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#16

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 04.12.2010 00:03
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

So, und nun der letzte Teil für heute. Ich wünsche viel Spaß......

++++++++++++++++++++++++

„Alles in Ordnung?“ Sie lächelte ihn an:
„Ja. Ich kann gar nicht sagen wie viel mir das bedeutet. Erst jetzt habe ich richtig gemerkt wie sehr er mir gefehlt hat!“ Er nickte:
„Ich weiß. Mir ging es damals genauso!“ JJ sah ihm direkt in die Augen:
„Danke. Nicht nur dafür, dass Du ihn geholt hast sondern auch, dass wir diese Nacht hier bleiben können!“
„Hey, Du musst Dich nicht bedanken. Ich mach es gerne und außerdem wurde es viel zu spät für Henry wenn Du erst jetzt auf dem Weg zu Deiner Familie wärst!“
„Ich weiß!“
„Gut. Was Deine Wohnung angeht. Ich habe mir während der Fahrt Gedanken dazu gemacht. Ich kann verstehen wenn Du in dieser Wohnung ein ungutes Gefühl hast und dort lieber nicht mehr hin willst.“
„Ja, aber ich kann nicht auf Dauer bei Dir bleiben! Dabei hätte ich ein schlechtes Gewissen Dir gegenüber!“ Er seufzte und reichte ihr das Glas Wein:
„Das musst Du nicht haben. Außerdem möchte ich Dir etwas anbieten!“ JJ sah ihn fragend an und so erklärte er:
„Die beiden Kinder verstehen sich gut und oben das Zimmer steht ohnehin leer. Such Dir in aller Ruhe eine andere Wohnung und bis Du die hast bleibst Du einfach hier. Das wäre dann auch für Jessica leichter.“ JJ sah ihn überrascht an:
„Das ist wirklich Dein Ernst, oder!“ Er legte den Kopf schief und sie sahen sich für einen Augenblick direkt in die Augen.
„Zweifel doch nicht daran!“ meinte er sanft. Verlegen sah sie zu Boden:
„Entschuldige aber es ist schon lange her, dass jemand so viel für mich gemacht hat!“ Hotch atmete hörbar aus und nahm ihre Hand in seine:
„Das wird sich alles wieder ändern.“ Als sie seine Wärme an ihrer Hand fühlte überkam sie ein leichtes Kribbeln.
„In zwei Wochen spätestens kann ich mit dem Prozess rechnen!“
„David hat Dich darüber informiert?“ Sie nickte:
„Gut. Ja, spätestens. Ich rechne mit anderthalb etwa. Dir macht das Sorge?“
„Sicher. Ich stand nie vor Gericht und dann noch in so einer sehr privaten Angelegenheit!“ Er schmunzelte etwas bei ihrer Ausdrucksweise, wusste aber was sie meinte:
„Hey, Du stehst nicht vor Gericht. Das wird Will. Du hast nichts zu befürchten. Die Verteidigung kann unangenehm werden bei Deiner Aussage aber David und ich sind da und achten darauf, dass sie Dich nicht zu sehr in die Ecke drängen.“
„Derek sprach heute auch schon mit mir darüber!“ Hotch überraschte das nicht und nickte:
„Einen Tag vor dem Prozess bereite ich Dich vor. Du kannst das aber auch mit David oder Morgan machen, wenn Dir das lieber ist!“
„Nein, das ist ok!“
„Gut. Die Jungs schlafen, es ist noch relativ früh. Was schlägst Du vor?“ JJ überlegte:
„Gute Frage. Mal an nichts denken aber das geht wohl nicht!“ meinte sie leise. Hotch sah sie an und dachte nach:
„Vielleicht geht das doch.“ Er stand auf und sie beobachtete ihn. Er dimmte das Licht etwas, legte eine CD ein und kam wieder zurück zum Sofa. Er setzte sich auf das Sofa und streckte seine Beine aus. Moderne Klaviermusik erklang aber so modern sie auch war, so beruhigend war sie auch.
„Die Musik ist wirklich schön!“ Er lächelte:
„Nach langen Tagen oder schwierigen Fällen höre ich sie oft. Sie hilft mir wieder runter zu kommen!“
„Verstehe. Und was hast Du jetzt vor?“ Er legte den Kopf schief:
„Gemütlich machen und nicht über ernste Themen sprechen.“ JJ lächelte:
„Klingt interessant. Gut, über was reden wir?“ Er dachte kurz nach und dann entwickelte sich ein lockeres, teilweise lustiges und teilweise fröhliches Gespräch. Er erzählte von manch skurrilen Fall, die eine witzige Note hatten und sie erzählte manch Anekdote aus ihrer Kindheit. Als es dann spät war fühlte sich JJ rundum wohl. Die Stimmung war gelöst und sie hatte einige Male lachen müssen. Hotch entpuppte sich als guter Unterhalter. Etwas, das sie so nicht bei ihm vermutet hätte. In einer ruhigen Minute betrachtete sie ihn. Er war nachdenklich und sah ins Leere. Was wohl gerade in ihm vor ging? Da sein Blick wieder traurig wurde unterbrach sie seine Gedanken:
„Das war wirklich ein schöner Abend.“ Er lächelte etwas und sah sie an:
„Also konnte ich Deinen Wunsch, mal an nichts denken zu müssen, erfüllen!“
„Allerdings. Schon seltsam. Dir scheint auch so was leicht von der Hand zu gehen. Gibt es eigentlich irgendetwas, dass einen Aaron Hotchner erschüttern kann?“
„Oh, eine Menge sogar!“
„Aber Du zeigst es nicht!“
„Es ist oftmals besser wenn man seinem Gegenüber nicht zeigt was in einem vor geht!
„Seinem Gegenüber? Aber das schließt Freunde und Familie mit ein!“ Er seufzte:
„Ja, manchmal ist das so.“ JJ kniff die Augen etwas zusammen und schluckte:
„Was ist Dir passiert, dass Du so denkst?“ Hotch zuckte etwas zusammen bei der Frage und wich aus:
„Warum passiert? Es ist doch eine Tatsache. In unserem Job erleben wir das jeden Tag.“ JJ sah ihn an und dieser Satz fiel ihr wieder ein, den er Will in ihrer Wohnung gesagt hatte. `Im Gegensatz zu Dir weiß ich was es bedeutet über längere Zeit geschlagen und misshandelt zu werden.´ JJ starrte ihn an und ihr Herz zog sich zusammen. Konnte das sein? Konnte es sein, dass ihm das....! Nein, das war sicher unmöglich. Sie wusste doch, das Menschen die solche Dinge erlebt hatten später oftmals selbst zu solchen Menschen wurden. Oder täuschte sie sich in ihm wie in Will? Er sah sie an und kniff die Augen etwas zusammen:
„Was ist?“
„Ich.... ach, egal!“ Hotch glaubte ihr zwar nicht, nahm es aber hin.
„Also, für mich wird es langsam Zeit,“ meinte JJ und lächelte ihn zaghaft an:
„Danke für diesen entspannenden Abend!“
„Keine Ursache. Gute Nacht!“ JJ stand auf:
„Gute Nacht!“ sie lief die Treppe hoch und sah sich oben noch einmal nach ihm um. Er saß auf dem Sofa und sah Richtung Fenster. Sie atmete tief durch, sah nach Henry und ging dann zu Bett. Eine viertel Stunde später hörte sie auch Hotch und kurz darauf war es still im Haus. Ihre Gedanken kreisten und wieder um den Mann, der wenige Meter von ihr entfernt schlief. Konnte sie sich auch in ihm so täuschen? Sie kannte ihn nun schon viele Jahre, hatte ihn mit Jack und auch mit Henry gesehen. Sie wusste nicht was sie davon halten sollte und wälzte sich immer wieder im Bett herum. Irgendwann schlief sie dann ein.

Am nächsten Morgen stand Hotch frisch geduscht in der Küche und bereitete das Frühstück vor. Da er nicht wusste was Henry gerne mochte stellte er Schokoflocken und Cornflakes bereit sowie eine große Kanne Milch. Außerdem das übliche wie Toast und unterschiedliche Beläge. Plötzlich sah er einen blonden kleinen Kopf um die Ecke kommen. Irritiert sah der Kleine sich um und weinte. Er sah ihn ängstlich an:
„Mommy?“ Hotch ging sofort in die Hocke und öffnete seine Arme:
„Hey Henry. Du suchst Deine Mommy?“ Der Junge nickte:
„Die ist oben und schläft sicher noch. Soll ich Dir zeigen wo sie ist?“ Er nickte und Hotch wischte ihm mit dem Daumen sanft die Tränen aus dem Gesicht:
„Nicht mehr weinen, ok? Komm, ich bring Dich zu ihr!“ Er hob den Jungen auf seine Arme und ging mit ihm die Treppe hoch. Vor der Tür zum Gästezimmer setzte er ihn wieder auf den Boden und öffnete leise die Tür. Henry streckte den Kopf rein, lächelte und verschwand im Raum. Hotch schloss lautlos wieder die Tür ohne auch nur einen Blick hinein zu werfen. Schließlich war es ihr Zimmer und das verband er mit ihrer Privatsphäre. Er ging wieder zurück in die Küche um auch die letzten Vorbereitungen zu treffen.

Henry lief sofort zu seiner Mom und kroch zu ihr unter die Decke. JJ erwachte langsam und noch im Halbschlaf lächelte sie:
„Hey, mein Schatz!“ Henry drängte sich an sie und genoss die Zuwendungen von ihr. Langsam erwachte sie ganz und strich ihrem Sohn, den sie endlich wieder bei sich haben konnte, über den Kopf. Er sah sie an und lächelte einfach nur an. Sofort öffnete sich ihr Herz und blieb noch etwas mit ihm liegen. Einige Minuten später stand sie dann aber auf und zog erst Henry an und machte sich dann selbst fertig. Henry wartete solange spielend im Gästezimmer auf dem Bett. JJ nahm ihn in den Arm und ging mit ihm runter. Hotch stand draußen auf der Veranda. Sie sah das der Tisch bereits gedeckt war. Alles stand bereit und dann hörte sie Schritte auf der Treppe, die nur von Jack kommen konnten. JJ trat zu Hotch nach draußen und begrüßte ihn.
„Guten Morgen!“ Er drehte sich um und sah sie ernst an:
„Guten Morgen!“ sie zog die Augenbrauen zusammen:
„Was ist mit Dir?“
„Wie geht es Henry?“
„Ähm.... gut. Warum fragst Du?“
„Er kam vorhin runter und weinte.“ Seine Sorge um Henry war deutlich spürbar:
„Er weinte?“ Hotch nickte:
„Ja, er fragte nach Dir und ich zeigte ihm dann wo Du bist!“
„Naja, er kennt dieses Haus nicht und die ständigen Veränderungen...!“
„Ja, ich weiß.“
„Was.... ist dann mit Dir?“ Er schüttelte den Kopf:
„Alles in Ordnung. Lass uns frühstücken gehen!“ JJ wurde aus seinem Verhalten nicht schlau aber offenbar wollte er nicht darüber sprechen. Daher folgte sie ihm einfach und begrüßte in der Küche auch Jack.

Die nächsten anderthalb Wochen vergingen schnell. Neben zwei Fällen, die sie erfolgreich lösen konnten bereitete Hotch mit David den nahenden Prozess vor. JJ war immer wieder erstaunt wo er die ganze Energie und Ausdauer her nahm. Aber sie machte sich auch Sorgen um ihn. Wenn das alles vorbei war würde sie mit ihm sprechen müssen. Und wenn es nur zwei Tage Auszeit waren die er sich dann mal gönnte.
Außerdem hatte JJ inzwischen eine Wohnung gefunden, wo sie mit Henry vor wenigen Tagen eingezogen war. Sie fühlte sich hier rundum wohl, aber sie vermisste Hotch und Jack. Es war seltsam jetzt plötzlich wieder allein mit ihrem Sohn zu sein.

Einen Tag vor dem Prozess hatten Hotch und JJ in Absprache mit Strauss frei genommen. Morgens war JJ zunächst mit Henry im Park und brachte ihn dann, wie zuvor besprochen, zu Jessica. Sie war schon jetzt unglaublich nervös. Hotch fiel das natürlich direkt auf und versuchte sie zu beruhigen. Er ging mit ihr Fragen durch, die er, David oder auch die Verteidigung ihr stellen konnten.
JJ ahnte, dass ihr der morgigen Tag viel abverlangen würde und sie versuchte ihre Unsicherheit Hotch gegenüber nicht zu zeigen, doch das gelang ihr natürlich nicht. Gegen Abend ließen sie sich etwas vom Chinesen kommen und gingen anschließend noch raus auf die Veranda. Es war kalt aber genau das brauchte sie jetzt um einen klaren Kopf zu bekommen. Hotch stand direkt neben ihr und sah in den Sternenhimmel. Er war müde und rieb sich über das Gesicht. Zwar war er sich absolut sicher, dass auch alles gut ging, aber JJ bereitete ihm Sorge.
„Glaubst Du, dass Du schlafen kannst?“ fragte er leise und sah sie an.
„Ich weiß es nicht aber ich muss!“ sagte sie ehrlich und sah ihn an. Etwas zögerlich streckte sie ihre Hand aus und strich ihm über den Arm. Ihre Blicke trafen sich und für einen Augenblick vergaß JJ alles um sich herum. Sie sah nur noch die braunen Augen vor ihr, die sie müde aber auch besorgt ansahen:
„Wenn das alles vorbei ist würde ich mich gerne für all das bedanken. Ich weiß, für Dich war es selbstverständlich aber für mich ist es das in keinster Weise. Und daher..... naja, ich dachte, ich könnte Dich und Jack dann mal zu einem Essen einladen. Es ist nicht...!“ Er hob die Hand und brachte sie so zum Schweigen. Wie gerne hätte er sie jetzt, in diesem Augenblick, in den Arm genommen. Wie gerne hätte er ihr gesagt, dass alles wieder gut wird und sie vor nichts mehr Angst haben musste, aber er tat es nicht.
„Du musst das wirklich nicht aber wenn Du darauf bestehen solltest würde ich mich freuen. Nur, sieh Dich bitte zu nichts verpflichtet, ok?“ JJ nickte und lächelte etwas:
„Ich sollte vielleicht nach Hause!“
„Bleibt Henry heute Nacht nicht auch bei Jessica?“
„Ja, das schon aber ich werde langsam wirklich müde und morgen...!“
„Bleib hier. Das Gästezimmer kennst Du!“ JJ sah ihn fragend an:
„Aber.... ich bin doch gerade erst..... ich habe Deine Gastfreundschaft schon lange ausgenutzt!“ Er drehte sich zu ihr um und packte sie sanft bei den Schultern:
„Ausgenutzt? Du siehst das hoffentlich nicht wirklich so!“
„Nein, ach ich weiß auch nicht. Ich habe schon das Gefühl, dass ich in Deiner Schuld stehe. Ich weiß aber auch das Du das ganz anders siehst. Ist wohl Kopfsache bei mir!“
„Das ist es wirklich. Löß Dich davon.“ Er dachte kurz nach und sagte dann leise, wobei er ihr direkt in die Augen sah:
„Ehrlich gesagt ist das Angebot für diese Nacht reiner Egoismus!“ Sie sah ihn fragend an und daher erklärte er:
„Ich möchte Dich heute Nacht, so kurz vor dem Prozess, nicht alleine wissen.“ Sie traute kaum ihren Ohren und starrte ihn an. Er zuckte mit den Schultern:
„Sieh mich nicht so an. Ich sagte doch, es ist reiner Egoismus!“
„Egoismus? Das würde dann aber etwas anders klingen!“ gab sie zu bedenken und er schmunzelte leicht:
„Vielleicht hilft es aber gegen Dein schlechtes Gewissen!“
„Ah, verstehe!“ amüsiert schüttelte sie den Kopf:
„Du bist ganz schön gerissen!“
„Och, ich übe schon mal für morgen!“ Er grinste sie an und schob sie dann zurück ins Haus:
„Komm, es wird kalt!“ Gemeinsam betraten sie das gemütliche Haus und dann sah er sie fragend an:
„Und? Hat mein Argument gewirkt?“
„Bei so schlagkräftigen Argumenten habe ich nichts entgegen zu bringen!“
„Klingt gut. Möchtest Du auch etwas trinken?“ Sie nickte:
„Ja, danke!“ sie setzte sich noch auf das Sofa und nahm das Glas entgegen. Er setzte sich neben sie und streckte die Beine lang aus.

JJ musste insgeheim zugeben, dass sie eigentlich sehr froh war hier bleiben zu können. Dieses Haus bot ihr Sicherheit und sie wusste nicht, ob sie diese auch in ihrer neuen Wohnung heute Nacht so spüren würde. Etwas, das sie gerade in der letzten Nacht vor dem Prozess dringend brauchte und auch das bot Hotch ihr. Ob er das ahnte oder sogar wusste? Machte er das deshalb? Aus den Augenwinkeln beobachtete sie ihn. Er war etwas nachdenklich und trank das Glas aus, stellte es auf den Tisch und sah sie an:
„Hast Du noch Fragen wegen morgen?“
„Nein, eigentlich nicht.“
„Gut! Falls Du Dir Sorgen machen solltest wegen Will, er kann Dir dort nichts tun.“
„Ich weiß!“ Er nickte:
„Ok.“ Sie unterhielten sich noch etwas und gingen dann beide zu Bett. JJ fand entgegen ihrer Vermutung relativ schnell Schlaf und auch Hotch schlief schnell ein doch seine Gedanken waren bis zuletzt bei JJ.

Am nächsten Morgen schreckte JJ auf und saß kerzengerade im Bett. Sie hatte plötzlich Will vor sich gesehen, der mit erhobener Hand auf sie zu kam. Sie brauchte einen Augenblick um zu begreifen wo sie sich befand und ließ sich nach der Erkenntnis zurück ins Kissen fallen. Sie zog die Decke bis unter das Kinn und atmete tief durch. Ein Alptraum! Sie drehte sich auf die Seite und sah aus dem Fenster in die beginnende Dämmerung. Es war mit viertel vor sechs noch sehr früh aber schlafen würde sie jetzt nicht mehr können. Stattdessen ging ihr das letzte Gespräch mit Hotch, überhaupt die Gespräche mit ihm und die Vorkommnisse mit Will durch den Kopf. Will! Damals in New Orleans hatte sie sich in ihn verliebt und seine Hartnäckigkeit war es, die sie schließlich zusammen führten. Doch noch immer konnte sie nicht fassen wie er sich dann später verhalten hatte. Und dann war da Hotch. Ein Mann, den sie seit Jahren beruflich kannte und unheimlich schätzte. Einer, der oftmals undurchschaubar war, distanziert und hart aber gerecht. Doch wie sich dann heraus stellte hatte er noch eine ganz andere Seite. Gut, Feingefühl hatte sie ihm noch nie abgesprochen, aber wie er sich ihr gegenüber über die ganze Zeit verhalten hatte war ihr dann schon neu. Warum machte sie sich eigentlich überhaupt solche Gedanken um Hotch? Warum fühlte sie sich bei ihm so wohl, sicher und geborgen? Warum tat es ihr innerlich weh wenn er müde schien und sich über sein Gesicht strich oder den Kopf auf dem Sofa zurück legte? Warum beschäftigte er sie immer mehr? Sie seufzte und schüttelte den Kopf. Sie durfte diese Gedanken nicht zulassen und schon gar nicht heute. Heute musste sie sich auf den Prozess konzentrieren. Als ob die Zeit sie quälen wollte waren erst wenige Minuten vergangen seit sie das letzte Mal auf die Uhr sah. Wenn sie liegen bleiben würde stieg nur ihre Unruhe.





So, das war dann auch dieser Teil. ich hoffe, sie haben euch gefallen und würde mich natürlich über FB´s freuen. Der Prozess steht nun vor der Tür. Was da wphl so alles passiert????

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#17

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 12.12.2010 18:13
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Und weiter gehts....

Viel Spaß...

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Also stand sie doch schon auf, duschte und ging dann in die untere Etage. Als ob sie noch nie hier gewesen war sah sie sich in den Räume wie Wohnzimmer, Küche und Flur um. Die Bücherwand zog ihre Aufmerksamkeit auf sich und musterte die Buchrücken. Ein Buch über Profiling zog sie schließlich aus dem Regal, legte es auf den Wohnzimmertisch, machte Kaffee und zog sich dann mit einer Tasse des schwarzen Gebräus auf das Sofa zurück. Dann begann sie zu lesen und erfuhr erstaunliche Dinge.

