headerimg

#1

FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 24.08.2010 21:28
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Titel: Stalker (bin selbst etwas unzufrieden mit diesem Titel)
Autor: sunset
Teile: Mal sehen, kann ich noch nicht genau sagen, sie umfasst 65 Seiten DIN A4
Pairing: Prentiss/ Hotch
Rating: FSK 16 (würde ich mal schätzen)
Disclaimer: Ich habe keinerlei Recht an den Charas, den Namen und allem was in meiner FF bezogen auf die Serie vorkommt. Außerdem erhalte ich dafür keinerlei Geld
Warning: Es sollte hoffentlich spannend werden. Aber auch gefühlvoll, schmunzel. ACHTUNG: Spoiler möglich. Die FF startet i-wo in der 5. Staffel und einiges aus eben dieser kommt zur Sprache.
Anmerkung: Ein Dank geht an ladyhotch, die sich als Betaleserin bereit erklärt hat. Diese FF ist bereits fertig, ein Ende gibt es also auf jeden Fall. Trotzdem würde ich mich über Feedbacks natürlich sehr freuen.

So, dann starte ich mal mit dem ersten Teil. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß und vlt. gefällt sie euch.



Seit dem gestrigen Nachmittag war das gesamte Team des BAU in Aufruhr. Hotch war verschwunden und bisher gab es keinerlei Lebenszeichen von ihm. Niemand hatte in der Zwischenzeit geschlafen, denn der Schock, als Morgan den Anruf von Hotch´ Schwägerin bekam, konnten alle nicht einfach weg stecken. Jack, der gerade erst seine Mum verloren hatte, entdeckte einen roten Fleck auf dem Küchenboden. Wie sich später heraus stellte, handelte es sich dabei um Blut seines Vaters, von Hotch. Jessica hatte geistesgegenwärtig gehandelt und gegenüber dem Vierjährigen gemeint, das es Ketchup vom letzten Abend war, ihn raus geschickt zum spielen und umgehend Morgan angerufen.

Um Jack nicht zu verunsichern, vereinbarte Morgan mit Jessica gegenüber Jack vor zu geben, dass Hotch einen weiteren Fall bearbeiten, und er so einige Tage weg sein würde. Außerdem hatte sie die Maler bestellt, um endlich die ohnehin geplante Renovierung von Jacks Zimmer durch führen zu lassen. Daher konnte Jessica mit Jack vorübergehend in ihre Wohnung unter kommen und das Haus verlassen, damit er die Arbeiten der Spurensicherung nicht mit bekam.

Bis auf die Tasche und die Schlüssel von Hotch war jedoch nichts Ungewöhnliches gefunden worden. Keine Fingerabdrücke, keine Einbruchspuren oder sonstige Spuren, die auf einen Kampf hinwiesen. Nur dieses Blut auf dem Küchenboden. Fast schien es so als sei dieses beabsichtigt dort gelassen worden aber wieso und wo war er? Warum gab es kein Lebenszeichen von ihm oder eine Forderung eines Entführers?

Da es keine Spuren gab, gab es auch keinerlei Anhaltspunkte für eine gezielte Suche nach ihrem Boss und Freund. Während das Team im Konferenzzimmer saß und beratschlagte was sie tun konnten, forschte Garcia nach einer Aktivität seiner Kreditkarte. Doch sie war seit Tagen nicht benutzt worden. Also war auch diese Spur kalt. Sie seufzte und spielte nervös mit einem ihrer bunten Kugelschreiber, als sie plötzlich eine E- Mail erhielt. Da sie über den FBI- Server rein kam warf sie nur kurz einen Blick auf die Betreffzeile und maß ihr nicht viel Bedeutung bei. Eine offizielle Bekanntmachung konnte sie jetzt gerade nicht gebrauchen und daher stand sie auf um dem Team ihren Nicht- Fund über die Kreditkarte mit zu teilen.

Rossi, der eher der ruhige und bedachte Profiler war, spürte speziell bei Morgan eine extreme Anspannung. Er machte sich große Sorgen um Hotch. Er wusste wie nah sich die beiden Männer nach den Vorkommnissen in Chicago und nach der Sache mit dem Reaper standen. Beide hatten sich gegenseitig unterstützt und durch Gespräche wieder aufgebaut. Es war ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen den beiden. Er wusste um Morgans Vergangenheit und das er, zusammen mit zwei Schwestern, nur von der Mutter groß gezogen wurde, nachdem sein Vater auf der Straße ermordet worden war. Eine harte Zeit für den jungen Profiler der trotz aller Umstände seinen Weg gegangen war und jetzt zu den besten Profilern der USA zählte.

Außerdem war da noch JJ, die zu Hotch aufsah und ihn sehr mochte. Zwar war sie in ihrer Beziehung sehr glücklich aber trotzdem hatte auch sie eine ganz spezielle Verbindung zu ihrem Boss. Emily hingegen war emotional stärker betroffen, denn auch wenn sie versuchte es sich nicht anmerken zu lassen, so schien sie tiefere Gefühle für den großen, schlanken und so vom Schicksal gebeutelten Mann zu hegen. Allerdings bemühte sie sich erfolgreich um Professionalität.

Als Garcia den Raum betrat sahen alle auf und sofort war Morgan auf den Beinen:
„Und?“
„Tut mir Leid. Seit einigen Tagen gab es keinerlei Bewegungen mit seiner Kreditkarte.“ Morgan seufzte und sah Rossi an:
„Wir müssen etwas tun!“
„Was willst Du denn machen? Wir haben keine Hinweise. Nichts...!“
„Einfach hier herum sitzen kann ich auch nicht!“ unterbrach Morgan das jüngste Mitglied des Teams Reid harsch. Reid nahm es Morgan nicht übel und überlegte daher nach einer Möglichkeit. Garcia kam auf eine Idee und ging zurück zu ihren Computern. Sie wollte sämtliche Tickets von Flughäfen und Bahnhöfe prüfen. Vielleicht gab es ja dort irgendeinen Anhaltspunkt und wenn nicht dann konnten sie es zumindest ausschließen.

Während die Suchanfrage lief las sie nun doch kurz die E- Mail, die kurz zuvor im Eingangsordner eingegangen war. Als sie jedoch den Text las, begann ihr Herz zu rasen.

Aaron Hotchner befindet sich bei mir. Alle weiteren Informationen finden Sie in dem Video.

Sofort lief Garcia zurück in den Konferenzraum:
„Es gibt eine Nachricht. Das Video..... nein die E- Mail. Es war eine offizielle Bekanntmachung. Wer denkt denn an sowas?“ Morgan stand auf und versuchte Garcia zu beruhigen:
„Hey, jetzt erst mal ganz ruhig. Was für eine Mail und was für eine Nachricht?“
„Ich bekam eine E- Mail und sie war deklariert als offizielle Bekanntmachung. Vorhin habe ich sie mir mal angesehen und sie beinhaltet ein Video. Scheinbar geht es um Hotch!“
„Um Hotch? Wo ist das Video?“
„Ich habe es hier hin geleitet!“ Sofort nahm JJ die Fernbedienung und schaltete es an. Wie gebannt sahen sie alle auf den Bildschirm. Sie sahen Hotch auf einem Stuhl sitzen. Seine Hände waren nach hinten gebunden. Sein Jackett lag über einem weiteren Stuhl. Die Krawatte war etwas aufgezogen und hing schief über dem weißen Hemd. Links hatte er eine Kopfwunde und er schien benommen zu sein. Plötzlich konnte man eine Person sehen die sich mit einer Skimaske auf Hotch zu bewegte. Sie stellte sich neben ihn und betrachtete ihn doch dann sprach sie in die Kamera.

„Aaron ist nun endlich bei mir. Er hat so viel durch gemacht in letzter Zeit aber bei mir wird es ihm wieder gut gehen. Er hat es zwar noch nicht erkannt, dass er mich liebt, aber das wird er noch. Wir werden sehr glücklich werden. Allerdings fehlt zu unserem Glück noch etwas und das erwarte ich bis morgen 16.00 Uhr zu bekommen. Jack! Ich werde mich für weitere Instruktionen wieder melden. Sollten Sie versuchen unser Glück zu zerstören, indem Sie versuchen mich zu finden, stirbt er. Sollten Sie Aaron und mir unseren Sohn vorenthalten oder Tricks versuchen stirbt er ebenfalls. Ich will ihn nicht töten aber es liegt in Ihrer Hand. Sie können mir glauben, beiden wird es sehr gut bei mir gehen. Jason Gideon konnte ich leider nicht mehr helfen aber, dass er sich gegen die BAU entschieden hat, ist für ihn persönlich der beste Schritt damit er wieder glücklich wird. Er braucht mich nicht mehr dafür Aaron umso mehr. Jetzt kann ich ihm endlich für seinen Einsatz danken. Ich stand viel zu lange in seiner Schuld. Achten Sie auf weitere Mails. Ich melde mich zu gegebener Zeit!“

Die Person, die sich nun zumindest als Frau identifiziert hatte, streichelte Hotch sanft durch die Haare und dann wurde der Bildschirm wieder schwarz. Für einige Sekunden sagte niemand auch nur ein Wort. Dann redeten plötzlich alle durcheinander. Rossi versuchte Ruhe zu bewahren und unterbrach das wilde Stimmengewirr:
„So kommen wir doch nicht weiter. Jetzt sollten wir versuchen Ruhe zu bewahren und die nächsten Schritte besprechen!“




Ich würde mich über ein FB sehr freuen. Dieses dann bitte im neuen FB- Bereich unter dem entsprechenden Titel oder hier
http://criminalminds.siteboard.o...fsk-16.html

nach oben springen

#2

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 25.08.2010 16:09
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

So, dann kommt hier mal der zweite Teil.
Ich wünsche euch viel Spaß...


+++++++++++++++++++++++++++

Hotch hatte das Gefühl, dass ein Vorschlaghammer gegen seinen Kopf schlug. Er fühlte, dass er sich nicht frei bewegen konnte und das schien in erster Linie daran zu liegen, dass seine Hände hinten an einen Stuhl gefesselt waren. Auch die Worte der Frau nahm er nur wie durch einen Nebel war. Er versuchte sich zu erinnern was passiert war aber er konnte sich nur noch erinnern, dass er die Tür zu seinem Haus geöffnet hatte. Seitdem war alles weg. Er wusste nicht wie viel Zeit seitdem vergangen war oder wo er sich befand, geschweige denn wer diese Frau war. Trotzdem musste er versuchen einen klaren Kopf zu bekommen. Was auch immer diese Frau von ihm wollte, es war nichts Gutes.

Morgan lief im Raum langsam auf und ab:
„Gut, was wissen wir?“ fragte er in die Runde und schon ging eine Diskussion los wie sie sie schon so oft geführt hatten nur mit dem Unterschied, dass es diesmal erneut um Hotch ging.
„Diese Frau scheint in Hotch irgendetwas zu sehen. Einen Partner. Und sie ist der Meinung, dass Jack ihr gemeinsamer Sohn ist!“ gab Emily zum besten.
„Vermutlich hat sie ein Verlusttrauma!“ fügte Rossi hinzu.
„Wir haben keinerlei Angaben wo er sein könnte. Der Raum war dunkel aber es gab keine Zeitung oder ähnliches. Oder habt ihr etwas gesehen?“ Morgan sah fragend durch die Runde doch alle schüttelten mit dem Kopf.
„Wir können unmöglich auf die Forderung eingehen und Jack ausliefern. Das würde Hotch nicht wollen und für Jack wäre es...!“ JJ musste nicht zu Ende sprechen, denn allen war klar dass er das nicht auch noch erleben durfte.
„Was heißt, dass wird nicht viel Zeit haben um Hotch auf zu spüren.“
„Und wenn sie die Drohung wahr macht und ihn... tötet?“ fragte Emily nachdenklich.
„Hotch ist ein guter Profiler. Er wird wissen wie er mit ihr umgehen muss um das zu verhindern!“ meinte Morgan doch Emily widersprach:
„Meinst Du? Du hast doch gesehen in was für einem Zustand er war. Wir wissen nicht was mit ihm ist. Ob er benommen ist von einer Gehirnerschütterung, ob er unter Drogen oder Medikamente steht oder sonst etwas. Wir können nicht darauf bauen das er sich selbst helfen kann, Derek!“ Morgan schluckte, denn an diese Möglichkeit wollte er nicht denken. Plötzlich mischte Reid sich ein:
„Warum hat sie eigentlich Gideon ins Spiel gebracht?“ Alle Augen waren nun auf ihn gerichtet und daher erklärte er:
„Naja, sie sagte doch dass sie Gideon nicht mehr helfen müsste, Hotch dafür ihre Hilfe sehr nötig hat, damit er glücklich wird. Wie kommt sie auf Gideon? Er ist schon seit drei Jahren nicht mehr im Team!“ Rossi stand ebenfalls auf und sah Garcia an:
„Kannst Du heraus finden an welchen Fällen die beiden beteiligt waren? Es muss dabei um Frauen gehen die eine gewisse Dankbarkeit verspüren.“
„Wieso das?“ wollte JJ wissen und sah ihn fragend an:
„Nun, sie sagte doch: `Jetzt kann ich ihm endlich für seinen Einsatz danken. Ich stand fiel zu lange in seiner Schuld. ´ Ich vermute, dass es zu einem früheren Fall eine Verbindung gibt.“ Morgan dachte nach:
„Kannst Du heraus finden wo Gideon ist?“ Garcia sah ihn nachdenklich an:
„ich kann es versuchen aber er wird wissen wie man seine Spuren verwischt. Wenn er nicht gefunden werden will dann...!“
„Penelope, versuch es. Wenn wir ihn finden kann er uns vielleicht helfen diese Frau zu identifizieren. Wir dürfen nichts unversucht lassen!“
„Ok, ich mach mich sofort an die Arbeit!“
„Gut, und schick uns dann umgehend die Fälle rüber!“
„Mach ich!“ damit war Garcia auf dem Weg zurück in ihr Büro. Sie tippte gerade einige Befehle für ein Programm ein, als plötzlich eine neue Mail einging. Sofort begann ihr Herz erneut zu rasen und rief umgehend Morgan an. Noch während sie mit ihm sprach sendete sie ihm die Mail weiter und dann sahen sich alle das neue Video an.

Hotch war noch immer benommen, genau wie zuvor, und auch sonst hatte sich nicht viel verändert. Dann begann die Entführerin zu sprechen:
„Eigentlich wollte ich mich so schnell nicht wieder melden, aber der Sache wegen muss ich Ihnen doch beweisen, wie gut Aaron es bei mir haben wird.“ Sie ging wieder auf ihn zu und streichelte ihn scheinbar zärtlich durch die Haare. Sie roch an ihm und atmete tief und hörbar ein:
„Du riechst so unglaublich gut, Aaron. Ich liebe Deinen Duft. Er ist so männlich!“ dann zog sie ihm die Krawatte über den Kopf und legte sie ordentlich über sein Jackett. Langsam begann sie sein Hemd auf zu knöpfen und schob es über seinen Rücken. Allerdings hinderten offenbar die Fesseln den freien Fall auf den Boden. Zum ersten Mal konnte das Team nun die Narben sehen die ihm von Foyets Angriff geblieben waren. In Emily zog sich alles zusammen. Was hatte er nur für Schmerzen aushalten müssen während Foyet ihn bei vollem Bewusstsein attackierte?

Die Entführerin begann über seinen Körper zu streicheln, strich durch seine Haare und sprach immer wieder mit ihm:
„Du wirst mich lieben. Genauso wie ich Dich liebe. Wenn Jack erst mal bei uns ist, werden wir eine Familie und vielleicht bekommt Jack ja noch einen Bruder. Was hältst Du davon?“ während sie das sagte fuhr sie mit ihrer Hand über seine Hose:
„Ich dachte mir, dass Du gut ausgestattet bist und der Rest wird auch noch sobald die Medikamente aufhören zu wirken!“ Hotch bewegte sich etwas um den vermeintlichen Zärtlichkeiten aus zu weichen aber er hatte kaum eine Chance.
„Bald wirst Du Dich nicht mehr gegen mich wehren. Haley kann mir nicht das Wasser reichen und außerdem kommt sie eh nicht wieder. Du wirst das schon noch verstehen!“ Sie strich wieder durch sein Haar und dann über sein Gesicht. Langsam zog sie dann sein Hemd wieder über seinen Körper, ließ es aber geöffnet.

„Dieses Miststück!“ murmelte Emily was außer Rossi niemand gehört hatte. Er warf ihr allerdings nur kurz einen Blick zu, denn das Video war jetzt wichtiger.

Die Entführerin verschwand aus dem Bild und dann stellte sie neben Hotch einen Tisch.
„Mein Gott, was hat sie vor?“ fragte JJ und schlug die Hand vor ihren Mund. Die Unbekannte begann den Tisch zu decken. Liebevoll mit Kerzen, eine Spitzentischdecke und feinem Porzellan.
„Das ist wie ein Ritual!“ erklärte Rossi.
Im Nu hatte sie ein Essen aufgetischt und füllte einen der Teller. Damit ging sie zu Hotch:
„Hier mein Liebster. Ich habe uns ein schönes Essen gemacht. Ab jetzt wirst Du nur noch gesund essen. Dafür werde ich sorgen.“ Sie wollte ihn füttern aber er ließ es nicht zu sondern drehte immer wieder den Kopf weg. Rossi hatte eine Ahnung aber die behielt er vorerst für sich. Dann beobachtete er weiter:
„Du solltest wirklich etwas essen. Weißt Du eigentlich wie viel Mühe ich mir gemacht habe. Nun iss etwas!“ Wieder bot sie ihm eine Gabel voll an, doch er verweigerte erneut. Das erste Mal hörten sie Hotch nun reden:
„Ich werde nichts essen!“ Die Entführerin wurde sichtlich sauer aber sie versuchte sich noch zusammen zu reißen:
„Wenn Jack erst mal hier ist solltest Du ihm ein gutes Vorbild sein!“
„Jack wird niemals hier her kommen.“
„Ach, willst Du ihn wirklich zum Vollwaisen machen?“
„Auch das wird nicht passieren!“
„Das denke ich doch. Wenn Dein Team versucht Dich zu finden, oder uns Jack vorenthält, dann stirbst Du. Soweit sollte es nicht kommen! Und jetzt iss etwas!“ wieder hielt sie ihm die Gabel hin, doch er verweigerte erneut. Daraufhin rastete sie aus, stellte den Teller weg und begann auf Hotch ein zu schlagen. Scheinbar hatte sie vergessen, dass sie das alles ja filmte und so konnten sie sehen wie er einige heftige Schläge einstecken musste. Dann war das Bild wieder schwarz.



Würde mich über FBsehr freuen. Bitte dafür den Thread nutzen oder diesen Link:
http://criminalminds.siteboard.o...fsk-16.html

nach oben springen

#3

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 27.08.2010 14:14
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Hallo, so dann gehts mal weiter mit dem nächsten Teil.
Keiner schreibt FB! Naja, schade....



Emily war plötzlich weiß wie die Wand und auch Morgan musste sich schwer zusammen reißen.
„Verdammt, wir müssen ihn finden und zwar schnell!“ meinte Morgan aufgebracht. Dann gab Rossi seine Vermutung zu besten:
„Ich denke, er ist wieder klar. Er spielt das benommene nur um so Zeit zu gewinnen.“ Daraufhin gab Reid zu bedenken:
„Möglich aber das wird ihm nicht lange gelingen. Medikamente haben eine begrenzte Wirkdauer und ist nach zu lesen in jedem Beipackzettel.“
„Aber sie sagte doch, dass es Hotch bei ihr gut gehen wird. Warum schlägt sie ihn dann. Das ist doch völlig konträr.“ wollte JJ wissen worauf Morgan eine Antwort hatte:
„Er hat sie wütend gemacht!“
„Jedenfalls ist sie zu allem entschlossen. Wenn wir ihn finden müssen wir sehr vorsichtig vorgehen um ihn nicht zu gefährden!“

Langsam vergingen die Schmerzen der Schläge wieder. Sein Verstand klarte langsam auf. Gerade deshalb gab er sich noch benommen, um so viele Infos wie möglich zu sammeln. Er wusste dass sie ihn aufnahm und er hatte nur die Ahnung, dass diese Videos in seinem Team landeten. Sie wollte Jack haben und das musste er unter allen Umständen verhindern. Sein Sohn durfte nicht noch mehr erleben.

Das Team beriet sich gerade als die Tür aufging und Chief Strauss eintrat. Sie sprach Morgan an, als sie sagte:
„Wie kommen sie in Sachen Hotchner weiter?“ allein diese unpersönliche Nachfrage ließ Morgan innerlich kochen. Trotzdem blieb er ruhig als er sagte:
„Wir sind am Profil der Entführerin!“
„Ok. Nun, ich möchte kurz etwas mitteilen. Ich habe entschieden das Agent Hotchner für die BAU nicht mehr tragbar ist. Er ist inzwischen ein Sicherheitsrisiko. Für die BAU aber auch für sich selbst. Die Vorkommnisse der letzten Monate sprechen für sich. Ich werde...!“ Nun stand Morgan aufgebracht auf:
„Bei allem Respekt M´am, aber das können Sie nicht machen. Hotch ist einer der besten Agents die die BAU je gesehen hat. Außerdem...!“ Strauss unterbrach ihn:
„Agent Morgan. Ich darf doch sehr bitten. Diese Entscheidung ist gefallen und ich werde Sie als seinen Nachfolger bestimmen.“
„Sie werden was? Tut mir leid, aber unter diesen Umständen werde ich den Posten nicht übernehmen! Ihre Entscheidung ist falsch und das wissen Sie auch! Sie...!“ wieder wurde er unterbrochen:
„Agent Morgan....!“
„Nein, Chief. Sie gehen damit eindeutig zu weit und das werde ich nicht dulden. Hotch hat durch seinen Job bei der BAU seine Frau verloren und fast sein eigenes Leben. Sein Job ist neben Jack sein Lebensinhalt. Wenn Sie ihm seinen Job nehmen hat er nichts mehr woran er sich halten kann. Oder ist es Ihr Ziel ihn fertig zu machen? Er steht Ihnen doch schon lange im Weg, richtig? Ist er eine Gefahr für Ihre Karriere weil er Ihnen gefährlich werden kann?“
„Agent Morgan, ich verbitte mir solche Unterstellungen!“
„Ach ja. Sehen Sie, es ist für mich ganz einfach. Wenn Hotch geht, gehe auch ich, denn ich werde mich nicht an seinem Zusammenbruch beteiligen.“
„Gut, wenn das Ihr letztes Wort ist dann werde ich dieses Team auflösen müssen!“ Morgan nickte:
„Gut. Sie wissen das wir das beste Team sind, dass das FBI vorzuweisen hat. Dann erklären Sie es den Angehörigen der nächsten Opfer, dass Sie aus fadenscheinigen Gründen ein Team aufgelöst haben das eine Tat vermutlich unblutig zu Ende bringen konnte. DAS wird sicher sehr förderlich für Ihre Karriere sein!“ Morgan und Strauss sahen sich direkt in die Augen.
„Gehen Sie davon aus das ich Ihr Verhalten melden werde!“
„Tun Sie was Sie für richtig halten. Eins sollten Sie jedoch wissen. Ich werde nicht einfach dabei zusehen, wenn Sie Hotch das antun.“
„Was wollen Sie damit sagen!“
„Das ich hinter ihm stehe und er mit meinem ganzen Einsatz rechnen kann!“ der Rest des Teams nickte beipflichtend und so drehte sie sich um und verließ wutentbrannt den Raum. Morgan sah ihr nach und Rossi klopfte ihm auf die Schulter:
„Sie haben gerade einen Krieg begonnen!“
„Möglich aber ich meine was ich sage. Ich werde das nicht zulassen!“
„Glaubst Du denn wir?“ meinte JJ und alle nickten.
„Hotch darf jetzt nicht auch noch seinen Job verlieren.“ meinte Reid und fügte hinzu:
„Das würde ihm den Rest geben. Das müssen wir auf jeden Fall verhindern!“
„Ja, aber zunächst sollten wir unsere Energie dahingehend bündeln ihn zu finden!“ gab Rossi zu bedenken.

