihr aufsteigt, wirkliche, echte, simple Freude, ein unbekanntes, vor so langer Zeit verloren gegangenes Gefühl. Ein unbeschwertes, leichtes Gefühl. Unbeschreiblich. Sie lächelt, keine Fassade, kein Falsches Lächeln. Ein warmes, herzliches Gefühl. Langsames Auftauen.
Sein Lächeln wird noch breiter und auch fröhlicher, verspielter. „Ich muss mich nur noch schnell umziehen…“ sagt sie mit Blick auf ihre Klamotten, die sich doch eher weniger zum Weggehen eignen. „Klar“ sagt er nur. „Kann ich dir irgendetwas anbieten?“ Fragt sie ganz die Gastgeberin. „Etwas zu Trinken oder so?“ Im Kopf geht sie durch, was sie alles hat. Nichts alkoholisches, das trinkt sie generell nur, wenn sie weggeht. Tee, Kaffee, Wasser und Orangensaft. Sie muss endlich mal wieder einkaufen gehen. Aber sie hat doch schon so lange keine Gäste mehr zu Hause gehabt! Zu ihrer Erleichterung schüttelt er aber den Kopf. „Nein danke“ sagt er und „Ich warte im Wagen“. An der Tür dreht er sich noch einmal um. „Danke“ sagt er. „Obwohl es so kurzfristig ist.“ „Gerne“ wiederholt sie.
Tapsende Füße auf dem Boden. Wasser, dass die Fliesen hinunterläuft, Tropfen bleiben hängen, wie kleine Leben. Hände wühlen sich durch Stoff, werfen ihn beiseite. Augen schließen sich, öffnen sich wieder. Angezogen geht sie noch einmal durch das Wohnzimmer in den Garten, das Gras nicht mehr unter den Füßen spürend. Die Schaukel wiegt sich leicht im Wind. Sie berührt das kalte Metall, ohne nostalgische Tränen. Ein Lächeln, als sie auf die Verandatür zu rennt. Die Schaukel bleibt zurück. Sie kann endlich loslassen…

And all the past seems
Like innocent mistakes
*Robert Skoro- Before the sun

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