Sie spürte gar nicht wie schnell die Zeit plötzlich verflog. Als sie dann Schritte hörte drehte sie sich um und sah Hotch die Treppe runter kommen. Er sah umwerfend aus. Eine schwarze Anzughose und ein schneeweißes Hemd wobei der oberste Knopf noch offen war. Seine Haare waren noch feucht und mit seinen braunen Augen sah er sie nun an:
„Guten Morgen. Du bist ja früh auf den Beinen!“ Sein Blick fiel auf das Buch:
„Guten Morgen. Ja, ich war schon früh wach!“ Besorgt sah er sie an:
„Konntest Du etwas schlafen?“ Sie lächelte und nickte etwas:
„Ja, aber es war eine unruhige Nacht!“
„Verstehe.“ Er setzte sich zu ihr und nahm etwas zögerlich ihre Hand in seine:
„Hör mir mal bitte zu.“ Sie sahen sich in die Augen und dann sprach er sanft weiter:
„Ich bin absolut davon überzeugt, dass Du das heute schaffen wirst. Wenn ich Bedenken hätte, egal welcher Art, würde ich Dir das sagen. Morgan wird auch da sein. Du kannst Dich zu ihm setzen.“ Seine aufrichtigen Worte taten ihr gut:
„Danke. Ich.... wusste gar nicht, dass Morgan hin kommen wollte.“
„David wird ihn als Zeugen aufrufen!“ Sie nickte und dann stand er auf:
„Komm, lass uns etwas frühstücken, hm?“ Sie schüttelte jedoch den Kopf:
„Für mich nicht. Ich habe keinen Hunger!“ Tadelnd sah er sie an:
„Du solltest etwas essen. Wenigstens eine Kleinigkeit.“
„Aber wirklich nur eine Kleinigkeit!“ sie stand ebenfalls auf und überrascht sah er, dass sie für ihn schon alles vorbereitet hatte. Schnell legte er ein zweites Gedeck auf und setzte sich zu ihr. JJ aß lediglich einen Toast und schob den Teller dann von sich. Hotch registrierte das aber er sagte dazu nichts. Er ahnte wie sie sich fühlte und war froh, dass sie wenigstens das gegessen hatte.

„Dich interessiert das Profiling?“ fragte er um sie auf andere Gedanken zu bringen.
„Wegen dem Buch?“ er nickte und sah sie an. JJ lächelte etwas:
„Ich bekommen zwar viel mit aber das was ich vorhin las war mir absolut neu!“
„Du kannst es gerne lesen. Wenn Du willst nimm es Dir mit!“
„Darauf komme ich vielleicht später mal zurück!“
„Gut!“ Er sah auf die Uhr:
„Ich schätzte, wir sollten auch langsam los.“ JJ atmete tief durch und stand dann auf. Mit wenigen Handgriffen waren die Überbleibsel vom Frühstück beseitigt und nachdem sich Hotch noch eine blaue Krawatte gebunden und sein Jackett übergezogen hatte machten sie sich auf den Weg.

JJ versuchte Ruhe zu bewahren und noch funktionierte das auch ganz gut. Im Gericht angekommen staunte sie nicht schlecht als das gesamt Team auf sie warteten. Emily und Garcia gingen sofort auf JJ zu während Rossi und Morgan auf Hotch zu traten. Kurz darauf stieß auch David zu ihnen und wurde von Hotch dem Team kurz vorgestellt. Morgan musterte den Mann vor sich und hatte sofort einen guten Eindruck von ihm. Als Will dann mit zwei Uniformierten erschien änderte sich JJ´s Stimmung schlagartig. Morgan als auch Hotch traten näher an sie heran doch Will sagte keinen Ton. Er funkelte sie lediglich an, was allerdings reichte um JJ wieder zu verunsichern. David stupste Hotch an und deutete auf den Verteidiger, der einen sehr guten Ruf inne hatte doch Hotch blieb von dieser Info ziemlich unbeeindruckt.

Als sie später den Gerichtssaal betraten war JJ das reinste Nervenbündel. Da es unnötig war, dass sie neben Hotch saß setzte sie sich zwischen Morgan und Emily, direkt hinter David und Hotch. Die Geschworenen traten ein und kurz darauf der Richter. Alle standen auf, setzte sich dann wieder und der Richter begann:
„Nun, Mr. Callaghan, lassen Sie uns schnell beginnen. Ihr Plädoyer bitte.“ David stand auf:
„Danke Euer Ehren.“ Er ging auf die Geschworenen zu und blieb einige Meter vor ihnen stehen. Während er dann jeden einzelnen von ihnen ansah begann er mit fester Stimme:
„Um Ihnen diese Taten eingehend zu schildern gestatten sie mir bitte etwas aus zu holen. Der Detecktive William LaMontagne hat während einem Fall an dem er arbeitete diese hübsche Bundesagentin kennen gelernt. Sie wurde mit ihrem Specialteam des FBI hinzu gezogen. Wir kennen es alle. Man trifft sich, man tauscht Blicke, ein Lächeln und man verliebt sich in den Gegenüber. Vielleicht bekommt man sogar Nachwuchs, wie in diesem Fall, und wird eine glückliche kleine Familie. Soweit ist es nicht ungewöhnliches und nichts was diese Anklageerhebung rechtfertigen würde. Eigentlich. Doch leider lief es in diesem Fall anders. Kurz nachdem der gemeinsame Sohn Henry geboren wurde begann für diese junge Bundesagentin ein Martyrium das aus körperliche Gewalt, massive Bedrohungen und Einschüchterung bestand. Und das nur weil ein Säugling schrie. Sein Kind schrie, doch offenbar, und das werden wir in der Beweisführung deutlich machen, kam der Angeklagte damit nicht klar. Und, meine Damen und Herren Geschworene, es war keine einmalige Sache, was auch schon schlimm genug wäre, nein! Diese Angriffe erstreckten sich nicht über Tage, nicht über Wochen sondern über Monate. Wir sprechen von etwa einem Jahr körperliche und massive Gewalt. Ich möchte ihnen in Erinnerung rufen. Dieser Mann, der Angeklagte in diesem Prozess, ist ein Detective. Ein Mann, dem man vertrauen sollte. Ein Mann, der im Dienst der Öffentlichkeit steht und jedem von Ihnen als Schutz zur Seite stehen muss. Darauf hat er einen Eid abgelegt und geschworen seinen Pflichten nach zu kommen. Aber er ist dieser Pflicht nicht in Bezug auf seiner Lebensgefährtin nach gekommen. Eher ganz im Gegenteil. Meine Dame und Herren Geschworene, sie werden eindeutige Beweise sehen, sie werden unumstößliche Zeugenaussagen hören und danach können sie nur zu einem Urteil kommen. Schuldig in allen Anklagepunkten!“ Er schloss damit und sah durch die Runde der Geschworenenbank, nickte dann kurz und ging zu seinem Tisch zurück. Hotch zuckte mit keiner Miene als er vom Richter angesehen wurde:
„Mr. Hotchner. Möchten Sie etwas hinzufügen?“
„Nein, Euer Ehren. Ich schließe mich in allen Punkten an!“ Der Richter nickte und sah dann den Verteidiger an:
„Mr. Bradshaw. Dann möchte ich Sie um Ihr Plädoyer bitten!“ Der alte Mann stand auf, blieb aber hinter seinem Schreibtisch stehen und warf JJ einen vernichtenden Blick zu, was Hotch durchaus registrierte aber nicht darauf einging.
„Danke Euer Ehren. Nun, ich möchte es kurz machen. Die Ausführungen der Staatsanwaltschaft stimmt in einigen Punkten nicht mit den Tatsachen überein. Zum einen wurde mein Mandant von dem vermeindlichen Opfer provoziert. Darauf gehen wir zur gegebener Zeit ein. Zum anderen sitzt er derzeit in Haft und diese Tatsache verdankt er einem Komplott gegen ihn. Beteiligte an diesem Komplott sind das vermeindliche Opfer und ihre Kollegen, die allesamt Bundesagenten sind, die ebenso einen Eid geleistet haben. Und dieser Eid beinhaltet nicht einem anderen Staatsbediensteten eine Falle zu stellen. Danke!“ Hotch sah zu David und beide runzelten etwas die Stirn. Selbst der Richter schien irritiert, räusperte sich kurz und sprach David dann an:
„Danke. Ist die Staatsanwaltschaft bereit für ihren ersten Zeugen?“ David sah ihn an:
„Ja, euer Ehren. Ich rufe Dr. Goldman auf!“ Der Hausarzt von JJ setzte sich auf den Zeugenstuhl, legte seinen Eid ab und sah nun David an. David stellte prägnante Fragen, die er allesamt mit aller Ruhe beantwortete. Den Geschworenen wurden während der Befragung außerdem die Beweisfotos gezeigt, die Kate in Seattle gemacht hatte. Auch die Verteidigung befragte den Arzt doch auch wenn Bradshaw versuchte ihn in die Ecke zu drängen gelang ihm das nicht. Er gab seriöse Antworten und überzeugte alle im Saal von der Richtigkeit des Gutachtens. Außerdem bezeugte er die Verletzungen selbst gesehen zu haben und das sie mit dem Gutachten überein stimmten.

Der Prozess lief ganz gut für JJ. Es wurde noch ein Psychologe angehört der das Verhalten eines Opfers darstellte und bei den Geschworenen seinen Eindruck hinterließ. Außerdem schilderte er allgemein zu welchen Mittel die Täter griffen um ihre Opfer unter Druck zu setzen. Hotch überließ die Befragungen soweit komplett David. Das änderte sich jedoch als JJ aufgefordert wurde in den Zeugenstuhl zu treten. Hotch spürte wie nervös sie war und wie mit David besprochen übernahm er selbst die Befragungen. JJ setzte sich, wurde vereidigt und dann stand Hotch auf. Alle Augen waren nun auf ihn gerichtet. Da das gesamte Team ebenfalls im Saal war waren sie unglaublich gespannt wie ihr Boss sich als Anwalt gab. Hotch stand auf und ging zu ihr um ihr etwas Sicherheit zu geben.

„Ms. Jareau, könnten Sie uns bitte erläutern was genau zwischen Ihnen und dem Angeklagten vorgefallen ist!“ Sie nickte und begann dann ihre Geschichte zu erzählen. Sie hielt sich an alles was er ihr gesagt hatte und nachdem sie geschlossen hatte drehte er sich zu den Geschworenen um sie kurz ein zu schätzen.
„Geht es Ihnen gut? Sollen wir eine Pause machen?“
„Nein, nicht nötig.“
„Gut.“ Er machte einige Schritte und gab vor nach zu denken. Er musste der Verteidigung den Wind aus den Segeln nehmen was ihn anging. Also sah er sie wieder an und fragte mit einer unglaublichen Ruhe:
„Können Sie dem Gericht bitte schildern wie es dazu kam, dass ich Sie hier vertrete!“ Sie schluckte und begann dann:
„Es war in Seattle. Wir arbeiteten an einem Fall und waren, wie sonst auch, in einem Hotel unter gekommen. Nach dem Essen zog ich mich schnell auf mein Zimmer zurück denn ich war, auf Grund der Vorfälle, noch dabei meine Gedanken zu sortieren.“ Hotch unterbrach sie:
„Könnten Sie das etwas ausführen?“
„Ich brachte unseren Sohn zu meiner Mutter um ihn vor Will zu schützen. Ich hatte Angst, dass er ihm auch etwas an tut. Da Will mich unter Druck setzte und bedrohte musste ich mir Gedanken machen wie es jetzt weiter geht um einerseits meinen Sohn zu schützen aber auch selbst der Situation zu entfliehen.“ Hotch unterbrach sie erneut:
„Danke. Wie ging es dann in Seattle weiter?“
„Ich.... bekam einen Anruf. Es war Will. Er.... bedrohte mich und....!“ JJ brach die Stimme und Hotch wartete geduldig. Nach einem Moment sprach er sie mit seiner unglaublichen Ruhe an:
„Bleiben Sie ganz ruhig. Hier wird Ihnen nichts passieren. Wie genau hat er Sie bedroht?“
„Er sagte mir, dass ich ihm Henry aushändigen soll ansonsten müsste er mich dafür bestrafen und was das bedeutet wüsste ich ja. Nach.... dem Gespräch war ich ziemlich fertig. Ich hatte Angst. Wenn der Fall abgeschlossen war würden wir wieder nach Hause fliegen und ich hatte Angst, dass er mir wieder auflauert. Meine Gefühle an diesem Abend nahmen überhand und ich habe geweint. Dann jedoch bekam ich einen weiteren Anruf. Sie baten mich an den Strand zu kommen weil dort angeblich Reporter waren. Ich machte mich kurz darauf auf den Weg zu Ihnen doch es waren keine Reporter da. Sie erklärten mir dann, dass es ein Trick war um mit mir zu sprechen, da Sie hörten das ich weinte und vermeiden wollten, das der Rest des Teams davon erfährt.“ Sie stockte und sah ihn an:
„Was geschah weiter?“ forderte er sie ruhig auf.
„Ich erzählte Ihnen schließlich was alles vorgefallen war und Sie boten mir sofort Ihre Hilfe an. Sie wollten mir juristisch unter die Arme greifen und dafür Sorgen, dass Will mir nichts mehr antun kann!“
„Was genau bot ich Ihnen an?“
„Das ich übergangsweise bei Ihnen wohnen kann.“
„Sonst nichts?“
„Doch. Sie wollten mich juristisch vertreten!“ Er nickte:
„Ms. Jareau, in welchem Verhältnis stehen wir zueinander?“
„Sie leiten das Team der BAU in Quantico und ich bin eines Ihrer Teammitglieder.“
„Haben wir eine Affäre oder Beziehung?“ JJ sah ihn fragend an und schüttelte den Kopf:
„Nein, das haben wir nicht!“ Er nickte:
„Danke, keine weiteren Fragen!“ Hotch sah sie noch einen Moment aufmunternd an und ging dann zurück zu seinem Platz:
„Mr. Bradshaw. Haben Sie Fragen an die Zeugin?“
„Allerdings Euer Ehren!“ Abrupt stand er auf und ging zielstrebig zu JJ rüber. Hotch wusste genau, dass es eine Einschüchterungstaktik war. JJ sah ihn fest an. Sie machte es gut aber er konnte erahnen wie es ihr erging!

„Ms. Jareau. Sie haben diese angeblichen Umstände ja wirklich eindrucksvoll geschildert. Sie wollen uns also wirklich erzählen, dass Ihr Lebensgefährte...!“ Hotch stand auf:
„Einspruch. Die Zeugin wurde auf Ihre Wahrheitspflicht hingewiesen und vereidigt.“
„Stattgegeben. Mr. Bradshaw, zügeln Sie sich etwas!“ Hotch setzte sich und sah JJ aufmunternd an. Bradshaw war wütend und das versuchte er an JJ aus zu lassen.
„Gut, dann frage ich anders. Sind Sie sicher, dass Sie meinen Mandanten nicht vielleicht durch Ihr eigenes Verhalten provoziert haben?“ Wieder stand Hotch auf:
„Einspruch. Es gibt rein gar nichts das diese geschilderten Handlungen rechtfertigt!“ Der Richter nickte beipflichtend:
„Stattgegeben. Mr. Bradshaw. Ich dulde derartige Angriffe nicht.“ Bradshaw funkelte JJ und dann Hotch an der sich setzte und das scheinbar völlig unberührt aufnahm. Bradshaw ging einige Schritte auf und ab und sah JJ dann wieder an. JJ wäre am liebsten aufgestanden und abgehauen doch das ging ja nicht. Sie musste da durch und wie versprochen war sie nicht allein. Er half ihr indem er versuchte den Verteidiger in die Schranken zu weisen.
„Ms. Jareau. Meinem Mandanten ist zu Ohren gekommen, dass Sie sehr wohl eine persönliche Beziehung mit Mr. Hotchner unterhalten. Wie können Sie da sagen, dass es nicht so ist?“ Nun stand David auf:
„Hörensagen, Euer Ehren!“ doch Bradshaw sah den Richter an:
„Hier geht es um die Glaubwürdigkeit.“ Der Richter sah David an:
„Gut, ich lasse die Frage zu aber gehen Sie nicht zu weit:
„Danke, Euer Ehren. Nun?“ Er sah JJ an und die hielt seinem Blick stand:
„Nun, ich weiß nicht wo er das gehört hat aber es entspricht nicht der Wahrheit. Mr. Hotchner und ich sind Kollegen und Freunde. Mehr nicht!“
„Verstehe. Nun, wie kommt es dann, dass Ihr Kollege und ebenfalls Freund, nehme ich an, Mr. Morgan dieses meinem Mandanten gegenüber erwähnte?“ David stand erneut auf:
„Einspruch. Mutmaßung!“
„Ich will lediglich die Meinung von Ms. Jareau hören!“
„Einspruch abgelehnt.“
„Danke. Also? Wie kommt das Ihrer Meinung nach?“ JJ überlegte kurz:
„Nun, ich kann es Ihnen nicht sagen. Vielleicht sollten Sie ihn das selbst fragen!“ schlug sie vor und sah ihn fest an. Bradshaw nickte langsam:
„Es stimmt also nicht, wie Sie sagen?“
„Nein.“ Bradshaw lief wieder hin und her und blieb dann vor den Geschworenen stehen:
„Ich habe eine letzte Frage. Haben Sie und Ihre Kollegen einen Komplett gegen meinen Mandanten ausgeheckt sodass er ins Gefängnis kommen musste?“
„Einspruch Euer Ehren!“ David war auf gesprungen, doch Bradshaw ließ sich nicht beirren:
„Haben Sie und Ihr Team Ihrem Lebensgefährten eine Falle gestellt?“ Nun stand auch Hotch auf:
„Einspruch!“ selbst dem Richter ging das zu weit:
„Mr. Bradshaw, das reicht.“
„Ich ziehe zurück. Keine weiteren Fragen!“ JJ saß geschockt auf dem Stuhl und sah ihm irritiert nach. Der Richter wand sich an sie:
„Ms. Jareau, Sie können den Zeugenstand verlassen!“ JJ stand auf und ging auf Morgan zu, neben den sie sich dann wieder setzte. Er umfasste ihre Hand und drückte sie kurz.


Hotch mal als Anwalt. Ich hoffe es gefällt euch....

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#18

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 12.12.2010 18:15
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Und weiter gehts....


++++++++++++++++++++++++++++++++

Dankbar nahm sie diese Geste an:
„Keine Sorge, das war gut!“ flüsterte er ihr zu und dann wand sich der Richter an David:
„Haben Sie weitere Zeugen?“
„Nein, euer Ehren!“ Er würde Morgan später vielleicht noch als Zeugen benennen aber zum jetzigen Zeitpunkt bestand dazu keine Notwendigkeit.
„Gut, Mr. Bradshaw. Dann bitte ich um Ihren ersten Zeugen!“ Plötzlich beugte sich Will zu ihm und eine wilde Gestikulation begann. Nach einem Moment stand Bradshaw dann auf:
„Der Angeklagte möchte eine Aussage machen!“ Hotch und David registrierten das durchaus, reagierten aber nicht weiter um den Schein zu wahren. Der Richter musterte die beiden und nickte:
„Bitte.“ Will stand auf, warf JJ einen bösen Blick zu und setzte sich auf den Zeugenstuhl. Er wurde vereidigt und dann trat sein Verteidiger vor ihn:
„Gut, was wollen Sie dem Gericht sagen?“ Bradshaw schien nicht begeistert zu sein, dass er aussagen wollte was David und Hotch durchaus nachvollziehen konnten. Vielleicht war der Prozess dadurch sehr viel schneller vorbei als erwartet.
„Das was hier gesagt worden ist entspricht so nicht der Wahrheit. Zunächst, ich gebe zu das ich sie geschlagen habe, einmal, und das auch nur weil sie mit unserem Sohn.... sie hat ihn vernachlässigt. Sie ist ihm gegenüber öfters ausgerastet und ich wollte ihn nur vor ihr schützen. Diese ganzen Anschuldigungen gegen mich sind ein Komplott. Mr. Hotchner dort hat schon länger ein Auge auf meine Lebensgefährtin geworfen und er stellte mir eine Falle damit ich in den Knast kam und er somit freie Bahn für meine Frau hat.“ JJ blieb fast das Herz stehen und am liebsten wäre sie aufgesprungen, doch Morgan hielt sie zurück. Er flüsterte:
„Hey, bleib ganz ruhig. Damit bricht er sich gerade selbst das Genick!“ JJ sah ihn fassungslos an doch er tätschelte nur ihre Hand kurz. Er lächelte ihr zu und auch wenn sie nicht verstand was er meinte, versuchte sie Ruhe zu bewahren.
„Wie erklären Sie die Fotos?“
„Das Team hat gute Möglichkeiten und ich weiß, dass die Datenanalystin gut darin ist Daten zu finden und sicher auch zu fälschen!“ Garcia schluckte und auch sie musste von Morgan beruhigt werden. David sprang auf:
„Euer Ehren. Es kann unmöglich sein, dass der Angeklagte direkt mehreren Bundesbeamten einen Amtsmissbrauch vorwirft.“
„Das sehe ich allerdings genauso. Mr. LaMantegna, Sie sollten sich darüber im Klaren sein welche Auswirkungen Ihre Aussage haben wird. Ich bin nicht gewillt derartige Anschuldigungen gegen ein gesamtes Team von Bundesagenten zuzulassen!“ Will wurde ärgerlich und sah den Richter an:
„Bekomme ich hier etwas keinen fairen Prozess?“ Der Richter räusperte sich wütend:
„Junger Mann, zügeln Sie Ihre Zunge. In meinem Gerichtssaal wurde noch jeder Angeklagte fair behandelt!“
„Gut, denn ich würde gerne mit meiner Aussage fortsetzen!“ Nun stand Hotch auf und David als auch Morgan wussten, dass jetzt etwas passierte dessen Ausgang ungewiss war:
„Euer Ehren. Da der Angeklagte sich offenbar äußern möchte schlage ich vor, dass ich ihm gezielte Fragen stelle um das abzukürzen, sofern Sie, die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung keine Einwände hat!“ Der Richter sah Bradshaw an doch der sah seine Felle offenbar schon schwimmen, nickte daher und ging zurück zu seinem Platz. Auch David nickte.
„Nun gut, Mr. Hotchner!“
„Danke euer Ehren!“ Hotch ging auf Will zu, schob gelassen seine Hände in die Hosentaschen und sah ihn eine ganze Weile schweigend direkt in die Augen. Im Saal wurde es zunehmend unruhig und auch der Richter wusste nicht was vor sich ging. Selbst Will rutschte auf dem Stuhl hin und her und schien unter dem Blick von Hotch zu schrumpfen:
„Was hat er denn vor?“ flüsterte JJ Morgan zu und er lächelte:
„Den scharfen Hund markieren!“ meinte er nur und war auf den weiteren Verlauf gespannt. Gerade da er selbst Jura studiert hatte und Hotch nun vor Gericht zu erleben war für ihn etwas besonderes. Doch jetzt wurde auch der Richter ungeduldig:
„Mr. Hotchner, kommt da noch etwas?“ Er antwortete nicht sofort, sah ihn dann aber an und meinte beiläufig:
„Entschuldigung, aber ich fragte mich gerade nur was den Angeklagten dazu bewog meine Mandantin als schlechte Mutter dar zu stellen. Schließlich ist nicht sie angeklagt sondern er wegen häuslicher Gewalt!“ Bradshaw stand auf:
„Euer Ehren, soll das eine Frage sein?“
„Mr. Hotchner. Wenn Sie dann jetzt eine Frage stellen würden...!“
„Natürlich.“ Morgan grinste und erklärte leise:
„Ist der gerissen. Dieses Kommentar von ihm hat die Jury gehört!“
„Und?“ wollte JJ nun wissen.
„Naja, was Menschen einmal hören beeinflusst sie, egal was es ist. Verstehst Du?“ JJ nickte nur und wartete weiter ab.