Sie setzten sich wieder und vervollständigten das Profil. Morgans Handy klingelte und er stellte sofort auf laut:
„Mein Mädchen, sag uns bitte das Du was hast?“
„Naja, ich habe eine Adresse von Gideon und eine Telefonnummer!“
„Dann schick sie uns bitte damit...!“
„Gideon ist bereits auf dem Weg. Als er von dem Vorfall hörte, machte er sich direkt auf den Weg. Er wird in einer Stunde hier sein!“
„Das ist prima. Du bist die beste. Kannst Du uns eine Verbindung zu ihm herstellen?“
„Schon dabei.“
„Danke meine Schönheit!“ Es dauerte nur Sekunden als eine altbekannte Stimme sich meldete:

„Hallo BAU!“
„Gideon, schön Dich zu hören.“
„Die Stimme kenne ich noch. Morgan, richtig?“
„Ja, genau. Das Team ist fast noch so wie Du es kennst. Bis auf Rossi!“
„Ah, David. Du bist also zur BAU zurück. Als Ersatz für mich, nehme ich an!“
„Ja, aber dafür haben wir keine Zeit. Hotch ist in Schwierigkeiten und es hängt aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem Fall zusammen, an dem ihr beide gearbeitet habt.“
„Nun, das waren viele Fälle. Was habt ihr bisher?“ schnell informierten sie Gideon über den aktuellen Stand. Kurz darauf kam Garcia nebst zwei FBI- Mitarbeitern mit mehreren Stapeln Akten und stapelte sie auf den Schreibtisch:
„Was? So viele?“ fragte Emily und nahm die erste vom Stapel:
„Ja, und die sind schon aussortiert!“

Sie entschlossen sich die Akten weiter zu sondieren, indem sie das Alter einschränkten und Frauen mit Kindern aussortierten. Sie berieten sich mit Gideon und so konnten sie bald den Aktenberg auf etwa 20 Fälle reduzieren. Nun musste Garcia wieder aktiv werden und diese Frauen eingehend überprüfen. Lebenssituation, Wohnort, Beruf und alles was sonst noch nötig war um das Profil auszubauen.

Inzwischen traf auch Gideon im Gebäude des FBI ein und wurde nach einer nur kurzen Begrüßung sofort auf den neuesten Stand gebracht. Er sah sich die alten Fallakten an und auch wenn seine ganzen Erinnerungen wieder hoch kamen, weshalb er die BAU damals verließ so musste er dies jetzt vergessen. Schließlich ging es hier um einen Mann, den er immer sehr geschätzt hatte. Und die Zeit drängte. Die Frau machte ernst. In seinen Erinnerungen ging er alle Fälle durch, die in Aktenform vor ihm lagen. Auch die Videos sah er sich mehrmals an, doch auch die Stimme konnte er nicht zuordnen.

Reid und Morgan überlegten zusammen mit JJ wie sie das Problem mit Jack lösen konnten. Sie durften ihn nicht in diese Sache involvieren, aber es hing auch an der Präsenz des Jungen ob Hotch überleben würde.




FB´s sind schon gerne gesehen. Vielleicht kann sich ja mal jemand dazu entschließen...

nach oben springen

#4

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 28.08.2010 19:28
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Danke für die lieben FB´s. Freue mich, dass sie euch gefällt und jetzt geht es erstmal spannend weiter....

Also viel Spaß...

++++++++++++

Es gab nur eine Möglichkeit und die war Hotch vor Ablauf der Frist zu finden und zu befreien. Dann fiel JJ etwas ein:
„Wie wäre es mit einer Art Puppe? Es gibt die doch in allen Größen?“
„Eine Puppe lässt sich aber anders bewegen als ein Mensch es würde. Das erkennt man!“
„Auch auf einer weiten Entfernung hin?“
Darüber dachten sie nach und Morgan schüttelte schließlich den Kopf:
„Die Gefahr ist zu groß.“

Rossi betrat gerade das Büro indem Gideon sich zurück gezogen hatte:
„Und? Konntest Du schon etwas heraus finden?“
„Ja. Keiner dieser Fälle hat mit dieser Frau zu tun. Sie steigert sich in die Phantasie herein, dass Hotch ihr Partner wird und sie zusammen mit Jack eine Familie werden. Das passt zu keine dieser Frauen!“
„Naja, alle haben Traumatas erlebt. Du weißt, dass es Auswirkungen in dieser Richtung haben kann!“
„Ja, ich weiß aber trotzdem... keine von diesen Frauen ist die, die wir suchen. Da bin ich mir absolut sicher!“
„Aber was haben wir sonst? Wo können wir ansetzen? Gibt es eine Frau, die Hotch übermäßig viel gedankt hat, nach oder während eines Falls? Oder auch Dir? Sie wollte Dir ja auch helfen. Warum hat sie es nicht schon viel früher? Schließlich ist es drei Jahre her das Du die BAU verlassen hast!“
„Vielleicht weil sie nicht konnte. Vielleicht war sie in einer Klinik, einer Anstalt oder in einem Gefängnis. Manche Täter danken den Cops ja auch dafür, das man sie endlich gefasst hat weil sie selbst nicht in der Lage waren!“ Rossi dachte darüber nach:
„Gut, ich informiere die anderen und setzte Garcia noch einmal darauf an.“ Gideon nickte geistesabwesend und Rossi verließ den Raum um das Nötige in die Wege zu leiten.

Hotch bewegte seine Finger etwas um wieder Leben hinein zu bringen. Inzwischen war er wieder ganz klar und nahm jedes Detail des Raumes, in dem er gefangen war, in sich auf. Die Frau war nicht anwesend und so konnte er überlegen, wie er weiter vorgehen konnte. Er hoffte inständig, dass diese Videos wirklich bei seinem Team landen würden. Nur dann war Jack sicher. Zunächst musste er versuchen, die Frau etwas aus der Reserve zu locken um mehr von ihren Hintergründen zu erfahren. Sie schien ihn zu kennen und das offenbar von einem seiner Fälle. Da er nun wieder voll da war konnte er auch wieder voll auf sein Erinnerungsvermögen bauen. Außerdem musste er dem Team Hinweise geben damit sie ihn finden konnten.

Plötzlich hörte er einen Schlüssel. Kurz darauf war er nicht mehr allein. Er musterte die Frau die jetzt auch nicht maskiert war. Sie kam ihm bekannt, vor aber er war nicht in der Lage, sie zu einem Fall zu zuordnen.
„Ah, Du bist also wieder bei vollem Bewusstsein. Schön. Dann können wir uns ja jetzt etwas unterhalten!“ Unterhalten war gut. Er musste es nur geschickt anstellen:
„Ok, unterhalten wir uns. Warum machen Sie das?“
„Oh, zunächst... nenn mich bitte Janet!“
„Ich soll Sie Janet nennen? Also ist das nicht ihr richtiger Name?“
„Hältst Du mich für so dumm? Und bitte, sag Du zu mir!“
„Dumm nicht aber es passt nicht zusammen!“
„Wieso?“
„Nun, Du willst doch eine Beziehung mit mir führen, eine Familie sein. Das geht nur wenn man einander vertraut, oder?“
„Vertrauen ist nur ein Wort. Ein Wort, womit gelockt wird aber die Wahrheit ist, dass man niemanden vertrauen kann.“ Sie sah ihn musternd an:
„Ich wusste schon gar nicht mehr wie schön Deine Augen waren!“ Für Hotch war klar, dass sie diese Einstellung schon in der Kindheit erfahren musste und auch später in Beziehungen.
„Danke. Familie ist Dir wichtig aber ist es nicht gerade die Familie der man vertrauen kann?“
„Konntest Du Deiner Familie vertrauen?“
„Allerdings!“
„Und deshalb wurdest Du von Haley verlassen. Weil Du ihr vertraut hast?“
„Das hatte andere Gründe!“
„Welche?“
„Mein Job.“
„Und genau deshalb bist Du jetzt hier. Du wirst bei mir ein besseres Leben haben. Ohne Job, ohne ein Frau die Dich verlässt!“
„Ich will meinen Job nicht aufgeben. Er ist mein Leben!“
„Mehr als Deine Familie? Mehr als Jack?“
„Ja. Deshalb haben wir uns getrennt!“
„Dir ist Jack also nicht wichtig?“
„Ich habe es gegenüber meinen Kollegen angegeben, aber in Wahrheit ist so ein Kind einem nur ein Klotz am Bein. Man kann sich nicht mehr frei bewegen!“ Die Frau musterte ihn misstrauisch:
„Ich weiß, warum Du das sagst!“
„Ich sage es, weil es die Wahrheit ist!“
„Ich glaube Dir nicht! Vorhin hast Du etwas anderes gesagt!“
„Ja, weil ich weiß, dass ich aufgenommen wurde und die Videos beim FBI landen!“
„Woher weißt Du das?“
„Weil nur das Sinn macht!“
„Du wolltest Dich also nicht verraten!“
„Wie würde ich vor meinem Team dastehen wenn sie das erfahren?“

Inzwischen hatte Garcia eine Liste von Frauen, die aus verschiedenen Gründen in letzten Jahren verhindert waren. Diese schickte sie umgehend zum Team und informierte Morgan per Handy darüber. Nach dieser Liste kamen drei Frauen für die Entführung in Frage. Die erste war von ihren Eltern misshandelt worden und kam erst im Alter von 6 Jahren zu einer Pflegefamilie. Erst dort stellte sich heraus, dass ihr Vater sie nicht nur misshandelt sondern auch missbraucht hatte. Die Pflegefamilie kam jedoch mit ihr nicht klar, und so war sie ein ständiger Gast in den unterschiedlichsten Heimen, bis zu ihrer Volljährigkeit. Danach fiel sie auf durch Drogenmissbrauch und Prostitution, bis sie an einem Mann geriet durch den sie ein konservatives Leben führen wollte. Jahre später, nachdem sie diesen Absprung geschafft hatte, fiel sie mit ihrem Mann jedoch einem Raubüberfall zum Opfer. Es war eine Serie von Überfällen und so wurde damals die BAU eingeschaltet. Der Täter wurde gefasst und Hotch rettete dieser Amelie Jankins das Leben, indem er ihre Schussverletzung abdrückte. Nach ihrer Genesung verbrachte sie fast vier Jahre in einer geschlossenen Anstalt um all ihre Erlebnisse aufzuarbeiten. Erst kürzlich wurde sie mit dem Befund geheilt entlassen.

Die zweite Frau kam ins Spiel als die BAU nach Philadelphia gerufen wurde, um die örtliche Polizei bei einem Serienvergewaltiger zu helfen. Sarah Plump war die Ehefrau des Täters und musste über Jahre hinweg Vergewaltigungen und Schläge über sich ergehen lassen. Noch bevor die BAU das Haus stürmen konnte, erschoss sie ihren Peiniger und Serienvergewaltiger. Obwohl es eine Notwehrhandlung war, wurde sie für fünf Jahre weg gesperrt, da man ihr vorwarf die Tat von langer Hand geplant zu haben. Später sagte sie, dass sie erst den Mut zu der Tat bekommen hätte, nachdem Agent Hotchner sie zu ihrem Mann befragt hatte, ihn zu der Zeit aber noch schützte. Gideon erinnerte sich, dass sie damals sagte, dass sie Hotch alles verdankte.

Die Dritte war selbst vergewaltigt worden und war dann für mehrere sadistische Morde an Männern in Texas verantwortlich. Sie hatte Hotch und Gideon damals dafür gedankt sie endlich gefasst zu haben, damit dass endlich ein Ende hatte. Erst jetzt würde sie wieder anfangen Männern zu vertrauen. Auch sie war für mehrere Jahre in Psychiatrie eingewiesen und erst kürzlich entlassen worden.

Gegen Abend saß das Team im Konferenzzimmer und hörte Gideon aufmerksam zu:
„Ich geh davon aus, dass es sich bei unserer Entführerin um Sarah Plump handelt. Durch die unzähligen Vergewaltigungen hat sie eine Art Schutzpanzer, der es ihr möglich macht mit der männlichen Sexualität vermeintlich locker umgehen zu können. Das würde erklären, warum sie Hotch vor laufender Kamera intim berührt hat.“
„Der Griff in den Schritt eines Mannes ist normal ein Tabu, zumindest wenn man sich nicht kennt.“ meinte Morgan und wurde durch Reid ergänzt:
„ES sei denn, dass die Frau unter Alkoholeinfluss steht!“
„Oder Drogen!“ fügte Emily hinzu. Gideon nickte:
„Ja, aber weder Alkohol noch Drogen waren in dem Video zu erkennen. Sie machte einen klaren Eindruck, kein Schwanken, die Aussprache war klar und deutlich.“
„Also können wir das ausschließen!“ sagte Reid und sah Gideon an, der erneut nickte:
„Genau. Dazu kommt, dass sie durch Hotch erst den Mut zu dem Mord gefasst hat!“
„Nun, dann sollte Garcia mal nach Grundstücken oder Häusern suchen!“ wobei Morgan sein Handy nahm und Garcia darum bat. Sofort machte sie sich an die Arbeit.

Hotch war nun wieder allein und hatte nun ein paar Infos mit denen er arbeiten konnte. Etwa eine viertel Stunde später kam Janet zurück.



Würde mich über weitere FB´s sehr freuen

nach oben springen

#5

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 29.08.2010 13:19
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Danke für die lieben FB´s. Schön, wenn man erfährt, dass euch meine FF gefällt.
Ja und jetzt wird es spannend. Also, viel Spaß...


++++++++++++++++++++++


Da sie maskiert war, würde sie eine weitere Nachricht an sein Team schicken. Dass diese Videos dort ankamen hatte sie vorhin selbst indirekt bestätigt. Also konnte er seinem Team versteckte Infos geben.
„Was hast Du vor?“
„Ich will Jack hier haben. Schließlich muss ich wissen ob Du wirklich die Wahrheit gesagt hast.“ Innerlich verkrampfte Hotch sich aber er ließ sich nichts anmerken.
„Gut, dann kannst Du ihn mir ja vom Hals schaffen!“ Die Frau musterte ihn und er zuckte mit keiner Miene um seine Aussage zu unterstreichen:
„Warten wir ab!“ Sie schaltete die Kamera ein und nun bekam Hotch die Chance auf die er gewartet hatte, doch zunächst sprach Janet:
„Nun, ich habe mich inzwischen sehr nett mit Aaron unterhalten, richtig Aaron?“
„Allerdings.“ bestätigte er.
„Nun, ich habe etwas sehr interessantes erfahren über euren Boss. Er empfindet Jack als Ballast und sein Job geht ihm über alles. Nun, um zu erfahren ob es stimmt ist es jetzt für mich umso wichtiger dass Jack her kommt. Wie bereits gesagt, erwarte ich Jack um 16.00 zu Übergabe. Um 15.15 wird Jack von euch in die U- Bahn 15 Richtung Flughafen gesetzt. Leute, ich bin nicht so dumm ihn selbst zu holen. Also, solltet ihr dem Jungen folgen werdet ihr Aaron nicht lebend wieder sehen.“ Nun mischte Hotch sich ein:
„Du machst einen Fehler, Janet.“ Abrupt drehte sie sich um:
„Achja, warum?“
„Nun, die U- Bahnen sind voll mit Überwachungskameras und auch die Stadt ist überwacht. Gerade rund um den Flughafen. Sie müssen keine Person vor Ort haben!“ Sie dachte darüber nach und schien irritiert. Scheinbar hatte sie daran nicht gedacht. Doch Hotch bot ihr eine Alternative:
„Jack glaubt, wenn man mit einem SUV fährt, dass man dann Urlaub macht. So gibt er wenigstens Ruhe!“
„Warum solltest Du mir helfen wollen? Noch liebst Du mich doch gar nicht.“
„Weil ich darauf hoffe, dass Du meinen Job akzeptierst wenn wir zusammen sind. Ich denke, mit Dir kann ich glücklich werden wenn Du mich und meinen Job akzeptierst.“
„Dein Job tut Dir nicht gut.“
„Oh doch. Schließlich hat mein Job uns zusammen gebracht.“
„Stimmt. Ich hätte ohne Dich niemals die Kraft gehabt Frank zu erschießen.“
„Ich weiß. Deine Entscheidung war richtig. Es ist schließlich Realität, dass solche Täter nur eine kurze Haftstrafe bekommen!“
„Du verstehst das?“
„Sicher, ich habe als Staatsanwalt nicht umsonst aufgehört. Je mehr ich erschießen kann desto besser ist es für die Gesellschaft.“ Janet starrte ihn an und konnte seine Worte kaum glauben. Sie ging auf ihn zu und strich ihm zaghaft durch die Haare. Ganz anders als zuvor. Es war eher so als ob sie wirklich tiefe Gefühle für ihn hatte. Sie beugte sich zu ihm runter und begann ihn zu küssen. Den Kuss erwiderte er, brach ihn aber kurz darauf wieder ab:
„Sollen wir das wirklich vor der Kamera machen?“ Sie schüttelte den Kopf:
„Nein. Später machen wir es uns schön. Aber jetzt geht es erst mal weiter um Jack.“ Sie drehte sich wieder zur Kamera und sprach weiter:
„Besorgt einen schwarzen SUV. Ich werde später weitere Anweisungen geben!“ dann mischte sich Hotch wieder ein:
„Sie müssen manche Dinge vorbereiten. Du solltest ihnen schon jetzt ein paar Infos geben!“
„Welche?“
„Du willst doch sicher keine Ortungsgeräte, keine Polizei. Außerdem, hier in diesem Haus würde ich mich nicht wohl fühlen. Sie sollten dafür sorgen, dass wir eine andere Unterkunft bekommen! Was meinst Du?“ Ärgerlich ging sie nun auf ihn zu:
„Nein, das ist mein Elternhaus. Kein anderes Haus!“ plötzlich schlug sie ihn wieder, wie aus heiterem Himmel. Nach einem Moment meinte er dann:
„Ok, gut. Dann richten wir halt dieses nach unseren Vorstellungen ein, in Ordnung?“ Sie nickte:
„Das ist schon besser!“ Dann sah sie wieder in die Kamera.
„Ich melde mich später wieder.“ Nachdem die Kamera aus war, passierte etwas, womit Hotch nicht gerechnet hatte. Sie bekam regelrecht einen Wutausbruch, der sich in heftigen Schlägen gegen seinen Körper äußerten. Dabei schrie sie immer wieder:
„Dieses Haus ist das einzige was mir geblieben ist. Niemals wieder wirst Du gegen dieses Haus reden, ist das klar? Hast Du mich verstanden? Nie wieder!“ Plötzlich hörte sie wieder auf, genauso unverhofft wie sie begonnen hatte, und verließ den Raum. Hotch krümmte sich und versuchte tief durch zu atmen. Dieses Haus barg noch weitere Geheimnisse, da war er sich inzwischen sicher. Nur was war es? Er schmeckte sein Blut, das von seiner Nase zu kommen schien und wischte sich mit der Schulter so gut es ging über Mund und Nase. Der stechende Schmerz, den er dabei fühlte versuchte er zu ignorieren. Augenblick färbte sich das weiße Hemd an der Stelle rot.

Als das Team das Video sah zuckte Emily wieder zusammen. Sie wusste zwar, dass er das Vertraute lediglich spielte um sie in Sicherheit zu wähnen, aber trotzdem versetzte es ihr einen Stich. Trotz allem war sie sich aber der versteckten Hinweise bewusst und nachdem auch dieses Video beendet war, das wieder keinen kalt gelassen hatte, diskutierten sie über seine Hinweise.
„Es ist also ein Haus und zwar das Elternhaus. Außerdem hatte sie einen Ehemann namens Frank, den sie erschossen hatte.“ fasst Morgan zusammen:
„Ja, und er brachte einen schwarzen SUV ins Spiel. Irgendeine Ahnung warum?“ fragte JJ und sah durch die Runde doch dazu hatte noch niemand eine Idee.
„Garcia sollte den Namen Frank mit unseren drei Frauen abgleichen um Gideon´s Vermutung zu bestätigen und dann nach ihrem Elternhaus suchen.“ schlug Morgan vor und gab Garcia umgehend die Anweisungen.

Wie sich heraus stellte, handelte es sich bei der Frau tatsächlich um Sarah Plump. Das Hotch sie Janet genannt hatte, war allen aus dem Team logisch. Sie hatte sich einen falschen Namen gegeben um von sich ab zu lenken.
Garcia fand schnell den Standort des Hauses und umgehend beriet sich das Team wegen dem Zugriff. Noch in dieser Nacht wollten sie den Zugriff ausführen. Zum einen, weil der Biorhythmus eines Menschen dafür nachts den besten Zeitpunkt bot, aber auch um Hotch aus dieser Hölle zu holen. Sie entschieden sich zu einer Analyse des Hauses mit einer Wärmebildkamera. So konnten sie feststellen, wo welche Personen waren. Auch das Rätsel um den SUV hatten sie lösen können, denn Morgan hatte mit Jack spielerisch gesprochen und so heraus gefunden, dass Hotch ihm erklärt hatte das manche Agents in einem SUV Verstecken spielten wenn sie jemanden retteten. Das war also Hotch´ Plan gewesen. Vielleicht ließ sich das alles vermeiden wenn der Zugriff erfolgreich würde.

Obwohl das Team solche Zugriffe als Routine kannten waren alle extrem angespannt. Als sie sich dem Haus näherten war alles dunkel. Ein Beamter des SWAT- Teams öffnete das große Tor doch er bemerkte nicht die Drähte, die im Haus einen Alarm auslösten. Langsam schlichen sie zum Haus, mit den Waffen im Anschlag knieten sie nieder. Die Wärmebildkamera musste zunächst erkennen lassen, wo sich die Personen aufhielten. Zu ihrem Erstaunen bewegte sich eine Person schnell im Haus doch dann war sie nicht mehr zu sehen. Es handelte sich auch lediglich um eine Person und die betrat offenbar den Kellerbereich, denn die Kamera konnte auf Grund dessen, das dieser unterirdisch lag, nicht erfassen. Hotch musste also dort sein und aus irgendeinem Grund war Sarah auf sie aufmerksam geworden. Die Anspannung stieg, denn die Gefahr um Hotch war nun größer denn je. Dazu kam, dass es vermutlich nur diesen einen Zugang zum Keller gab. Sie mussten rein und zwar jetzt. Morgan gab ein Kommando, doch der SWAT- Teamleiter hielt es zu gefährlich für Hotch, wenn sie jetzt den Zugriff machten.
Morgan konnte es nicht fassen und löste sich vom Team um einen Zugang zum Haus zu finden. Rossi versuchte ihn auf zu halten, doch schon folgten ihm Gideon und Prentiss. Morgan fand ein Fenster durch das er klettern konnte. Im Nu war er im Gebäude und gab Gideon und Prentiss ein Zeichen. Sie folgten ihm und langsam schlichen sie durch das Haus. Es war kein Geräusch zu hören. Zielstrebig steuerte Morgan auf eine Tür zu, die hoffentlich nach unten führte. Er öffnete die Tür und tatsächlich führte eine Treppe runter. Durch Handzeichen deutete Morgan hinunter und sofort waren Gideon und Prentiss zur Stelle. Schritt für Schritt näherten sie sich dem Keller und dann hörten sie dumpfe Geräusche die von einer geschlossenen Tür herkamen.

Ihre Herzen schlugen heftig als sie die Tür aufrissen und mit vorgehaltenen Waffen in den Raum eindrangen. Kurz erfasste Morgan die Situation. Der Raum war der von den Videos. Am Ende des Raumes standen zwei Stühle und auf einem von ihnen saß Hotch. Emily erstarrte. Sein Kopf hing runter, er schien bewusstlos zu sein. Sein Hemd war noch immer geöffnet und scheinbar tropfte Blut irgendwo von seinem Kopf auf das weiße Hemd. Noch immer war er gefesselt. Die Frau stand hinter ihm und hatte in der einen Hand einen Baseballschläger, den sie nach unten hielt. Mit der anderen Hand hielt sie eine Pistole gegen seinen Kopf und musterte die drei Eindringlinge:
„Ich habe euch gewarnt.“ in dem Moment entsicherte sie die Waffe und drückte sie wieder gegen seinen Kopf. Gideon hob beide Hände und bedeutete ihr, ihm zu zuhören:
„Sie wollen ihn nicht wirklich töten, Sarah. Ich erinnere mich an Sie und ich weiß, dass auch Sie mich noch kennen.“
„Jason!“
„Ja, genau. Hören Sie, das Sie Frank damals erschossen haben, kann jeder hier im Raum nach vollziehen. Wissen Sie noch was Sie Aaron damals sagten?“
„Ja, ich habe durch seine Befragung den Mut gefunden mich endlich gegen Frank zu stellen!“
„Richtig. Warum soll Aaron jetzt sterben? Er war es doch, dem sie Ihr restliches Leben ohne Angst verdanken. Aaron ist ein guter Mensch, der Männer wie Frank fasst. Wenn Sie ihn jetzt erschiessen, Sarah, dann wird er keiner Frau jemals mehr helfen können. Ist es wirklich das was Sie wollen?“
„Aaron gehört zu mir. Ihm soll es gut gehen!“
„Na, dann sehen Sie ihn an, Sarah. Glauben Sie wirklich, dass es ihm jetzt gut geht? Er hat sicher Schmerzen. Ich dachte, Sie wollen genau das verhindern. Warum tun Sie das? Warum fügen Sie ihm Schmerzen zu die er nicht verdient hat?“
„Weil er mich rein gelegt hat!“
„Aber wie hätte er das tun können? Er war die ganze Zeit hier und hatte keinen Kontakt nach außen, oder?“ Gideon irritierte sie und das war genau das was er wollte. Morgan bewegte sich langsam nach links doch Sarah bemerkte es:
„Stehen bleiben. Bleiben Sie stehen, sofort. Oder ich....!“
„Ganz ruhig Sarah. Niemand will Ihnen etwas tun, aber dann müssen Sie uns auch helfen!“
„Und wie?“
„Legen Sie die Waffe weg.“
„Nein. Aaron gehört zu mir und Jack genauso.“
„Aber Jack will seinen Vater nicht mehr sehen. Wir haben ihm alles erklärt doch er hat sich geweigert.“
„Nein, das hat er niemals. Warum sollte er das tun?“
„Liegt das denn nicht auf der Hand. Er spürt, dass Aaron ihn eigentlich nicht will und außerdem schiebt er ihn immer wieder ab zu seiner Tante. Glauben Sie das ist schön für ein Kind?“ Sarah sah auf Aaron runter. Hatte er doch die Wahrheit gesagt?
„Gut aber wir können eigene Kinder haben. Ich weiß, dass wenn er jemanden wirklich liebt dann gibt er seinen Job auf auch wenn er ihm jetzt mehr als wichtig ist.“
„Ein Mann wie Aaron kann sich nicht ändern. Er ist dazu geboren um bösen Menschen das Handwerk zu legen. Denken Sie an sich, wie er Ihnen half und denken Sie an die vielen Frauen denen er noch helfen kann. Beenden Sie das hier.“ Morgan hatte sie nicht im direkten Schussfeld. Er musste noch weiter nach links gehen, eigentlich aber die Gefahr war zu groß das sie abdrückte.
„Er bringt sich durch den Job immer selbst in Gefahr!“
„Das gehört dazu. Sie haben die Gefahr damals von ihm abgewendet, indem Sie selbst Frank erschossen haben. Es hätte auch Aaron treffen können während er versuchte Sie aus dem Haus zu holen. Sie haben ihn geschützt. Tun Sie es auch jetzt. Legen Sie die Waffe nieder.“ Sie schüttelte mit dem Kopf und langsam liefen Tränen über ihr Gesicht.
„Dann verlässt er mich wieder und das kann ich nicht zulassen!“ Morgan hatte langsam genug und versuchte erneut weiter nach links zu gehen doch Sarah bemerkte es auch diesmal und dann ging alles ganz schnell.





Soooooo, jetzt bin ich gespannt auf euer Urteil, hehe. Würde mich über FB´s freuen.

nach oben springen

#6

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 30.08.2010 15:12
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Danke für die lieben FB´s. Ich freue mich, das sie euch gefällt und bin natürlich gespannt ob das auch so bleibt.
Also, viel Spaß mit dem neuen Teil...

++++++++++++++++


Sie schrie ihn an:
„Sie sollen stehen bleiben. Wenn Sie noch einmal näher kommen dann....!“ sie drückte die Waffe nun stärker gegen Hotch´s Kopf und bewegte sich etwas hinter ihm sodass Emily freie Schussbahn hatte und diese auch nutzte. Kurz darauf ertönte noch ein Schuss und Sarah brach in sich zusammen. Während Emily zu Hotch lief wurde der Keller durch das SWAT- Team gestürmt. Gideon ertastete bei Sarah nur noch einen leichten Puls. Sie war noch bei Bewusstsein und flüsterte ihm zu:
„Ich habe nur das richtige tun wollen. Für Aaron und Jack!“ damit kippte ihr Kopf zur Seite weg und war tot.
Emily kniete vor Hotch und hob seinen Kopf vorsichtig an:
„Hotch, kannst Du mich hören?“ Seine Nase blutete aber er hatte keinen Schuss abbekommen, wie es aussah. Seine Haare waren feucht und er atmete schwer. Sie musterte ihn eingehend doch er kam nicht zu sich. Obwohl sie ihn mehrere Male ansprach erhielt sie keine Antwort. Plötzlich tauchte Morgan hinter ihm auf.
„Achtung, ich löse seine Fesseln!“ mit einem Messerschnitt war Hotch vom Stuhl befreit und kippte nach vorne. Doch Emily hatte nicht genug Zeit ihr Gleichgewicht zu verteilen und so fing sie ihn auf und fiel mit ihm zu Boden, wobei Hotch auf ihr landete. Für einen Augenblick spürte sie sein volles Gewicht und eigenartiger Weise war es ihr alles andere als unangenehm. Doch nur Sekunden später war es schon wieder vorbei denn Morgan war zur Stelle und drehte ihn vorsichtig von ihr runter.
„Hotch, Hotch. Kannst Du mich hören? Mit Dir alles ok?“
„Ja, sicher. Was ist mit ihm?“
„Er scheint bewusstlos! Wir brauchen hier einen Krankenwagen aber schnell!“ Morgan tastete seinen Körper ab und fühlte an seinem Brustkorb eine Stelle die leicht nachgab:
„Er hat wohl eine Rippe gebrochen!“ Emily hielt seinen Kopf und starrte auf seinen Oberkörper. Das geöffnete Hemd erlaubte den Blick auf einen Teil der Narben.
„Emily, er wird wieder. Ganz sicher!“ Sie nickte und dann kam Hotch langsam zu sich. Inzwischen hockte auch Gideon neben ihnen und sah auf Hotch runter.
„Wie es aussieht kommt er wieder zu sich. Mann, Hotch, Dich kann man auch echt nicht alleine lassen, was?“ scherzte er und lächelte den Mann an.
„Jason?“
„Ja. Mach Dir keine Sorgen, Du wirst wieder!“
„Wo ist sie? Was ist passiert?“
„Sarah ist tot!“
„Wo ist Jack?“
„Mit ihm ist alles in Ordnung. Er ist bei Jessica!“
„Gut!“ er versuchte sich zu bewegen, indem er zur Seite rollen wollte um auf zu stehen, aber er wurde von Morgan zurück auf den Boden gedrückt.
„Du wartest bis der Rettungswagen da ist, ok. Vermutlich hast Du eine Rippe gebrochen!“ Emily bemerkte gar nicht, das sie Hotch weiter durch die Haare strich, doch als er sie ansah hörte sie schlagartig damit auf.
„Sorry!“ Müde schloss Hotch seine Augen. Seit seiner Rückkehr vom letzten Fall hatte er nicht eine Minute geschlafen und entsprechend müde war er.
„Hey, Du musst wach bleiben.“ forderte Morgan ihn auf. Hotch öffnete wieder die Augen.
„Ich bin müde!“
„Ok, aber schlafen kannst Du später. Bleib noch etwas wach, ja? Emily, bleibst Du bei ihm? Ich will mich kurz um das Team kümmern!“
„Ja, sicher!“ Emily´s Blick traf sich mit dem von Aaron.
„Tut Dir sonst noch etwas weh?“ fragte sie leise:
„Nur der Kopf aber das wird schon wieder. Kann auch an der Übernächtigung liegen!“
„Möglich aber Du hast Derek gehört. Schön wach bleiben!“
„Wisst ihr wer sie war?“
„Sarah?“
„Ja!“
„Du hast sie offenbar mal befragt und so fasste sie Mut und erschoss ihren Mann Frank, der sie jahrelang immer wieder vergewaltigte. Er war ein Serienvergewaltiger, den ihr damals gesucht habt!“
„Verstehe!“
„Hotch..... hat sie dich....? Also, sie hat Andeutungen gemacht, in einem der Videos wo sie Dich intim berührt hat. Ist da etwas passiert was....!“ Hotch konnte nun ein Schmunzeln nicht verbergen und er schüttelte leicht mit dem Kopf:
„Hey, warum so nervös? Das bist Du doch sonst nicht. Um Deine Frage zu beantworten, nein. Es ist nichts derartiges passiert!“ Für einen Augenblick musterte er seine sichtlich nervöse Kollegin, doch seine Gedanken wurden durch die Sanitäter unterbrochen. Kurz darauf lag er im Rettungswagen und war auf dem Weg ins Hospital. Dieser Zustand gefiel ihm allerdings überhaupt nicht und das sagte er auch mehr als einmal. Er wollte zu Jack.

Im Krankenhaus wehrte sich Hotch zwar nicht gegen die Untersuchungen aber dagegen die kommende Nacht hier zu bleiben. Schließlich verließ er die Klinik auf eigene Gefahr.
„Hotch, dass solltest Du nicht.“
„Ich will zu Jack. Mit einer gebrochenen Rippe komme ich zu Hause genauso klar.“
„Dann erlaube mir wenigstens, dass ich Dich bis nach Hause bringe. Du hast eine leichte Gehirnerschütterung!“ Er sah sie nun musternd an:
„Du machst Dir Sorgen um mich?“ Emily war von dieser Frage sichtlich überrascht, versuchte aber erfolglos sich das nicht anmerken zu lassen:
„Wie jeder andere im Team auch!“ Sie sahen sich für einen Augenblick direkt in die Augen und wieder sagte ihm sein Gefühl, dass sie ihm nicht die ganze Wahrheit sagte.
„Gut. Aber wir müssen erst Jack von Jessica abholen!“ der Arzt hatte das Gespräch mit angehört und ging auf Hotch zu:
„Es ist sehr vernünftig, dass Sie heute Nacht nicht allein sind.“ Dann wand er sich an Emily:
„Sollte es heute Nacht ein Problem geben dann rufen Sie mich an. Ich habe heute Nacht Bereitschaft!“ Hotch sah ihn irritiert an:
„Von heute Nacht war...!“
„Ist gut. Danke Doktor. Ihre Nummer habe ich ja!“ unterbrach Emily Hotch und sah ihn dann schulterzuckend an:
„Du hast es gehört.“
„Emily, ich kann unmöglich erwarten das...!“
„Hotch, Du erwartest es nicht. Du hast den Arzt gehört, es wäre besser für Dich. Stell Dir vor mit Dir ist heute Nacht etwas. Wer soll Dir dann helfen? Jack?“ Er schluckte, denn diese Frage wollte er erst gar nicht an sich heran kommen lassen:
„Meinetwegen. Aber jetzt holen wir Jack!“ Sie war froh ihn zur Besinnung gebracht haben und fuhr ihn zu Jessicas zu Hause. Während er im Haus verschwand um seinen Sohn zu holen informierte sie Morgan kurz. Er war erleichtert, dass Emily die Nacht bei ihm blieb, denn er musste gleich noch einen ganz anderen Kampf kämpfen und das würde alles andere als leicht. Er berichtete Emily kurz über die Situation, bat aber darum Hotch nichts zu sagen. Sie versicherte ihm, wie alle anderen auch aus dem Team, ihm den Rücken zu stärken und dann beendeten sie das Gespräch. Kurz darauf kam Hotch mit dem schlafenden Jungen aus dem Haus. Emily stieg aus um die hintere Wagentür zu öffnen. Hotch legte ihn vorsichtig auf den Rücksitz und strich ihm kurz über das Haar. Allein an dieser kleinen Geste erkannte Emily wie sehr Hotch Jack liebte.

In der Zwischenzeit stand Morgan im Lift um in eine der oberen Etagen zu gelangen. Das bevorstehende Gespräch wäre wohl das Wichtigste das er jemals geführt hatte. Er klopfte an die Tür und trat dann ein. Ein Mann im schwarzen Anzug sah von seinem Schreibtisch auf und zuckte mit keiner Miene als er den jungen Agent erkannte.




Wenn es euch gefallen hat, oder auch nicht, schreibt es mir doch im FB-ä Bereich. Würde mich freuen....

nach oben springen

#7

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 31.08.2010 15:16
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Danke für eure lieben FB´s. Ich freu mich wie ein Kleinkind, dass sie euch auch gefällt.
Gut, dann möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen. Wünsche viel Spaß mit dem neuen Teil...

+++++++++++++++

„Ah, Agent Morgan. Gut, Sie sind zwar etwas früh aber das ist kein Problem. Nehmen Sie Platz!“
„Danke Sir!“ Morgan setzte sich in einen der tiefen, weichen Sessel der Sitzgruppe als der ältere Mann mit leicht ergrautem Haar auf ihn zukam und sich ihm gegenüber setzte. Er hielt zwei Akten in der Hand und legte sie auf den Tisch:
„Nun, Agent, Sie können sich sicher denken warum ich um dieses Gespräch bat!“
„Sir, ich habe eine Vermutung!“
„Gut, ich will es kurz machen. Chief Strauss hat sich im hohen Maße über Sie beschwert. Sie zweifelten Ihre Entscheidung an und zwar im Beisein des restlichen Teams. Das, Agent Morgan, ist keine Vorgehensweise, die ich hier dulden werde!“
„Bei allem Respekt Sir, aber die Vorgehensweise von Chief Strauss dürfte auch nicht einer Vorgehensweise entsprechen die man beim FBI dulden sollte.“
„Gut, ich spüre Ihren Unmut. Da ich mich neutral verhalten möchte bat ich um dieses Gespräch um Ihre Meinung zu hören. Dann berichten Sie mir, wie Sie dazu kommen diese Aussage zu treffen!“ Morgan sah kurz auf seine gefalteten Hände und sah den Mann vor sich dann fest an:
„Nun, ich finde es inakzeptabel, dass man Agent Hotchner auf Grund der letzten Vorkommnisse als Sicherheitsrisiko betrachtet.“
„Führen Sie das weiter aus!“
„Es dürfte Ihnen bekannt sein, dass er in den letzten Monaten sehr viel erleben musste. Der Angriff auf sein Leben durch Foyet, die vorhergehende Trennung seiner Frau und später erneut die Gefahr durch Foyet, die im Tod seiner Frau gipfelte. Jetzt diese Entführung. Der Mann ist einer der besten Profiler die ich persönlich kenne. Viele Menschen verdanken ihm und dem Team ihr Leben. Auch wenn sein Leben durch die Vorkommnisse durcheinander geriet heißt das nicht, dass er bei seinem Job nachlässiger wurde. Die Qualität seiner Arbeit hat nicht gelitten.“ Der Mann vor ihm lehnte sich in seinem Sessel zurück und legte die Fingerspitzen aneinander:
„Sie wollen mir also erzählen, dass Agent Hotchner genauso weiter macht wie bisher? Das all diese Dinge spurlos an ihm vorbei gegangen sind?“
„Nein, das will ich ganz bestimmt nicht sagen, Sir! Natürlich gehen solche Erlebnisse nicht spurlos an einem vorbei und da ist Agent Hotchner keine Ausnahme. Aber es ist ein Fehler wenn Sie ihm seinen Job nehmen!“
„Nun, warum Agent?“
„Mit allem Respekt gegenüber Chief Strauss aber es ist kein Geheimnis, dass Agent Hotchner schon lange in ihrem Visier steht und die Gründe dazu sind auch kein Geheimnis.“
„Welche da wären?“
„Karriere! Jeder weiß, dass Chief Strauss auf der FBI- Leiter noch weiter nach oben will und Agent Hotchner könnte ihr dabei im Weg stehen. Seine Vorbildung, seine Erfolge im und mit dem Team, dass alles sind Indizien dafür das auch er gute Aufstiegschancen im FBI hat. Er könnte an Chief Strauss vorbei marschieren. Chief Strauss versucht schon lange Hotch.... Agent Hotchner aus dem Weg zu räumen.“
„Nun, das ist eine gewagte Theorie, Agent!“
„Das ist keine Theorie, Sir, das ist eine Offensichtlichkeit. Agent Hotchner verdient das nicht und es unnötig und realitätsfremd.“ Wieder dachte der ältere Mann nach und sah Morgan dann musternd an. Dann nahm er die Akten in die Hand und blätterte darin. Morgan wurde nervös, ließ sich aber nichts anmerken. Nach einigen Augenblicken seufzte der Mann schwer:
„Nun, Ihre Akte ist tadellos. Chief Strauss bot Ihnen die Führung des Teams an. Sie hatten sich bereits in der Position profiliert. Warum ergreifen Sie diese Chance nicht?“
„Weil ich mich mit dieser Vorgehensweise nicht identifizieren kann. Ich sagte bereits dem Chief, dass ich mich nicht daran beteiligen werde Agent Hotchner zu Grunde zu richten!“
„Wie meinen Sie das?“
„Der Job ist ihm sehr wichtig und neben seinem Sohn sein einziger Lebensinhalt. Wenn er seinen Job verliert ist das für ihn ein Katastrophe, in jeglicher Hinsicht!“ Der Mann nickte und nahm die nächste Akte, blätterte darin herum und legte sie geschlossen zurück auf den Tisch:
„Ihre Loyalität ehrt Sie und ich kann Ihre Beweggründe verstehen. Dennoch denke ich, dass Sie nicht wirklich objektiv über diese Sache denken. Sie sind in seinem Team, haben eine Menge zusammen erleben und sehen müssen. Das ist das Naturell des Jobs und ist logisch.“
„Das mag so sein aber nichts desto trotz kann ich die Qualität seiner Arbeit beurteilen. Vor und auch nach diesen Vorfällen. Gerade weil ich täglich mit ihm arbeite und bei allem Respekt, weder Sie noch Chief Strauss können das beurteilen!“ Der Mann lächelte:
„Nun, Sie sagen was Sie denken und das respektiere ich. Ich stelle auch nicht Ihre Fähigkeit in Frage, eine Arbeit zu beurteilen. Sie haben den Ruf ehrlich und direkt zu sein und solche Agents brauchen wir beim FBI. Gestatten Sie mir eine Frage. Würden Sie die Leitung des Teams übernehmen, wenn Agent Hotchner von sich aus zurück tritt?“
„Hypothetisch gesprochen?“ Der Mann nickte.
„Nein. Man bot mir die Leitung eines Teams in New York an und ich lehnte ab. Ich weiß was unser Team leisten kann und wir sind eines der besten Teams der BAU. Wenn Agent Hotchner zurück treten würde, wäre das Team nicht mehr das was es mal war. Daher würde ich lieber ein anderes Team, wie in New York leiten!“ Die Antwort überraschte den Mann und runzelte mit seiner Stirn.
„Gut. Danke für Ihre Offenheit. Ich gehe Recht in der Annahme, dass ich mir Gespräche mit den anderen Teammitgliedern sparen kann!“
„Wie meinen Sie das?“
„Ich denke, dass ich von den anderen ähnliches hören würde!“
„Wir stehen geschlossen hinter Agent Hotchner, wenn Sie das meinen. Keiner von uns wird diese Entscheidung tolerieren ihn als Sicherheitsrisiko zu betrachten und ihm so seinen Job zu nehmen!“
„Das klingt nach weiteren Maßnahmen!“
„Ich möchte es mal vorsichtig ausdrücken. Unsere Mittel in dieser Sache sind noch nicht ausgeschöpft!“ Der Mann lachte und schüttelte amüsiert den Kopf:
„Das klingt nach Entschlossenheit. Der, die Sie und das Team auch bei Fällen an den Tag legen!“
„Ohne Entschlossenheit würden wir den Job nicht gut machen können und ihn auch nicht verkraften!“ Der Mann stand auf:
„Ich möchte Ihnen für Ihre unverblümte Offenheit danken. Ich werde mir unser Gespräch durch den Kopf gehen lassen, fair und unvoreingenommen. Und ich werde einzelne Details noch prüfen. Es ist ein großer Schritt einen Vorgesetzten derart die Stirn zu bieten und ich denke, das würden Sie nicht wenn Sie keine triftigen Gründe hätten.“
„Danke Sir. Was heißt das jetzt genau?“ wieder lächelte der Mann und nahm die beiden Akten hoch:
„Im Augenblick noch gar nichts. Nur so viel, dass Agent Hotchner stolz auf sein Team sein kann. Es ist möglich, dass ich Sie in den nächsten Tagen um ein weiteres Gespräch bitten werde, oder jemand anderen aus dem Team!“ Morgan sah ihn musternd an:
„Darf ich Ihnen einen Vorschlag machen?“
„Natürlich!“
„Jason Gideon stieß wegen dem Entführungsfall zu uns. Er kennt Hotchner und ist ebenfalls einer der besten Profiler. Befragen Sie ihn was er dazu denkt. Gideon hatte seit mehr als drei Jahren keinen Kontakt zum Team und kann es neutral beurteilen wenn Sie Zweifel an meinen Aussagen haben.“
„Ich werde darüber nachdenken.“
„Danke Sir!“ Kurz darauf stand Morgan wieder im Lift und lehnte sich an die Wand. Er schloss die Augen und atmete tief durch. Er konnte nur hoffen, dass dieses Gespräch für Hotch positiv verlaufen war. Wenn nicht, würde er noch einen Schritt weiter gehen. Da war er sich sicher. Es ging hier um das Leben von Hotch und war ihm genauso wichtig wie sein eigenes Leben. Er wusste, dass auch die anderen aus dem Team so dachten und das war ein gutes Gefühl. Das machte sie aus, dass ließ sie ihre Arbeit so gut machen. Jeder dachte eigenständig, brachte die Gedanken aber mit in den Fall ein. Jeder konnte jedem anderen aus dem Team 100%ig vertrauen, jeder unterstütze jeden und jeder würde dem anderen sein Leben anvertrauen. Er war stolz darauf, sich als ein Mitglied dieses Teams schimpfen zu können und das würde er nicht kampflos und durch Intrigen zerstören lassen.

Emily war mit Hotch inzwischen in seinem Haus angekommen. Er trug Jack in sein Bett, zog den Jungen seinen Schlafanzug an, gab ihm einen Kuss und verließ lautlos den Raum. Im Wohnzimmer wartete Emily. Sie stand am Fenster und sah raus. Für einen Augenblick blieb er auf der Treppe stehen und betrachtete sie. Was verheimlichte sie vor ihm? Doch um diese Frage zu erörtern war er einfach zu müde. Außerdem brummte sein Schädel und sein Körper schmerzte noch immer von den Schlägen und Hieben dieser Frau.