„Sie sagten, Sie hätten Sie einmal geschlagen?“
„Ja, das stimmt!“
„Nun, es gibt ein Gutachten und einen Zeugen und beides sagt das Gegenteil.“ Er nahm das Gutachten und reichte es Will:
„Lesen Sie doch bitte den Abschnitt drei noch einmal vor!“ Will starrte ihn an:
„Auf Grund der Vielzahl und der unterschiedlichen Verfärbungen der Hämatome fand eine körperliche Gewalteinwirkung über einen längeren Zeitraum statt. Die am Tag der Erstellung dieses Gutachtens durchgeführte Untersuchung zeigt an Hand einer Ultraschallaufnahme eine Quetschung der Milz an. Diese Verletzung kann auf Grund der Ausprägung auf das Alter von etwa einer Woche angesetzt werden. Vermutliche Ursache war eine massive Gewalteinwirkung gegen den Unterleib der Patientin wie es in Form von z. B. heftigen Tritten der Fall sein kann.“ Hotch nickte und drehte sich zur Jury um:
„Und nun lesen Sie bitte den letzten Abschnitt!“ Will sah ihn finster an, blätterte dann aber um und las:
„Nachfolgend und zusammenfassend erkläre ich als Gutachterin des Staates Washington das massive, schwere und lang anhaltende Gewalteinwirkungen gegen den Körper der Patientin Jennifer Jareau stattfanden. Auf Grund meiner Untersuchungen und der Verletzungen setze ich eine Misshandlung von mindestens 9 Monaten in diesem Gutachten an. Als Nachweis gelten zudem die beigefügten Beweisfotos, die Ultraschall- sowie Röntgenaufnahmen, die am Tag der Erstellung dieses Gutachtens im Rahmen der körperlichen Untersuchung angefertigt wurden.“ Will ließ den Arm sinken und Hotch musterte ihn:
„Neun Monate! Sie schlagen, prügeln, treten, misshandeln eine Frau über mindestens neun Monate hinweg und stellen sich hier her und behaupten, sie sei eine schlechte Mutter?“
„Ja, genau das tue ich?“ Hotch ging zielstrebig und schnell auf ihn zu:
„Ist es nicht vielmehr so, dass Sie als Vater gnadenlos überfordert waren?“
„Nein...!“ Hotch unterbrach ihn und seine Stimme wurde immer schärfer:
„War es nicht so, dass das Schreien Ihres Kindes Sie regelmäßig in den Wahnsinn trieb und Ihrem Frust Luft machen mussten?“
„Nein...!“ Hotch unterbrach ihn erneut und wurde zunehmend lauter:
„War es nicht so, dass Ihnen die Hand ausrutschte und Sie Gefallen daran fanden weil sie sich nicht wehren konnte?“ Auch Will wurde nun immer aufgebrachter:
„Verdammt, Sie haben ja keine Ahnung wie es ist wenn...!“ Hotch unterbrach ihn wieder:
„Ich habe keine Ahnung? Ich bin selbst Vater und weiß wie es ist nachts keinen Schlaf zu finden weil das eigene Kind Hunger hat und deshalb schreit. Oder weil es die Windeln voll hat. Das sind alles ganz banale und natürliche Dinge, aber Sie halten das nicht aus, richtig?“
„Nein.... doch...!“
„Sie mussten sich abreagieren, ist es nicht so?“
„Nein, ich..!“
„Sie hielten das einfach alles nicht mehr aus. Am Tag den Stress auf der Wache, die Anfeindungen auf der Straße die jeder Cop erfährt, die vermeindliche Ungerechtigkeit wenn jemand einfach wieder gehen kann nachdem man ihn unter großen Anstrengungen festgenommen hat, nur auf Grund von fadenscheinigen Gründen und dann noch nachts ein brüllendes Kind. Das war einfach zu viel, richtig?“ Will schüttelte immer wieder mit dem Kopf und kleine Schweißperlen traten auf seine Stirn doch Hotch fuhr unbeeindruckt fort:
„Sie konnten gar nicht anders als diesen ganzen Frust an jemanden aus zu lassen und wer war da besser als Ms. Jareau, der man Ihrer Meinung nach ohnehin keinen Glauben schenken würde. Habe ich nicht Recht?“
„Ja, verdammt. Ihr alle habt ja keine Ahnung.“ Will war mit den Nerven fix und fertig und erst als Hotch ihn einfach nur ansah wurde ihm bewusst was er gerade gesagt hatte. Hilfesuchend sah er zu seinem Verteidiger, der gerade seinen Stift auf den Schreibtisch warf. Hotch blieb bewusst noch stehen um das gerade geschehene auf die Jury wirken zu lassen, drehte sich dann wieder um und ging auf seinen Schreibtisch zu. Ganz gelassen, als ob nicht passiert war, sagte er:
„Keine weiteren Fragen!“ Er nahm Platz und blätterte gelangweilt in einigen Unterlagen herum. Morgan hatte das ganze Schauspiel beobachtete und schüttelte langsam mit dem Kopf:
„Wow.“ JJ sah ihn an und zupfte an seinem Ärmel:
„Was... bedeutet das?“ flüsterte sie:
„Hotch hat ihn geknackt. Das war Profiling und Provokation der Sonderklasse. Also ganz ehrlich, ich möchte nicht zu den Feinden von Hotch gehören!“ JJ schluckte und musterte Hotch, der jetzt sogar gelangweilt schien. Der Richter räusperte sich kurz:
„Nun, Sie können zurück zu Ihrem Verteidiger, Mr. LaMontegna.“ Will stand auf und wusste nicht was gerade passiert war, er wusste nur, dass er Mist gebaut hatte und zwar großen Mist. Er sprach kurz mit seinem Verteidiger und der stand dann auf:
„Euer Ehren, ich bitte um eine kleine Unterbrechung. Ich möchte mich mit meinem Mandanten beraten!“ Der Richter nickte:
„Sie haben keine Einwände?“ Er sah zu David und Hotch und beide schüttelten den Kopf:
„Gut. Wir unterbrechen die Sitzung für zwanzig Minuten. Das sollte ausreichend sein!“ Alle erhoben sich und dann entstand ein kleiner Tumult an der Tür denn die meisten strömten nach draußen. Hotch und David blieben sitzen und unterhielten sich. Das Team, allen voran Morgan gingen auf die beiden zu:

„Also Hotch, wenn Du jemals ein Problem mit mir hast dann sag es mir, ok?“ grinste er und sah seinen Boss an.
„Keine Sorge, das erfährst Du dann!“ Sein Blick fiel auf JJ, die etwas eingeschüchtert und irritiert schien. Er stand auf und ging zu ihr:
„Alles in Ordnung?“
„Ja, nur was geht hier eigentlich vor?“
„Naja, wir erwarten, dass Bradshaw uns einen Deal anbieten wird. Aus der Zange kommt er nicht mehr raus. Eine Verurteilung ist ihm sicher und Bradshaw hat nur noch die Chance zu handeln!“
„Heißt das er kommt frei?“
„Nein, auf keinen Fall. Das werde ich nicht zulassen, ok? Mach Dir keine Sorgen!“ JJ nickte und dann rief David nach ihm:
„Aaron, wir bekommen Besuch!“
„Siehst Du? Entschuldige mich kurz, ja?“ JJ nickte und Hotch ging zu David und Bradshaw, die sich dann etwas im Saal zurück zogen. Morgan stellte sich zu JJ und beobachtete mit ihr die Szene der drei. Immer wieder schüttelte Hotch den Kopf, diskutierte mit David als auch mit Bradshaw und dann kamen sie kurz darauf zurück und Hotch nickte Morgan zu:
„Der Deal ist gelaufen!“
„Was heißt das?“
„Das erfahren wir gleich. Sie müssen den Richter informieren!“ Und wie Morgan sagte verließen die drei den Saal. Zehn Minuten später kamen sie zurück und die Verhandlung wurde fortgesetzt. Der Richter wand das Wort an die Jury:
„Hiermit entlasse ich die Jury. Es kam zu einer Einigung. Vielen Dank!“ die Jury verließ murmelnd den Saal und dann begann der Richter:
„Es kam zu einer Einigung. Mr. LaMantegna, bitte erheben Sie sich!“ Will und Bradshaw standen auf und dann seufzte der Richter:
„Mr. LaMantegna, die Einigung sieht vor, dass Sie mindestens die Zeit von zweieinhalb und längstens die Zeit von vier Jahren in einem Staatsgefängnis einsitzen. Außerdem erlege ich Ihnen Auflagen auf. Der Besuch eines Antiaggressionstrainig, dessen regelmäßigen Besuch dem Gericht gemeldet wird, ist ein Bestandteil. Außerdem empfehle ich dem Jugendamt der Mutter Jennifer Jareau das alleinige Sorgerecht über das gemeinsame Kind Henry zuzusprechen. Wenn Sie ihr Kind nach Entlassung aus der Haftanstalt besuchen möchten wird Ihnen das nur unter Aufsicht gewährt. Dies waren die wichtigsten Punkte. Alles weitere erklärt Ihnen Ihr Anwalt. Die Sitzung ist geschlossen!“ Er stand auf und verließ den Saal während zwei Cops Will abführten.

Das Team ging auf David und Hotch zu und freuten sich mit ihnen über den Ausgang. Erst als der Saal sich einigermaßen geleert hatte verließen auch sie den Raum. Morgan, David und Hotch sprachen noch kurz zusammen, doch dann brach auch Morgan auf um zurück zur BAU zu fahren. Am Treppenansatz wartete Rossi auf ihn und dann waren auch die beiden außer Sicht.

JJ stand vor dem Gerichtssaal und sah wie Will abgeführt wurde während Hotch und David auf sie zu kamen. David lächelte sie an:
„Geht es Ihnen gut?“ fragte er und sie nickte:
„Ja. Ich bin wirklich erleichtert das es jetzt vorbei ist!“
„Ich denke, wir haben ein gutes Ergebnis erzielt.“
„Ja, das denke ich auch. Wie stehen denn die Chancen, dass er durch das Antiaggressionstraining wirklich friedlich bleibt in bestimmten Situationen!“
„Eigentlich ganz gut. Wir haben ganz gute Erfahrungen gemacht, zwar nicht bei allen, aber ich denke, er könnte es hin bekommen. Er wird im Knast keine guten Erfahrungen machen. Gerade als Cop nicht!“ JJ nickte:
„Das hat er sich selbst zuzuschreiben. Ich hoffe nur für ihn, dass er daraus lernt!“ David lächelte:
„Machen Sie sich keine Gedanken mehr um ihn. Wichtig ist, dass Sie jetzt zur Ruhe kommen und Ihr Leben genießen. Zusammen mit Ihrem Sohn.“
„Das werde ich. Danke David, für alles!“
„Es ist mein Job und außerdem, danken sollten Sie ihm!“ Er deutete auf Hotch der die Augen verdrehte. Dann fügte David hinzu:
„Ich sollte langsam los. Auf mich wartet noch eine Menge Arbeit. Sollten Sie bei etwas Hilfe benötigen, Sie haben meine Nummer. Dann scheuen Sie sich bitte nicht mich anzurufen.“
„Danke, das werde ich.“
„Gut. Aaron, wir sehen uns und Ihnen alles Gute!“
„Ihnen auch, danke!“ damit drehte David sich um und lief die Treppe hinunter Richtung Haupteingang.

Hotch sah sie an und musterte sie sichtlich:
„Ist wirklich alles in Ordnung?“ JJ lächelte ihn an:
„Ja, ich habe nur das Gefühl das eine Tonnenschwere Last von mir abgefallen ist.“ Er nickte etwas und lächelte kurz:
„Komm, lass uns hier verschwinden.“ Hotch fuhr sie zu Jessica um beide Kinder zu holen und dann nach Hause. JJ wollte heute mit ihrem Sohn alleine sein, was er durchaus verstand nach alldem. Also machte er sich auf den Weg zu sich und genoss den Rest des Tages mit seinem Sohn, der die Zuwendungen sichtlich genoss. Trotzdem machte sich Hotch Gedanken um JJ und das sollte auch noch lange anhalten.





So, das war mal Hotch als ganz "böser" Anwalt. Passt es zu ihm? Wie fandet ihr seinen Auftritt, wie er Will in die Zange nahm?????

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#19

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 12.12.2010 18:17
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Soooo..... und jetzt..... nee ich verrate nichts. Viel Spaß bei dem letzten kapi für heute....


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Immer wieder war sie Bestandteil seiner Gedanken. In Fällen, wenn es um sadistische Umstände ging. Im Büro wenn sie Fälle durchsprachen und sich abstimmten und auch nachts, wenn er dalag und darauf wartete, dass er endlich einschlief. Er versuchte sich ein zu reden, dass jetzt alles wieder so war wie vor dem Prozess, doch das war harte Arbeit und er wusste nicht ob ihm das auch gelingen würde.

Der Prozess war nun schon zehn Wochen her und sie hatten seitdem wieder einige Fälle bearbeitet. Es war ein sonniger Tag und das gesamte Team hatte heute frei. JJ überlegte schon seit einigen Tagen ob sie diesen Schritt wirklich gehen sollte. Sie hatte Angst, aber sie folgte trotzdem ihrem Gefühl. Wie besprochen wollte sie Henry gerade zu Jessica bringen als sie eine SMS empfing.

Hey JJ. Bin bei Aaron weil er weg musste. Bring Henry doch hier her. Bis gleich. Jessica.

Also brachte sie ihren Sohn zu Hotch. Wie Jessica gesagt hatte war er nicht da und wunderte sich etwas darüber, was sie Jessica gegenüber auch zum Ausdruck brachte. An seinem freien Tag verbrachte er die Zeit nicht mit seinem Sohn? Doch Jessica erklärte ihr kurz die Umstände und dann machte sich JJ auf den Weg, um ihrem Gefühl nach zu geben. Langsam schlenderte sie durch den Park und sah sich um. Ein schöner Ort, den sie nie zuvor gesehen hatte. Er lag wunderschön und es gab sehr viel Natur. Blumen, Hecken, Bäume die Schatten spendeten und ein See. Es gefiel ihr hier sehr gut aber sie war auch nervös. Was würde an diesem wundervollen Ort wohl gleich passieren? Dann plötzlich sah sie Hotch, aber eher rein zufällig. Er saß auf einer Bank, die sehr versteckt stand. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht und sie sah auf die Uhr. Sie ging auf ihn zu und als sie nur noch wenige Schritte von ihm entfernt war, sprach sie ihn an. Er trug Jeans und ein Sweatshirt, dessen Ärmel er hoch gezogen hatte. Außerdem schien er ganz in Gedanken zu sein:
„Hey Hotch!“ Er drehte den Kopf und sah sie an:
„JJ? Was machst Du denn hier?“
„Ich treffe mich hier mit jemanden?“ Hotch sah sie an, wieder auf so eine merkwürdige Art. Einen Augenblick später sah er kurz auf seine Hände und dann auf den See.
„Das freut mich für Dich,“ meinte er leise. JJ musterte ihn und folgte dann seinem Blick:
„Das ist ein schöner Flecken Erde. Bis heute kannte ich ihn gar nicht!“ Er atmete hörbar aus und nickte:
„Ja, das ist er. Ich komme hier her wenn ich mal einen Augenblick abschalten möchte. Hier ist es so... friedlich!“ JJ bekam ein schlechtes Gewissen:
„Ich wollte Dich nicht stören. Wenn Du allein sein möchtest dann...!“
„Nein, ist ok. Bleib ruhig. Hm, wann wolltest Du Dich denn mit diesem Mann treffen?“ Sie sah auf die Uhr:
„Eigentlich jetzt!“ Er sah sie skeptisch an:
„Also, wenn ein Mann eine Frau bei dem ersten Treffen schon warten lässt, dann...!“ er schüttelte den Kopf und sie lächelte leicht:
„Es kann immer mal etwas dazwischen kommen und ein paar Minuten gewähre ich meistens. Schließlich ist es eine Großstadt!“
„Wenn ich wüsste, dass ich ein Treffen mit einer wundervollen Frau habe wäre ich vermutlich schon sehr viel früher da, nur um nicht zu spät zu kommen. Vielleicht seh ich das auch etwas zu.... altmodisch.“ JJ lächelte, sich bewusst über sein verstecktes Kompliment, und sah ihn an:
„Im Ernst?“ Er zuckte mit den Schultern:
„Im Ernst was?“
„Na, Du würdest wirklich soviel früher da sein?“
„Ich sag ja, vielleicht seh ich das etwas altmodisch!“ Sie dachte darüber nach:
„Also, ich finde es nicht altmodisch sondern eher.... einen sehr.... liebenswerten Charakterzug!“ Er lächelte und wie es ihr vorkam, etwas traurig. Er lehnte sich zurück, faltete seine Hände in seinen Schoß und sah wieder auf das Wasser. JJ musterte ihn aus den Augenwinkeln. Die Sache mit Will war nun seit mehr als zwei Monaten ausgestanden, doch noch immer wirkte er müde und ausgelaugt. Sie schluckte und seufzte leise. Warum war er wirklich hier? Doch konnte sie ihn danach fragen? Hatte er sie nur aus Höflichkeit aufgefordert zu bleiben?