Emily fragte sich, wie das Gespräch von Morgan laufen würde. Sie hatte Angst um Hotch gehabt. Diese Videos, das Wissen, das er in den Händen dieser wirklich kranken Frau war, dass alles hatte sie sehr mitgenommen. Und im Hintergrund versuchte man ihm nun noch seinen Job zu nehmen. Wenn sie das nicht verhindern konnten würde Hotch in ein tiefes Lochen fallen und davor hatte sie fast genauso viel Angst wie in den letzten Tagen bei seiner Entführung. Wenn sie doch nur etwas für ihn tun könnte. Sie fühlte seinen tiefen Schmerz der letzten Vorkommnisse aber was konnte sie für ihn tun ohne sich und ihre Gefühle für diesen Mann zu verraten? Seine warme Stimme riss sie aus ihren Gedanken und sie fuhr herum:
„Was?“
„Möchtest Du auch etwas trinken?“ Sie sah ihm direkt in die dunklen Augen, wand den Blick aber schnell wieder ab:
„Ja, gerne!“ Er schenkte zwei Gläser Wasser ein und reichte ihr eines:
„Wie geht es jetzt weiter?“ fragte er und schloss für einen Augenblick die Augen. Besorgt betrachtete sie ihn und dann fielen ihr die Tabletten ein, die sie von dem Arzt bekommen hatte:
„Du solltest die hier nehmen!“ er öffnete die Augen wieder und sah die Tablette. Er schüttelte den Kopf:
„Ich brauche die nicht. Es geht auch so!“
„Das stimmt nicht und das wissen wir beide. Bitte, nimm die Tablette. Sie wird Dir bei den Schmerzen helfen. Bitte!“ Er zögerte doch dann nahm er sie doch:
„Danke. Also, wie geht es jetzt weiter?“
„Was meinst Du?“
„Nun, ich habe ein Gästezimmer. Ich beziehe kurz das Bett und ….!“
„Das wirst Du schön bleiben lassen. Zeig mir wo ich alles finde und ich mache es selbst.“
„Aber...!“
„Kein aber!“ er war zu müde um zu streiten und daher nickte er einfach. Emily besorgte das nur noch mehr denn sonst gab er sich nie so schnell geschlagen. Sie betrachtete ihn und sah wie müde er aussah. Aber sie hörte auch seinen Magen und das nicht zum ersten Mal.
„Wo ist die Küche?“
„Da vorne. Wieso?“
„Ich will mal sehen ob ich uns noch etwas machen kann. Wir haben beide noch nicht viel gegessen!“ Sein Hungergefühl hatte er völlig ignoriert doch jetzt bemerkte er wie hungrig er wirklich war.
„Ich helfe Dir!“ Emily verdrehte die Augen und verhinderte sein Aufstehen indem sie den Kopf schüttelte:
„Ruh Du Dich aus.“
„Ich bin kein Invalide!“ moserte er und stand dann doch auf:
„Nein aber Du kannst einer werden wenn Du jetzt nicht auf mich hörst!“
„Findest Du nicht, dass Du etwas übertreibst!“ traurig sah sie ihn an:
„Nein, das finde ich ganz und gar nicht. Aber ich finde, dass Du einfach mal Hilfe zulassen solltest.“
„Was willst Du damit sagen?“
„Das Du im Augenblick ziemlich stur bist. Wir alle haben zugesehen was diese Frau alles mit Dir gemacht hat. Gönn Deinem Körper mal einen Augenblick Ruhe!“ Er gab sich wieder geschlagen, ging ihr aber nach in die Küche und setzte sich auf einem der Hocker:
„Du musst wirklich nicht hier übernachten, Emily!“
„Ich weiß aber es ist ok.“ Er beobachtete sie beim Zubereiten des Essens und fragte sich erneut, was sie ihm verheimlichte. Ihre Sorge um ihn war schon sonderbar, zumindest in dieser Form. Trotzdem genoss er es auch etwas, so umsorgt zu werden. Ihm fiel wieder ihre Unsicherheit ein, als sie ihn fragte ob es einen sexuellen Übergriff gegeben hatte und wieder kam ihm diese Unsicherheit seltsam vor. Emily war doch sonst nicht so schüchtern bei diesen Themen wenn es um andere Personen wie Opfer ging.




So, Hotch ist also wieder zu Hause. Was da wohl noch so passiert, wenn was pasiert?
Was glaubt ihr folgt nach Morgans Gespräch nun?

Würde mich über FB´s freuen, wie immer....

nach oben springen

#8

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 01.09.2010 20:30
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Danke für die lieben FB´s! Macht echt Spaß für euch zu schreiben.

So, ja die Sache mit Morgan wird noch mal Thema, aber zunächst geht es in eine anderen Richtung weiter.
Wünsche euch viel Spaß....


++++++++++++++++++


Ein köstlicher Duft verströmte im Raum und augenblicklich verspürte er großen Hunger.
„Dem Duft nach zu urteilen kannst Du gut kochen!“ bemerkte er und sah ihr kleines Lächeln auf dem Gesicht:
„Gut? Ich weiß nicht. Aber gerne. Nur leider habe ich nicht ganz so viele Gelegenheiten!“
„Ich bin überzeugt, dass es schmeckt!“ Sie sah ihn kurz an und wendete die Eier:
„Ich schätze, vor mir sitzt ein Feinschmecker und ob ich dessen Gaumen überzeugen kann weiß ich nicht!“ Er runzelte die Stirn:
„Wie kommst Du denn darauf, dass ich ein Feinschmecker bin?“
„Erstens, ich bin Profilerin und zweitens bin ich davon überzeugt!“
„Wo wir bei dem Thema wären niemals ein Profil über ein anderes Teammitglied zu erstellen!“
„Ich habe kein Profil über Dich erstellt, Hotch. Aber ich erkenne durchaus gewisse Fakten wenn wir z. B. Essen gehen!“
„Verstehe. Und daraus schließt Du, dass ich ein Feinschmecker bin!“
„Genau!“
„Ich esse gerne gepflegt und gut aber mich kann man auch leicht zufrieden stellen!“ Ihre Blicke trafen sich, doch wieder war es Emily, die den Blickkontakt abbrach:
„Wir werden sehen!“ lächelte sie und begann einen der Teller zu füllen.

Das Essen selbst verlief ruhig doch als er den Teller von sich weg schob sah er sie müde an:
„Das war wirklich hervorragend. Danke für Deine Mühe!“ Sie lächelte, denn sie freute sich wirklich über sein Lob:
„Danke!“ Er nickte leicht und behielt sie weiter im Blick:
„Ich denke, ich sollte mich langsam hinlegen. Bitte tue mir einen Gefallen und lass die Küche so wie sie ist. Du brauchst auch Deinen Schlaf. Morgen ist das schnell erledigt!“
„Aber es ist nicht viel und...!“
„Keine Widerrede. Das ist mein Haus und ich sage, dass es heute so hier stehen bleibt!“ Sie gab sich geschlagen und nachdem er ihr noch das Gästezimmer gezeigt und noch einmal nach Jack gesehen hatte zog er sich in sein Zimmer zurück. Es war schon ein komisches Gefühl zu wissen, dass Emily nicht weit von ihm entfernt schlief. Er dachte noch etwas über sie nach, schlief darüber aber schließlich erschöpft ein.

Emily konnte dagegen nur schlecht schlafen. Immer wieder kreisten ihre Gedanken um den Mann einige Zimmer weiter. Wie es ihm wohl ging? Schlief er jetzt oder quälten ihn die Schmerzen? Sie wälzte sich im Bett herum sodass sie aus dem Fenster hinaus ins Dunkle sehen konnte. Sein Duft war überall, sogar schien er hier im Raum zu hängen. Sie schloss die Augen, aber sofort sah sie Hotch vor sich. Abrupt richtete sie sich auf. Verdammt. Wenn das so weiter gehen würde war an Schlaf diese Nacht nicht zu denken. Sie stand auf und lief immer wieder im Zimmer auf und ab. Sie verstand sich selbst eigentlich nicht. Hotch war älter als sie, er war reserviert, ging persönlichen Fragen oft aus dem Weg oder antwortete nur einsilbig darauf. Er achtete sehr auf die Vorschriften und sicher kam für ihn eine Beziehung mit einer Kollegin erst gar nicht in den Sinn, geschweige denn mit ihr. Trotzdem, er hatte etwas an sich, dass sie wie eine Fliege zum Honig anzog. Wie lange hatte sie das schon erfolgreich unterdrückt, gerade vor dem Team. Aber es machte das alles nicht leichter. Da kam ihr eine Idee. Jack war ein Kind und Kinder liebten doch heiße Schokolade. Vielleicht hatte sie Glück und konnte sich eine machen. Das hatte sie immer schon irgendwie beruhigt.

Sie ging also auf die Tür zu, öffnete sie lautlos und schlich leise durch den Flur und auf die Treppe zu. Vor seiner Tür blieb sie jedoch stehen und legte zögerlich die Hand auf die Klinke. Sollte sie mal nachsehen ob alles mit ihm in Ordnung war? Nur ganz kurz den Kopf durch den Türspalt stecken? Schließlich hatte sie indirekt den Auftrag vom Arzt auf ihn zu achten. Und sollte er noch wach sein oder sie bemerken konnte sie es auch so argumentieren. Noch etwas unschlüssig suchte sie nach Argumenten die dafür und dagegen sprachen und schließlich schüttelte sie den Kopf. Was tat sie hier eigentlich? Meine Güte. Sie waren erwachsen, er war verletzt und war auf eigene Verantwortung aus dem Krankenhaus gegangen. Also, warum machte sie sich so einen Kopf. Sie öffnete die Tür lautlos und spähte ins Zimmer. Er lag auf dem Rücken und der Kopf war leicht zur Tür gedreht. Vom Fenster her fiel etwas Licht ins Zimmer und so konnte sie seine Statur gut erkennen. Scheinbar war alles in Ordnung mit ihm aber trotzdem tapste sie leise auf das Bett zu und betrachtete den Mann. Er atmete tief und regelmäßig. Das weiße Shirt spannte sich über seinen Körper und sie erinnerte sich an die Narben, die sie auf den Videos gesehen hatte. Die Decke reichte etwa bis zu seiner Hüfte und eine Hand lag auf seinem Bauch. Es wirkte alles so friedlich, er wirkte so friedlich. Seine Gesichtszüge, zumindest soweit sie es erkennen konnte, waren entspannt. Etwas wehmütig ging sie einen Schritt zurück und verließ dann wieder sein Zimmer.

Eine ganze Zeit verbrachte sie im Wohnzimmer auf dem Sofa und nippte immer wieder an der heißen Schokolade. Sie dachte daran, dass Morgan das Gespräch hatte und sie fragte sich wie es verlaufen war. Konnte er die Intrige von Strauss Richtung Hotch abwenden? Konnte er seinen Job sichern? Was, wenn nicht? Sie trank die Tasse aus und stellte sich ans Fenster. Dort drehte sie sich um und ließ ihren Blick durch den Raum gleiten. Sie fühlte sich hier so unglaublich wohl. Alles war gemütlich und sauber. Etwas Spielzeug lag herum aber das störte sie überhaupt nicht. Sie hatte ihn nun einige Male mit Jack gesehen und war absolut erstaunt wie er mit dem Kind umging. Er war mit Jack so ganz anders als wie sie ihn aus dem Job kannte. Weich, liebevoll, warmherzig und trotzdem verantwortungsbewusst. Jack konnte sich wirklich glücklich schätzen einen solchen Dad zu haben. Jack konnte sich bei ihm absolut sicher fühlen und er würde jederzeit ein Ohr für sein Kind haben und alles tun damit es ihm gut ging. Sie stellte sich vor wie er mit Jack später über Männerthemen sprechen würde, die erste Freundin oder auch den ersten Liebeskummer. Sie musste leicht schmunzeln und dann schaltete sie die kleine Lampe auf dem Sideboard wieder aus und ging lautlos zurück in ihr Gästezimmer.

Hotch wurde durch irgendetwas aufgeweckt und kurz darauf spürte er, dass er nicht mehr allein im Raum war. Er spürte aber auch, dass keine Gefahr von dieser Person ausging. Es handelte sich entweder um Jack, der gleich zu ihm ins Bett gekrochen kam oder um Emily und das würde ihn durchaus erstaunen. Er versuchte unbemerkt die Augen nur einen kleinen Spalt zu öffnen und sah Emily vor sich. Er sah ihren traurigen aber auch besorgten Ausdruck in den Augen und sofort schloss er seine Augen wieder und stellte sich schlafend. Vermutlich wollte sie nur sehen ob es ihm gut ging und um sie nicht in Verlegenheit zu bringen machte er sich nicht bemerkbar. Kurz darauf war er wieder allein. Er öffnete seine Augen und starrte auf die geschlossene Tür. Irgendetwas war mit Emily, dass spürte er immer deutlicher. Aber er wusste auch, dass er das diese Nacht sicher nicht heraus finden würde. Er bewegte sich und sofort machte sich seine gebrochene Rippe bemerkbar. Er hielt die Luft an und legte sich in die Ausgangsstellung zurück. Verdammt.

Am nächsten Morgen war Hotch schon früh wach. Um sich im Bett nicht weiter herum zu quälen stand er auf, nahm seine Morgendusche und bereitete Kaffee zu. Dann machte er sich daran Ordnung in der Küche zu schaffen und kümmerte sich um den Abwasch wobei ihm eine Tasse auf fiel, die gestern Abend noch nicht hier stand. Spuren von Kakao konnte er deutlich riechen. Emily mochte also auch heiße Schokolade wenn sie nachts wach wurde. Gerade als er den Tisch begann für das Frühstück zu decken hörte er auf der Treppe Geräusche. Da Jack anders klang und der im Gegensatz zu ihm ein Langschläfer war konnte es sich nur um Emily handeln. Er schenkte ihr eine Tasse frischen Kaffee in eine Tasse und drehte sich zu ihr um:
„Morgen!“
„Morgen. Du bist schon wach?“ fragte sie und lächelte ihn an, als er ihr den Kaffee reichte. Sie versuchte ihr Gefühlschaos zu verdrängen was sein Look ihr nur mehr als schwer machte. Wow. Das war ja mal ein ganz anderer Hotch. In Blue Jeans und einem marinefarbenen Shirt, das lässig über der Jeans hing, sah er einfach nur umwerfend aus. Klar, auch in seinen Maßanzügen machte er eine sehr gute Figur, aber so leger hatte sie ihn bisher nie gesehen. Seine Haare waren nass und hatten offenbar nur kurz ein Handtuch zu Gesicht bekommen, denn sie standen in alle Richtungen. Außerdem tropften kleine Wassertropfen auf seine Schulter. Das war also Agent Aaron Hotchner früh am Morgen und privat. Der Mann war einfach umwerfend aber leider half ihr das in keinster Weise bei ihrem immer größer werdenden Gefühlschaos. Je mehr Facetten sie an ihm entdeckte desto schwerer fiel es ihr Professionalität zu bewahren.
„Ja. Hast Du gut geschlafen?“
„Wie ein Stein!“ log sie.
„Und Du? Wie geht es Dir? Hast Du große Schmerzen?“
„Es geht mir gut!“ wie hatte sie auch eine andere Antwort von ihm erwarten können. Immer der Starke und ja keine Schwäche zeigen.
„Böse, wenn ich Dir nicht glaube!“ Er zog eine Augenbraue hoch:
„Ja!“
„Gut, dann muss ich damit leben. Ein Rippenbruch ist ziemlich schmerzhaft. Da ich das aus Erfahrung kenne musst Du mir nichts vormachen!“ Er musterte sie, reagierte nicht weiter darauf und ging zum Kühlschrank:
„Omelette oder Eier?“
„Was?“
„Was möchtest Du zum Frühstück? Omelette oder Eier?“
„Mach Dir keine Umstände!“
„Mh, warte. Also, ich habe einen Sohn und ich glaube, ich habe selbst auch etwas Hunger. Also, ich denke, als Umstand würde ich das daher nicht ansehen!“ Sie schmunzelte und gab sich geschlagen:
„Gut, dann Omelette!“
„Gute Wahl!“ Sofort machte er sich am Herd zu schaffen und sie beobachtete ihn dabei wie er den Teig zubereitete:
„Man könnte meinen, dass Du darin Routine hast!“
„So in der Art!“
„Ich wette, die schmecken ganz gut!“
„Die Gäste haben sich nie beschwert!“
„Gäste?“
„Ja, ich war auch mal Student und musste mich irgendwie über Wasser halten!“
„Und da hast Du dann Omeletts gebacken?“
„Unter anderem. Ist das irgendwie verwerflich?“
„Nein, nur dachte ich immer, dass solche Jobs eher etwas für junge Frauen ist!“
„Und was passt dann zu jungen Männern?“
„Kellnern, Wasserkästen schleppen, Nachtwächter und solche Dinge!“
„Verstehe.“ Emily musterte ihn und hatte das Gefühl ihn irgendwie verletzt zu haben.
„Hotch, ich wollte damit nicht sagen..... wenn ich etwas falsches gesagt habe dann...!“ Er drehte sich zu ihr um:
„Hast Du nicht. Mach Dir keine Gedanken!“ Kurz darauf stapelte er einige Omeletts auf einen Teller und sie dufteten wirklich köstlich. Er nahm noch Ahornsirup aus dem Schrank und stellte ihn auf den Tisch. Hotch sah auf die Uhr:
„Ich schätze in spätestens fünf Minuten können wir frühstücken!“ Emily sah ihn irritiert an:
„In fünf Minuten?“
„Jack wird jeden Augenblick wach und dann folgt er seiner Nase!“ Emily grinste und nickte:
„Du kannst auch schon anfangen wenn Du möchtest!“ bot er an doch sie schüttelte den Kopf:
„Nein, nein. Ich warte.“ Er nickte und trank einen Schluck Kaffee. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, wechselte er das Thema:
„Was verheimlichst Du mir, Emily?“ Sie starrte ihn an:
„Wie.... meinst Du das?“
„Muss ich das wirklich erklären?“ Dann kamen Geräusche von der Treppe her und Emily war mehr als dankbar, dass so dieses Thema schlagartig beendet war. Allerdings kannte sie Hotch gut genug um zu wissen, dass er es wieder aufgreifen würde. Also musste sie sich beim Frühstück dringend etwas einfallen lassen. Jack rannte die Treppe runter und direkt auf Hotch zu.



Tjaaaaa, war das nun schon eine Annäherung oder doch nicht?
Greift Hotch das Thema wohl noch einmal auf oder doch nicht?
Fragen über Fragen. Welche stellt ihr euch denn so???

Würde mich über ein FB sehr freuen...

nach oben springen

#9

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 02.09.2010 18:51
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Hehe, ich hoffe, Zeitlos, es hat geschmeckt. Aber ob Du soooooo gute Omelettes backen kannst wie Hotch????????? *grins*

So, dann geht es auch schon weiter und danke für die FB´s.

++++++++++++++++++++

Dieser fing ihn auf, hob ihn hoch und drückte ihn an sich:
„Morgen, mein Großer! Hast Du gut geschlafen?“
„Ja. Morgen Daddy. Wie bin ich denn hier her gekommen?“
„Ich habe Dich gestern Abend noch abgeholt. Da hast Du aber schon geschlafen!“
„Achso!“ Jack legte seine Arme um Hotch´ Nacken und drückte sich an ihn:
„Ich hab Dich lieb, Daddy!“
„Ich Dich auch, mein Großer. Aber jetzt gibt es erst mal Frühstück.“
„Omeletts. Mh, lecker!“ Dann drehte er sich zu Emily:
„Daddy macht die besten auf der ganzen Welt!“ Hotch lächelte und setzte ihn auf einen Stuhl:
„Und? Wie viele möchtest Du?“
„Zehn bestimmt!“ erklärte der Junge und Hotch schüttelte amüsiert den Kopf:
„Fang mal mit zwei an und dann sehen wir weiter, ok?“
„Ok!“ Hotch legte ihm zwei auf den Teller und sah Emily fragend an:
„Möchtest Du auch zehn?“ sie grinste:
„Nein, zwei reichen auch mir erst mal!“ er nickte und gab ihr als auch sich selbst zwei auf den Teller. Wieder eine neue Facette bei diesem Mann, der sie immer mehr in seinen Bann zog. Ging das überhaupt noch?

Sein Handy klingelte und warf Emily einen kurzen Blick zu, stand auf und nahm das Gespräch an.
„Hotchner!“
„Ja, Sir!“
„Etwa in einer Stunde. Kein Problem, Sir!“
„Bis später!“ Er sah das Handy an und ging zum Fenster um raus zu sehen. Dann sank sein Kopf etwas und er legte das Handy zur Seite. Etwas musste passiert sein. Oh Gott, etwas wegen dem Gespräch gestern, das Morgan führte? Da Jack anwesend war wollte sie jetzt nicht nach fragen sondern aß weiter. Hotch kam zurück und aß ebenfalls weiter doch seine Stimmung hatte sich deutlich verändert. Nachdem sie gefrühstückt hatten schickte er Jack ins Bad zum waschen und anziehen. Nachdenklich trat er wieder ans Fenster und sah raus. Emily schluckte und stellte sich schräg hinter ihn. Zwei Mal hob sie ihre Hand um ihn zu berühren doch beide male zögerte sie. Doch dann versuchte sie es erneut und legte ihre Hand genau zwischen seine Schulterblätter. Er war deutlich angespannt:
„Alles in Ordnung?“
„Ja. Ich habe gleich einen Termin in der BAU!“ Er drehte sich zu ihr um:
„War es das was Du mir verheimlicht hast?“
„Wovon redest Du?“
„Von dem Gespräch gleich? Du hast davon gewusst, oder?“
„Ich.... weiß von keinem Gespräch das man mit Dir führen will.“ Sie sah auf den Boden. Verdammt.
„Hotch, ich weiß nur von einem Gespräch das Morgan gestern führen wollte!“
„Morgan?“ Er schüttelte den Kopf und verließ den Raum:
„Hotch, bitte warte!“ Doch er lief die Treppe hoch und ließ Emily ohne eine Chance zur weiteren Erklärung allein. Sie fühlte sich mies aber sie konnte ihn auch verstehen. Jedoch änderte das rein gar nichts an ihren Gefühlen. Es fühlte sich an, als ob ihr jemand ein Messer direkt ins Herz gestoßen hätte, dabei hatte sie doch gar nichts getan. Sie räumte die Reste vom Frühstück weg und wusch schnell ab. Kurz darauf kam Hotch im Anzug die Treppe wieder runter:
„Ich fahre jetzt zur BAU und nehme Jack solange mit. Ich kann Dich mit nehmen wenn Du willst!“ Sie nickte lediglich und etwa eine halbe Stunde später trafen sie ein. Hotch brachte Jack zu JJ, die er kurz zuvor telefonisch informiert hatte und verschwand dann im Lift. Das Team sah ihm besorgt nach und Morgan schlug das Herz bis zum Hals. Was hatte das zu bedeuten?