„Bist Du wirklich sicher, dass ich Dich nicht störe?“ Er sah sie an und nickte:
„Sicher! Wie ist er so?“ Offenbar beschäftigte ihn dieser Mann.
„Wer?“
„Dein Treffen. Was ist er für ein Typ?“
„Willst Du ein Profil über ihn erstellen?“ Er schüttelte den Kopf:
„Nein, reine Neugier! Außerdem wünsche ich mir für Dich, dass Du glücklich wirst. Gerade nach allem was passiert ist.“ Neugier also. JJ versuchte ein Lächeln zu unterdrücken.
„Naja, er ist wirklich etwas Besonderes. Er kann gut zuhören, er hat Stil, ist gebildet, er hat einen angenehmen Humor, Feingefühl und er ist zuverlässig.“ Er hörte genau zu und nickte langsam:
„Also regelrecht ein Traumtyp.“
„So würde ich ihn bezeichnen!“ er nickte. Wie sie von ihm erzählte hatte sie sich in ihn verliebt. Er freute sich für sie, aber trotzdem versetzte ihm das einen heftigen Stich im Herzen. Er konnte nur hoffen, dass er es gut mit ihr meinte, denn nur das hatte sie verdient.
„Sieht er gut aus?“
„Was?“ lächelte sie und sah ihn fragend an:
„Na, sieht er gut aus? Optisch. Sieht sich jede Frau nach ihm um?“
„Du meinst, ob er ein Draufgänger ist und das ausnutzen könnte?“
„Zum Beispiel!“
„Also, ich finde schon, dass er gut aussieht aber ich denke nicht, das er ein Draufgänger ist. Nein, das würde ich ausschließen!“ Wieder nickte er und sah auf die Uhr:
„Mh, scheinbar ist er inzwischen eine viertel Stunde über der Zeit! Nach Zuverlässigkeit sieht das nicht gerade aus. Oder hat er sich per Handy gemeldet, per SMS vielleicht?“ Sie zog das Handy aus der Tasche:
„Nein.“
„Also, ich.... möchte Deine hoffnungsvollen Erwartungen nicht zerstören aber... !“ JJ schüttelte den Kopf:
„Das tust Du nicht denn.....!“ sie sah sich um:
„... er ist da!“ Er sah sie kurz an, nickte und dann ließ er seinen Blick durch den Park schweifen. Er kniff die Augenbrauen zusammen:
„Aber.... hier sind doch nur wir beide!“ JJ sah ihn an und nickte langsam. Dann flüsterte sie unsicher:
„Ja, ich weiß!“ Sie sahen sich genau in die Augen und in seinen spiegelten sich gerade so viele Dinge wieder. Sie hatte Angst vor seiner Reaktion, Angst davor wie es nun weiter gehen würde und Angst davor, dass er vielleicht ganz anders empfand. Er hatte nie Anstalten in dieser Richtung gemacht. Aber es gab einfach bestimmte Dinge, viele Dinge, die für sie den Schluss zuließen, dass auch er vielleicht etwas mehr als Freundschaft für sie empfinden könnte. Und wenn nicht, dann hatte sie so zumindest Gewissheit. Zu lange bestimmte er nun schon ihre Gedanken, durch ihn hatte sie diese schlaflosen Nächte und nach ihm sehnte sie sich so sehr, dass es fast schon weh tat. Obwohl nie etwas zwischen ihnen war in dieser Richtung. Jeden Tag begegnete sie ihm, arbeitete eng mit ihm zusammen, stieg ihr sein Duft in die Nase und sah in seine dunklen Augen. Doch da waren seine vielen kleinen Blicke, das er sich um sie sorgte, und manchmal sein trauriger Blick, wenn er sie ansah.
Sie war diesen Schritt jetzt gegangen und zurück konnte sie nicht mehr. Sie hatte das ganze noch abbrechen können, noch vor wenigen Sekunden, doch sie wollte Gewissheit. Zögerlich hob sie ihre Hand und schob sie in seinen Nacken wo sie leicht seine Haare kraulte. Leise meinte sie dann zu ihm:
„Aaron, ich meinte.... Dich!“
„Mich? Aber... Du sagtest, Du hättest ein Treffen!“ JJ legte den Kopf schief. Sie spürte, dass er ihr offenbar nicht glaubte.
„Aber ich sagte nicht mit wem sondern nur, dass ich eins habe und so gesehen war es doch nicht falsch. Wir haben uns hier.... getroffen!“ erklärte sie. Er sah ihr noch immer in die Augen und konnte nicht glauben was er da hörte. Konnte das denn tatsächlich sein? Er schloss die Augen und versuchte ihre Hand in seinem Nacken zu ignorieren, die ihn so sanft streichelte. JJ deutete das jedoch anders, schluckte und zog ihre Hand hastig weg und legte sie zusammen mit der anderen in ihren Schoß. Leise sagte sie dann:
„Es tut mir Leid. Ich... es war falsch Dir das.... zu sagen.“ Sie wollte gerade ansetzten um auf zu stehen als er sie aufhielt:
„JJ, warte!“ sie setzte sich wieder und sah ihn unsicher an.
„Es muss Dir nicht Leid tun. Ich meine.... ich ähm.... hätte nur nie gedacht, dass Du so empfinden könntest. Ich bin.... soviel älter, habe einen Sohn, bin Dein Chef und....!“ JJ legte den Kopf schief:
„Aber Gefühle haben doch nichts mit all dem zu tun. Gefühle schauen nicht nach dem Alter sondern hören auf das Herz. Jack ist ein wundervoller Junge, den ich sehr mag und ich glaube, er mag mich auch etwas!“ Hotch sah sie an und schluckte:
„Das tut er!“ er hob eine Hand und strich ihr über die Wange, strich ihr eine Strähne nach hinten und sah sie wieder so seltsam an.
„Und.... sein Dad empfindet.... genau wie Du.“ flüsterte er und ihre Augen begannen zu leuchten. Dann erklärte er weiter:
„Ich habe versucht diese Gefühle, die ich zunächst nicht einsortieren konnte, zu ignorieren doch es funktionierte nicht immer. Ich habe es unterdrückt weil für mich nie in Frage kam, dass auch Du...!“ er brach ab und sie wusste wie schwer ihm das gerade gefallen war. Aber sie war auch glücklich darüber. Erst sahen sie sich noch einen Moment an, doch dann bewegten sie sich, so unsicher wie zwei Teenager, aufeinander zu. Ihr Lippen berührten sich und dann entflammte ein Kuss. Erst ganz zart und vorsichtig, doch dann vertiefte er sich. Sie fuhr durch seine Haare und er zog sie sanft an sich. Mit geschlossenen Augen genossen sie diesen Augenblick und in JJ stand alles in Flammen. Sie wollte ihn, mehr als alles auf der Welt. Endlich spürte sie ihn, doch anstatt das die Sehnsucht jetzt verging wurde sie nur noch mehr geschürt. Sie musste diesen Kuss beenden sonst würde sie die Kontrolle verlieren. JJ sah ihn an und lächelte:
„Wow!“ flüsterte sie und strich wieder durch seine Haare. Leidenschaft stand in seinen Augen, also war der Kuss auch an ihm nicht spurlos vorbei gegangen. Stolz kam in ihr auf, dass sie diese Leidenschaft gerade in ihm, der so viel reifer und erfahrener war als sie, geweckt hatte. Er strich ihr über die Wange, so sanft wie ein Windhauch und JJ konnte nur Mutmaßungen darüber anstellen, wie er als Liebhaber wäre. Warum sagte er denn nichts?

Hotch kämpfte gegen sein Verlangen an, das dieser Kuss in ihm ausgelöst hatte. Dabei war er nicht einmal fordernd gewesen sondern eher....unschuldig, trotzdem leidenschaftlich. Sie so zu spüren, zu schmecken war viel schöner gewesen als in seinen Vorstellungen, was die Sache nicht gerade leichter machte. Er wusste, dass er sie begehrte. Wie lange wusste er das schon! Doch er hatte immer versucht das alles zu ignorieren. Täglich sahen sie sich, arbeiteten eng zusammen und er hatte seine Gefühle und Wünsche immer im Griff gehabt, doch jetzt? Wie würde es jetzt weiter gehen? War er überhaupt in der Lage sie glücklich zu machen?

JJ wurde unruhig. Dann kam ihr ein Verdacht und hob ihre Hand um sie auf seine Brust zu legen, dorthin, wo sein Herz schlug:
„Du sagst gar nichts. Kann es sein, dass hier noch kein Platz ist und nicht weißt, wie Du es mir sagen sollst?“ Haleys Tod war zwar schon einige Monate her aber sie wusste wie sehr er sie geliebt hatte. Vielleicht war er noch nicht bereit etwas neues einzugehen oder er wollte einfach nicht, aus anderen Gründen. Fragend sah sie ihn an doch er schüttelte den Kopf, legte seine Hand über ihre und drückte sie an sich:
„Nein, das hat damit nichts zu tun. Sie hätte gewollt, dass ich wieder eine Beziehung eingehe und glücklich werde. Auch wenn sie immer eine Rolle für mich spielen wird. Aber sie kommt nicht zurück und es war schwer das zu verstehen, aber inzwischen ist das anders.“ JJ nickte und strich mit dem Daumen über seinen Körper:
„Und... warum sagst Du nichts?“
„Zum einen kommt das jetzt ziemlich überraschend für mich und....!“ JJ lächelte und sah ihn an:
„Und?“ sein Blick wurde trauriger und er strich ihr eine Strähne nach hinten, die ihr vom Wind ins Gesicht geweht wurde:
„Und ich weiß nicht, ob ich Dich wirklich glücklich machen könnte!“ JJ zog die Augenbrauen hoch:
„Warum zweifelst Du daran?“ Er zuckte mit den Schultern:
„Du bist eine so wundervolle Frau. Du könntest jeden haben den Du nur willst. Männer in Deinem Alter, die noch nicht vorbelastet sind und...!“
„Hey, Stopp!“ unterbrach sie ihn und streichelte über sein Gesicht:
„Jeder hat seine Vergangenheit. Außerdem, ich weiß wen ich will. Ich weiß, nach wem ich mich sehne und das nicht nur, wenn ich nachts im Bett liege. Ich weiß, wer sich immer wieder in meine Gedanken stiehlt. Wir könnten es doch auch.... langsam angehen lassen, sofern Du das überhaupt möchtest mit mir.“ Er legte den Kopf schief und sah sie warm an. Dabei fuhr er mit einem Zeigefinger ihrem Kinn entlang und flüsterte:
„Du bist so.... süß!“ JJ lächelte und beugte sich abermals zu ihm um ihn zu küssen und auch diesmal stand sie augenblicklich in Flammen, als sich ihre Lippen mit seinen trafen. Ohne darüber nach zu denken fand ihre Hand den Weg unter sein Sweatshirt und unter das darunter liegende T´Shirt. Ein kleiner Schauer durchlief seinen Körper als er ihre Finger auf seiner Haut spürte. Sie fühlte seine warme Haut und wieder spürte sie diese Sehnsucht nach ihm so heftig, das sie fast verging. Wieder löste sie den Kuss und sah ihn an. Auch diesmal stand wieder Leidenschaft in seinen Augen und mit der Zungenspitze fuhr sie sich über die Lippen wobei sie ihm tief in die Augen sah. Leise flüsterte er während sein Blick kurz auf ihren Mund fiel:
„Ich muss.... zu Jack.“




Wie geht es denn jetzt wohl weiter? Ich bin gespannt ob ihr eine Idee dazu habt bzw. was ihr überhaupt sagt....

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#20

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 16.12.2010 19:12
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Und weiter gehts.

Ich wünsche euch viel Spaß und Achtung, ich poste mehrere Teile....

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JJ lächelte:
„Ist Jessica bei ihm?“ sie verschwieg das sie es wusste. Er nickte und sie sah ihn fragend an:
„Glaubst Du, sie hat noch etwas Zeit um bei ihm zu bleiben?“
„Bist Du sicher, dass Du das wirklich willst?“ sie nickte nur. Er überlegte kurz, zog dann sein Handy aus der Tasche und wählte eine Nummer. Er sah auf den See als er sprach:
„Hey.“
„Ich müsste noch etwas.... erledigen. Könntest Du wegen Jack noch etwas länger bleiben?“
„Nein, kein neuer Fall!“
„Gut, ich komme so schnell ich kann! Danke!“ Er schob das Handy weg und sah sie wieder an. Unsicherheit kam in ihm auf denn er war nicht überzeugt, ob er hier gerade das Richtige machte. Sein Körper hatte sich jedoch bereits entscheiden, denn sein Verlangen nach JJ war fast unerträglich. Sie stand auf und nahm seine Hand in ihre woraufhin er ebenfalls auf stand und ihr folgte.

Nur eine viertel Stunde später standen sie in JJ´s Wohnung. Sie legte ihre Schlüssel auf den Tisch und ging auf ihn zu, sah ihm tief in die Augen und schob ihre Hand in seinen Nacken. Sie suchte seinen Mund und fand ihn und ab diesem Moment, das wussten sie beide, gab es kein zurück mehr. JJ wollte ihn nur noch fühlen. Seine Haut, seine Wärme, ihn. Sie schob ihre Hände unter seine Shirts und schob sie nach oben, um es ihm über den Kopf zu ziehen, während er über ihren Rücken strich und sie an sich zog. Sein Sweatshirt landete mit samt dem T´Shirt auf dem Boden und immer wieder strich sie aufreizend über seine Brust, bedeckte sie mit Küssen und schob ihn dabei auf das Schlafzimmer zu. Inzwischen hatte auch er sie von ihrem Oberteil befreit und reizte sie mit seinen Fingern und seinen Lippen. JJ schloss die Augen und als er mit seinen Beinen gegen das Bett stieß sah er sie ein letztes Mal fragend an. Der erneute Kuss beantwortete seine Frage und seine Hände fuhren in ihre Haare. Ihre mit Spitze bedeckten Brüste drückten sich an ihn und dann öffnete er den Verschluss, ließ auch das Stück Stoff auf den Boden gleiten und trat einen Schritt zurück. JJ errötete etwas unter seinem Blick und zog ihn erneut an sich. Mit der Hand fuhr sie über seinen Po, drängte sich an ihn und fühlte seine Erregung. Dies heizte sie noch mehr an und so glitt ihre Hand über seine Jeans nach vorne, strich aufreizend weiter nach oben zu seinem Gürtel. Er hauchte Küsse auf ihren Hals und Nacken doch als sie ihn schließlich umfing stöhnte er leise auf.
„JJ!“ hauchte er und schob sie auf das Bett. Er legte sich neben sie und dann begann für sie eines der süßesten Spiele das sie jemals erlebt hatte. Er ließ sich unendlich viel Zeit, liebkoste ihren Körper mit Händen, Mund und Lippen und ließ nicht zu, dass auch sie ihn liebkoste. Er pellte sie aus ihrer Hose, die ebenfalls auf dem Boden landete und setzte sein süßes Spiel immer weiter fort. JJ genoss es einfach nur, sie nahm was er ihr gab und immer wieder protestierte sie, als er ihre Hände von seinem Körper fern hielt. Sie drängte sich an ihn, schob sich ihm entgegen bis sie es nicht mehr aushielt und ihn flehentlich ansah:
„Aaron, ich kann nicht mehr warten!“ flüsterte sie und nestelte an seiner Jeans herum. Diesmal ließ er zu das sie ihn von seiner Jeans befreite und half ihr dabei. Sie wollte ihn so sehr, aber sie wollte auch ihm Zärtlichkeiten schenken und so flogen ihre Hände über seinen Körper, reizte ihn mit ihren Lippen und liebkoste seine Männlichkeit. Er schloss die Augen, doch irgendwann stoppte er sie, sah ihr tief in die Augen und sie wusste, dass sie gleich eins sein würden. Kurz darauf fühlte sie sein Gewicht, dass sie in die Kissen drückte und dann klammerte sie sich an ihn, als er sie langsam und sanft nahm. Erst hielt er noch inne, küsste sie so unendlich langsam doch sie wollte mehr und begann sich unter ihm zu bewegen. Seine bisherige Zurückhaltung war jetzt wie weg geblasen und so vielen sie in einen gleichmäßigen Rhythmus ein, der schließlich zeitgleich in einem Feuerwerk der Gefühle ihr Finale fand. In diesem Augenblick fühlte sie seine Anspannung und wie mehrere Schauer seinen Körper durchliefen. Ihre Herzen klopften um die Wette und kurz darauf rollte er sich neben sie und zog sie schwer atmend in seine Arme. JJ kuschelte sich an ihn und legte ihren Kopf auf seine Brust. Sie hörte, wie sein Herz schlug und sich langsam wieder beruhigte. Dabei strich sie über seine Narben und in ihr zog sich etwas zusammen. Wenn sie daran dachte, was er damals durch gemacht hatte, krampfte ihr Herz zusammen. Er strich ihr über den Rücken und lag mit geschlossenen Augen da. Sie sah in sein Gesicht und lächelte leicht. Er wirkte jetzt so entspannt wie sie ihn schon lange nicht mehr gesehen hatte. Und wenn, dann waren es immer nur kleine Momente. Damals, wenn er mit ihnen allen essen ging als Beispiel. Er öffnete seine Augen und sah direkt in ihre:
„Hey!“
„Hey!“
„Geht´s Dir gut?“ Sie lächelte und nickte wobei sie ihm einen Kuss auf die Brust gab:
„Ja, mir geht es gut. Und Dir?“ Er nickte und strich über ihre Lippen:
„So gut wie lange nicht mehr!“ JJ hob ihren Kopf und gab ihm einen Kuss:
„Du bist ein außergewöhnlicher Mann, Aaron Hotchner!“ Er lächelte kurz:
„Nicht so außergewöhnlich wie Du!“ er stupste auf ihre Nase und dann legte er den Kopf leicht schief:
„JJ..... ähm.... Jenny, ich würde gerne noch bleiben aber...!“ Sie strich ihm über das Gesicht:
„Ist schon gut. Jack wartet auf Dich!“
„Du bist nicht sauer wenn ich jetzt....!“
„Nein, Unsinn.“ Er beugte sich runter zu ihr, gab ihr noch einen langen Kuss und zog sich dann wieder an. JJ sah ihm nach als er den Raum verließ, sie noch einmal kurz ansah und dann war er weg. Sie kuschelte sich unter die Decke, legte sich dort hin wo bis gerade er noch gelegen hatte und atmete tief seinen Duft ein, der in den Laken hing. So etwas hatte sie noch nie erlebt. Wie konnte ein Mann bloß so gefühlvoll, so einfühlsam sein? Er hatte sich selbst und seine Bedürfnisse völlig hinten angestellt und ihr das einzigartige Gefühl gegeben, begehrt zu sein. Sie fühlte noch seine zärtlichen Hände auf ihrem Körper und seine weichen, warmen Lippen. Sie fühlte sich als Frau. Für sie war das gerade eine einzigartige Erfahrung und für einige Minuten schloss sie einfach die Augen und genoss die Nachwirkungen. Wie würde es jetzt mit ihnen weiter gehen? Sie konnte das alles noch gar nicht glauben. Sie hatte mit ihrem Traummann geschlafen und dieser Traummann war dazu noch ihr Vorgesetzter. Ob das wohl Ärger geben würde? Aber eigentlich war es doch ihre Privatangelegenheit. Naja, gut. Sie wusste ja, dass die Behörde etwas empfindlich reagierte wenn es um persönliche Beziehungen zu einem Kollegen ging, aber sie wollte sich da nicht rein reden lassen und würde sich dafür auch einsetzen. Hotch war das Beste was ihr passieren konnte und um nichts in der Welt würde sie sich das wieder nehmen lassen wollen.

Sie seufzte, drehte sich um und sah durchs Fenster nach draußen und wurde mit einem Mal nachdenklich. Es gab da ja etwas, dass ihn beschäftigte und das machte ihr auch etwas Angst. Sie musste versuchen heraus zu finden was das war um für sich selbst Sicherheit zu bekommen. So sehr sie Hotch auch liebte, so hatte sie auch Angst davor, nachdem was mit Will passiert war, erneut herein zu fallen.
Sie stand auf, ging unter die Dusche und machte sich dann auf den Weg zu Hotch um Henry ab zu holen. Ihr Herz machte regelrecht Sprünge wenn sie daran dachte ihm jetzt wieder zu begegnen. Sie parkte den Wagen, ging die Auffahrt hoch und schellte. Jack öffnete die Tür und strahlte sie an:
„Hey Jenny.“ Sofort rannte er zurück ins Haus und ließ die Tür offen. Etwas lächelnd betrat sie das Haus und schob die Tür zu. Sie sah sich suchend um und hörte dann Geräusche aus dem Wohnzimmer. Die beiden Jungs lagen bäuchlinks auf dem Boden und malten an einem Bild. Als Henry sie sah sprang er auf, begann zu lächeln und lief auf sie zu:
„Mommy, Mommy!“ sie hob ihn auf den Arm und drückte ihn an sich:
„Hey mein Schatz. Ihr malt an einem Bild!“ Henry nickte:
„Ja, da!“
„Ok, willst Du noch etwas weiter malen?“ Er nickte und so stellte sie ihn wieder ab und er lief zurück zu Jack, der sie ebenfalls anlächelte.
„Ist Jessica nicht hier oder Dein Dad?“
„Tante Jessica ist in der Küche und Dad ist oben.“ Daraufhin ging sie in die Küche und sah Jessica am Kühlschrank stehen:
„Hey!“
„Hallo JJ. Du willst sicher Henry abholen!“
„Ja. War er den lieb?“
„Ach, sicher. Jack versucht sogar ihm manche Dinge zu erklären, was manchmal wirklich lustig ist. Die beiden verstehen sich wirklich gut.“
„Das ist schön. Jack meinte das Hotch oben ist?“
„Ja, er musste noch etwas von einem Fall bearbeiten!“
„Oh, na gut. Dann will ich ihn nicht stören. Dann geh ich mal und danke, dass Du auf Henry aufgepasst hast!“
„Mach ich doch gerne, das weißt Du doch!“ Kurz darauf verließ sie mit ihrem Sohn das Haus.
Hotch saß in der oberen Etage und war völlig durcheinander. Solche Gefühle wie vorhin bei JJ hatte er noch nie gehabt. Selbst damals mit Haley nicht. Diese Intensität war für ihn unglaublich. Doch was nun? Er fuhr sich über das Gesicht. Seine Verzweiflung wuchs denn er wusste nicht was er tun sollte. Er hatte einen Fehler gemacht. Das wurde ihm jetzt immer klarer. Er konnte mit JJ keine Beziehung führen. Das ging einfach nicht! Eine ruhelose Nacht war vorprogrammiert, das wusste er sicher.

Am nächsten Tag mussten sie zu einem neuen Fall. Da dieser in Washington war mussten sie sich nicht extra einrichten sondern konnten ihre Arbeit in der Bau erledigen. Ein kleines Mädchen war von der Schule entführt worden und leider gab es bereits fünf weitere Fälle von vermissten Mädchen, die allesamt an den Schulen entführt worden waren. Scheinbar war der Täter sehr selbstbewusst und was etwas Hoffnung machte, es war bisher kein Kind tot gefunden worden. Da die Zeit drängte hatten sie kaum Zeit um Luft zu holen. Sie arbeiteten Hand in Hand und schnell war das Profil erstellt. Als dann eines der Mädchen wieder auftauchte, sichtlich verwirrt, mussten sie versuchen ganz behutsam an Informationen heran zu kommen. Wie sich heraus stellte wurde die kleine Sara sexuell missbraucht.

Jeder aus dem Team spürte die emotionale Belastung des Falls und jeden nahm es mit. Trotzdem versuchten sie alle objektiv zu bleiben und die Emotionen außen vor zu lassen. Am späten Nachmittag konnten sie den Entführer dann an einer Schule auf Grund des Profils dingfest machen und den Fall abschließen. Die Kinder wurden gefunden. Eingesperrt in einem Gewölbe, das unterirdisch in einem stadtnahen Haus lag. Sie waren eingeschüchtert und teilweise schwer misshandelt und missbraucht worden, aber sie lebten.

Hotch erledigte noch die Berichte und fuhr dann ebenfalls zu sich nach Hause, wo er Jack in seine Arme schloss. Alle waren heute schnell in den Feierabend gegangen, denn jeder benötigte nach diesem Fall etwas Zeit für sich. Doch trotz dieser furchtbaren Vorkommnisse machte sich Hotch Gedanken um JJ und umgekehrt. Erst jetzt konnten sie ihre Gedanken wieder dahin gehend bündeln und Hotch traf eine Entscheidung.

Der nächste Tag war wieder recht ruhig und so machte das Team, was es dann immer machte. Sie fertigten fehlende Berichte an, vervollständigten die Unterlagen und erstellten Profile für Fälle, wo ihre Anwesenheit nicht nötig war. Doch JJ fand einfach keine Ruhe. Seit zwei Tagen hatte sie bereits nicht mehr mit Hotch über persönliches gesprochen. Er tat so, als sei zwischen ihnen nie etwas passiert. JJ beschlich immer mehr ein eigenartiges Gefühl und das musste sie klären und zwar so schnell wie möglich. Kurzerhand nahm sie einige Akten um so einen Vorwand zu haben zu ihm zu gehen.
Als sie sein Büro betrat war es ein gewohntes Bild, dass sie vorfand. Er hing über Aktenbergen.
„Hotch, kann ich mit Dir sprechen?“ fragte sie unsicher und umklammerte die Akten in ihren Armen. Er sah auf und für einen Augenblick blitzen seine Augen auf:
„Sicher! Gibt es einen neuen Fall?“
„Nein.“ Er kniff die Augen zusammen und sah sie fragend an:
„Sondern?“
„Kannst Du Dir das nicht denken? Ich meine, Du sprichst nicht mit mir, fast habe ich das Gefühl, dass Du mir aus dem Weg gehst. Warum? Habe ich etwas gemacht das....!“
„Nein, hast Du nicht.“
„Aber...!“
„Können wir darüber sprechen wenn keiner mehr hier ist? Später?“ Ihr ungutes Gefühl wuchs in diesem Augenblick nur noch mehr. Trotzdem nickte sie und verließ sein Büro wieder. Ihr Magen krampfte zusammen als sie zurück in ihr Büro ging. Was hatte das alles bloß zu bedeuten? Hotch sah ihr nach und sein Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Er wusste, das es das einzig richtige war und wenn es ihn innerlich zerreißen würde. Doch das nahm er in Kauf. Für JJ würde er alles in Kauf nehmen und auch wenn er wusste, dass sie ihn dann sicher hassen würde musste er diesen Schritt gehen. Nur so konnte er JJ vor einem Fehler bewahren. Er versuchte sich wieder auf seine Arbeit zu konzentrieren aber immer wieder sah er sie vor sich, wie sie kurz zuvor in seinem Büro stand und ihn mit einem unsicheren Blick ansah. Es verging etwa eine Stunde doch dann waren alle weg. Er seufzte, schob seinen Stuhl etwas nach hinten und verließ sein Büro. Sein Verstand ließ ihn einen Schritt nach dem anderen machen und schließlich stand er vor JJ´s Büro. Er schluckte und trat dann ein:
„Hey!“ erschrocken sah sie auf und legte den Stift zur Seite:
„Hey!“ sie wusste nicht ob sie aufstehen konnte um ihn zu umarmen. Er fehlte ihr so aber sie widerstand diesem Wunsch und blieb sitzen. Für einen Augenblick sahen sie sich direkt in die Augen und dann räusperte er sich etwas:
„Ich habe nachgedacht. Das vor zwei Tagen wird eine einmalige Sache bleiben.“ JJ sah ihn an und schluckte hart:
„Aber.... habe ich etwas falsch gemacht? Habe ich....?“ Er hob die Hand um sie zu unterbrechen:
„Nein, hast Du nicht. Sieh es als One- Night- Stand an. Es hat nichts bedeutet, ok?“ JJ sah ihn an und traute ihren Ohren kaum. Hatte sie ihn gerade richtig verstanden?
„Das hat nichts bedeutet? Aber.... Du sagtest doch im Park, dass Du für mich auch so empfindest und....!“ ihre Augen wurden feucht und er sah, dass sie um Fassung rang. Doch er ließ sich nichts anmerken:
„Ja, ich sagte es aber es stimmte nicht.“

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#21

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 16.12.2010 19:15
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

So, und weiter gehts.
Ich schätze, Vanessa, dieses Kapi ist was für dich :-))))
Viele Spaß....

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„Was.... soll das heißen?“ Er sollte einfach gehen und zwar jetzt. Genau in diesem Augenblick und er sollte ihr die Antwort schuldig bleiben, denn damit würde er dauerhaft einen Keil zwischen ihnen treiben.
„JJ, ich möchte Dir darauf nicht antworten. Versteh einfach nur, dass es nichts bedeutet hat und es eine einmalige Sache bleiben wird!“ Sie schüttelte langsam mit dem Kopf als ob sie seine Worte nicht glauben könnte:
„Das glaube ich Dir nicht!“ flüsterte sie. JJ bitte, frag nicht weiter. Dräng mich nicht, bat er im Stillen doch sie machte genau das Gegenteil. Sie stand auf und ging auf ihn zu, doch er hob eine Hand damit sie ihm nicht zu nah kam.
„Warum sagst Du das?“
„Weil es das ist was ich darüber denke.“ Sie schüttelte wieder mit dem Kopf und sah ihn mit einem Blick an der alles in ihm zusammen ziehen ließ. Eigentlich wollte er nicht zu weit gehen, aber sie ließ ihm scheinbar keine Wahl. Er seufzte und sah sie mit einem festen Blick an:
„JJ. Versteh doch. Ich war schon lange nicht mehr mit einer Frau zusammen und als Du mir dann von Deinen Gefühlen erzählt hast.... naja, ich bin auch nur ein Mann!“ Sie starrte ihn nun an und mit einem Mal wurde ihr ganz schlecht.
„Du..... hast mich ausgenutzt? Du hast.... mich nur als Lustobjekt gesehen? Du.... Du....?“
„Wenn Du es so sagen willst, ja. Ich wollte Dir das so direkt nicht sagen, aber Du hast mir keine andere Wahl gelassen. Es tut mir Leid. Gute Nacht!“ damit drehte er sich um und verließ ihr Büro. JJ stand einige Minuten da und fühlte sich komplett taub an. Wie in Trance schaltete sie den Computer aus, nahm ihr Tasche und verließ das Gebäude. Im Auto jedoch wurde sie vollkommen von ihren Gefühlen übermannt und schluchzte und weinte ohne Unterlass. Wie hatte er das tun können? Warum hatte er das gemacht? Warum mit ihr? Was hatte sie ihm denn getan? Irgendwann startete sie den Wagen und fuhr los doch als sie später dann auf ihrem Sofa saß und ihr Gesicht in eines der Kissen presste konnte sie nicht sagen, wie sie hier her gekommen war. Henry war für ein paar Tage bei ihrer Mutter und so war sie mit ihrem Schmerz und ihrer Verzweiflung vollkommen alleine.

Hotch war umgehend zurück in sein Büro gegangen und fuhr sich dort mit beiden Händen über das Gesicht. Sein Herz schmerzte, seine Hände zitterten etwas und er fühlte sich so mies wie nie. Ihr Blick bei seinen Worten würde ihn vermutlich verfolgen, aber es war richtig. Er hatte es tun müssen. Niedergeschlagen setzte er sich an seinen Schreibtisch und starrte auf die Papiere, die dort lagen. Vielleicht sollte er nach Hause, denn arbeiten konnte er jetzt nicht mehr. Außerdem war es ohnehin schon spät. Also räumte er kurz seinen Schreibtisch auf, löschte das Licht, schaltete den Computer aus und verließ dann das FBI- Gebäude.

Als er später nach Hause kam wurde er direkt von Jack begrüßt, der auf ihn zu gelaufen kam. Er hob ihn in seine Arme und drückte den Jungen an sich. Jessica verabschiedete sich kurz darauf und dann bat Jack darum, dass er noch etwas mit ihm spielte. Diesem Wunsch kam er gerne nach und so verbrachte er den restlichen Abend mit seinem Sohn, zumindest bis es Zeit für Jack wurde. Hotch brachte ihn zu Bett und wollte gerade ein Buch nehmen um ihm etwas vor zu lesen als Jack zu ihm krabbelte und ihn besorgt ansah:
„Daddy, warum bist Du traurig?“ Hotch erstaunte das Feingefühl des Kindes und strich ihm über den Kopf:
„Wie kommst Du denn darauf das ich das bin?“ Er zuckte mit seinen schmalen Schultern:
„Ich weiß nicht. Du schaust so traurig!“
„Mh, weißt Du, das ist nicht so leicht zu erklären!“
„Bin ich dafür noch zu klein?“ Hotch lächelte kurz und schüttelte mit dem Kopf.
„Nein, das bist Du sicher nicht. Weißt Du, es gibt da einen Menschen dem ich heute etwas sagen musste, dass sie sehr traurig gemacht hat. Und das beschäftigt mich!“
„Dann sag doch jetzt etwas das sie wieder fröhlich macht!“ Hotch strich ihm über den Kopf:
„Das kann ich nicht. Manchmal muss man Menschen traurig machen, damit es ihnen im Endeffekt besser geht. Auch wenn diese Menschen es zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstehen!“ Jack sah ihn an und nickte:
„Aber wenn es ihnen dann später besser geht sind die auch nicht mehr traurig und Dir dann nicht mehr böse!“ Auch wenn Hotch wusste, dass es in diesem Fall vermutlich nie so sein würde nickte er:
„Ja. Nur bis dahin ist noch ein langer Weg!“
„Ok. Liest Du mir jetzt die Geschichte weiter vor?“
„Na klar. Komm, leg Dich mal hin und dann fange ich an!“ Jack rutschte tief in die Kissen und Hotch deckte ihn ordentlich zu. Dann begann er ihm die Geschichte vor zu lesen und bald darauf schlief er. Hotch betrachtete seinen schlafenden Sohn und strich ihm sanft über den Kopf. Leise verließ er dann den Raum und ging runter ins Wohnzimmer. Dort legte er sich etwas auf das Sofa und schob einen Arm über seine Augen. Er atmete tief durch doch das wollte sein schlechtes Gewissen auch nicht vertreiben. Er sah wieder ihren Blick vor sich als er ihr diese sicher verletzendes Worte gesagt hatte. Er musste zugeben, er hatte Angst vor dem morgigen Tag. Davor ihr zu begegnen und ihre Verachtung in ihrem Blick zu sehen oder ihre Verletzung, die er verursacht hatte. Er seufzte und fuhr sich über das Gesicht, stand ruhelos wieder auf und trat in die kühle Luft der Veranda. Er dachte an die Situationen zurück als er hier neben JJ stand und sie am liebsten in seinen Arm gezogen hätte. Vor dem Prozess oder während der ganzen Zeit die sie hier übergangsweise wohnte. Er wusste, dass es eine solche Situation nicht mehr geben würde. Dafür hatte er heute schließlich mit aller Härte gesorgt. Er lief etwas umher und das einzige Geräusch, dass er hörte, waren seine Schritte im Gras. Nach einer kleinen Ewigkeit ging er zurück ins Haus und setzte sich erneut auf das Sofa, schaltete den Fernseher an und machte sich selbst vor wie spannend doch die Doku war, die dort lief. Als er dann aber schlafen ging konnte er nichts über den Inhalt der Sendung sagen.

Nach einer unruhigen und sehr kurzen Nacht stand er völlig übernächtigt auf. Er bereitete für Jack das Frühstück vor und machte sich selbst Kaffee. Kurz nachdem Jack gefrühstückt und sie sich voneinander verabschiedet hatte verließ der Junge mit Jessica, die gekommen war, sein Haus. Auch wenn es noch früh war machte er sich auf den Weg zur BAU. Mit einem Stapel Akten machte er sich an seine Arbeit. Nach einem Blick aus seinem Büro sah er, dass sein Team da war. Sie hatten Spaß und Morgan witzelte herum. Er wand den Blick wieder ab und dachte an JJ. Sicher saß sie jetzt in ihrem Büro und vertiefte sich in Fällen um den nächsten heraus zu finden, den sie bearbeiten mussten. Er seufzte und da noch etwas Zeit bis zur Teambesprechung war nahm er eine weitere Akte um sie auf fehlende Dokumente zu prüfen. Eine halbe Stunde später stand er dann auf und verließ sein Büro, betrat den Konferenzraum und stellte sich ans Fenster. Nach und nach trafen auch die anderen aus dem Team ein. Als letztes kam Garcia und sah Hotch als auch Rossi an:
„Ähm, ich sollte euch ausrichten, dass JJ den Rest der Woche krank ist. Sie rief mich gerade an.“ Hotch sah Garcia an und dann senkte er seinen Blick kurz. Rossi kam sein Verhalten seltsam vor denn auch der Ausdruck seiner Augen war anders als sonst. Da derzeit kein Fall vorlag gab Hotch seinem Team die Aufgabe Profile für die Anfragen zu erstellen, die ohne ihren Einsatz lösbar waren, und sie dann den entsprechenden Police Departments zur Verfügung zu stellen. Hotch verließ den Raum und den Bereich der BAU.

Das Team ging zurück zu ihren Plätzen um sich die Fälle vor zu nehmen. Rossi wollte noch auf eine Frage von Reid eingehen und folgte dem jüngsten Mitglied daher. Er unterhielt sich mit ihm, beantwortete seine Fragen und als sich die Glastür öffnete sah er in die Richtung. Rossi sah Hotch nach als er in sein Büro ging. Er wurde das Gefühl nicht los, dass Hotch etwas beschäftigte. Seine Reaktion vorhin als Garcia ihnen sagte, dass JJ diese Woche krank war. Es war nur der kurze Blick nach unten den Rossi bei Hotch registriert hatte, aber das war genug um zu wissen, dass etwas nicht stimmte. Er sah Reid kurz an, auf dessen Schreibtischecke er saß:
„Gut, kommst Du damit erst mal weiter?“ wollte Rossi wissen, denn Reid hatte ihn nach einem ganz bestimmten Fall aus seiner Vergangenheit gefragt.
„Ja, auf jeden Fall! Danke Dir!“
„Kein Problem. Wenn Du noch Fragen hast, Du weißt wo ich bin!“ Reid nickte und dann ging Rossi zu den Kaffeeautomaten. Er holte zwei und ging dann zurück, jedoch betrat er nicht sein Büro sondern das von Hotch. Er stand an den Fenstern und sah raus in den Regen. Seine Hände steckten in den Hosentaschen und sein Jackett hing über der Stuhllehne. Er drehte sich nicht einmal um als Rossi den Raum betrat:
„Hey Hotch! Auch einen Kaffee?“ Er stellte den Becher auf seinen Schreibtisch und ließ sich selbst in einen Sessel fallen. Ohne sich umzusehen nickte Hotch:
„Danke!“ Rossi musterte seinen Kollegen und Freund und fragte dann nach einem Augenblick:
„Hast Du nähere Informationen?“
„Worüber?“
„Über JJ! Immerhin ist sie die ganze Woche krank!“ Hotch atmete tief durch und wieder sank sein Blick. Also hatte es wirklich etwas mit ihr zu tun.
„Nicht direkt!“ meinte er nun leise und sah dabei weiter aus dem Fenster. Rossi musterte ihn mit zusammen gekniffenen Augen:
„Heißt was?“ Nun drehte er sich um und sah Rossi direkt in die Augen:
„Ist das wichtig?“
„Scheinbar ja denn es beschäftigt Dich ziemlich!“ Rossi konnte genau sehen das Hotch überlegte ob er darauf antworten sollte und er wartete geduldig ab. Schließlich nickte er leicht:
„Ich denke, dass..... sie meinetwegen.... krank ist!“ Rossi musterte ihn:
„Warum solltest Du der Grund sein?“
„Weil ich..... sie verletzt habe!“ Rossi legte den Kopf schief:
„Ok!“ Hotch sah ihn finster an:
„Ok? Mehr sagst Du nicht dazu?“
„Warum sollte ich?“
„Vielleicht weil Dir ihr Wohl am Herzen liegt?“
„So wie Dir?“ Hotch musterte ihn:
„Natürlich tut es das!“ Rossi seufzte:
„Dann zieh es gerade!“ Hotch sah auf den Boden:
„Das kann ich nicht. Es ist besser so!“ Rossi faltete seine Hände und legte sie gegen seinen Mund wobei er Hotch eindringlich ansah:
„Sag mir, warum ich Dir das nicht abnehme!“
„Sag Du es mir. Du bist ein Profiler!“
„Das kann ich nicht solange ich nicht die Umstände kenne!“ Hotch sah auf den Boden und drehte sich wieder zum Fenster. Er brauchte eine ganze Weile bis er darauf antwortete:
„Willst Du die Kurz- oder die Langfassung?“
„Mh, fangen wir mit der kurzen an und dann sehen wir mal!“ Hotch atmete tief und hörbar durch und Rossi hatte eine Ahnung was los war. Ob sich seine Vermutung bestätigte würde er wohl jetzt erfahren.
„Ich.... habe mit ihr.... geschlafen. Einmal.“ Rossi zog die Augenbrauen hoch. Nun, diese Fassung war wirklich kurz. Also musste er anders an ihn heran kommen:
„Schön?“ Hotch drehte sich wieder um und sah ihn fragend an:
„Schön?“
„Ja, war es schön?“ Hotch schüttelte den Kopf:
„Was?“
„Na, war es schön? Hat es Spaß gemacht? Wie war sie? Sie ist schon ein heißer Feger, das kann man nicht bestreiten!“ Hotch wurde sauer, dass sah Rossi deutlich:
„Ein.... heißer Feger? Was soll das?“
„Naja, Du hast sie flach gelegt. In Anbetracht das Du schon so lange alleine bist und sie.... durchaus ihre Reize hat.... mich wundert es nicht! Sie hat Dich angemacht und Du konntest nicht anders. Hey, völlig verständlich! Als Mann versteh ich das durchaus.“ Hotch trat einen Schritt auf Rossi zu, doch der zuckte mit keiner Miene:
„Rede nicht von ihr als wenn sie...! Sie hat mich nicht angemacht und ich habe sie nicht flach gelegt!“ Rossi schob seine Unterlippe vor und nickte leicht:
„Nicht?“
„Nein!“
„Gut, was dann?“ Hotch´ Blick änderte sich von wütend zu traurig:
„Sie sagte mir, dass sie sich in mich.... verliebt habe. Dann kam eins zum anderen und.... den Rest kannst Du Dir denken!“
„Kann ich, ja. Nur verstehe ich das Problem nicht?“ Hotch sah ihn irritiert an:
„Das Problem ist, dass ich die Situation ausgenutzt habe. Das hätte niemals passieren dürfen!“
„Und das hast Du ihr gesagt?“
„Ja. Was hätte ich denn machen sollen?“
„Ihr vielleicht die Wahrheit sagen?“ Hotch musterte ihn:
„Was meinst Du damit?“
„Hotch, ich habe Dich gerade bewusst provoziert, um heraus zu finden, was ich jetzt weiß.“
„Was da wäre?“
„Das Du die gleichen Gefühle für sie hegst wie sie für Dich!“ Hotch und Rossi sahen sich in die Augen.
„Du weißt, dass es nicht geht, Dave!“
„Warum? Weil ihr Kollegen seit? Weil Du ihr Boss bist?“
„Ja auch, aber vielmehr... sie.... hat ein Kind!“ ihm fiel gerade nichts besseres ein und schob seine Hände noch tiefer in die Taschen. Rossi schmunzelte etwas, meinte dann aber ernst:
„Schade. Ich dachte Jack würde mich zu seiner Hochzeit einladen?“ Hotch sah ihn fragend und völlig irritiert an:
„Was?“
„Naja, so wie Du redest hast Du mit Jack nicht mehr viel zu tun, da Du schließlich auch ein Kind hast. Demnach wird er wohl schon außer Haus sein!“
„Dave, was soll das?“ Rossi stand auf und ging zu Hotch:
„Du behauptest, der Grund sei, dass JJ ein Kind hat. Nun, Du bist auch Vater. Du hast ebenso ein Kind. Warum sollte das also der Grund sein? Hotch, verkauf mich nicht für dumm!“ Sie sahen sich direkt in die Augen und dann setzte sich Hotch auf die Schreibtischkante und ließ seine Schultern als auch den Kopf sinken:
„Jack hat seine Mum verloren. Ich denke, es ist noch zu früh wenn er jetzt eine andere....!“ Er brach ab und Rossi spürte, das es wieder nur ein vorgeschobener Grund war. Aber er musste vorsichtig sein wenn er die Wahrheit erfahren wollte um ihm und auch JJ zu helfen:
„JJ ist eine gute Mutter und Du bist ein guter Vater. Ich denke schon, dass ihr das packen könntet. Sie mag Jack und Du magst Henry. Das haben wir schon oft erleben können.“ Hotch nickte leicht, sagte aber nichts dazu. Rossi dachte kurz nach:
„Glaubst Du, dass Du mit ihr glücklich sein würdest?“
„Es spielt keine Rolle, Dave. Denn es ….. geht einfach nicht!“
„Doch es spielt eine Rolle. Also?“ Hotch wusste nicht was Rossi damit bezweckte, aber er wollte auch nicht darüber nachdenken. Also nickte er leicht:
„JJ ist eine wundervolle Frau. Du hattest Recht. Ich.... liebe sie, aber trotzdem.... geht es nicht! Sie muss sich einen anderen suchen. Jemanden in ihrem Alter, der ihr ganz andere Dinge bieten kann als ich. Ich wäre nicht der Richtige für sie,“ sprudelte es nun aus ihm heraus. Rossi sah seinen Freund nachdenklich an und fragte sanft:
„Warum denkst Du das? Du weißt selbst, dass Liebe ein starkes Gefühl ist, dass man nicht einfach ausschalten kann. Du, genauso wenig wie sie.“
„Es muss gehen!“
„Hotch, Du sagst, Du hast ihr nichts zu bieten. Nun, das sehe ich anders. Du bist ein Mann auf den sie sich verlassen kann, Du bringst ihr tiefe Gefühle entgegen, Du wärst für Henry ein genauso guter Vater wie Du es für Jack bist, und viele Dinge mehr!“
„Ja, eine Vorbelastung durch eine ebenfalls durch mich zerstörte Ehe, wenig Zeit wegen diesem Job, eine ständige Gefahr mich zu verlieren und zu guter Letzt, die Tatsache, dass auch JJ durch mich zum Opfer eines Psychopathen werden kann wie Haley es wurde!“ Rossi starrte ihn an. Das war es also! Er legte seinem Freund die Hand auf die Schulter:
„Aaron, darum geht es also? Du denkst, JJ könnte Deinetwegen getötet werden? Aber das mit Haley war nicht Deine Schuld!“
„Wir beide wissen, dass es so ist!“ meinte er bitter doch Rossi schüttelte sofort den Kopf:
„Nein, das tun wir nicht. Du denkst das weil Du betroffen bist. Als Profiler sage ich Dir jetzt etwas, das auch Du normal weißt. Niemand außer dem Täter selbst ist Schuld an dem was passiert. Und als Freund sage ich Dir, bestrafe Dich nicht indem Du Dich weigerst wieder glücklich zu werden.“ Hotch schluckte mehrere Male und flüsterte:
„Was soll ich denn machen? Außerdem, ich habe JJ tief verletzt. Doch im Prinzip wollte ich sie doch nur.... schützen!“
„Dann sag ihr das. Sprich mit ihr über das was Dich dazu bewogen hat. Sei ehrlich. Hotch, jeder weiß, dass Du nicht jemand bist, der leicht mit anderen über seine Gefühlswelt spricht, aber wenn Dir wirklich was an JJ liegt, musst Du diesmal ganz ganz offen zu ihr sein. So wie bei mir, auch wenn es etwas gedauert hat. Außerdem, Du solltest nicht denken, dass Du ihre Gefühle benutzt hast um selbst Deinen Spaß zu haben, wie Du es eingangs sagtest. Sorry wenn ich das so sage, aber dazu bist Du nicht der Typ Mann.“ Damit drehte Rossi sich um und verließ das Büro seines Freundes. Hotch sah ihm nach, trat dann wieder ans Fenster und fuhr sich über das Gesicht.