„Agent Hotchner. Schön, Sie so wohl behalten zu sehen! Nehmen Sie doch Platz.“
„Danke Sir!“ Der Mann, mit dem Morgan am Tag zuvor gesprochen hatte setzte sich nun wieder in einen der Sessel gegenüber von Hotch.
„Sie wundern sich sicher über diesen Termin!“
„Ehrlich gesagt, ja!“
„Gut, dann möchte ich Ihnen kurz den Hintergrund erläutern!“ Hotch nickte und konnte die nächsten Worte nicht fassen:
„Nun, der Hintergrund ist kurz erklärt. Agent Morgan hat offiziell Beschwerde gegen Chief Strauss eingelegt. Ich hatte gestern ein langes und... sagen wir aufschlussreiches Gespräch!“
„Beschwerde eingelegt? Warum?“
„Er hat Ihnen nichts davon erzählt?“
„Nein, Sir!“
„Ich nehme an um Sie nach den jüngsten Ereignissen zu schützen. Naja, wie auch immer. Strauss hat entschieden, dass sie Sie als ein Sicherheitsrisiko einstufen will. Sie wären für die BAU und somit für das FBI nicht mehr tragbar!“ Hotch schluckte hart und faltete seine Hände:
„Verstehe!“
„Oh, das denke ich nicht. Agent Morgan war mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und hat seinen Unmut nicht nur gegenüber Strauss sondern auch eindrucksvoll gestern mir gegenüber geschildert. Ich habe seine Ausführungen eingehend geprüft und habe Dinge festgestellt, die mir sehr zu denken gegeben haben.“ Hotch wusste überhaupt nicht wie er das einschätzen sollte und zog die Augenbrauen zusammen:
„Was genau wollen Sie damit sagen? Wenn ich für das FBI nicht mehr tragbar bin...!“
„Moment, nicht so eilig. Eigentlich genau im Gegenteil. Ich denke viel mehr, dass Strauss nicht mehr tragbar ist. Ich habe eine Menge erfahren und deshalb wollte ich auch mit Ihnen sprechen.“
„Inwiefern?“ Der Mann lächelte:
„Sie kommen auch ohne Umschweife auf den Punkt, genau wie Morgan!“
„Ich war Staatsanwalt!“
„Verstehe. Nun, warum haben Sie mir niemals zuvor berichtet, dass Strauss sie benutzt und unter Druck setzt um sich selbst zu profilieren? Ich kann ein solches Verhalten eines Vorgesetzten nicht gut heißen und werde entsprechende Schritte einleiten.“
„Nun, ich gehöre nicht zu den Menschen die um jeden Preis über Leichen gehen!“
„Das ehrt Sie. Trotzdem erwarte ich, dass solche Dinge an mich heran getragen werden. Wir haben andere Aufgaben, wichtigere Aufgaben als hier hierarchische Kleinkriege zu kämpfen. Sie haben die besten Beurteilungen bekommen, egal mit wem ich sprach. Und ich meine damit nicht nur Quantico. Ich sprach auch mit Seattle und noch anderen Stellen. Sie sind genau das Gegenteil von Strauss!“
„Nun, Vorgesetzte machen sich oft keine Freunde!“ Wieder lächelte der Mann:
„Sie sind eine Ausnahme, zumindest größtenteils. Wenn Sie wollen, dann mache ich Sie zu Strauss Nachfolger!“ Hotch sah ihn an und hob eine Hand:
„Sir, bei allem Respekt aber der Job wäre nichts für mich. Ich habe die Staatsanwaltschaft verlassen um vor Ort etwas tun zu können. Der Job, auch wenn er sicher sehr lukrativ ist, würde mich persönlich jedoch einen Schritt zurück machen lassen.“ Er lächelte erneut:
„Das habe ich mir beinahe gedacht und respektiere Ihre Entscheidung natürlich. Sollte sich Ihre Meinung jedoch ändern, ob jetzt oder auch später, dann kommen Sie zu mir. Ich werde mich dann entsprechend einsetzen.“
„Danke Sir!“
„Gut, dann hätten wir das geklärt. Nun, es gibt jedoch etwas, dass ich wegen dem Team mit Ihnen besprechen muss!“ Hotch musterte den Mann vor sich:
„Gut!“
„Es geht vorrangig um Sie. Ich möchte Sie etwas entlasten. Gerade nach allem was passierte und ich möchte Ihnen eine Möglichkeit nah legen, die Agent Morgan betrifft!“
„Er soll die Leitung übernehmen!“
„Oh, das hat er bereits abgelehnt. Aber er bot sich an, Sie bei organisatorischen Dingen zu unterstützen. Ich halte das sogar für sehr vorteilhaft denn so kommt das 4- Augen- Prinzip zum tragen, dessen Verfechter ich bin. Wären Sie damit einverstanden?“ Hotch nickte:
„Das ist kein Problem. Er hat die Leitung also abgelehnt!“ meinte er mehr zu sich selbst:
„Ja, und nicht nur das. Er drohte mit weiteren Schritten wenn Strauss ihr Vorhaben mit Ihnen durchsetzt und wollte Ihren Job auch nicht, wenn sie freiwillig zurück treten würden. Er übernimmt dann lieber ein anderes Team in einer anderen Stadt weil Sie zu diesem Team gehören. Das sage ich Ihnen allerdings inoffiziell.“
„Verstehe. Danke!“
„Gerne. Und noch etwas. Sie können wirklich stolz auf Ihre Leute sein. Sie stehen allesamt loyal hinter Ihnen!“
„Und ich hinter ihnen!“
„Was sie auch wissen. Gut, ich muss nun einiges in die Wege leiten. Strauss wird ab sofort beurlaubt und bis es einen Nachfolger gibt übernehme ich ihre Aufgaben. Sehen Sie mich also zukünftig und bis auf weiteres als Ihren direkten Vorgesetzten an!“
„Gut!“ Hotch stand auf und ging auf die Tür zu, blieb jedoch noch einmal stehen und sah ihn an:
„Ich danke Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben diesen Vorgang genauer zu prüfen!“
„Danken Sie nicht mir sondern Agent Morgan. Wie ich schon sagte, ich kann nur handeln wenn ich von diesen Dingen erfahre!“ Nach einer Verabschiedung stand Hotch wieder im Lift und wollte seinen Sohn abholen.

Emily saß still an ihrem Schreibtisch und machte sich die größten Sorgen um Hotch. Als der Fahrstuhl sich öffnete und er austrat trafen sich für einen Augenblick ihre Blicke doch sofort wand er sich ab und ging Richtung JJ´s Büro. Doch kurz darauf kam er ohne Jack zurück und bat Morgan in sein Büro. Etwa zehn Minuten später kamen sie wieder heraus und Hotch holte Jack um die BAU wieder zu verlassen. Er war schließlich noch krankgeschrieben, wurde aber von Rossi aufgehalten.
„Hotch, warte kurz. Ich habe eine Info für Dich von ganz oben. Du hast Dich selbst aus dem Krankenhaus entlassen aber Du sollst noch unter Aufsicht bleiben.“
„Was soll das denn?“
„Ich weiß aber mach es einfach, ok. Sonst ordnen sie an das Du zurück in die Klinik gehst!“
„Na toll. Und wer soll das sein?“
„Im Prinzip bleibt es Dir überlassen aber da Prentiss letzte Nacht schon bei Dir war.... was meinst Du?“ Er sah zu Emily runter, die ganz in Gedanken schien:
„Meinetwegen!“ Emily wurde kurz informiert und schon saß sie wieder im Auto und sie fuhren zurück zu Hotch. Doch es war still. Sogar Jack spielte und war daher ganz still. Sie fühlte sich unwohl in ihrer Haut und bei dem Gedanken, dass sie jetzt noch mehr Zeit mit diesem Mann verbringen musste beruhigte sie in keinster Weise. Als sie bei ihm ankamen fragte sie ganz spontan:
„Darf ich etwas bei Dir in den Garten?“
„Natürlich. Beweg Dich hier als wenn Du hier zu Hause wärst!“ Sie nickte und flüchtete förmlich vor ihm in den Garten. Dort setzte sie sich unter einen Baum und lehnte sich am Stamm an, schloss die Augen und lauschte für einen Moment in die natürlichen Geräusche ihrer Umgebung. Er spürte die Veränderung bei ihr und sah ihr nach. Aus der Küche beobachtete er sie und fragte sich erneut, was sie wohl beschäftigte. Außerdem hatte er das Gefühl, dass sie ihm nach wie vor etwas verheimlichte. Also war es nicht um das Gespräch gegangen. Er ging hinauf um sich um zu ziehen und machte anschließend frischen Kaffee. Jack bot er ein großes Glas Milch an. Jack wollte Emily unbedingt Kaffee bringen und so gab Hotch ihm eine halb volle Tasse, damit er sich nicht verbrannte. Er selbst nahm sich auch eine und ging ebenfalls in den Garten, setzte sich in einen der Stühle und tastete in Gedanken über seinen Brustkorb wo seine Rippe wieder ziemlich schmerzte.

Das Gespräch vorhin mit Morgan ging er nochmal durch. Morgan war ihm wichtig, gerade seit seiner Sache in Chicago aber er hatte niemals damit gerechnet, dass er Morgan so wichtig war, dass dieser sogar seine eigene Karriere aufs Spiel setzte.




Sooooo, Emily ist also wieder bei Hotch. Ob das gut geht? Schließlich läuft sie schon vor ihm davon, hehe



Würde mich über FB sehr freuen

nach oben springen

#10

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 03.09.2010 23:45
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Heute etwas später als sonst aber ich musste erst mein Läppi wieder in Gang bringen.

So aber zunächst danke für das liebe FB, zeitlos. Schön, dass sie Dir gefällt und den anderen natürlich auch, hehe.
So, dann gehts mal weiter...


+++++++++++++++++++++

Er erinnerte sich daran wie Morgan vorhin in sein Büro kam:
„Hey Hotch!“
„Setz Dich bitte!“
„Ich dachte, Du bist noch krank geschrieben!“
„So ist es auch. Ich bin auch gleich wieder weg. Allerdings muss ich vorher mit Dir sprechen!“
„Ok, schieß los!“ Er hatte durchgeatmet und Morgan eine Weile betrachtet, setzte sich dann vor ihn in den Sessel und schüttelte den Kopf:
„Was hast Du Dir dabei gedacht?“
„Wobei?“
„Dabei, dass Du gegen Strauss Beschwerde eingelegt hast. Wegen mir!“
„Ganz einfach, es war nicht richtig und absolut unpassend!“
„So, und Du meinst, dass hätte ich nicht selbst hin bekommen?“ Morgan sah ihn an und wunderte sich darüber, dass er so sauer war:
„Ich habe Dir helfen wollen, Hotch. Weißt Du eigentlich wie das abgelaufen ist? Wir waren hier mitten dabei ein Profil von Sarah zu erstellen als Strauss ins Meeting platzte und so nebenher berichtete, Dich als Sicherheitsrisiko einzustufen und mich als Deinen Nachfolger zu bestimmen. Tut mir Leid, Hotch, aber das ging eindeutig zu weit. Gerade weil Du....!“ Hotch hob eine Hand:
„Das ist doch gar nicht der Punkt?“
„Ach nein? Was ist denn der Punkt? Dass ich dabei hätte zusehen sollen wie sie Dich fertig macht? Hotch, der Job ist Dir wichtig und wir wissen beide warum er es gerade jetzt ist. Du bist nicht nur mein Vorgesetzter sondern auch mein Freund, Mann.“ Hotch sah ihn an, schüttelte dann aber wieder mit dem Kopf. Ganz ruhig sprach er dann als er sagte:
„Nein. Der Punkt, Morgan, ist der, dass Du Dir mit solchen Aktionen Deine Karriere verbauen könntest. Wenn Wilcox nicht so hartnäckig vorgegangen wäre dann hätte ich jetzt ein Teammitglied weniger. Solche Aktionen schaden Dir nur. Das ist der Punkt. Mir geht es hier gerade nicht um mich sondern um Dich!“ Morgan sah Hotch genau in die Augen und konnte das gerade gehörte kaum fassen:
„Das ist nicht Dein Ernst, oder? Du glaubst wirklich, dass mir meine Karriere wichtiger ist als das Leben meines Freundes. Du hast mit dem Job sehr viel mehr zu verlieren als ich und das weißt Du auch. Wie ich schon sagte, hier geht es um mehr als meine Karriere, Hotch, und im Übrigen würde ich jederzeit wieder so handeln. So wie jeder aus dem Team. Jeder einzelne hat mir zugesichert mit zu ziehen bei der Beschwerde gegen Strauss. Jeder, Hotch!“ Hotch starrte Morgan einen Moment an und stand dann auf um zum Fenster zu gehen. Morgan sah ihm nachdenklich nach. Was hatte das Gespräch gegeben gerade mit Wilcox? Hatte seine Beschwerde überhaupt etwas gebracht? Doch er fragte nicht sondern wartete ab. Einen Moment später meinte Hotch:
„Ich hatte keine Ahnung, dass ihr für mich soweit gehen würdet. Wir sind ein Team, ja, und wir sind auch befreundet aber das was Du gemacht hast war weitaus mehr als das.“
„Vielleicht war es das aber vielleicht auch nicht. Außerdem wissen wir, dass Du genau das gleiche für jeden von uns tun würdest. Mich hast Du schon gedeckt genau wie Reid und damals Elle. Auch Rossi und Emily hast Du schon den Rücken gestärkt. Außerdem..... es ist doch gar nicht raus ob diese Beschwerde überhaupt etwas gebracht hat. Vielleicht bin ich ja raus und weiß es noch nicht!“ Hotch drehte sich um:
„Nein, bist Du nicht!“ Morgan zog die Augenbrauen zusammen:
„Wilcox war schnell. So wie es aussieht hat er Erkundigungen über mich eingeholt. Nicht nur hier sondern auch an anderen Stellen. Ich bleibe, wie jeder andere im Team, einschließlich Dir. Allerdings gibt es zwei Änderungen.“ Morgan stand nun ebenfalls auf:
„Hotch, ich werde die Leitung nicht noch einmal übernehmen weil ich überzeugt bin, dass es unnötig ist. Du kannst das!“
„Ja, ich weiß. Wilcox sagte mir, dass Du es bereits abgelehnt hast und darum geht es auch nicht. Er will mich entlasten und Dich mit etwas mehr Verantwortung ausstatten. Im organisatorischen Bereich. Angeblich hast Du die Zusagen dazu bereits gegeben!“
„Bei meinem Gespräch mit Wilcox habe ich das als Alternative angegeben, ja!“
„Gut, ich habe kein Problem damit und Wilcox unter dem Aspekt des 4- Augen- Prinzips auch nicht.“
„Kein Problem. Und die zweite Änderung?“
„Betrifft Strauss! Sie ist beurlaubt. Wilcox hat auf Grund Deiner Beschwerde Strauss genauer unter die Lupe genommen, mit dem Ergebnis, dass sie für das FBI nicht mehr tragbar ist!“
„Ist nicht Dein Ernst!“
„Doch, und er hat mir eine Rüffel erteilt. Er war nicht gerade erfreut, dass ich ihre Methoden gegen mich nicht an ihn heran getragen habe. Er bot mir ihren Job an!“
„Wow. Wie hast Du Dich entschieden?“
„Ich bleibe hier im Team aber ich kann meine Entscheidung jederzeit ändern. Morgan, Du hast Eindruck bei Wilcox gemacht und wenn Du irgendwann die Leiter höher steigen willst hast Du mich und nach dieser Sache sicher auch Wilcox im Rücken.“
„Danke. Aber ich habe nicht vor irgendetwas an der jetzigen Situation zu ändern. Na, vielleicht wenn ich mal so alt bin wie Du!“ scherzte er und Hotch verzog das Gesicht, wurde dann aber wieder ernst:
„Ich schulde Dir was!“
„Ja, das Du jetzt wieder auf die Beine kommst. Mehr nicht, ok?“ Hotch nickte kurz und somit war das Gespräch beendet doch beide Männer beschäftigten sich noch eine Weile damit.

Emily beobachtete Hotch. Er schien ganz in Gedanken zu sein und dass er sich immer wieder über den Brustkorb strich gefiel ihr ganz und gar nicht. Also stand sie wieder auf:
„Der Kaffee tat gut, danke!“
„Er ist also heile angekommen?“
„Sicher. Auch wenn er nur halb voll war!“
„Absichtlich. Ich wollte nicht dass Jack sich verbrennt! Ich kann Dir noch welchen holen wenn...!“
„Kein Problem und das reicht auch erst mal!“unterbrach sie ihn und setzte sich auf den anderen Stuhl:
„Dir geht es nicht so gut, hm?“ sie deutete auf seine Hand, die er augenblicklich weg zog:
„Geht schon!“
„Du brichst Dir keinen Zacken aus der Krone wenn Du etwas gegen die Schmerzen tust, Hotch.“
„Ja, ich weiß. Trinkst Du gerne heiße Schokolade?“ Sie zog die Augenbrauen hoch:
„Wie kommst Du darauf?“
„Weil heute Morgen eine Tasse mit Kakaospuren in der Spüle stand!“ Verlegen sah sie runter:
„Naja, ab und zu tut die ganz gut!“ wich sie aus und er nickte nur:
„Du hast also nicht ganz so gut geschlafen!“ stellte er fest und musterte sie:
„Fremde Umgebung, weiter nichts. Auch wenn wir bei einem Fall sind habe ich in der ersten Nacht immer Probleme!“ log sie und sah zu Jack, der im Sandkasten spielte.
„Hast Du nie erwähnt!“
„Weil es nicht erwähnenswert ist!“
„Ok. Du weißt aber schon, dass Du mit mir sprechen kannst wenn Dich etwas belastet!“ Ruckartig sah sie ihn an als ob er sie ertappt hätte:
„Wie kommst Du jetzt darauf?“
„Nur ganz allgemein!“ es gab also tatsächlich etwas, dass ihr zu schaffen machte. Sonst hätte sie anders reagiert. Sie dachte darüber nach aber sie konnte ihm nichts sagen, dass ging einfach nicht.
„Es ist alles in Ordnung!“
„Verstehe!“ Hotch schloss die Augen und genoss für einen Moment die warmen Sonnenstrahlen auf seinem Gesicht. Diesen Moment nutzte sie um sein markantes Gesicht intensiv zu betrachten. Am liebsten würde sie ihre Hand nach ihm ausstrecken und durch seine dunklen Haare fahren, sein Gesicht streicheln und seine Lippen einmal zu kosten. Aber es ging nicht, schon gar nicht wenn Jack in der Nähe war. Hotch hatte die Augen inzwischen wieder geöffnet und ertappte sie dabei wie ihr Blick auf sein Gesicht gerichtet war.
„Alles in Ordnung?“ Sie erschrak sichtlich und nickte nur was sollte sie jetzt sagen:
„Ja, sicher. Mir fiel gerade auf wie ähnlich Jack Dir ist!“ meine Güte, das nahm er ihr doch nie ab aber er reagierte nicht darauf sondern stand auf:
„Wo sind denn die Tabletten?“
„Wegen Jack habe ich sie in den rechten Küchenschrank, ganz nach oben gelegt!“ Er nickte und verschwand im Haus. Kurz darauf kam er wieder und ging zu Jack. Dieser kam dann plötzlich auf sie zu gerannt:
„Du Emily? Daddy will mit mir in den Zoo. Kommst Du mit?“
„Aber.... ich weiß nicht ob es Deinem Daddy Recht ist!“ Jack fing an zu kichern an:
„Er hat mir doch gesagt, dass ich Dich fragen soll!“ Emily sah zu Hotch rüber der einige Sandförmchen aufsammelte und sie dann ansah.
„Na gut, dann komme ich mit.“
„Oh fein. Magst Du auch die Affen?“
„Ja, und wie ich die mag. Die sind immer so lustig!“
„Ja, finde ich auch. Mum mochte die Giraffen und Daddy ist gerne bei den Löwen und Tigern!“
„Ah, verstehe.“ das wunderte sie in keinster Weise. Raubtiere waren sehr anmutige Tiere. Sie passten zu ihm.

Morgan sprach in der Zwischenzeit mit Rossi über sein Gespräch mit Hotch und beide waren sichtlich erleichtert. Zum einen, dass die Gefahr um Hotch´ Job vorbei war aber auch das Strauss offenbar nun endlich Ruhe geben musste, gezwungener Maßen. Rossi fand es sehr gut, dass Morgan ihn nun etwas unterstützte denn alle hier wussten dass ihn auch diese Entführung wieder zugesetzt hatte. Zum Glück konnte Rossi ihn mit einem kleinen Trick dazu bringen Emily eine Weile bei sich zu haben. Er ahnte ja um ihre Gefühle und ihm würde es sicher gut tun jemanden außer seinem Sohn in der Nähe zu haben.

Der Abend kam viel schneller als Emily wollte aber es war auf der anderen Seite auch besser. Jack war müde, das sah man ihm an und Hotch machten seine Kopfschmerzen und die Rippe zu schaffen. Auf dem Weg zu Hotch war es wieder still. Ums Essen mussten sie sich nicht mehr kümmern, dass hatte eine Pizza im Zoo schon erledigt. Noch während der Fahrt überlegte Emily sich Penelope anzuvertrauen. Sie kam einfach nicht mehr klar mit ihrem Gefühlschaos. Je mehr Zeit sie privat mit Hotch verbrachte desto schlimmer wurde es. Auch der Zoobesuch hatte wieder eine neue, eine schöne Facette von ihm gezeigt. Als sie bei ihm ankamen entschuldigte sie sich daher und verzog sich mit ihrem Handy in die hinterste Ecke des Gartens und rief Pen an.



Was bei dem Gespräch wohl raus kommt?
Mal so als kleiner Tipp. Im übernächsten Teil wird es etwas..... na, ich sga nur Hotch/ Emily, hehe aber nicht das was ihr jetzt denkt...

nach oben springen

#11

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 04.09.2010 20:56
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

So, dann kommt auch hier mal der nächste Teil. Wünsche euch viel Spaß..


+++++++++++++++


Kurz darauf meldete diese sich:
„Garcia!“
„Hey Pen, ich bin´s, Emily!“
„Hey, alles klar bei Dir? Du bist bei Hotch, richtig? Wie geht es ihm?“
„Ja, ich bin bei ihm und es geht ihm den Umständen entsprechend. Er hat halt Schmerzen würde es aber nie zugeben!“ Garcia lachte:
„Ja, das sieht ihm ähnlich! Aber deshalb rufst Du doch nicht an, oder?“
„Nein, ähm... hast Du einen Augenblick Zeit für mich? Ich könnte jemanden zum reden gebrauchen!“
„Klar, schieß los!“
„Aber zuvor musst Du mir etwas versprechen. Es ist wirklich wichtig!“
„Klingt ja geheimnisvoll!“
„Ist es auch.... in gewisser Weise zumindest. Das was Du jetzt erfährst darfst Du niemanden erzählen, ja? Wirklich niemanden. Auch Derek nicht. Versprichst Du mir das?“ Garcia hörte an der flehentlichen Stimme wie ernst es ihr war und so sprach sie vollkommen ernst:
„Hey, natürlich sprech ich darüber mit keinem. Versprochen. Aber was bedrückt Dich denn?“
„Ich muss mich wirklich darauf verlassen können!“
„Kannst Du. Wirklich! Also, was ist los?“
„Ich bin..... ich habe..... mich verliebt!“ Gracia schwieg einen Moment denn sie verstand Emily gerade gar nicht.
„Hey Schätzchen, das ist doch etwas Schönes. Warum willst Du dass das geheim bleibt? Ich denke, jeder im Team....!“
„Pen, bitte. Es geht nicht. Es darf niemand erfahren!“
„Ok, verstehe aber warum? Kannst Du mir das erklären?“
„Es.... es ist jemand aus dem Team. Immer wenn ich ihn sehe dann.... ich kann in seinem Beisein überhaupt keinen klaren Gedanken fassen. Ich habe es versucht, ich habe es wirklich versucht professionell zu bleiben aber es wird immer schwieriger und jetzt.....!“
„Und jetzt? Was ist jetzt?“
„Jetzt lerne ich ihn.... pri.... privat auch noch kennen!“ flüsterte sie. Gracia schwieg für einen Moment und versuchte alles zusammen zu bringen und dann fiel der Groschen:
„Du hast Dich.... in Hotch verliebt?“
„Ich.... ja. Pen, was mache ich jetzt nur? Er ist privat so anders. Warum nur kann nicht ein anderer jetzt bei ihm sein?“
„Ja, ich habe gehört, dass jemand bei ihm bleiben soll weil er sich selbst entlassen hat!“
„Ja, und heute waren wir im Zoo. Pen, ich komme nicht mehr klar und habe Angst das er etwas merkt. Das wäre das Schlimmste!“
„Aber warum wäre das das Schlimmste? Hotch ist doch jemand dem man sich anvertrauen kann. Rede mit ihm. Ich war davon ausgegangen, dass er es bereits weiß!“
„Wie kommst Du darauf?“
„Na, weil Du so..... panisch bist!“
„Nein, er weiß es nicht und das soll auch so bleiben!“
„Bist Du da sicher? Ich meine, Hotch ist schon ein dufter Typ, wenn ich auch nie darauf gekommen wäre, dass Du Dich ausgerechnet in ihn verliebst. Immerhin ist er einiges älter und unser Boss.“
„Das Alter ist weniger das Problem als mehr die Tatsache, dass er gerade erst seine Frau verloren hat. Außerdem.... ich glaube nicht, dass es ihm genauso gehen könnte bei mir!“
„Das kannst Du aber nur heraus finden wenn Du mit ihm sprichst.“
„Pen, das kann ich nicht machen. Wenn ich mir vorstelle wie er reagieren könnte!“
„Hey, Schätzchen. Erstens würde er Dir nicht den Kopf abreißen und er würde sich auch nicht lustig machen. Dafür ist er nicht der Typ. Und jetzt überleg mal. Auch wenn Du es immer versucht hast nicht zu zeigen, er ist ein routinierter und waschechter Profiler.“
„Du meinst, er weiß es bereits?“
„Naja, soweit würde ich vielleicht nicht gehen denn das hätte er sicher schon zur Sprache gebracht aber ich könnte mir vorstellen, dass er fühlt, dass etwas nicht stimmt. Das Du ihm etwas verschweigst oder so!“
„Oh Gott. Heute Morgen. Er fragte was ich im verschweigen würde aber zum Glück kam da gerade Jack runter!“
„Ich schätze, dann dauert es nicht mehr lange bis er selbst dahinter kommt!“
„Nein, das darf nicht sein!“
„Dann gibt es nur die Möglichkeit mit offenen Karten zu spielen!“
„Nein, es gibt noch eine.“
„Und welche?“
„Noch etwas abwarten bis es ihm besser geht und wenn dann alle Stricke reißen werde ich.... gehen!“
„Aber damit ist das Thema....! Moment! Was genau meinst Du mit gehen?“
„Die BAU verlassen meine ich damit.“
„Nein, das kannst Du nicht machen!“
„Pen, es würde vermutlich auch so zwangsläufig kommen wenn er es erfährt.“
„Emily, das weißt Du nicht. Du denkst jetzt über viele Dinge nach die absolut nicht bestätigt sind. Woher willst Du denn wissen, dass er sich mit Dir nicht mehr vorstellen könnte. Du weißt selbst wie er ist. Man kann ihn schlecht einschätzen, ist immer sehr ruhig.“
„Ja, ich weiß.“
„Siehst Du. Warte, ich habe eine Idee. Wenn er Dich wieder fragt was Du ihm verheimlichst oder ähnliches dann sag ihm doch einfach dass Du verliebt bist aber nicht in wen. Sprich über das was Dich beschäftigt und Du siehst wie er reagiert.“
„Und Du glaubst, er fällt darauf herein?“
„Na komm, er mag zwar ein Profiler sein aber er ist auch ein Mann. Wenn er Dir einen Rat geben kann macht ihn das stolz. Profiler hin, Profiler her!“
„Na, wenn das mal so einfach wäre!“
„Weißt Du, vielleicht ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für ein solches Gespräch!“
„Wie meinst Du das?“
„Naja, ich habe ihn heute gesehen und er ist abgekämpft. In solchen Phasen sind doch viele Männer etwas emotionaler, wie soll ich sagen? Weicher? Ähm...!“
„Ich weiß was Du meinst. Empfänglicher für derartige Gespräche!“
„Ja, genau. Emily, auch wenn ich es mir mit ihm nicht vorstellen könnte, er ist einfach als Mann nicht mein Typ, aber wenn Du ihn wirklich liebst dann kannst Du nur Deine Fragen beantworten wenn Du irgendwie auf ihn zu gehst. Wie gesagt, versuch es neutral, ohne Namen. Und je nachdem wie er reagiert entscheidest Du weiter. Step by Step!“
„Ja, vielleicht hast Du Recht. Und danke, Pen!“
„Schon gut. Dann viel Glück!“
„Danke, und zu keinen ein Wort!“
„Äh, hast Du was gesagt?“
„Gut, bye!“
„Bye!“