Ich hoffe es hat euch gefallen nur wie geht es jetzt weiter? Wird Hotch die Kurve kriegen udn wenn ja, wie reagiert JJ wohl?
Vanessa, war das nach deinem Geschmack?????

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#22

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 17.12.2010 18:27
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Und schon geht es weiter. Vielen Dank für die lieben FB´s und natürlich wünsche ich euch viel Spaß.
Ach, als kleiner Hinweis..... es ist ein Drama. Gut, ich hab euch jetzt sicher etwas verwirrt, hehe...

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JJ! Diese Frau tat ihm gut, sehr gut sogar. So wohl wie bei ihr hatte er sich schon lange nicht mehr gefühlt, sie hatte eine ganz besondere Art die ihn tief berührte und der Sex mit ihr war einfach überwältigend. Sie weckte in ihm Dinge, von denen er dachte, das sie für immer verloren waren aber auch, die er bisher gar nicht bei sich vermutet hatte. Doch würde sie ihm nach seinen Worten zu hören? Würde sie ihn verstehen wenn er versuchte ihr sein Verhalten zu erklären? Er seufzte erneut und sah runter zu den Plätzen seines Teams. Alle waren inzwischen weg, denn ausnahmsweise war es mal sehr ruhig was Fälle anging und diese Zeit wollten sie mal für sich nutzen.
Er löschte das Licht und verließ ebenfalls das Gebäude. Er bekam durch die Grübeleien keine Antworten auf seine Fragen. Also machte er sich auf den Weg zu JJ und je näher er kam desto nervöser wurde er. Ja, er hatte Angst vor der Begegnung. Er parkte den Wagen und sah am Gebäude hoch, stieg aus und ging auf die Tür zu. Er schob sie auf und lief die Treppen hoch. Sein Herz klopfte heftig als er klopfte. Dann öffnete sich die Tür doch anstatt JJ stand..... Emily vor ihm. Ihr Lächeln verblasste augenblicklich als sie ihn sah.

„Was willst Du hier?“ fragte sie leise und sah ihn nun finster an:
„Ich würde gerne mit JJ sprechen. Ist sie da?“
„Nicht für Dich!“
„Emily, bitte!“
„Nein Hotch.“ Sie trat in den Flur und zog die Tür bis auf einen Spalt zu:
„Was denkst Du Dir eigentlich dabei hier auf zu tauchen nachdem Du....! Verdammt Hotch, ich wusste gar nicht wie viele Tränen in einem Menschen sein können. Das hätte ich gerade von Dir nicht gedacht.“
„Aber ich.... muss mit ihr sprechen!“
„Sie will Dich nicht sehen. Außerdem habe ich erst gerade geschafft, dass sie sich etwas beruhigt. Du hast wirklich ganze Arbeit geleistet. Und das ausgerechnet von Dir, dem sie so vertraut hat, die ganze Zeit und speziell als das mit Will war. Du weißt genau was sie durch gemacht hat und Du setzt noch einen oben drauf. Gerade von Dir hätte ich wirklich etwas anderes erwartet. Was war sie für Dich? Ein Lustobjekt?“ Emily´s Worte trafen ihn tief und er schluckte hart.
„Natürlich nicht.“ Emily schüttelte den Kopf und sah ihn angewidert an:
„Scheinbar schon, denn schließlich hast Du ihr genau das gesagt. Das gerade Du so mit einer Frau umgehst, die Dir gesagt hat, dass sie Dich liebt..... ! Du bist so ziemlich der größte Scheißkerl der mir je unter gekommen ist. Und jetzt verschwinde hier und zwar sofort. Ich werde nicht zulassen, dass Du sie erneut verletzt.“
„Aber...!“
„Nein Hotch. Sie nimmt gerade ein Bad zur Beruhigung. Nur mit viel Glück wird sie bei der BAU nicht kündigen!“
„Kündigen?“
„Was hast Du erwartet? Das alles so weiter geht wie bisher?“ Emily schüttelte den Kopf, schob die Tür wieder auf, trat in die Wohnung und schloss sie vor seiner Nase. Er starrte wie gelähmt auf die geschlossene Tür und lehnte sich dann an die Wand. Er fühlte sich mies. So unglaublich mies. Was hatte er nur getan?
„JJ! Ich wollte Dich doch nur schützen!“ flüsterte er und verließ dann wieder das Haus. Er hatte es gründlich versaut, die Frau verletzt die ihm so viel bedeutete und wenn er ehrlich war, so hatte er diese Abfuhr und die Missachtung von Emily verdient.

Wie in Trance ging er zum Wagen und fuhr nach Hause zu Jack. Jessica lächelte ihn an als sie ihn sah doch auch sie spürte, dass etwas mit ihm war.
„Hey, alles klar?“
„Sicher. Wo ist Jack?“
„Er wollte oben ein Bild für Dich malen!“ Er nickte und lief die Treppe hoch. Als Jack ihn sah stand er auf und kam auf ihn zu gelaufen:
„Daddy!“
„Hey, mein Kleiner!“ Er hob ihn in seine Arme und drückte ihn an sich.
„Ich male gerade ein Bild für Dich!“
„Darf ich es schon sehen?“
„Nein. Erst wenn es fertig ist!“
„Gut, dann bin ich echt gespannt!“ Der Junge lächelte ihn an und so setzte er ihn wieder auf den Boden. Sofort widmete er sich wieder seinem Bild. Hotch sah ihn kurz an und lief die Treppe wieder runter. Jessica packte gerade ihre Handtasche und sah ihn an:
„Wirklich alles ok?“ Er lächelte kurz:
„Ja, sicher. War etwas stressig heute!“ Jessica nickte:
„Ist es ok wenn ich nach Hause gehe? Ich müsste dort noch einiges erledigen!“
„Ja, sicher. Du tust so viel für Jack und mich!“
„Unsinn. Du kennst meine Meinung dazu. Ich mache es gerne. Wirklich!“ Er nickte und dann verließ sie sein Haus.

Hotch zog sich sein Jackett aus und legte den Schlips ab. Dann ließ er sich auf sein Sofa fallen und legte beide Hände vor das Gesicht. Er fühlte sich so unglaublich leer. Das einzige was er empfand war einen unglaublich tiefen Schmerz in seinem Herzen und Selbstekel. Er konnte es JJ nicht verdenken, dass sie ihn nicht mehr sehen wollte. Bei den Gedanken daran, dass sie seinetwegen weinte und es ihr schlecht ging, ließ sein Herz zusammen ziehen. Das hatte er doch nicht gewollt. Er hasste sich dafür. Der restliche Abend lief routiniert ab. Er machte für Jack Abendbrot, er selbst hatte keinen Hunger, hatte den Jungen wegen dem Bild gelobt und ihn dann zu Bett gebracht. Er selbst bekam in dieser Nacht keinen Schlaf.

Am nächsten Morgen war er schon früh in der Dienststelle. Bis auf einige wenige Bedienstete war noch niemand da, einschließlich seines Teams nicht. Er holte sich einen Kaffee, doch auch der vertrieb weder sein Gefühlschaos noch die Müdigkeit der schlaflosen Nächte. Fast so als ob er sich selbst bestrafen wollte, stapelte er einen riesigen Aktenberg auf seinen Schreibtisch, den er heute komplett bearbeiten wollte. Wenn es schon ruhig war, was Fälle anging, konnte er die Zeit auch dafür nutzen. Und wann war der Zeitpunkt besser als jetzt?

Er war völlig in seinen Akten vertieft das er gar nicht merkte wie die Zeit voranschritt. Plötzlich stand Rossi in seinem Büro:
„Hey Hotch. Du bist ja früh auf den Beinen!“ Er sah nur kurz auf:
„Ja. Morgen!“ Rossi trat vor seinen Schreibtisch:
„Es war wohl eine lange Nacht!“ fragte er direkt und Hotch hielt inne mit Schreiben. Er sah ihn an und nickte:
„Ja, so kann man sagen!“ Rossi nickte und musterte ihn nachdenklich:
„Du hast nicht versucht es zu klären?“
„Doch. Aber... sie wollte mich angeblich nicht sehen!“
„Angeblich?“
„Ja! Ich hab sie erst gar nicht sprechen können. Emily war bei ihr und sie kam an die Tür und....!“
„Und?“
„Na, was denkst Du? Sie hat mir den Kopf gewaschen, womit sie nicht Unrecht hat!“
„Emily?“
„Ja, Emily. Sie weiß nun ebenfalls darüber Bescheid und.... verachtet mich.“ Er stieß Luft aus der Nase aus und schüttelte nur den Kopf:
„Ich kann es ihr nicht einmal verdenken!“ Rossi spürte wie schlecht es ihm ging und nickte langsam:
„Warte ab, das klärt sich alles!“
„So optimistisch bin ich nicht. Ich habe Mist gebaut und das ist das Ergebnis!“
„Aber das Spiel ist noch nicht vorbei. Das Ergebnis steht erst beim Schlusspfiff fest.“ Hotch schüttelte nur den Kopf und widmete sich wieder seinen Akten. Rossi spürte, dass er aufgegeben hatte und wie sehr er darunter litt. Er musste etwas tun, auch wenn er sich ungern einmischte. Aber Hotch als auch JJ schätzte er und warum nicht helfend eingreifen, wenn er konnte? Er verließ sein Büro und betrat sein eigenes. Er warf einen Blick zum Team. Reid war bereits da und Morgan betrat gerade den Raum. Er hatte also noch etwas Zeit und so überlegte er seine nächsten Schritte.

Am später Vormittag trat Hotch aus seinem Büro. Er brauchte unbedingt noch einen Kaffee. Er sah zu seinem Team runter. Alle arbeiteten an Akten oder schrieben Berichte. Als er zu Emily sah trafen sich ihre Blicke und wieder sah er Abscheu in ihren Augen. Damit würde er jetzt wohl leben müssen. Er wand den Blick ab und verließ den Bereich der BAU. Emily sah ihm nach. Ihr war natürlich aufgefallen wie übernächtigt er war und aus irgendeinem Grund fühlte sie sich nicht sonderlich wohl. Ihr war bewusst, dass sie ihn gar nicht zu Wort hatte kommen lassen. Vielleicht hatte er sich entschuldigen wollen. Aber, konnte man ein solch egoistisches Verhalten entschuldigen? JJ hatte mit Will doch schon genug mit gemacht. Sie hatte in Hotch jemanden gesehen, dem sie wieder vertrauen konnte und er nutzte es schamlos aus. Was hatte JJ ihr gesagt? `Hast Du Dich schon einmal richtig als Frau gefühlt?´ Sie schüttelte kurz den Kopf und widmete sich wieder dem Bericht. Nur Sekunden später erhielt sie eine SMS. Sie nahm ihr Handy in die Hand und las eine Nachricht von Rossi. Etwas verwundert sah sie zu seinem Büro hoch. Er saß an seinem Schreibtisch und war vertieft in seine Arbeit. Sie stand auf und betrat kurz darauf sein Büro:

„Hey. Du wolltest mich sprechen?“
„Ja. Schließ bitte die Tür!“ Emily wunderte sich etwas, aber sie schloss die Tür:
„Du machst es spannend!“ Rossi lächelte etwas:
„Es muss sonst niemand mit bekommen!“ Emily zog die Augenbrauen hoch:
„Was muss niemand mit bekommen?“ Rossi lächelte sie an:
„Das, was ich mit Dir wegen Hotch und JJ besprechen will!“
„Ach, er hat Dir also erzählt wie mies er sich JJ gegenüber verhielt. Erst....!“
„Emily!“ unterbrach Rossi sie:
„Er hat mit mir gesprochen weil ich ihm keine Wahl ließ, Emily. Du kennst ihn doch!“
„Tja, scheinbar nicht. Weißt Du was JJ gerade durch macht? Er hat sie....!“
„Ich weiß!“ unterbrach er sie und sah sie an. Dann fügte er hinzu:
„Hast Du ihn heute schon gesehen?“
„Ja, vorhin kurz!“
„Ist Dir etwas aufgefallen?“ Emily sah ihn direkt an:
„Scheinbar geht es ihm nicht gut, aber das geschieht ihm nur Recht!“
„Findest Du?“
„Ja, allerdings. Dave, er schlief mit ihr nachdem sie ihm sagte was sie für ihn empfindet. Er nutzte das aus und....!“ Er hob die Hand:
„Du glaubst wirklich, dass Hotch das ausgenutzt hat? Ist das wirklich Dein Ernst?“ Emily zog die Augenbrauen zusammen:
„Du glaubst doch nicht, dass JJ diesbezüglich lügt!“ sie sah ihn ärgerlich an, doch er schüttelte den Kopf:
„Um Gottes Willen, nein. Natürlich nicht. Aber die Dinge sind nicht immer so wie sie scheinen, Emily!“
„Was willst Du damit sagen!“
„Setz Dich.“ Sie folgte seiner Aufforderung und dann erklärte er:
„Ich habe gestern ein langes Gespräch mit ihm geführt. Ich spürte, dass ihn die Krankmeldung berührte. Es dauerte aber eine ganze Weile bis er konkreter wurde. Emily, er wollte JJ nur schützen. Er weiß, dass er sie verletzt hat und er weiß auch, dass sie seinetwegen nicht hier ist. Aber er glaubte, das es das Beste für sie ist!“ Emily sah ihn stirnrunzelnd an:
„Aber.... wieso? Er hat ihr gegenüber gesagt, dass er genau wie sie empfindet und der Schluss liegt nah, dass er das nur tat um... na Du weißt!“ Rossi nickte und lächelte kurz:
„Ja, ich weiß. Nun, kurz gesagt, er gibt sich die Schuld am Scheitern seiner Ehe und auch, und was noch viel schlimmer ist, dass er Haley auf dem Gewissen hat. Er wollte nicht, dass JJ auch so etwas passiert. Er wollte sie vor so etwas schützen.“ Emily starrte ihn an:
„Das ist nicht Dein Ernst, Dave!“
„Doch, ich fürchte ja. Er hat das gemacht gerade weil er sie liebt!“
„Hat.... er das gesagt?“
„Ja, sinngemäß!“ Emily überlegte einen Augenblick und schüttelte dann den Kopf:
„Und ich habe ihn.... aufs übelste beschimpft. Er war gestern bei JJ und wollte mit ihr sprechen doch ich ließ ihn nicht zu ihr. JJ war so fertig. Sie hat nur geweint und es dauerte lange bis ich sie beruhigen konnte!“
„Ich weiß. Er sagte es mir heute morgen. Was meinst Du, warum er die letzte Nacht nicht geschlafen hat?“
„Hat er nicht?“
„Sieh ihn Dir an!“ Dave legte den Kopf schief und Emily fragte leise:
„Du hast ihm doch hoffentlich gesagt, dass seine Gedanken völliger Quatsch seien!“
„Sicher aber Du weißt selbst wie so etwas ist bei Betroffenen. Ich kann ihn sogar ein Stück weit verstehen!“ Emily nickte nur:
„Ja, jetzt. Aber.... was machen wir nun?“ Dave legte die Fingerspitzen aneinander:
„Er hat aufgegeben. Nachdem was Du ihm an den Kopf geschmissen hast, wobei ich keinen genauen Wortlaut kenne, zieht er sich völlig zurück. Der Aktenberg auf seinem Schreibtisch spricht Bände!“
„Er war also da, um ihr das zu sagen?“
„Ja, auf meinen Rat hin.“
„Und ich habe es verhindert!“ Emily schüttelte den Kopf:
„Mach Dir keine Gedanken. Du konntest es nicht wissen und noch können wir sie zusammen bringen. Sie müssen unbedingt miteinander sprechen!“ Emily nickte:
„Gut. Ich habe es verbockt, dann zieh ich es auch wieder gerade!“ Rossi nickte. Er wusste, dass sie das versuchen würde.
„Ok. Wenn Du mich brauchst, ich bin hier!“ Emily nickte und verließ nachdenklich sein Büro. Wenn sie das doch nur geahnt hätte. Ihr Ausbruch vom letzten Abend tat ihr jetzt unglaublich Leid. Sie sah kurz in das Büro von Hotch. Zwischenzeitlich hatte er es wieder betreten. Er stand mit dem Rücken zu ihr und sah aus dem Fenster. Seine Hände steckten in seinen Hosentaschen. Emily entschied sich dazu jetzt sofort mit ihm zu sprechen, auch wenn die anderen sicher stutzig würden wenn sie erst in Rossi´s Büro und jetzt in seinem verschwand, aber hier ging es jetzt um mehr als die Gedanken ihrer Kollegen. Sie öffnete die Tür und trat hinein.




Gescha Hotch das nun recht odedr nicht. Emily war ja nicht gerade nett, oder????
Ob sie das wieder hinbekommt????
Und schon folgt ein nächstes Kapi....

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#23

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 17.12.2010 18:29
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Soooo, dann poste ich heute direkt mal noch eines. Mal sehen wie ihr es findet.

Wünsche viel Spaß...

++++++++++++++++++++++++

„Hotch? Kann ich kurz mit Dir sprechen?“ Er sah sie nur kurz an, wand seinen Blick wieder aus dem Fenster, aber der Moment reichte für Emily. Jetzt wusste sie was Dave gemeint hatte.
„Noch mehr Anfeindungen?“ fragte er leise und sie schluckte. Das klang nicht nach einem Mann der stolz auf seine jüngste Eroberung war. Vielmehr nach einem, der gebrochen war.
„Wenn Du es so sagen willst, ja!“ Er nickte leicht:
„Nur zu!“
„Du bist ein Idiot, Hotch!“ Er atmete tief und hörbar aus und nickte erneut:
„War das schon alles?“ fragte er erneut leise. Emily überlegte kurz:
„Was Vorwürfe angeht ja, aber ich möchte noch etwas. Mich für gestern Abend entschuldigen.“ Nun drehte er sich um und sah sie fragend an. Bei seinem Anblick regte sich etwas in ihr. Er litt, das konnte sie deutlich erkennen.
„Wieso? Du hattest mit jedem Wort Recht. Ich bin ein.... Scheißkerl!“ Emily schluckte:
„Dave sprach mit mir!“ Für einen kurzen Augenblick schloss er die Augen und drehte sich wieder um zum Fenster, aber er sagte kein Wort. Emily ging auf ihn zu und als sie neben ihm stand fragte sie leise:
„Warum hast Du das nie jemanden erzählt?“
„Warum sollte das für irgendwen wichtig sein?“
„Weil so etwas wie gestern erst gar nicht passiert wäre.“
„Vielleicht ist es sogar besser so.“
„Genau. Und weil Du so denkst geht es Dir auch so unglaublich gut, nicht wahr? Hotch, JJ liebt Dich. Sie versteht nur nicht, warum Du so reagiert hast. Sie hat auch überhaupt nicht damit gerechnet. Erkläre es ihr!“
„Was? Du lässt mich zu ihr?“ fragte er sarkastisch und leise.
„Hotch, es tut mir Leid. Wirklich. Ich habe sie nur schützen wollen!“ Er nickte:
„Ja. Genau wie ich!“
„Und genau deshalb musst Du es ihr erklären.“ Emily sah ihn an doch er reagierte gar nicht. Daher fasste sie ihn beim Arm um ihn etwas zu sich zu drehen:
„Hotch, sprich mit ihr. Sie kann es nur verstehen wenn Du es ihr erklärst und sie wird es verstehen!“ Er schüttelte den Kopf:
„Nein. Es ist besser so. Es ist besser für sie, wenn sie jetzt das über mich denkt was sie denkt. Mit Will hat sie schon genug erleben müssen!“ Emily sah ihn ratlos an. Verdammt. Und das war alles ihre Schuld. Warum hatte sie ihn gestern nicht zu ihr gelassen. Dann wäre jetzt alles in Ordnung.
„Hotch, das kann nicht Dein Ernst sein! Warum warst Du gestern da und wolltest mit ihr sprechen? Du wolltest ihr genau das sagen, richtig?“
„Möglich, aber jetzt habe ich drüber nach gedacht!“
„Gut aber Deine Entscheidung ist falsch. Sie liebt Dich und Du liebst sie doch auch. Oder täusche ich mich damit?“ Er schüttelte langsam den Kopf:
„Gut, dann geh zu ihr und erkläre es ihr oder willst Du euch beide unglücklich machen?“
„Hab ich doch schon!“ Emily legte den Kopf schief und sprach nun eindringlich auf ihn ein:
„Aber es muss nicht so bleiben. Hotch, wenn ich Dich gestern zu ihr gelassen hätte, dann wäre die Situation eine andere. Ich mache mir Vorwürfe deswegen und genau deshalb werde ich jetzt nicht solange Ruhe geben bis ihr zusammen gesprochen habt! Es ist mein Ernst, Hotch!“ Er sah sie an und erkannte wie ernst es ihr damit war:
„Ich schätze was Du hier machst, aber überleg doch mal. Glaubst Du nicht, dass es besser für sie wäre? Meine erste Ehe ist bereits gescheitert und die Gründe liegen auf der Hand. Dazu dann die Sache mit....! Ich will nicht auch JJ unglücklich machen!“ Emily seufzte. Zwar wollte sie es ihm eigentlich nicht sagen aber scheinbar musste es sein:
„Du willst sie nicht unglücklich machen?“ Er nickte:
„Aber genau das tust Du und zwar genau jetzt. Sie kennt Deinen Job gut genug um zu wissen worauf sie sich einlässt, sie kennt Dich und sie..... Du... hast ihr..... Dinge gegeben wie kein Mann zuvor. Das hat sie mir gesagt. Willst Du das wirklich aufgeben?“ Sie sahen sich direkt in die Augen und dann fügte sie hinzu:
„Es ist Deine Entscheidung, aber denk genau darüber nach was Du tust.“ damit drehte sie sich um und verließ sein Büro wieder. Mit seinen Gedanken musste er jetzt alleine sein, denn sie hatte ihm alles gesagt, was nötig war.

Hotch sah ihr hinterher und dachte über Emily´s Worte nach. Er gab JJ Dinge wie kein Mann zuvor? Welche Dinge? Wovon hatte sie da nur gesprochen? Naja, JJ kannte wirklich seinen Job nur konnte sie erfassen wie es war mit ihm und dem Job zu leben? Moment, hatte er das gerade wirklich gedacht? Mit ihm zu leben? Er schluckte und sah wieder aus dem Fenster. Gefühl oder Verstand. Diese Entscheidung musste er treffen. Was wiegte mehr? Sein Herz ließ keinen Zweifel zu und sein Verstand hatte Angst vor Versagen und ging daher auf Vorsicht. Vorsicht JJ, aber auch sich selbst gegenüber. War das denn so falsch? Eigentlich war es doch genau das was er jeden Tag aufs neue in seinem Job machte. Andere schützen. Er schüttelte den Kopf, denn er hatte das Gefühl keinen klaren Gedanken mehr denken zu können.

JJ hatte geduscht, sich eine Jeans angezogen und einen übergroßen Pulli. So schlenderte sie durch den wenig besuchten Park und versuchte ihre Gefühle und Gedanken zu sortieren doch das war alles andere als einfach. Was sollte sie nur machen? Kündigen? Vielleicht war es das Beste unter den Umständen. Aber das Wissen ihn dann wirklich nie mehr wieder zu sehen zerriss ihr das Herz noch mehr. Doch genauso war es Tag für Tag eine emotionale Qual wenn sie ihn wieder sehen würde und eng mit ihm arbeiten musste. Sie wusste einfach nicht was sie machen sollte. Sie liebte ihn und das mit jeder Faser ihres Herzens aber sie musste sich auch selbst schützen. Gerade nach allem was mit Will passiert war.

Hotch erledigte noch ein paar Akten und dann sah er auf die Uhr. Er wusste jetzt was er tun würde aber ob es das Richtige war konnte er nicht sagen. Vielleicht bekam er es auch nur so heraus. Er verließ also sein Büro und machte sich auf den Weg. Zwanzig Minuten später parkte er den Wagen und mit einem seltsamen Gefühl stieg er aus. Es regnete inzwischen aber das spürte er kaum. Mit jedem Schritt schlug sein Herz schneller und als er dann vor der Tür stand atmete er tief durch, klopfte und wartete. Es dauerte einen Augenblick bis die Tür sich öffnete und JJ vor ihm stand. Ihr Blick veränderte sich schlagartig und so konnte er eine Mischung aus Zorn, Enttäuschung, Verletzung und Traurigkeit sehen. Sein Werk!
„Hey!“ flüsterte er und sah sie an:
„Was willst Du hier? Hast Du hier etwas vergessen?“
„Ich habe nichts vergessen. Ich möchte mit.... Dir sprechen!“ Sie sah ihm einen Augenblick genau in die Augen doch dann schüttelte sie den Kopf:
„Ich wüsste nicht, was Du mir noch sagen könntest. Du warst beim letzten Mal mehr als deutlich und nun hau hier ab. Ich will Dich hier nie wieder sehen.“
„JJ, bitte. Ich....!“ Tränen traten in ihre Augen und sie schüttelte den Kopf:
„Du hast doch bekommen was Du wolltest. Einen Nachschlag wird es nicht geben. Verschwinde endlich und komm nicht wieder her. Ich will Dich nicht wieder sehen. Geh davon aus, dass Du die Nachricht über meine Kündigung bekommen wirst.“ Damit schlug sie ihm die Tür vor der Nase zu. Einen Augenblick lang starrte er auf die Tür. Das durfte nicht sein. Sie konnte nicht kündigen. Das ging doch nicht. Verzweifelt überlegte er und dann sagte er vor der Tür:
„JJ, Du darfst nicht kündigen. Bitte, lass uns miteinander reden. Ich.... möchte Dir etwas erklären!“ Doch es kam keine Reaktion. Er konnte nicht wissen, dass JJ sich inzwischen im hinteren Teil der Wohnung aufhielt, weinte und ihn somit gar nicht hören konnte.

Hotch ging nach einigen Minuten wie in Trance die Treppe runter und lief einfach über die Straßen. Er war so ein Idiot gewesen und deshalb stand er wieder vor den Scherben seines Handelns. Er spürte nicht den heftigen Regen, der langsam seine Sachen völlig durchnässte. Er sah auch nicht die Autos, die an ihm vorbei fuhren. Er sah JJ vor sich. Erst lächelnd doch dann mit verweinten Augen. So wie er sie in Seattle gesehen hatte. Sein Herz zog sich zusammen bei diesen Erinnerungen. Sie hatte soviel körperlichen Schmerz ertragen müssen und er war nun für den emotionalen verantwortlich. Wie unglaublich mies und schlecht er sich vorkam vermochte er nicht in Worte zu fassen.

JJ lag zusammen gerollt auf dem Bett und weinte in ihre Kissen. Warum tat er ihr das an? Was hatte sie ihm denn getan? Warum hatte sie sich erneut so in einem Menschen getäuscht? Wie sehr sie ihn hasste. Er hatte sie einfach ausgenutzt, ihre Gefühle ausgenutzt um selbst auf seine Kosten zu kommen. Er trampelte rücksichtslos auf ihr herum und das alles nach der Sache mit Will. Skupellos, rücksichtslos, egoistisch und einfach ein Mistkerl. Ja, diese Begriffe fielen ihr in Bezug auf ihn ein aber trotzdem schmerzte es so sehr, als ob jemand mit einem Messer genau in ihr Herz stach und es langsam herum dreht. Eine Kündigung war ihr einziger Ausweg und dann weg aus dieser Stadt, aus diesem Staat. Irgendwohin wo sie niemanden kannte. Dort konnte sie ganz neu anfangen.

Hotch wusste nicht wie lange er durch den Regen gelaufen war doch plötzlich stand er vor seinem Wagen. Wie war er denn wieder her gekommen? Er sah an dem Haus hoch in dem JJ wohnte. Sie wollte ihn nicht mehr sehen. Nie wieder. So waren ihre Worte und er würde es respektieren müssen. Er stieg in seinen Wagen und startete ihn. Irgendwann stand er vor seinem Haus doch wieder wusste er nicht wie er her gekommen war. Der Schmerz JJ für immer verloren zu haben war einfach übermächtig. Er öffnete die Tür, zog sich das durchweichte Jackett aus und legte es über einen Stuhl. Im Haus war es ruhig also schlief Jack vermutlich schon. Er setzte sich auf die Treppe, legte die Arme auf seine Beine und starrte den Fußboden an. Sein Hemd klebte durch die Nässe an seinem Körper und von seinen Kopf tropfte es unentwegt doch er saß einfach nur da. Jessica hatte etwas gehört aber da niemand in den Raum kam stand sie auf und sah dann Hotch triefend nass auf der Treppe sitzen. Er wirkte völlig abwesend und so ging sie auf ihn zu und berührte ihn am Arm:
„Aaron, ist etwas passiert? Mein Gott, was ist mit Dir? Du bist ja durchnass?“ Er hob den Kopf und sah sie kurz an:
„Alles in Ordnung. Es regnet halt!“ Jessica zog irritiert die Augenbrauen zusammen und betrachtete ihn. Nein, das war unmöglich. Von den paar Metern wurde man nicht derart nass.
„Du bist eiskalt. Du solltest Dir schleunigst die Klamotten ausziehen und eine heiße Dusche nehmen!“ Er nickte, blieb aber sitzen:
„Mach ich gleich. Ist Jack im Bett?“
„Ja, er schläft. Aaron, ist wirklich alles in Ordnung? Du wirkst irgendwie..... apathisch!“
„Ja, alles klar. War nur... stressig heute. Du kannst ruhig gehen!“ Jessica war in keinster Weise beruhigt aber sie wusste, dass sie jetzt bei ihm nicht weiter kam. Daher nickte sie, packte ihre Tasche und ging zur Tür:
„Aaron, zieh Dich um und geh duschen.“ Er nickte und dann war er allein. Er saß noch eine ganze Weile auf der Treppe und hasste sich selbst immer mehr. Irgendwann stand er auf, löschte überall das Licht und ging die Treppe hoch. Er zog sich die nassen Sachen aus, verzichtete auf die Dusche, sah nach Jack und ging dann zu Bett. Wenn er schlief musste er zumindest nicht nachdenken, fragte sich nur, ob das gelingen würde. Da ihm kalt war zog er die Decke hoch. Er wusste nur zu gut, dass es auch die innere Kälte war, die ihn frieren ließ. Doch das war nichts im Vergleich zu dem was er JJ angetan hatte. Er wälzte sich im Bett herum bis er nach einigen Stunden endlich einschlief.

Am nächste Morgen erwachte er früh. Er fühlte sich schrecklich, in jeder Beziehung. Kurzerhand griff er nach seinem Handy.
„Dave, haben wir einen Fall?“
„Hotch. Wie hörst Du Dich denn an?“
„Bin nur.... etwas heiser!“
„Naja, dann bleib wo Du bist. Wir haben noch keinen neuen rein bekommen. Ich will mit dem Team gleich ein paar Profile erstellen und sie den entsprechenden Police Departments schicken. Kleine Sachen.“
„Ok. Macht das. Wenn ihr mich braucht dann meldet euch!“
„Na, wir kommen schon klar. Du solltest Dir mal etwas Ruhe gönnen. Also nutz die Zeit, ok?“
„Gut. Danke.“ Er beendete das Gespräch und schrieb Jessica noch eine SMS, dass er heute zu Hause blieb und sie somit nicht kommen brauchte. Ein Blick auf die Uhr sagte ihm, dass Jack noch eine Weile schlafen würde und daher blieb er noch etwas liegen, zog die Decke hoch und schloss die Augen. Doch schon tauchte wieder das Bild von JJ vor ihm auf.



Oje oje. Erst Emily und jetzt auch noch JJ. Was meint ihr. Verkraftet er das? Wie mag es jetzt weiter gehen? Habt ihr eine Idee? Wie fandet ihr die Fortsetzung??????

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#24

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 22.12.2010 21:04
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Ich möchte noch nicht zuviel verraten aber diejenigen unter euch, die Jack mögen kommen jetzt vielleicht etwas auf ihre Kosten, hehe.

Ich wünsche euch viel Spaß. Mal sehen wieviele Teile ich heute poste....


+++++++++++++++++++++++

Am Abend saß JJ nach einem furchtbaren Tag mit einem Stapel Taschentücher auf dem Sofa. Ihre Gedanken kreisten immer wieder um die gleichen Themen. Sie hatte ihn raus geschmissen und das war auch das einzig Richtige was sie hatte tun können. Er hatte sie verletzt, tief verletzt und das wollte sie nie wieder. Erst Will, der immer wieder ausrastete und sie körperlich verletzte und der Mann, dem sie so viel verdankte und in den sie sich unsterblich verliebt hatte trampelte nun auf ihren Gefühlen herum. Hatte sie das verdient oder warum passierte immer ihr das? Gerade was Hotch anging..... sie konnte noch immer nicht fassen, dass er ihr diese Worte gesagt hatte. Warum? Warum nur? War er es nicht, der ihr gesagt hatte das er genauso empfinden würde wie sie? Hatte das nicht ehrlich geklungen?
Zum Glück hatte sie sich diese Woche krank gemeldet und für nächste Woche Urlaub eingereicht. Sie wollte ihn so schnell nicht wieder sehen. Ihr Blick fiel auf den geschlossenen Umschlag in dem ihre Kündigung war. Sollte sie diesen Schritt wirklich gehen? Oder würde sie seinen Anblick nach einiger Zeit doch ertragen können? Sie wusste, wie viel er ihr bedeutete, trotz dieser massiven Enttäuschung. Nein, die Entscheidung war gefallen.

Das Klingeln ihres Handys riss sie aus ihren Gedanken und sie überlegte es einfach klingeln zu lassen. Aber vielleicht war es Emily. Nachsehen konnte sie ja. Also nahm sie das Handy und sah auf die Nummer. Unbekannter Teilnehmer. Etwas irritiert nahm sie das Gespräch an:
„Jareau!“ Erst konnte sie rein gar nichts hören. Doch dann ein Atmen und sie fragte wieder:
„Hallo?“
„Jenny?“ Sie kniff die Augenbrauen zusammen und saß sofort kerzengerade auf dem Sofa:
„Jack?“
„Ja. Mh, kannst Du kommen?“ JJ war sofort alarmiert:
„Was ist denn los? Ist Dein Dad nicht da oder Jessica?“
„Nein. Jessica war heute gar nicht hier und Dad geht es nicht gut.“ JJ schluckte und versuchte ruhig zu bleiben:
„Warum geht es Deinem Dad denn nicht gut?“
„Ich weiß nicht. Er schwitzt und friert und atmet so komisch.“ JJ wurde etwas unruhig, versuchte Jack gegenüber aber ruhig zu bleiben.
„Weiß er denn das Du mich anrufst?“
„Nein, aber ich hab doch Deine Nummer. Weißt Du noch? Wie viele Zahlen kann ich mir schon alle merken.“
„Ja, das weiß ich noch. Hast Du denn auch die Telefonnummer von Tante Jessica?“
„Nein!“ JJ schluckte. Eigentlich sollte sie nicht zu ihm fahren aber Jack schien Angst um ihn zu haben und egal was zwischen ihnen war, auch sie sorgte sich um ihn. Trotzdem behagte es ihr nicht ihn jetzt zu sehen. Aber ja, für Jack und zwar nur für Jack würde sie hin fahren denn der Junge hatte Angst, das hörte sie genau heraus.
„Gut, ich komme gleich, ja? Machst Du mir dann auf?“
„Aber ich darf niemanden rein lassen!“ JJ überlegte kurz:
„Ok, das sollst Du auch nicht. Pass auf, die Verandatür bekommst Du doch auf, oder?“
„Ja!“
„Gut, dann komme ich durch den Garten und wenn Du mich siehst, ich klopfe, dann machst Du mir auf, ok?“
„Ok!“ sie wollte gerade noch fragen wo Hotch sich befand doch dann hatte er schon wieder aufgelegt. JJ war mulmig zumute ihn jetzt sehen zu müssen aber scheinbar ging es auch nicht anders. Hoffentlich bereute sie das nicht.

Als sie den Wagen vor seinem Haus parkte kam ihr alles so vor wie sonst. Sie schluckte, ihr Herz begann zu rasen und ihre Hände wurden feucht. Aber auch die Wut und die Enttäuschung auf ihn kamen wieder ungebremst hoch.
Sie lief durch den Garten und sah durch die Verandatür. Jack hockte auf dem Boden und schien auf sie zu warten. Sie klopfte und sofort sprang der Junge auf um die Verandatür zu öffnen. JJ lächelte ihn an und ging in die Hocke.
„Hey Jack. Mach Dir keine Sorgen mehr, ja? Ich bin ja jetzt da und Deinem Dad passiert nichts mehr!“
„Ok!“
„Zeigst Du mir wo er ist!“ Jack zeigte auf das Sofa, dass sie von hier nicht weit einsehen konnte.
„Gut, bleibst Du hier? Ich sehe mal nach ihm!“ Jack nickte und sah ihr nach. Mit klopfenden Herzen ging sie auf das Sofa zu und sah Hotch auf der Seite liegen. Sie ging auf die andere Seite des Sofas und betrachtete ihn zunächst. Seine Augen waren geschlossen, er zitterte am ganzen Körper aber seine Stirn und seine Haare waren feucht. Außerdem hatte er eine Gesichtsfarbe, die so gar nicht normal war. Sie berührte ihn an der Stirn und stellte fest, dass er förmlich glühte. Scheinbar hatte er hohes Fieber und dabei Schüttelfrost. Sie vermutete eine dicke Erkältung denn danach sah es aus. Na prima.