Langsam schlenderte sie zurück zum Haus und dachte über das Gespräch nach. Zu ihrer Verwunderung waren weder Hotch noch Jack irgendwo. Aber das war ihr im Augenblick auch eher recht. So hatte sie noch etwas Zeit zum Nachdenken.
Hotch saß auf dem Bett von Jack und las ihm eine Geschichte vor. Als er zu seinem Sohn sah schlief er tief und fest. Hotch huschte ein Lächeln über das Gesicht, klappte das Buch zu und strich ihm durch die Haare:
„Nacht mein Kleiner!“ flüsterte er bevor er das Licht löschte und die Tür lautlos schloss. Er ging die Treppe runter und sah Emily auf dem Sofa sitzen, ganz in Gedanken. Er blieb auf einer der Stufen stehen und betrachtete sie. Irgendetwas beschäftigte sie und das, was auch immer es war, machte ihr schwer zu schaffen. Doch scheinbar wollte sie mit ihm nicht darüber sprechen und daher konnte er nicht viel machen. Auch wenn er ihr gerne helfen würde. Er ging auf sie zu und setzte sich zu ihr:
„Anstrengender Tag, nicht?“ Emily zuckte zusammen und sah ihm in die dunklen Augen:
„Ja, schon etwas. Es ist viel anstrengender den ganzen Tag durch einen Zoo zu laufen als einen Fall zu bearbeiten. Zumindest kommt es mir so vor!“
„Ja, mir auch. Jack schläft. Der war ganz schön geschafft!“ Emily lächelte:
„Er war aber auch den ganzen Tag außer Rand und Band. Schön ihn so zu sehen!“
„Ja, leider sehe ich das viel zu selten und eh ich mich versehe ist er aus dem Haus!“
„Vielleicht genießt Du die Zeit mit ihm aber auch viel intensiver als es andere Väter würden!“
„Schon möglich. Möchtest Du etwas trinken?“
„Nein, im Augenblick nicht. Danke!“ Er stand auf und nahm sich ein Glas Wasser, setzte sich wieder zu ihr und sah aus dem Fenster. Emily sah ihn kurz an:
„Übrigens, danke!“
„Wofür?“
„Für den schönen Tag. Soviel Spaß hatte ich lange nicht mehr.“
„Kein Problem. Schließlich opferst Du Deine Zeit für mich!“
„So sehe ich das gar nicht!“
„Ja, klar. Es ist doch sicher ein Vergnügen auf seinen Chef aufzupassen!“ meinte er sarkastisch und verzog das Gesicht etwas:
„Also, bisher war es wirklich ein Vergnügen!“ schmunzelte sie und sah auf ihre Hände. Wieder hatte er dieses Gefühl was Emily betraf und seufzte leicht. Er wollte sich etwas bequemer hinsetzen doch sofort fuhr ein heftiger Schmerz durch seinen Körper.
„Verdammt!“ und damit griff er sich an seinen Körper, legte den Kopf zurück und schloss die Augen:
„Hotch? Alles in Ordnung?“
„Ja, geht schon wieder!“ Da fiel ihr plötzlich etwas ein, was ihm etwas Erleichterung verschaffen konnte:
„Du hast doch sicher einen Verbandskasten im Haus, oder?“
„Ja, sicher. Aber wozu?“
„Ich kenne da eine Möglichkeit, die die Schmerzen etwas reduziert.“
„Ach, und welche?“
„Naja, man arbeitet mit Pflaster und legt es ganz stramm über die Bruchstelle. So hält es etwas zusammen und...!“
„Nein!“ unterbrach er sie sofort.
„Aber es könnte Dir wirklich....!“
„Ich sagte doch nein!“
„Ich weiß, es würde etwas weh tun aber danach...!“
„Emily, es reicht. Bitte!“ Sie konnte nicht verstehen das er plötzlich so hart sprach und.... oje. Ob es etwas mit...!
„Hotch, wenn es etwas mit.... ich habe die Narben bereits gesehen. Jeder aus dem Team hat das!“ Erschrocken sah er sie an und da wusste sie, dass es daran lag:
„Was?“
„Ja, durch die Videos. Sie... also Sarah öffnete Dein Hemd, schob es runter und.... berührte Dich. Kannst Du Dich nicht mehr daran erinnern?“ Er schluckte und schüttelte den Kopf:
„Nein, davon weiß ich nichts mehr.“
„Ist schon ok.“ Etwas zögerlich legte sie ihm die Hand auf die Schulter:
„Hotch, ich würde Dir gerne die Schmerzen etwas erträglicher machen. Die Narben, es ist nicht schlimm.“
„Doch, sind sie. Sie erinnern mich jeden verdammten Tag an den Mistkerl, an die Schmerzen und an...!“ Emily spürte, dass er den Angriff noch immer nicht vollkommen überwunden hatte.
„Ich weiß, aber sie gehören jetzt zu Dir. Akzeptiere sie und es wird Dir auch was das angeht besser gehen. Ändern kannst Du es nicht mehr.“ Er schüttelte ganz leicht den Kopf und ihr kam noch ein Verdacht:
„Hotch, Du musst Dich deshalb nicht schämen. Wirklich nicht.“ Da er den Kopf von ihr abwendete wusste sie, dass sie erneut richtig lag.
„Sieh mich bitte mal an!“ sie wartete bis er ihrer Aufforderung folgte:
„Du weißt, welche Bilder wir jeden Tag sehen. Du musst Dich vor mir nicht dafür schämen. Du kannst nichts dafür und es ist ok, wirklich!“ Er dachte nach und auch wenn ihm alles andere als wohl war dabei fragte er leise:
„Und Du meinst, das verschafft etwas Linderung?“
„Ganz sicher. Das Anlegen wir allerdings etwas weh tun!“ Er sah sie etwas hilflos an und sie zwinkerte ihm zu:
„Es ist wirklich in Ordnung!“
„Er.... ist in der..... Küche. Hinter der Tür im Schrank!“ Während sie den Verbandskasten holte überraschte sie seine Reaktion. Sie hätte niemals gedacht, dass er so sensibel reagierte aber sie konnte es auch verstehen. Trotzdem, er musste dringend seine Einstellung zu diesen Narben ändern. Sie musste unbedingt einen Weg für ihn finden.

Schnell war sie zurück im Wohnzimmer und sie sah deutlich seine extreme Anspannung.


Na, was meint ihr wie es weiter geht????

nach oben springen

#12

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 05.09.2010 15:50
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

So, und weiter gehts....

+++++++++++++++++++++++++


Sie legte den Verbandskasten auf den Tisch und setzte sich neben ihn, legte ihm eine Hand auf die Schulter und sprach sanft auf ihn ein:
„Hotch, was ist für Dich so schlimm daran?“
„Ich.... ähm...!“
„Du hasst sie, richtig? Du glaubst, sie erinnern Dich immer wieder an den Kontrollverlust. Sie zeigen Dir, das auch Du schwach bist!“
„Du erstellst gerade ein Profil über mich!“
„Tut mir Leid aber ich möchte Dir nur helfen!“
„Das kannst Du nicht. Sie erinnern mich an die Schmerzen. Immer erinnere ich mich an sie wenn ich sie sehe!“ Ihr kam eine Idee aber das konnte nur funktionieren wenn....! Nein, das war grotesk! Das war unmöglich. Also verdrängte sie diesen Gedanken vorerst wieder.
„Versuch sie zu akzeptieren. Du quälst Dich so doch nur selbst!“
„Lass es gut sein! Bringen.... wir es hinter uns!“ Er versuchte sich sein Shirt aus zu ziehen wobei sie ihm schließlich half. Als sie dann freien Blick auf seinen Körper hatte schloss er die Augen für einen Moment und sah weg. Er war sichtlich angespannt und das wollte sie ändern. Also nahm sie ihren ganzen Mut zusammen und streckte ihre Hand nach ihm aus. Erst noch etwas zögerlich doch dann berührte sie mit ihrem Zeigefinger eine seiner Narben und strich sanft darüber. Erschrocken sah er sie an und sie sah Angst in seinen Augen. Wovor hatte er nur Angst?
„Was tust Du da?“
„Dir zeigen, dass es in Ordnung ist!“ Für einen Augenblick sahen sie sich direkt in die Augen und dann nahm sie ihre Hand wieder weg.
„Können wir?“ Er nickte und schluckte:
„Ja, ich denke schon!“ sie hatte gerade etwas mit ihm gemacht, das er nicht verstand aber er fühlte sich.... anders. Sie hatte schnell alles vorbereitet und sah ihn lächelnd an:
„Dann wollen wir mal!“ Er biss die Zähne aufeinander und hielt die Luft an. Als sie fertig war brauchte es noch einen Augenblick bis die Schmerzen erträglich waren. Aber danach fühlte er wirklich Linderung.
„Das hilft wirklich. Danke!“ Sie lächelte ihn nur an und er zog direkt wieder sein Shirt über. Als sie den Verbandskasten weg brachte sah er ihr nach. Emily war wirklich etwas Besonderes doch sie bereitete ihm auch etwas Sorge. Was beschäftigte sie nur so? Als sie zurück kam wollte er das Thema noch einmal ansprechen und so räusperte er sich kurz:
„Emily, willst Du nicht doch mit mir sprechen? Ich spüre, dass Dich etwas belastet!“ Emily sah verlegen zu Boden:
„Das ist nett, aber ich möchte Dich nicht mit meinem persönlichen Kram belasten!“
„Davon kann nicht die Rede sein. Also?“ Emily schluckte und fühlte sich unbehaglich doch dadurch folgte nur eine weitere neue Facette, nämlich die fürsorgliche. Er legte ihr eine Hand an den Rücken:
„Emily, vertraust Du mir nicht?“
„Doch, natürlich aber Du hast gerade selbst....!“
„Ich würde nicht fragen wenn es nicht ok wäre. Also? Ich möchte Dich nicht bedrängen aber wenn ich helfen kann, dann tue ich es gerne!“
„Nun, ich.... habe mich.... verliebt!“
„Aber, das ist doch eigentlich etwas Schönes. Scheinbar ist es in diesem Fall nicht so!“
„Es ist kompliziert. Sehr kompliziert!“
„Liebe ist immer kompliziert!“ sie lächelte etwas und nickte:
„Na, das stimmt.“
„Es ist unser Job, oder?“
„Auch. Ich weiß nicht, ob es überhaupt einen Sinn hat, ob er ähnlich fühlt, wovon ich nicht ausgehe.“
„Dann versuch es heraus zu finden?“
„Und wie soll man das, wenn man Angst davor hat sich und seine Gefühle zu verraten?“ Er dachte nach:
„Das macht die Sache nicht einfach! Nur, wovor hast Du Angst?“ Sie sah auf den Boden und wusste nicht was sie sagen sollte. Er zog sie etwas an sich und strich ihr über den Rücken:
„So schlimm?“ der plötzliche Körperkontakt zu ihm ließ ihr Herz plötzlich höher schlagen und sie hatte das Gefühl keinen klaren Gedanken mehr fassen zu können. Aber sie genoss diesen Moment auch. Trotzdem löste sie sich wieder von ihm und faltete ihre Hände in ihren Schoss. Leise erklärte sie dann:
„Schlimmer! Es sind halt die klassischen Anzeichen von Verliebt sein!“
„Herzklopfen, feuchte Hände, Nervosität wenn die Person in der Nähe ist. Reid würde sagen, dass das alles chemische Vorgänge unseres Körpers sind.“
„Ja, Reid. Was das angeht sicher ein Theoretiker!“
„Auch er bekommt seine Chance. Aber jetzt geht es nicht um Reid!“
„Können wir das Thema nicht einfach lassen?“ Diese Frage enttäuschte ihn etwas aber er nickte:
„Wenn es Dir unangenehm ist, natürlich!“ Emily spürte seine Enttäuschung und sah ihn an:
„Ich..... es ist möglich, dass ich wegen dieser Sache kündigen werde!“ Sein Kopf drehte sich und mit zugekniffenen Augen sah er sie nun an:
„Was soll das heißen?“
„Das was ich sagte. Es ist möglich, dass ich kündigen werde!“
„Das wäre falsch und das weißt Du auch.“
„Ich bin mir noch unschlüssig!“
„Du solltest Dir das wirklich gut überlegen. Ich würde Dich ungern aus dem Team verlieren!“ Aus dem Team verlieren. Hatte sie da schon die Antwort auf zumindest eine ihrer Fragen? War das nicht vielleicht auch die wichtigste der Fragen? Sie fühlte Verzweiflung und stand auf um ans Fenster zu gehen. Sie wollte sich jetzt nicht verraten. Besorgt sah er ihr nach und stand schließlich ebenfalls auf, trat hinter sie und legte beide Hände an ihre Schultern:
„Ich kann verstehen wenn einem solche Gefühle in Aufruhr versetzen. Trotzdem sollte man versuchen objektiv zu bleiben, ein Stück weit zumindest!“ Da war es wieder. Seine Nähe, seine Wärme, sein Duft. Mit Tränen in den Augen drehte sie sich abrupt um und sah ihn an:
„Objektiv? Wie soll man das wenn er einen total verrückt macht? Wenn man das Gefühl hat, dass es einen innerlich zerreißt, nur weil man ihn nicht berühren kann. Wenn sein Duft einen benebelt und man sich große Sorgen um ihn macht, sobald etwas mit ihm ist? Wenn jeder Blick von ihm einem Feuersturm gleichkommt und sein Lächeln unglaubliche Gefühle in einem auslöst?“
„Dich hat es ja heftig erwischt!“ Sie nickte nur:
„Umso wichtiger ist es wenn Du es versuchst zu klären? Wenn Du Urlaub möchtest dann sag es. Es ist kein Problem!“
„Nein, nein ich brauche keinen Urlaub!“
„Ok aber wenn doch dann sag Bescheid. Einverstanden?“
„Einverstanden. Danke!“
„Nicht dafür. Was fangen wir jetzt mit dem Abend noch an?“
„Was machen die Kopfschmerzen?“
„Geht besser. Warum?“
„Vielleicht können wir einen Film schauen!“
„Ja, warum nicht. Was stellst Du Dir da vor?“
„Etwas ohne Blut und Leichen wäre nicht schlecht!“ er musste kurz lachen und schüttelte amüsiert den Kopf:
„Gut, ich habe da einen Klassiker der ins Gegenteil geht!“
„So etwas gibt es noch?“
„Klar, es ist schwarz/ weiß!“
„Na, da bin ich mal gespannt!“ Er schob eine DVD in den Recorder und warf ihr eine Hülle zu. Schmunzelnd sah sie ihn an:
„Aha, Du magst also Stan Laurel und Oliver Hardy, auch genannt Dick und Doof?“
„Sehr sogar!“
„Eigentlich fehlt dann nur noch Popcorn!“
„Damit kann ich nicht dienen aber mit Kartoffelchips!“ Sie starrte ihn an und nickte dann nur schmunzelnd:
„Ok, die gehen auch!“
„Prima!“

Der Abend wurde wirklich schön. Sie lachten über witzige Szenen und Emily genoss die Zeit mit ihm. Irgendwann jedoch forderte sein Körper seinen Tribut und fuhr sich kurz über die Augen.
„Müde?“
„Langsam ja aber es geht noch!“ Emily sah ihn an:
„Du kannst ruhig gehen.“ Er schüttelte den Kopf:
„Eigentlich könnte ich noch etwas frische Luft vertragen!“
„Spazieren? Jetzt noch?“
„Nein, nur etwas auf die Terrasse. Ich lasse Jack nicht alleine hier!“
„Möchtest Du allein sein oder darf ich Dich begleiten?“
„Du kannst gerne mitkommen. Mir könnte ja etwas passieren!“ Sie rollte mit den Augen und folgte ihm nach draußen. Als sie auf den Stühlen saßen meinte sie beiläufig:
„Also, ich hätte einen Staatsanwalt auch privat immer etwas biederer eingeschätzt. Jura ist doch ein staubtrockener Stoff!“
„Klingt so, als ob ich Dich enttäusche!“
„Oh, in keinster Weise. Ich bin nur... erstaunt. Privat bist Du... ganz anders. Sorry, wenn ich das so offen sage!“
„Kein Problem. Aber Du hast auch Recht. Jura kann sehr trocken sein, vor allem während des Studiums. Die Realität ist dagegen oft ganz anders. Routine gibt es kaum, mal abgesehen von den Anträgen und sonstigem Papierkram! Außerdem, ich bin kein Staatsanwalt mehr!“
„Stimmt! Ehrlich gesagt, so ganz passt das auch nicht zu Dir!“
„Aha, also doch eher der Omelettbäcker!“ Emily musste lachen:
„Zumindest vom Geschmack her treffend, ja!“ Es war schön mit ihm so herum zu albern aber trotzdem verspürte sie auch eine gewisse Traurigkeit. Wenn er wüsste dass es sich bei ihrem Traummann um ihn handelte wäre das Verhältnis zwischen ihnen sicher nicht so entspannt. Beide hingen für eine Weile ihren Gedanken nach als er leise meinte:
„Nachts ist es so unglaublich friedlich, oder?“
„Ja, das stimmt. Es ist fast so, als ob die Nacht einen behütenden und schützenden Mantel um alles legt damit Ruhe einkehren kann!“
„Das war wirklich poetisch ausgedrückt!“ Ihre Blicke trafen sich und wie gerne würde sie jetzt aufstehen, durch seine Haare streicheln und ihn einfach küssen. Ob er gut küssen konnte? Wie er wohl als Liebhaber war? Nein, Schluss jetzt. Diese Gedanken sind falsch.
„Vielleicht sollten wir wieder rein gehen. Es wird langsam etwas kühl!“ genau das was ich jetzt eigentlich brauche dachte Emily, stand aber auf und folgte ihm und seiner Aufforderung. Erst im Haus bemerkte sie wie kalt es draußen wirklich war und rieb sich kurz über die nackten Arme:
„Warum hast Du nichts gesagt?“
„Wozu? Es ist alles bestens. Wie geht es Dir eigentlich mit dem Pflaster!“
„Erstaunlich gut. Weg ist es zwar nicht aber auf jeden Fall besser!“
„Vielleicht solltest Du trotzdem noch etwas nehmen damit Du die Nacht gut überstehst!“ Er nickte und dann wurde er wieder ernst:
„Das war vorhin nicht wirklich Dein Ernst, dass Du in Betracht ziehst zu kündigen, oder?“ Sie sah auf den Boden:
„Doch, Hotch. Das war mein Ernst!“
„Dann hoffe ich für Dich, dass es so ausgeht das Du diesen Schritt nicht gehen musst!“ damit verschwand er kurz in der Küche um eine Tablette zu nehmen. Eigentlich hasste er Medikamente aber manchmal ging es nicht ohne. Als er zurück kam stand sie am Fenster und sah raus. Plötzlich kam in ihm das Gefühl hoch sie in den Arm zu nehmen um sie zu trösten. Doch das war sicher keine gute Idee.
„Ich geh dann mal zu Bett. Du kannst gerne noch hier bleiben und Dir nehmen was Du brauchst!“ Sie drehte sich zu ihm um und nickte:
„Danke, ich werde auch gleich schlafen gehen!“
„Gute Nacht!“
„Gute Nacht!“ Er lief die Treppe hoch und sie sah ihm nach. Seine schlanke Statur bog um die Ecke und dann hörte sie nur noch ganz leise Geräusche bis es schließlich still war. Sie ließ sich auf das Sofa fallen und zog die Knie an sich. Was sollte sie bloß machen? Dieser Mann trieb sie noch in den Wahnsinn. Konnte sie ihm vielleicht doch sagen um wen es sich handelte? Schließlich wollte er dass sie im Team blieb. Aber das würde sich dann doch sicher ändern, oder?

Die ganze Nacht tat sie kein Auge zu und lief schließlich wieder runter um sich einen heißen Kakao zu machen. Nach einer gefühlten Ewigkeit ging sie wieder hoch und öffnet erneut das Zimmer zu Hotch. Wie auch in der letzten Nacht lag er auf dem Rücken doch heute schien etwas anders zu sein. Doch was? Sie ging etwas näher und dann sah sie es. Er musterte sie. Er war hellwach und augenblicklich spürte sie wie sie heftig errötete. Zum Glück war es dunkel sodass er es nicht sehen konnte. Am liebsten wäre sie im Erdboden versunken:
„Ich.... wollte nur sehen.... ob alles in Ordnung ist. Entschuldige, ich sollte gehen. Gute Nacht!“
„Warte!“ Abrupt blieb sie stehen und ihr Herz hämmerte so laut das er es sicher hörte.
„Es tut mir wirklich leid. Aber ich...!“ wie albern war das denn bitte? Sie hatte sich bereits erklärt. Oh wie peinlich. Sie kam ihm sicher vor wie ein Teenager. Als sie etwas hörte drehte sie sich um. Er hatte sich aufgerichtet und sah sie an. Zumindest konnte sie das an der Haltung seines Kopfes so interpretieren.
„Kannst Du kurz die Tür schließen und zu mir kommen?“
„Hotch, ich sollte wirklich lieber gehen!“
„Hast Du Angst, ich falle über Dich her?“
„Natürlich nicht aber es ist mitten in der Nacht!“
„Genau und deshalb möchte ich Jack nicht wecken!“ Sie schluckte und wusste dass jetzt irgendetwas kam und das behagte ihr gar nicht.
„Was auch immer es ist das Du zu dieser nachtschlafenden Zeit von mir willst, aber das sollten wir wirklich besser morgen besprechen. Du brauchst Deinen Schlaf, Hotch!“
„Genau wie Du. Bitte schließe die Tür und komm her. Ich beiße nicht!“



Ups, er beißt also nicht. Mh, was kommt denn dann wohl auf Emily zu?
Was meint ihr? Spricht sie vielleicht noch einmal das Thema Narben an oder bekommt sie ganz andere Probleme....?
Würde mich über FB´s freuen...

nach oben springen

#13

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 06.09.2010 17:03
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Schön, dass euch meine FF noch immer gefällt. Nun, heute geht es etwas in die psychologische Richtung. Aber alles reine Erfindung. Ich habe keine Ahnung ob das funktionieren würde aber meine liebe Betaleserin hielt es schon für..... "realitätsnah", hehe. So, dann spanne ich euch nicht länger auf die Folter.....

Viel Spaß!


++++++++++++++++++++++


Sie schluckte und ihr wurde heiß und kalt als sie die Tür schloss und ans Fußende des Bettes ging:
„Setz Dich mal.“ Er zog die Decke von der anderen Seite des Bettes zu sich und reichte sie ihr:
„Hier!“
„Was hast Du vor, Hotch?“
„Wonach sieht es denn aus?“
„Wenn ich das wüsste!“ Er schmunzelte etwas:
„Las mich mal überlegen. Ich bin unbewaffnet, bin etwas lädiert und trage Unterhosen. Also bin ich völlig ungefährlich!“ Unbewaffnet und in Unterhosen. Wenn das mal kein Widerspruch in sich ist, dachte Emily und nahm die Decke, die er ihr reichte.
„Ernsthaft Hotch, was hast Du vor?“
„Reden!“
„Was? Jetzt?“
„Ja, jetzt.“
„Hotch, ich...!“
„Nein, warte. Du bist letzte Nacht genauso wie diese durchs Haus gegeistert!“
„Du hast mich schon letzte Nacht bemerkt?“
„Ja. Ich dachte mir, dass Du nur nach mir sehen willst!“
„Aber.... das stimmt doch auch!“
„Möglich, aber ist es wirklich nur das?“ ihr behagte das ganz und gar nicht.
„Was... meinst Du damit? Hotch, ich bin müde. Lass uns morgen....!“
„Du musst nicht ausweichen und ich weiß, dass Du gerade hellwach bist, richtig?“
„Du sprichst in Rätseln!“
„Gut, ich denke, ich weiß in wen Du Dich verliebt hast!“
„Nein, das glaube ich nicht. Das ist nicht möglich. Ich habe doch nichts gesagt woraus Du solche Schlüsse ziehen kannst!“
„Es geht auch weniger um das was Du gesagt hast als mehr darum was Du getan hast oder vielmehr wie Du Dich verhalten hast. Warum hast Du es mir nicht gesagt?“
„Ich weiß nicht wovon Du redest?“ Er seufzte und konnte sie ein Stück weit sogar verstehen.
„Emily, ich rede davon, dass Du Dich.... in mich verliebt hast.“ Emily schluckte einige Male und schwieg. Sie fühlte sich komplett taub an, ihr Kopf surrte und ihr Herz hämmerte gegen ihre Brust. Wie konnte das sein? Das durfte nicht sein!
„Du täuscht Dich.“
„Ok. Gib mir bitte mal Deine Hand!“
„Meine Hand?“
„Ja, nur ganz kurz. Bitte!“ sie reichte ihm ihre Hand und er nahm sie in seine. Sofort geriet ihr Blut in Wallungen und dann ließ er sie wieder los:
„Verrätst Du mir wozu das jetzt gut war?“
„Ja! Dein Puls sagt, das ich mich nicht täusche!“ Emily starrte ihn an auch wenn sie ihn nur schemenhaft erkennen konnte:
„Hotch, das war.... nicht fair!“ flüsterte sie und würde am liebsten am anderen Ende der Welt sein und zwar genau jetzt.
„Du hast es geleugnet, was sollte ich machen?“
„Mir glauben?“
„Eine Lüge? Warum hast Du mir das nicht gesagt, Emily? Hältst Du mich für so einen Unmensch?“
„Nein, aber liegt es nicht auf der Hand?“
„Was?“
„Na.... na.... alles eben. Es ist einfach grotesk. Es ist unpassend, unrealistisch, ein Traum der nie wahr wird. Es ist der Job, die Umstände einfach alles. Außerdem, es.... es..... geht einfach nicht!“
„Zumindest ist es kompliziert, ja.“
„Kompliziert? Hotch, ich denke meine Entscheidung habe ich gerade gefällt. Ich werde morgen kündigen!“
„Aber das möchte ich nicht!“
„Das kann unmöglich Dein Ernst sein! Oder hast Du nicht richtig verstanden. Das alles was ich vorhin über diesen Mann aufgezählt habe, dabei ging es um Dich. Und jetzt, wo Du es weißt, ich kann so nicht weiter machen!“
„Ich habe es richtig verstanden und die Dinge, die Du vorhin aufgezählt hast...! Ich hätte nicht gedacht, dass jemand jetzt noch so für mich empfinden kann!“ Emily war den Tränen nah:
„Aber es bringt doch nichts.“
„Warum sagst Du das?“
„Weil diese Dinge auf Gegenseitigkeit beruhen sollten. Zumindest habe ich diese romantische Vorstellung und....!“
„Und was?“ unterbrach er sie.
„Und... und ich.... es beruht nicht auf Gegenseitigkeit!“
„Bist Du Dir da wirklich sicher?“
„Was... willst Du damit sagen, Hotch?“
„Ehrlich gesagt, so genau weiß ich das nicht. Ich weiß nur, dass ich für Dich auch etwas empfinde. Sehr viel sogar. Was genau es ist, sollten wir vielleicht versuchen heraus zu finden. Ich bin.... noch dabei die letzten Ereignisse für mich zu verarbeiten. Der Tod von Haley und alles was damit zusammen hängt. Sie hätte gewollt, dass ich wieder glücklich werde. Ich werde sie nie vergessen können aber zumindest bekomme ich langsam etwas Abstand. Tja, ich kann nur sagen, dass Du mich berührst. Ich weiß, es ist nicht viel aber es ist auch viel durcheinander geraten. Wenn Du mir etwas Zeit gibst alles zu sortieren dann.... wird Dein Traum vielleicht wahr!“ Emily konnte die gerade gehörten Worte nicht fassen und blinzelte eine Träne weg:
„Und unser Job?“
„Das bekommen wir dann schon hin!“
„Wie.... hast Du es eigentlich gemerkt und wann?“
„Heute. Du bist mir ausgewichen, einige Male und bei der Aufzählung vorhin habe ich es in Deinen Augen gesehen. Letzte Zweifel verflogen, als Du hier herein gekommen bist, genau wie letzte Nacht. Die Art, wie Du es gemacht hast. Jeder hätte kurz die Tür geöffnet und wäre dann wieder gegangen!“
„Verstehe!“ Er sah wie ihr Kopf nach unten sank und rutschte etwas zu ihr rüber. Erschrocken sah sie wieder hoch. Er war nun direkt neben ihr und jetzt konnte sie durch das wenige Licht, das von draußen einfiel, sein Gesicht und seine Augen sehen.
„Alles in Ordnung?“
„Das kommt alles etwas überraschend!“
„Naja, für mich auch. Wie willst Du jetzt handeln?“
„Ich.... weiß es nicht.“
„Emily, ich kann verstehen wenn Dir das, was ich gesagt habe, nicht reicht aber ich möchte ehrlich zu Dir sein. Ich spiele nicht mit Deinen Gefühlen!“ Sie nickte nur und sah wieder runter. Er fragte sich, ob er einfach nach seinem Gefühl handeln sollte und gab diesem dann nach. Er legte ihr den Zeigefinger unter das Kinn und drehte ihren Kopf zu sich. Vorsichtig näherte er sich ihr und dann berührte er ihre Lippen sanft mit seinen. Es war nur kurz, zog seinen Kopf wieder etwas zurück und sah ihr direkt in die Augen. Für einen Augenblick verfingen sich ihre Blicke doch dann näherte sich Emily und erneut berührten sich ihre Lippen. Der Kuss war genauso sanft wie zuvor doch diesmal dauerte er länger. Emilys Blut geriet in Wallungen und als sie sich wieder von ihm löste strichen ihre Finger noch immer durch seine Haare im Nacken. Sie waren so weich. Sie sehnte sich nach ihm aber sie versuchte sich zusammen zu reißen. Meine Güte, konnte der gut küssen.
„Dich kann man wirklich schlecht einschätzen!“
„So soll es sein!“ Sie lächelte etwas, zog sich dann aber wieder von ihm zurück und faltete ihre Hände in den Schoss. Vielleicht war jetzt der richtige Zeitpunkt um die Sache mit seinen Narben an zu gehen. Er durfte nicht länger diese Gefühle deshalb haben. Sie schluckte denn sie hatte Angst vor seiner Reaktion:
„Ich würde gerne etwas für Dich tun doch dazu müsstest Du mir etwas helfen!“
„Ok. Um was geht es?“
„Vertraust Du mir genug um Dir die Antwort schuldig zu bleiben?“
„Nun, wenn ich Dir helfen soll musst Du mich schon einweihen!“
„Nur bedingt.“ Er sah sie fragend an und obwohl ihm etwas mulmig war nickte er:
„Ok, wie kann ich Dir helfen?“ Sie griff zu seinem Shirt und zupfte etwas daran:
„Dies hier ausziehen!“ sie sah wie er schluckte:
„Ich halte das für keine gute Idee!“
„Hotch, bitte. Vorhin hast Du es auch gekonnt.“
„Was hast Du vor?“
„Vertrau mir bitte!“ sie sah wie er überlegte und er war wieder so angespannt wie zuvor. Sie ließ ihm die Zeit und stand auf um eine kleine Lampe an zu machen:
„Was soll das?“
„Muss sein, damit es funktioniert.“ Er seufzte und rang mit sich. Durch den Kuss wurde sie nun aber etwas mutiger, ging zu ihm zurück, setzte sich wieder zu ihm und strich ihm über seinen Nacken. Dann griff sie zu seinem Shirt, sah ihm in die Augen und zog es ihm über den Kopf:
„Schon gut, lass es zu!“ Und zu ihrer Überraschung ließ er es zu, auch wenn sie genau fühlte, dass er sich unbehaglich fühlte. Das Licht war nur schwach. Gerade so, dass es den Raum sanft erhellte.
„Und.... jetzt?“
„Leg Dich mal hin, auf den Rücken!“
„Emily, ich....!“
„Ssccht, es ist in Ordnung. Warum hast Du solche Angst davor?“ Er blieb ihr die Antwort schuldig aber er legte sich zurück. Die Decke lag bis zu seiner Hüfte, sodass sie seinen ganzen Oberkörper sehen konnte und sie betrachtete ihn ganz offen, sodass er es sehen konnte. Er schloss daraufhin seine Augen und drehte den Kopf von ihr weg. Also schämte er sich wieder. Um ihn nicht zu sehr zu verunsichern strich sie über seine Schulter:
„Also, bist Du bereit?“
„Was auch immer Du vor hast!“ flüsterte er.
„Gut, dann hör auf das was ich sage, ok? Schließ mal die Augen und dreh den Kopf wieder zu mir!“ Er sah sie irritiert an, folgte aber ihrer Aufforderung. In einem ruhigen Ton erklärte sie dann:
„Gut, ich möchte, dass Du Deine Einstellung etwas änderst und dabei versuche ich Dir jetzt zu helfen. Versuch Dich zu entspannen!“ Nun legte sie ihren Zeigefinger auf eine seiner Narben und strich langsam darüber. Er kniff die Augen zusammen und bewegte den Kopf als ob er wollte dass sie aufhörte:
„Emily, nicht!“ flüsterte er gequält.
„Sschht, ist schon in Ordnung. Lass es zu. Ich möchte, dass Du Dich an den Schmerz erinnerst, den Du damals genau hier gespürt hast. Versuch Dich daran zu erinnern.“ Sie ließ ihm einen Augenblick Zeit und sie wusste genau, was er jetzt durchmachen würde aber zum Schluss würde er sich besser fühlen. Er würde diese Narben akzeptieren und sich nicht mehr dafür verachten oder sich dessen schämen.
„Fühlst Du ihn?“ Er schluckte und nickte und sie strich immer wieder über die Narbe.
„Gut, dann stell Dir jetzt vor wie sich diese Wunde schließt, wie das Blut verschwindet und wie der Schmerz aufhört. Lass Dir Zeit dabei aber stell es Dir in allen Einzelheiten vor! Wenn Du soweit bist sag mir Bescheid, ja?“ Während sie immer wieder über diese Stelle strich beobachtete sie seine Gesichtszüge und ganz langsam verschwand der gequälte Ausdruck darin. Er entspannte sich und einen Moment später flüsterte er:
„Ok!“
„Gut, und jetzt konzentriere Dich auf das Gefühl, dass Du jetzt genau hier verspürst. In diesem Moment.“ Sie nahm nun zwei Finger und strich ganz sanft aber mit etwas mehr Druck über eben diese Narbe und wartete ab was geschah.

Für Hotch war es unglaublich. Erst fühlte er diesen unerträglichen Schmerz aber als sich in seinen Gedanken die Wunde schloss verging dieser und jetzt fühlte er.... Wärme, Zärtlichkeit, ja, es war wie ein Liebkosung. Er sah sich im Geiste im Spiegel und betrachtete genau diese Narbe wo er jetzt Emilys Finger fühlte doch das Schreckliche dieses Anblicks verschwand und ihm wurde warm. Diese Berührung tat ihm gut. Flüsternd sagte er dann:
„Es fühlt sich.... gut an!“ Emily lächelte in sich hinein. Es funktionierte also.
„Das ist gut. Dann lass uns weiter machen.“ Sie strich über seinen Körper zur nächsten Narbe und begann von neuem. Langsam ging sie so seinen ganzen Oberkörper ab, lenkte seine Gedanken zu jeder einzelnen der Wundmale und zum Schluss ruhte ihre Hand auf seinem Schlüsselbein. Sie gab ihm Zeit um sich zu sortieren und als er schließlich seine Augen öffnete waren sie feucht.
„Emily...!“
„Ist schon gut. Wie fühlst Du Dich?“
„Was hast Du mit mir gemacht?“ wich er der Frage aus und sah sie zweifelnd an als ob er das gerade passierte nicht verstand:
„Ich habe versucht Deine schmerzhaften Erinnerungen durch... angenehme zu überlagern.“ Er sah sie an und konnte das alles nicht fassen. Nur langsam lichtete sich das Gefühlschaos, das ständige emotionale Auf und Ab dieser Prozedur wieder, aber er fühlte sich jetzt anders. Die Tatsache, dass sie ihn sah, dass sie Foyets Spuren an seinem Körper sah, machte ihm nichts mehr aus. Es war fast so, als wären sie gar nicht da. Da er nichts weiter sagte strich sie durch seine Haare und lächelte ihn an:
„Ich denke, jetzt sollten wir aber beide noch etwas schlafen. Wir haben fast drei Uhr!“
„Ok. Schlaf gut!“
„Ja, Du auch!“ sie schaltete die kleine Lampe wieder aus und huschte zurück ins Gästezimmer. Hotch hätte sie gerne gebeten bei ihm zu bleiben aber aus zwei Gründen ließ er es. Zum einen konnte Jack jederzeit zu ihm kommen, was seit dem Tod von Haley oft passierte, und zweitens musste er erst einmal versuchen die aufkommende Erregung wieder in den Griff zu bekommen. Was hatte diese Frau da gerade nur mit ihm gemacht. Also, eines wusste er jetzt mehr als sicher. Kalt ließ sie ihn in keinster Weise. Auch wenn es nur.... ja, was? Waren es sanfte oder doch zärtliche Berührungen? Aber sie hatten doch auch mit dem Gefühl von Schmerzen zu tun, zumindest in seinem Gedanken. Oder war doch eher sein Gefühlswirrwarr daran schuld?

Noch immer in Gedanken zog er sich sein Shirt wieder über und legte sich zurück in die Kissen, doch Schlaf sollte er noch lange nicht finden. Auch Emily hatte schwer mit sich zu kämpfen. Auch wenn sie die ganze Zeit über bei Hotch äußerlich ganz ruhig geblieben war so fand in ihr gerade das reinste Chaos statt.




Soooooo, jetzt bin ich aber suuuuuuper gespannt auf eure Feedbacks....

nach oben springen

#14

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 07.09.2010 17:03
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

So, danke für das liebe FB. Schön, Zeilos, dass es Dir noch gefällt und ich Dich nicht enttäuscht habe.
Heute geht es etwas unspektakulärer weiter, aber das ändert sich sicher in den nächsten Kapis.

Also, viel Spaß..

++++++++++++++++++++

Erst der Kuss und dann die Tatsache, dass er das wirklich zugelassen hatte. Niemals hätte sie das für möglich gehalten aber wie es aussah, schien es geholfen zu haben. Ob es so war, würde sie vermutlich erst in ein paar Stunden erfahren aber sie war guten Mutes, was das anging. Dann die Tatsache, dass er jetzt um ihre Gefühle wusste. Seine Reaktion war so anders gewesen als sie jemals ahnte. Viel.... positiver. Gut, seine Aussage konnte sie verstehen und natürlich gab sie ihm alle Zeit der Welt. Allerdings würde sie ihm das noch sagen müssen. Und zu guter Letzt: Diese heftigen Emotionen als sie ihn berührte. Seine Haut fühlte sich so gut an, er roch so gut und schmeckte noch viel besser. Sie hatte sich vorhin so sehr nach mehr gesehnt aber sie wollte ihm die Zeit geben die er brauchte. Naja, vielleicht wurde auch nie etwas daraus. Diese Möglichkeit musste sie in Betracht ziehen nach dem Gespräch. Auch sie sollte in dieser Nacht nicht viel Schlaf finden...

Der nächste Morgen war regnerisch. In Anbetracht der Tatsache, dass Hotch so gut wie gar nicht geschlafen hatte war er schon früh auf den Beinen. Die Morgendusche belebte seine Sinne und genoss mit geschlossenen Augen das heiße Wasser auf seinem Körper. Seit der letzten Nacht hatte sich einiges bei ihm verändert. Er akzeptierte sein Spiegelbild nun, auch wenn die Erinnerungen vermutlich nie verblassen würden. Doch es war ein anderes Gefühl. Fast so, als ob Emily ihn von etwas befreit hätte. Während er sich abtrocknete und anzog kam ihm jedoch noch ein ganz anderer Gedanken. Er wusste ja jetzt um ihre Gefühle und trotzdem war sie für sich dieses vermutlich große emotionale Risiko eingegangen. Um ihm zu helfen. Und ihn selbst hatte es auch nicht kalt gelassen. Er öffnete das Fenster und verließ das Bad. Ganz in Gedanken bereitete er den Kaffee und das Frühstück zu. Er bemerkte nicht, dass er nicht allein war. Emily saß im Wohnzimmer auf dem Sofa und beobachtete ihn. Sollte sie sich bemerkbar machen? Wurde er sauer wenn sie das nicht tat und er ihre Beobachtung spürte? Doch die Fragen erübrigten sich als er zur Haustür ging um die Zeitung zu holen. Abrupt blieb er stehen und sah sie überrascht an. Wieder sah er einfach nur umwerfend aus mit seinem nassen Haar und der legeren Kleidung.
„Morgen Hotch!“
„Ähm, Morgen. Du bist schon auf?“
„Ja, genau wie Du!“ Er sah sie auf eine merkwürdige Art an und setzte sich dann neben sie. Sofort stieg ihr sein Duft in die Nase.
„Du siehst aus, als ob Du nicht ganz so viel Schlaf bekommen hast!“ meinte er und sah sie fragend an. Emily lächelte etwas:
„Ehrlich gesagt, so ganz taufrisch siehst Du heute auch nicht aus!“
„Erwischt!“ Kurz huschte ein Lächeln über sein Gesicht doch dann wurde er wieder ernst.
„Wie es aussieht, hast Du letzte Nacht einiges für mich getan und das trotz Deiner Gefühle. Ich weiß, dass es ein großes emotionales Risiko für Dich war.“
„Hotch, ich habe das gerne gemacht. Hat.... es wirklich.... geholfen?“ Er atmete tief durch:
„Schon irgendwie, ja. Ganz schön raffiniert von Dir mein Unterbewusstsein auszutricksen!“
„Ich hatte einen guten Lehrmeister!“ Er verdrehte die Augen:
„Na toll. Weißt Du wie alt ich mich jetzt fühle?“ Er stand auf und ging auf die Tür zu:
„Bin sofort wieder da!“ kurz darauf kam er mit der Zeitung zurück und legte sie auf ein Sideboard.
„Der Kaffee sollte fertig sein. Möchtest....!“ Er sah die beiden Tassen auf dem Wohnzimmertisch:
„Ja, ich möchte. Du auch?“ lächelte sie und reichte ihm eine Tasse. Er schüttelte seinen Kopf und nahm die Tasse entgegen:
„Danke!“ für einen Moment schwiegen sie und er überlegte was er sagen sollte:
„Du musst nicht den ganzen Tag bei mir bleiben. Ich meine, das Team wird Dich sicher brauchen!“ Emily wurde traurig. Zog er sich schon wieder zurück? War sie ihm letzte Nacht doch zu nah gekommen? Er spürte sofort ihren Stimmungswechsel.
„Hey, so war das nicht gemeint. Ich will Dich nicht loswerden, ok?“
„Nicht?“
„Unsinn. Wie kommst Du darauf?“
„Wenn ich an letzte Nacht denke fallen mir da mehrere Möglichkeiten ein!“
„Wovon keine stimmen wird. Mir geht es schon sehr viel besser!“
„Binnen zwei Tagen kann eine gebrochene Rippe nicht verheilen!“
„Nein aber die leichte Gehirnerschütterung. Mir geht es gut, wirklich!“
„Du hast Rossi doch gehört!“
„Ja, ich weiß. Ich werde heute noch einmal zum Arzt gehen und mich gesundschreiben lassen!“
„Bist Du verrückt?“
„Sind wir das nicht alle etwas?“ Emily schüttelte den Kopf:
„Wenn Du meinst!“ sie sah in ihre Tasse. Wie ging es denn jetzt weiter mit ihnen? Ging es überhaupt weiter?

Von oben waren plötzlich Geräusche zu hören und dann tapste Jack die Treppe runter. Hotch zog die Augenbrauen zusammen. Er war sichtlich besorgt, denn dass er so früh wach war bedeutete sicher nichts Gutes. Jack kam auf ihn zu und rieb sich die Augen. Sofort nahm Hotch ihn hoch auf seinen Schoss:
„Hey mein Großer. Was ist los?“ Jack legte einfach seine Arme um Hotch und kuschelte sich an ihn:
„Du warst nicht da und ich dachte, Du wärst auch weg gegangen, genau wie Mummy!“ Hotch und Emily sahen sich kurz an und dann löste sich Hotch etwas von seinem Sohn und sah ihm genau in die Augen:
„Hey, ich verspreche Dir, dass ich das nicht werde, ok?“
„Wirklich?“
„Ja, wirklich! Du weiß doch, dass man seine Versprechen immer halten muss, oder?“ Jack nickte und kuschelte sich erneut an ihn. Hotch strich über den Rücken des Jungen und gab ihm einen Kuss auf die Stirn:
„Ist schon gut, mein Großer! Wenn ich wegen der Arbeit weg muss dann sage ich Dir doch immer Bescheid, das weißt Du doch!“
„Ja, aber Du warst nicht in Deinem Zimmer und da dachte ich....!“
„Sscccht, ist schon gut!“ Er überlegte kurz:
„Mh, weißt Du was das heißt dass Du so früh schon wach bist?“ Jack sah ihn fragend an und schüttelte den Kopf:
„Nun, ich denke, wir könnten heute mal ein Picknick machen. Was meinst Du?“ Jack verzog sein Gesicht und sah ihn etwas tadelnd an. Altklug meinte er dann:
„Dad, es regnet doch!“
„Ich meinte auch nicht draußen sondern.... hier im Wohnzimmer!“ Jack lächelte:
„Ehrlich?“
„Ja.“ Emily konnte sich nur noch wundern. Wie sollte denn ein Picknick im Wohnzimmer aussehen?
Irritiert blieb sie auf dem Sofa sitzen als Jack plötzlich wieder nach oben lief und Hotch sich in der Küche beschäftigte.
„Kann.... ich irgendwie helfen?“
„Nein!“ hörte sie nur aus der Küche und blieb somit stirnrunzelnd sitzen. Was dann passierte amüsierte sie ein Stück weit aber bewunderte sie auch. Auf dem Boden wurde eine Decke ausgebreitet, einige Pflanzen wurden her geschoben und Hotch hatte sogar einen Korb mit Leckereien gefüllt. Erdnussbrote, etwas Obst, eine Kanne Kaffee und Kakao für Jack. Außerdem Müsli und Joghurt. Der Junge hatte sein Malbuch geholt und ein kunterbuntes Bündel mit Buntstiften. Emily staunte nicht schlecht als Jack sie mit auf die Decke zog:
„Machst Du nicht mit?“
„Ähm, doch natürlich. Das ist ja wirklich ein tolles Picknick!“ Jack nickte eifrig:
„Daddy hatte vor langer Zeit die Idee. Es macht richtig Spaß!“ Hotch sah Emily an:
„Lange Zeit ist vor etwa vier Wochen!“ Emily wunderte sich denn das war eindeutig nach Haley´s Tod. Wieder eine neue Facette und Jack fragte Emily:
„Weißt Du auch warum die Blumen hier stehen?“
„Na, ich denke, damit das Picknick auch in einem wilden Dschungel stattfindet!“
„Dschungel? Was ist das denn?“
„Das ist wie ein riesiger Wald, mit ganz vielen wilden Tieren. Wie gestern im Zoo nur ohne die Zäune!“ Jack überlegte:
„So wie der Park?“
„Ja, so ungefähr!“ Hotch schmunzelte etwas und schob sich ein Stück Obst in den Mund. Als das Picknick beendet war half Emily ihm beim Aufräumen und kurz darauf stand Jessica vor der Tür um Jack ab zu holen. Er wollte ihn nicht mit zum Arzt nehmen. Nach weiteren fünf Minuten waren Hotch und Emily allein. Emily musterte ihn:
„Darf ich Dich etwas fragen?“
„Klar!“
„Was.... hat Dein Gespräch gestern gegeben?“ Hotch sah sie ernst an:
„Im Team bleibt alles beim Alten. Morgan hat mit seiner Ansprache für Eindruck gesorgt und Strauss ist.... raus. Wilcox übernimmt, bis ein Nachfolger bestimmt ist, ihre Aufgaben!“
„Strauss ist raus? Wow!“
„Ja. Wilcox hat einige Dinge geprüft und das ist das Ergebnis!“ Emily nickte und sah auf den Boden wobei sie tief durch atmete. Er kniff die Augen etwas zusammen und ging auf sie zu.
„Alles in Ordnung?“ Sie nickte und sah ihm direkt in die Augen:
„Ja, ist es. Es ist gut, dass es so gelaufen ist!“
„Was meinst Du damit?“
„Ach, nichts weiter!“
„Emily, bitte!“ Sie seufzte und fuchtelte etwas mit den Händen umher:
„Es ist einfach.... naja, wir haben uns Sorgen gemacht das Du Deinen Job verlierst und somit...!“
„Verstehe. Morgan sagte mir das bereits.“
„Wir stehen alle hinter Dir!“
„Ich weiß. Nur, das ihr soweit geht, damit habe ich nicht gerechnet!“ Sie trat einen Schritt auf ihn zu und wurde jetzt etwas mutiger. Sie legte ihre Hand in seinen Nacken, kraulte etwas durch seine Haare und sah ihm in die Augen.
„Nur das hast Du verdient. Außerdem, Du würdest es genauso tun!“ Für einen Augenblick verfingen sich ihre Blicke ineinander und dann beugte er sich etwas zu ihr und berührte zart ihre Lippen, fast so, als ob er vor Zurückweisung Angst hätte. Emily stand augenblicklich in Flammen und erwiderte den Kuss, strich über seine Brust und zog ihn schließlich näher an sich. Er fühlte sich so verdammt gut an und am liebsten wäre sie für immer in seinen Armen geblieben doch er hatte sich Zeit erbeten und gerade als sie das dachte, löste er sich wieder von ihr. Allerdings hielt er sie weiter im Arm und sah auf sie runter wobei er durch ihre Haare strich.
„Was ist das mit uns?“ fragte er leise und sie lächelte ihn an:
„Also, ich weiß was es bei mir ist!“ augenblicklich wurde sein Gesichtsausdruck traurig und ließ von ihr ab:
„Tut mir leid, ich hätte das nicht tun sollen!“ schließlich versuchte er sich seiner Gefühle noch klar zu werden. Sie strich wieder über seine Brust und legte den Kopf schief:
„Es muss Dir nicht Leid tun!“ er strich über ihre Hände und wich aus indem er beiläufig meinte:
„Ich sollte zum Arzt.“ Sie nickte nur und kurz darauf verließen beide sein Haus.

Hier trennten sich ihre Wege vorerst denn während er zum Arzt fuhr lenkte sie ihren Wagen zur BAU. Völlig aufgewühlt kam sie dort an, wurde aber sofort von allen befragt was mit Hotch sei. Sie versuchte sachlich zu bleiben:
„Nun, er ist beim Arzt weil er sich gesundschreiben will!“ Morgan verdrehte die Augen:
„War ja klar. Ob der noch einmal lernt, dass etwas Ruhe auch gut tun kann?“ Rossi grinste nur in sich rein und musterte Emily genauer. Sie schien etwas durcheinander, antwortete aber Morgan:
„Derek, Du kennst ihn doch. Er ist ruhelos!“
„Ja, ich weiß.“ Seufzend ließ er sich in seinen Stuhl fallen und trommelte mit den Fingern nachdenklich auf seinem Schreibtisch herum. Emily entschuldigte sich und lief zum Kaffeeautomaten wo sie auf Penelope traf.
„Hey, Schätzchen. Was machst Du denn hier? Ich dachte Du bist bei.... Hotch!“
„Hey, er ist zum Arzt und da ich ja offiziell Dienst habe...!“
„Mh, verstehe. Komm mit!“ Pen zog sie mit sich und schob sie in ihrem Büro auf einen Stuhl:
„Erzähl. Wie war der Abend?“ Emily schluckte:
„Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht genau. Er weiß es aber....!“ Pen riss freudig die Augen auf:
„Er weiß es? Und jetzt? Was hat er gesagt?“
„Er kam von selbst darauf und das mitten in der Nacht. Ich wollte nur nach ihm sehen und naja, ertappte mich dabei.“
„Und dann? Erzähl schon?“ Emily musste nun doch etwas schmunzeln:
„Er bat mich zu sich, aufs Bett aber nicht was Du jetzt denkst!“ fügte sie schnell hinzu und Pen grinste:
„Ich denke gar nichts, Schätzchen. Nur, mitten in der Nacht, Du in seinem Schlafzimmer, auf seinem Bett, ui ui ui!“
„Nein, nichts ui ui ui. Pen, er hat mich mehr oder weniger direkt darauf angesprochen. Er sagte mir, dass auch ich ihm nicht egal bin aber er könne es noch nicht deuten!“ Nachdenklich sah Emily auf den Boden und Pen spürte, dass es da offenbar noch etwas gab und fragte sanft nach während sie über die Hand von Emily strich:
„Da gibt es aber noch etwas, richtig?“ Emily zuckte mit ihren Schultern:
„Pen, ich hätte nie gedacht wie sensibel er in mancher Hinsicht ist!“
„Klingt spannend. Erzähl!“ Pen lächelte sie an und sah sie auffordernd an:
„Leider ist das nicht ganz so.... positiv. Hotch, er hat den Angriff von Foyet noch nicht überwunden. Er..... hat doch diese gebrochene Rippe!“ Pen nickte und war nun ganz ernst geworden:
„Ja!“
„Ich wollte ihm gestern helfen. Man kann mit einem Pflaster und etwas Mull etwas stützen!“
„Ja, das kenne ich. Und weiter!“
„Nur, um das machen zu können muss man sein Shirt ausziehen!“ Pen schlug die Hand vor den Mund:
„Und er wollte nicht?“
„Nein. Er hat sich geschämt, wegen den Narben die Foyet....!“ Sie brach ab und sah Pen an:
„So empfindsam habe ich Hotch bisher nie erlebt!“
„Und was passierte weiter?“ hakte Pen vorsichtig nach.
„Es ging etwas hin und her aber dann ließ er sich schließlich helfen. Dann in der Nacht nutzte ich die Gelegenheit um seine Einstellung dazu etwas in positive zu ändern!“
„Verstehe. Eine psychologische Kiste, nehme ich an!“
„Genau und es funktionierte!“
„Na, aber das ist doch gut!“
„Ja, das schon.“
„Aber?“
„Aber.... wir haben uns etwas später.... geküsst!“ Pen riss Mund und Nase auf und sah sie an, dann begann sie breit zu grinsen:
„Na, das ist doch schon mal was?“
„Es war auch.... naja, vorhin zog er sich jedoch nach dem Kuss zurück.“ Pen nickte und strich wieder über ihre Hand:
„Und Du hast nun Angst, dass daraus nie etwas wird weil dieser Kuss einiges in Dir bewirkt hat?“ Emily nickte:
„Er weiß halt nicht was er von der ganzen Sache halten soll, was er empfindet!“
„Aber Schätzchen, denk doch mal nach. Ist das denn nicht ganz normal? Haley´s Tod ist noch relativ frisch und er hat sie wirklich geliebt. Dann diese Entführung und ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Kuss auch ihn durcheinander gebracht hat. Gib ihm Zeit um alles zu sortieren.“
„Ich weiß das ja alles. Es ist nur, ich würde ihm so gerne helfen!“
„Dann sag ihm das. Sag ihm, dass Du gerne für ihn da wärst, auch einfach um zu reden. Je mehr Zeit Du mit ihm verbringst desto mehr lernt ihr euch privat kennen!“ Emily sah sie nachdenklich an:
„Ich kann es versuchen!“
„Mach das! Ich bin mir....!“ das Telefon unterbrach sie und Pen nahm das Gespräch entgegen:
„Hey, mein Schokobärchen.“
„Na meine Süße, ist Prentiss bei Dir?“
„Ja!“
„Kommt ihr mal in den Konferenzraum? Hotch ist da und möchte mit uns allen etwas besprechen!“ Sofort schlug Emilys Herz schneller.
„Ja, klar. Sind schon auf dem Weg!“ Sie legte auf und Emily sah sie bittend an:
„Ja, ich weiß schon. Ich weiß von nichts und lasse mir auch nichts anmerken, ok?“
„Ok, danke!“
„Kein Ding und nun komm!“

Kurz darauf trafen beide Frauen im Konferenzzimmer ein und es war eigentlich ein Bild wie immer. Alle saßen auf ihren Stühlen und Hotch hatte wieder seinen Anzug an.



War nicht so aufregend, oder?
Würde mich über FB sehr freuen

nach oben springen

#15

RE: FF- Stalker *FSK 16*

in Fanfiction deutsch 08.09.2010 17:46
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Hoppla, und weiter gehts. Danke Dir Zeitlos, für Dein FB.
Naja, dieses Kapi wird ähnlich wie das letzte aber lest selbst....

+++++++++++++


Kurz trafen sich ihre Blicke und dann stand er auf. Sofort kehrte Ruhe ein und er sah ernst durch die Runde:
„Nun, eins als erstes. Ich bin wieder gesundgeschrieben aber deshalb habe ich euch nicht her gebeten.“ Rossi nickte:
„Sondern?“
„Sondern wegen den Vorfällen hier in der BAU in den letzten Tagen. Wie ihr wisst hatten Morgan als auch ich ein Gespräch mit Wilcox. Auf Grund dessen ergeben sich einige Änderungen. Zum einen betrifft es Morgan. Er wird mich in organisatorischen Dingen entlasten und zwar nach dem 4- Augen- Prinzip. Das erleichtert zwar einiges aber wir müssen darauf achten, dass unsere Berichte aufeinander abgestimmt sind. Nicht verfälscht aber in sich stimmig. Wir brauchen dazu die Unterstützung von euch allen.“
„Kein Problem!“ meinte Reid und alle nickten beipflichtend:
„Gut, zweitens habe ich ab sofort einen neuen Vorgesetzten, übergangsweise. Strauss ist von all ihren Pflichten enthoben worden und Wilcox übernimmt solange ihre Aufgaben bis es einen Nachfolger gibt. Und das Leute, liegt an dem Gegenwind, den Strauss durch euch erfahren hat. Ihr.... habt euch alle.... für mich eingesetzt, auf eine Art wie ich es nie gedacht hätte und dafür möchte ich euch allen danken.“ Alle sahen sich an und waren sichtlich überrascht. Gemurmel entstand und dann richtete Rossi das Wort an ihn:
„Hotch, nur das war richtig. Strauss durfte mit ihren Intrigen nicht länger durchkommen.“ Er nickte:
„Ja, vielleicht. Aber das ich jetzt noch hier stehe habe ich euch zu verdanken!“
„Was Du auch jederzeit für uns getan hättest!“ Hotch nickte:
„Ja, das stimmt. Ihr seid ein tolles Team!“
„Nein, Hotch, wir sind ein tolles Team!“ meinte Morgan und sah ihn lächelnd an. Hotch sah kurz zu Emily und sprach dann weiter:
„Nun, ich habe vorhin einen Anruf von Wilcox bekommen. Demnach haben wir zwei Sonderaufträge bekommen. Rossi und Morgan, ihr zwei sollt in den nächsten beiden Tagen einen Vortrag halten. Wo erfahrt ihr noch. Reid, Prentiss und ich werden zur Strafanstalt in Oaki City fliegen und dort den Bad Boy befragen. Über ihn soll ein Profil erstellt werden um die Datenbank mit seinem ungewöhnlichen Tatmuster zu aktualisieren. Wir werden uns gleich im Anschluss kurz dazu zusammen setzten. Reid nickte und Emily sah ihn fragend an. Gracia rutschte etwas unruhig auf ihrem Stuhl herum:
„Und ich, Chef?“
„Für Dich gibt es auch etwas und zwar möchte Wilcox eine genaue Aufstellung unserer bisherigen Fälle. Insofern, worum es da genau ging. Brandstiftung, Serienmorde oder Vergewaltigungen. Sadistische Fälle usw.! Er möchte einen Gesamtüberblick!“
„Über alle Fälle?“
„Ja. Ein Memo dürfte inzwischen an Dich gegangen sein. Solltest Du zu einem der Fälle fragen haben, wir werden alle erreichbar sein!“
„Ok, gut. Da habe ich ja einiges zu tun!“
„Ach, mein Mädchen. Für Dich wird das doch in fünf Minuten erledigt sein!“ Garcia kniff Morgan in die Seite, der daraufhin begann zu lachen.

„Gut, Reid, Prentiss? Bleibt bitte noch einen Augenblick hier!“ Die anderen verließen den Raum um sich auf ihre neuen Aufgaben vor zu bereiten. Wieder warf Hotch Emily einen Blick zu und setzte sich:
„Nun, Reid, wir benötigen zur Vorbereitung alles über den Bad Boy. Könntest Du das in Angriff nehmen?“
„Klar, kein Problem.“
„Gut! Emily, Du bist dabei weil Du mehr Erfahrungen sammeln sollst was Befragungen angeht. Das gleiche gilt für Dich, Reid. Seht den Bad Boy als euer Schulungsobjekt an. Wir werden dabei verschiedenen Taktiken anwenden. Wie und was genau wissen wir sobald wir alle Fakten über ihn haben!“ Beide nickten und dann standen sie auf um den Raum ebenfalls zu verlassen. Hotch sah Emily nach und ließ seinen Blick über ihre Figur wandern als Rossi den Raum betrat:
„Hey Hotch!“
„Hey!“
„Kann ich Dich kurz sprechen?“
„Klar!“ Rossi musterte Hotch kurz:
„Wie geht es Dir?“
„Besser!“
„Du weißt, dass Du noch nicht vollkommen fit bist!“
„Ja, aber ich muss mich ja auch nicht übernehmen!“
„Ich hoffe, Du erinnerst Dich auch noch daran wenn es nötig wird!“ Hotch nickte kurz:
„Was willst Du wirklich, David?“ Rossi sah kurz zu Prentiss und dann wieder zu Hotch:
„Prentiss war die letzten Tage bei Dir!“
„Ja. Und?“
„Sie ist eine tolle Frau!“ Hotch zog fragend die Augenbrauen zusammen:
„Was willst Du damit sagen!“
„Hotch, ich denke, dass Du ihr sehr wichtig bist!“ Hotch sah runter und schob die Akten hin und her:
„Es hat mich sofort gewundert dass angeblich eine Anweisung von oben kam, dass jemand bei mir bleiben soll weil ich mich selbst entlassen habe. Du steckst dahinter, richtig?“
„Richtig!“
„Warum?“
„Du bist ein Profiler. Sag Du es mir! Vermutlich ist es der gleiche Grund, warum sie mit euch nach Oaki City fliegt?“ Die beiden Männer sahen sich direkt in die Augen und dann drehte Rossi sich um und ging auf die Tür zu, drehte sich dann aber noch einmal zu ihm um:
„Ich denke, es ist gut, dass sie mit euch fliegt!“ damit verließ er den Raum und Hotch sah ihm nachdenklich nach. Schließlich nahm er aber dann die Akten und betrat kurz darauf sein Büro. Emily half Reid dabei alles über den Bad Boy zusammen zu suchen und sich mit dem sadistischen Serienvergewaltiger schon etwas zu beschäftigen. Doch sie war nicht ganz bei der Sache. Ihre Gedanken gingen immer wieder zu dem Mann, der jetzt dort oben in seinem Büro saß.
Ging es wirklich nur um eine Art Training für Befragungen? Es konnte sein aber genauso gut auch nicht. Da sie darauf heute keine Antwort bekommen würde versuchte sie sich wieder mit den Fakten zu beschäftigen.

Hotch stand auf um sich einen Kaffee zu holen und dachte über die Bemerkungen von Rossi nach. Hatte Emily mit ihm gesprochen? War das möglich? Aber dann hätte Dave ihm das direkt gesagt. Er erinnerte sich daran als Wilcox ihm dass mit dem Bad Boy sagte und dass er mit Reid hin sollte. Es war sein Vorschlag gewesen Emily mit zu nehmen um auch ihr einige Befragungstechniken näher zu bringen. Warum hatte er das überhaupt getan? Wollte er sie um sich haben? War es, weil ihre Anwesenheit ihm gut tat? Oder waren da doch tiefere Gefühle im Spiel die in seinem Unterbewusstsein fest saßen? Er trank einen heißen Schluck Kaffee und bat, zurück in seinem Büro, Garcia darum die Opferdaten vom Bad Boy heraus zu suchen. So konnte er sich ein Bild seiner bevorzugten Frauen machen. Später im Meeting würden sie dann alles austauschen und er würde den beiden einige Praktiken näher bringen.

Morgan und Rossi bereiteten alles für ihren Einsatz vor und gerade Morgan verstand nicht, warum er einen Vortrag halten sollte. Das war sein erstes Mal und den Unterlagen zufolge stand ihm das Thema weitestgehend frei. Er wählte für sich die unterschiedlichen Festnahmepraktiken in Anlehnung an das Profil. Dazu überlegte er welche Fallbeispiele er bringen konnte. Rossi hingegen nahm sein übliches Thema. Das Profiling und die psychologischen Aspekte dabei.

Zwei Stunden später saßen Reid, Emily und Hotch erneut im Konferenzraum und hatten nun einige Papiere vor sich liegen:
„Nun, was habt ihr?“ wollte Hotch wissen und hörte den Ausführungen der beiden zu. Reid begann:
„Bradley Simmons, der Bad Boy, hat in seiner Kindheit die sexuellen Handlungen seiner Mutter mit erlebt. Aus einem Protokoll von der Polizei aus Oklahoma City geht hervor, dass Simmons bei seiner Mutter aufwuchs, die ihr Geld mit Prostitution verdiente. Sein Vater verließ die Familie nachdem er wegen häuslicher Gewalt mehrmals verhaftet wurde und es dann eskalierte. Seine Mutter wurde ins Krankenhaus eingeliefert, verließ es jedoch ohne ein Wort.“ Damit schloss er erst mal und sah zu Hotch:
„Wie es aussieht, liegen seine Taten in seiner Kindheit begründet!“ Hotch nickte:
„Ja. Vermutlich war seine Mutter nicht nur Prostituierte sondern er musste diese Handlungen auch mit ansehen!“ Emily wurde nachdenklich:
„Aber dann müsste sich sein Hass doch eigentlich auf Männer beziehen!“
„Nicht unbedingt. Wenn er ansehen musste was die unterschiedlichsten Männer mit seiner Mutter gemacht haben und sie vermeintlichen Spaß dabei hatte...!“ er ließ den Rest des Satzes offen denn Emily als auch Reid wussten worauf Hotch hinaus wollte. Emily fügte dann hinzu:
„Und das dehnte er dann aus. Mit der Zeit fand er Gefallen an sadistischen Handlungen und kombinierte beides.“ Hotch nickte und klappte seine Unterlagen über die Opfer aus:
„Dabei bevorzugte er erfolgreiche Frauen. Frauen, die sich jeden Tag behaupten müssen. Ob beruflich oder privat. Die Optik spielte nur insofern eine Rolle, dass sie alle recht zierlich waren!“
„Also hatte er keine Probleme mit starken Persönlichkeiten!“ meinte Emily und musterte Hotch verstohlen. Dieser schüttelte den Kopf:
„Nein, ganz im Gegenteil. Er wählte gerade die um seine Macht zu demonstrieren. Er wollte den Frauen klar machen, dass, egal wie stark sie auch sind, er noch stärker ist.“
„Es mangelt ihm also nicht an Selbstvertrauen!“ sagte Emily nachdenklich doch darauf konterte Reid:
„Oder gerade. Er musste sich immer wieder beweisen, dass er diese Macht auch hat. Statistisch gesehen ist die Entwicklung dieser Täter gegenläufig. Je weniger Selbstvertrauen desto sadistischer sind sie und desto eher bevorzugen sie starke Persönlichkeiten.“
„Wie krank!“ flüsterte Emily und sah sich die Bilder der Opfer an.
„Ja, in der Tat!“ nickte Hotch und deutete auf immer die gleichen Muster, die er den Opfern mit einem Messer zugefügt hatte. Bei jedem Opfer wurde ein Kreis um den Bauchnabel eingeritzt. Dieser Kreis wurde mit zwei weiteren Schnitten in Viertel eingeteilt. Ein Schnitt waagerecht, einer senkrecht.
„Was hatte das zu bedeuten?“ fragte Emily worauf Hotch die Antwort gab:
„Meines Wissens ist das bis heute unklar!“ Reid sah sich diese Fotos ebenfalls an:
„Nun, dann versuchen wir das heraus zu bekommen!“ für Hotch war das die perfekte Einleitung um verschiedene Befragungstechniken auf zu führen.
„Gut, wo wir nun beim nächsten Thema wären. Simmons ist intelligent also müssen wir intelligent vorgehen. Da es sich hier nicht darum handelt weitere Beweise zu sammeln können wir versuchen ihm etwas zu schmeicheln um so an seine genauen Hintergründe zu kommen.“
„Durchschaut er das nicht?“ wollte Emily wissen und Hotch zuckte mit den Schultern:
„Nicht unbedingt. Ohnehin müssen wir erst mal sehen wie es läuft. Good Cop, bad Cop hat sich auch bei sowas ganz gut bewährt!“
„Verstehe, der eine ist drängend und der andere eher soft!“ Hotch nickte:
„Genau. Aber das sehen wir wenn wir dort sind. Als Vorgehensweise schlage ich vor, dass Emily und ich diese Variante fahren und Dich zwischendurch einschleusen um ihn zu verunsichern!“ Reid sah ihn an, überlegte und nickte:
„Ok.“
„Keine Sorge, ihr bekommt das beide hin!“ Emily wusste nicht wieso aber seine letzten Worte taten ihr unglaublich gut.
„Gut, dann ist in einer halben Stunde Abflug!“ Hotch stand auf und verließ den Raum. Emily sah ihm kurz nach. Er tat hier so als sei nichts passiert. Wie sollte sie das werten? Sollte sie es überhaupt werten? Reid packte die Akten zusammen und sah Emily dann fragend an:
„Du machst Dir Sorgen um ihn, richtig?“ Emily fuhr zusammen und fühlte sich ertappt:
„Du nicht?“
„Doch schon aber er hat so viel schon erlebt, gerade in letzter Zeit, er würde nicht fliegen wenn er sich das nicht selbst zutrauen würde!“
„Ja, ich weiß. Komm, lass uns alles zusammenpacken. Wir sollten uns nicht verspäten!“ Reid nickte und sie brauchten nur wenige Minuten. Kurz verabschiedeten sie sich noch vom Rest des Teams und waren dann schon auf dem Weg zum Jet.




Bad Boy, hehe! Der wird jedenfalls noch als Auslöser eine größere Rolle spielen. Das aber in den nächsten Kapi´s. Ich würde mich über Feedbacks sehr freuen....

nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 4 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Gonna
Forum Statistiken
Das Forum hat 1297 Themen und 37795 Beiträge.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de