Sie sah zu Jack rüber, erhob sich wieder und ging auf ihn zu:
„Jack, Dein Dad hat nichts schlimmes. Er hat nur eine Erkältung.“
„Dann tut ihm der Hals weh und so?“
„Ich denke ja. Kannst Du mir sagen, wo die Telefonbücher sind?“ Er nickte und zog sie an der Hand mit sich. Er deutete auf ein Sideboard und sofort nahm sie es in die Hand und suchte nach einer Nummer. Sie nahm ihr Handy und wählte eine Nummer:
„Jessica? Ich bin es, JJ!“
„Ja, ich bin bei Hotch. Wie es aussieht hat er sich eine gehörige Erkältung eingefangen!“
„Das wäre gut. Ich warte solange! Bis gleich!“ Dann sah sie Jack wieder an:
„So, dann warten wir mal bis Jessica kommt und solange kümmere ich mich mal um Deinen Dad, ja?“ Jack nickte und lief ihr nach. JJ zog eine Decke auf und legte sie über ihn. Er öffnete nur kurz die Augen, schloss sie wieder und versuchte etwas zu sagen doch das gelang ihm nicht wirklich. Er sah elend aus und sie musste zugeben, dass es ihr weh tat ihn so zu sehen. Er hustete mehrere Male und das schien ihn sehr an zu strengen. Er musste dringend aus den feuchten Sachen raus und ins Bett. Sie überlegte etwas und sah Jack an. Der hatte sich ganz still an die Füße seines Dads gesetzt und sah ihn ängstlich an. Fieber messen, ja, das könnte sie machen.
„Jack, ich bin sofort wieder da, ja?“ er nickte und sah seinen Vater besorgt an. JJ lief ins Bad denn sicher hatte er hier irgendwo ein Fieberthermometer. Sie öffnete den Schrank und sah es. Außerdem entdeckte sie eine Wärmflasche, ließ sie aber zunächst da wo sie war. Also ging sie zurück zu Hotch wobei sie Jack über den Kopf strich.
„So, dann messen wir mal Fieber!“ sagte sie zu dem Kind um ihn nicht noch mehr zu beunruhigen.
„Das kennst Du doch sicher, oder?“ Jack nickte nur und sah zu. Als das Piepen ertönte sah JJ nach. 39,3 war nicht gut. Er öffnete wieder die Augen etwas und versuchte zu reden doch JJ wollte kein Gespräch mit ihm führen. Erstens weil sie noch immer sauer war und zweitens wegen Jack. Doch bevor sie etwas sagen konnte klingelte es. JJ sah zu Jack und ging dann zur Tür. Jessica, wie sie durch den Spion sehen konnte. Sofort öffnete sie und die beiden Frauen sahen sich an.
„Hey, danke, dass Du so schnell kommen konntest!“
„Kein Problem.“ sie ging auf Jack zu, der sie anlächelte. Sie fühlte, dass zwischen ihrem Ex- Schwager und seiner jungen Kollegin eine besondere Bindung zu sein schien. Sie sah kurz auf ihn runter:
„Oje, das sieht nicht gut aus. Komm, lass uns kurz in die Küche gehen.“ JJ nickte und erklärte:
„Er hat mit 39,3 auch recht hohes Fieber.“
„Na, dass musste ja so kommen.“
„Wie..... meinst Du das?“
„Gestern Abend.... naja, es hat ja wie aus Eimern geregnet. Gegen halb zehn kam er, bis auf die Knochen nass. Ich glaube, an ihm war rein gar nichts mehr trocken! Er saß einfach nur da und starrte auf den Boden. Außerdem wirkte er seltsam.... irgendwie apathisch.“ JJ überlegte. Halb zehn? Das war etwa drei Stunden nachdem sie ihn raus geschmissen hatte. War er die ganze Zeit durch den Regen gelaufen? Und wenn ja, warum? Irgendetwas stimmte nicht. Jessica beobachtete JJ:
„Gibt.... es ein Problem?“
„Was? Ähm.... nein. Natürlich nicht!“ Jessica legte den Kopf etwas schief:
„Ich meine zwischen Dir und ihm?“ JJ sah sie an und schüttelte viel zu schnell den Kopf:
„Nein, warum denn? Alles.... bestens!“ Jessica glaubte ihr zwar nicht aber sie wollte nicht weiter nachfragen. Schließlich ging es sie ja auch nichts an. Trotzdem wollte sie etwas tun:
„Vielleicht ist es am besten wenn ich Jack mit zu mir nehme. Dann wird er nicht auch noch krank!“ JJ sah sie erschrocken an:
„Und Hotch?“
„Kannst Du vielleicht ab und zu nach ihm sehen?“ JJ fühlte sich etwas überrumpelt und kam gar nicht dazu irgendwie zu reagieren denn Jessica ging offenbar davon aus, dass sie es machte. Sie lächelte Jack an und nahm ihn mit nach oben um ein paar Sachen für ihn zu packen. JJ sah ihr nach und bekam einen Anflug von Panik. Was sollte sie jetzt nur machen? Wenn sie etwas zu Jessica sagte, dass sie es nicht machen könnte kamen nur Fragen auf, die sie nicht bereit war zu beantworten. Henry war zum Glück heute bei Garcia. Sie wollte ihr Patenkind unbedingt mal bei sich haben. Sicher würde er dort auch übernachten können. Na toll. Das war also das Resultat davon ihn eigentlich nicht mehr sehen zu wollen. Verdammt! Warum nur war sie her gekommen? Sie hätte Jessica auch von zu Hause aus anrufen können. Aber so war sie nun mal. Wenn ein Kind sie um etwas bat..... oder überhaupt wenn es um Kinder ging...!

Jessica und Jack kamen wieder runter und kurz darauf war sie mit Hotch alleine. Sie versuchte Ruhe zu bewahren. Ihm ging es nicht gut und daher hatte sie leichtes Spiel ihm aus dem Weg zu gehen. Sie würde ihn jetzt ins Bett verfrachten und zum schlafen verdonnern. Das war doch ein guter Plan.
Sie ging auf ihn zu und sah auf ihn runter. Er zitterte noch immer, was ja auch kein Wunder war denn seine Sachen waren vom Schweiß feucht. Doch ganz so hart wie sie wollte war sie nun auch wieder nicht. Das er da so lag gab ihr einen Stich im Herzen und sie widerstand dem Wunsch ihm durch die Haare zu streicheln. Stattdessen rüttelte sie vorsichtig an ihm:
„Hotch?“ Er öffnete seine Augen und auch in ihnen sah sie das er Fieber hatte.
„Du musst jetzt aufstehen. Komm!“ Er begann heftig zu husten als er sich aufrichtete und blieb daher einen Augenblick sitzen. Der Husten hörte sich schlimm an und das Schlucken schien ihm weh zu tun, zumindest seinem Gesichtsausdruck zu Folge.
„JJ, ich...!“
„Nicht sprechen!“ unterbrach sie ihn und sofort war er ruhig. Er war heiser und auch jetzt als sie ihn die Treppe hoch schob fühlte sie seine unnormale Hitze. Er lief auch anders als sonst, etwas wackliger, ein weiteres Zeichen das er krank war. Sie schob ihn in sein Schlafzimmer und sah sich kurz um. Es war geschmackvoll und gemütlich eingerichtet. Das Bett wirkte genauso kuschelig wie das im Gästezimmer.
„So, Du musst die Klamotten ausziehen. Wo sind die frischen Sachen?“ Er reagierte nicht großartig darauf sondern deutete nur auf den Schrank. Gerade als sie auf diesen zu ging wollte er sich auf das Bett setzen doch JJ hielt ihn auf:
„Hotch, nicht. Du musst Dich ausziehen!“ Er sah sie einfach nur an und legte den Kopf etwas schief:
„JJ, ich....!“
„Ich sagte doch, Du sollst nicht reden. Ok, bleib da stehen.“ Schnell fand sie was sie suchte und war direkt wieder bei ihm. Da er keine Anstalten machte die Sachen aus zu ziehen öffnete sie kurzerhand den Gürtel und dann die Hose, zog sie etwas runter und schob ihn aufs Bett. Sie musste versuchen ihre Gefühle dabei zu unterdrücken:
„Setz Dich!“ meinte sie etwas harscher als sie wollte. Sie öffnete einige Knöpfe seines Hemdes und zog es ihm schließlich über den Kopf. Sie nahm das Handtuch und rubbelte ihn trocken. Als nächstes zog sie ihm das T´Shirt über und die Hose mit samt den Socken aus. Sie schob ihn an den Schultern etwas zurück:
„So, hinlegen. Na komm!“ Er folgte ihrer Anweisung und dann zog sie die Decke über ihn:
„Liegen bleiben. Ich komme sofort wieder!“ Sie lief ins Bad und füllte die Wärmflasche. Dann machte sie noch einen heißen Tee und betrat wieder sein Schlafzimmer. Er hatte sich zusammen gerollt und die Augen geschlossen. Er begann wieder zu husten und sein ganzer Körper bebte. Sie hob die Decke etwas an und schob die Wärmflasche darunter. Dann stopfte sie die Decke um ihn herum fest. Die Teetasse stellte sie auf das Nachttischen denn der musste erst noch ziehen. Wieder betrachtete sie ihn. Noch immer hatte er Schüttelfrost und seine Stirn war feucht. Sie nahm das Handtuch, setzte sich auf das Bett und strich ihm den kalten Schweiß von der Stirn. Er sah sie nur kurz an, schloss dann aber direkt wieder die Augen:
„Es wird gleich besser! Und wenn der Tee gezogen hat trinkst Du den!“
„Jack. Wo....!“
„Jessica war vorhin hier und nahm ihn mit zu sich. Nur damit er sich nicht auch noch ansteckt!“
„JJ, wir müssen....!“ Wieder unterbrach sie ihn:
„Du musst Dich jetzt ausruhen und nachdem Du den Tee getrunken hast, versuchst Du zu schlafen. Verstanden?“ Er sah sie an und etwas in seinem Blick bewegte sie tief. Er begann zu husten und schob die Hand vor den Mund. Es strengte ihn sichtlich an. Erneut widerstand sie dem Wunsch ihn zu berühren sondern sah auf ihn runter. Als der Hustenanfall vorbei war sah er sie wieder mit seinen braunen Augen an und versuchte erneut mit ihr zu sprechen:
„Bitte hör mir zu!“
„Hotch, ich.... bin nicht hier um mit Dir zu sprechen sondern weil Jack mich anrief und Angst um Dich hatte. Ich bin nur wegen Jack hier, nicht wegen Dir!“ Sein Blick sprach Bände nach dieser Ansage und für einen Augenblick sahen sie sich in die Augen. Sie sah für einen kurzen Moment Verzweiflung und Traurigkeit und dann schloss er wieder die Augen. Sie stand auf und verließ den Raum, ging runter ins Wohnzimmer und setzte sich auf das Sofa. Was sollte sie jetzt nur machen?




Der arme Kerl kriegt es aber auch knüppeldick, oder? Wie fandet ihr Jack?
Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Kapi und Hotch in seiner misslichen Situation etwas berühren....
Mh, ich denke, ich belasse es für heute bei diesem Kapi.... Weihnachten ist ja noch sooo lang, heheh

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#25

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 30.12.2010 16:11
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Sorry aber durch die Feiertage kam ich früher nicht dazu aber dafür gehts jetzt weiter.
Wünsche viel Spaß...

+++++++++++++++++++++

Mit Fieber in dieser Höhe konnte sie ihn nicht alleine lassen. Das stand fest. Sein Blick von vorhin irritierte sie jedoch sehr. Schließlich war er es doch der sie vor vollendete Tatsachen gestellt hatte und die Sache zwischen ihnen beendete. Warum dann dieser seltsame Ausdruck in seinen Augen. Sie schüttelte verständnislos den Kopf und ging in Gedanken wieder hoch. Der Tee war nun durch gezogen und er musste ihn heiß trinken.

Als sie den Raum erneut betrat lag er auf der Seite, sodass er sie ansehen konnte wenn er seine Augen öffnete. Sie entnahm der Tasse den Teebeutel und sah auf ihn runter:
„Hier, der Tee. Du solltest ihn heiß trinken!“ Er richtete sich etwas auf und nahm die Tasse, trank einen Schluck und flüsterte heiser:
„Wenn ich Dich so anwiedere solltest Du gehen!“ Er sah sie dabei nicht an sondern in die Tasse bevor er erneut einen Schluck trank. JJ war es die ihn überrascht anstarrte. Ja, vielleicht sollte sie das wirklich. Aber erst musste sein Fieber runter gehen und das würde sicher noch etwas Zeit brauchen.
„Du hast hohes Fieber. Das muss erst runter gehen! Ich werde Dir jetzt noch eine Kanne Tee machen und Dir zwei Flaschen Wasser bringen. Du solltest viel trinken!“ Er hörte zu, sah sie aber nicht an, nickte kurz und legte sich wieder hin. Die Tasse hatte er halb voll zur Seite gestellt und nun drehte er sich mit dem Rücken zu ihr. Sie konnte nicht sagen wieso aber ihr war zum heulen zumute.

In der Küche setzte sie Wasser auf und legte einige Teebeutel bereit. Außerdem suchte sie nach einer Thermoskanne. Während sie hantierte liefen ihr einige Tränen am Gesicht runter, die sie immer wieder weg wischte. Es war nur gut, dass niemand außer sie hier war. Trotzdem gab es etwas, dass sie bei dieser ganzen Sache nicht verstand. Auch wenn sie es nicht erklären konnte was es genau war. Während sie auf das Wasser wartete überlegte sie was sie noch für ihn tun konnte und dann erinnerte sie sich an die Hühnersuppe ihrer Mum. Die half immer bei so etwas. Sie sah auf die Uhr und es war noch früh genug. Sie überlegte kurz und nahm dann ihr Handy wählte eine Nummer und wartete dann einen Augenblick:

„Hey Emily. Ich bin es, JJ!“
„JJ! Wie geht’s Dir denn?“
„Naja, etwas durcheinander aber deshalb rufe ich nicht an.“
„Sondern?“
„Ich bin bei Hotch. Er...!“
„Oh, JJ. Das freut mich so für Dich!“
„Was.... meinst Du?“
„Na, Du und Hotch. Das Du bei ihm bist sagt mir eigentlich, dass es sich zwischen euch wieder eingerenkt hat!“ JJ war nun völlig irritiert:
„Wie kommst Du denn darauf? Zwischen ihm und mir hat sich nichts geändert. Ich bin nur hier, weil Jack mich anrief. Hotch hat hohes Fieber und eine dicke Erkältung. Ich bin nur wegen Jack hier, weil er Angst hatte!“ Emily stutzte. War Hotch doch nicht zu JJ gefahren um mit ihr zu sprechen? Und wie kam es, dass er jetzt so plötzlich scheinbar so krank war? Jedenfalls musste sie etwas tun:
„Verstehe. Warum... rufst Du mich an? Kann ich etwas tun?“
„Ja, sofern Du etwas Zeit hast!“
„Klar. Ich bin seit einer viertel Stunde daheim. Also?“
„Könntest Du vielleicht ein paar Dinge besorgen und mir hier her bringen? Ich möchte eine Hühnersuppe machen die ihn schnell wieder auf die Beine bringt. Desto eher kann ich wieder hier weg!“ Na, das war doch ideal für Emily.
„Na klar. Sag mir was Du brauchst und ich bin dann so in einer halben Stunde da!“ JJ nannte ihr sämtliche Zutaten und beendete dann das Gespräch. Das Wasser war inzwischen auch soweit und so füllte sie es in eine große Thermoskanne, die sie inzwischen gefunden hatte und setzte sich nachdenklich auf das Sofa während der Tee zog.

Tatsächlich erschien Emily nach etwa einer halben Stunde und betrat das Haus. JJ war es im Augenblick auch völlig egal ob es Hotch recht sein würde wenn Emily hier war. Die beiden Frauen gingen direkt in die Küche:
„Danke, Emily. Das Du extra her gekommen bist!“
„Ach, ist doch keine große Sache! Wo ist er denn?“
„Ich habe ihn ins Bett verfrachtet. Vorhin schlief er!“
„Das beste was er machen kann!“
„Allerdings. Dann muss ich auch nicht mit ihm sprechen!“ Emily saß an dem Küchentresen und beobachtete JJ dabei wie sie die Suppe vorbereitete. Das Suppenhuhn war inzwischen im Topf und gerade kümmerte sie sich um das Suppengrün:
„Nicht mit ihm sprechen? Hm, das klingt so als ob er es wollte!“ hakte Emily vorsichtig nach:
„Ja, einige Male.“ Dann hielt JJ inne und sah sie an:
„Ich verstehe hier so einiges nicht und weiß nicht was ich davon halten soll!“
„Inwiefern?“
„Naja, wo soll ich anfangen? Jessica sagte mir zum Beispiel, dass er gestern Abend durchnass und gegen halb zehn hier ankam, sie ihn mit den nassen Klamotten sitzend auf der Treppe vorfand und seltsam apathisch wirkte. Das muss ungefähr drei Stunden, nachdem ich ihm die Tür vor der Nase zu knallte, gewesen sein. Dann vorhin. Er sah mich so seltsam an und.... und.... ach, ich weiß auch nicht. Das passt alles nicht zusammen. Er hat das doch alles so gewollt aber jetzt..... irgendetwas stimmt nicht!“ Emily seufzte und sah JJ an. Sie musste JJ aufklären auch wenn es eigentlich die Sache von Hotch war.
„Du hast Recht. Das passt nicht zusammen und ich weiß auch warum!“ JJ sah sie erstaunt an:
„Aber Du sagtest doch auch, dass …!“
„Ich weiß!“ unterbrach Emily sie.
„Doch die Dinge haben sich.... geändert!“ JJ starrte sie an und schüttelte langsam den Kopf:
„Was willst Du damit sagen?“
„Pass auf. Ich denke, ich sollte Dir etwas sagen was ihn betrifft. Du weißt doch noch an dem Abend als ich bei Dir war!“ JJ nickte:
„Hotch war an diesem Abend da und wollte mit Dir sprechen. Du warst in der Badewanne und hattest Dich gerade etwas beruhigt. Ich habe ihn.... ziemlich übel.... angegangen und ihm dann die Tür vor der Nase zugemacht. Am nächsten Tag dann erfuhr ich aber was mir im Nachhinein ein schlechtes Gewissen macht. Wie es aussieht hat Rossi ihm etwas auf den Zahn gefühlt nachdem Du Dich krank gemeldet hattest. Du kennst Dave, er spürt sofort wenn etwas mit einem nicht stimmt. Naja, das Gespräch zwischen den beiden führte dazu, dass er an diesem Abend zu Dir kam und reden wollte.“ JJ hörte genau zu, war aber noch immer nicht schlauer.
„Bitte, rede Klartext, Emily!“
„Na, warte. Ich sollte Dir alles erzählen. Also, am nächsten Tag dann bat Rossi mich zu sich. Es ging um euch und wie es Hotch ging an dem Morgen. Ich habe, nachdem ich dann einige Details erfahren habe, selbst mit ihm gesprochen. JJ, diese Situation jetzt ist meine Schuld. Wenn ich ihn zu Dir gelassen hätte dann....!“ Emily schüttelte den Kopf und sah die sichtlich verwirrte JJ an. Dann erklärte sie weiter:
„Ich schätze, durch mich stand er gestern vor Deiner Tür. Ich habe ihm deutlich gesagt, dass er dringend mit Dir sprechen muss um Dir zu erklären, warum er Dir gegenüber so handelte. JJ, er liebt Dich!“ JJ legte das Messer weg und schüttelte langsam den Kopf:
„Was redest Du da? Wenn er das würde, dann hätte er niemals so gehandelt. Er hat mich verletzt und.... ausgenutzt. Das macht man nicht wenn man einen Menschen liebt! “ Emily schüttelte den Kopf:
„In diesem Fall schon. Nämlich dann, wenn er riesige Angst davor hat, dass Dir das gleiche passieren könnte wie Haley. Er wollte Dich nur schützen und nahm in Kauf, dass Du ihn dafür hasst.“ JJ traute ihren Ohren kaum:
„Aber..... !“
„Da ist noch mehr. Das Scheitern seiner Ehe, wofür er sich die Schuld gibt, das er wenig Zeit hat wegen dem Job und dann das mit Haley. JJ, er hat mir gesagt, dass er Dich liebt und nur so handelte um Dich vor diesen Dingen zu bewahren.“ JJ schüttelte ungläubig den Kopf:
„Er sagte mir vorhin, dass wenn ich ihn so verabscheuen würde, dass ich dann besser gehen sollte! Er hat auch hier einige Male versucht mit mir zu sprechen doch ich.... sagte ihm, dass ich nur wegen Jack hier bin und nicht seinetwegen.“ JJ sah sie an und hatte Tränen in den Augen:
„Warum hast Du mir das nicht früher gesagt?“
„Weil ich dachte, das er es bereits mit Dir geklärt hat. Ich konnte doch nicht ahnen, dass Du ihm genauso wie ich die Tür vor der Nase zu geknallt hast!“ JJ nickte und sah auf das Suppengrün. Sie musste etwas tun. Emily legte den Kopf schief:
„Glaubst Du denn, dass Du jetzt, nachdem Du das weißt, doch mal mit ihm reden könntest?“ JJ nickte:
„Sicher. Ich dachte nur immer, dass er.... meine Gefühle aus genutzt hat und das nach der Sache mit Will.“ Emily stand auf und strich ihr über den Arm:
„Weißt Du was? Ich schneide hier kurz das Suppengrün und Du gehst jetzt mal zu ihm. Ok?“
„Er schläft!“
„Du musst ihn ja nicht wecken aber geh einfach mal zu ihm!“ Kurz überlegte JJ und lief dann die Treppe hoch. Leise schob sie die Tür auf um ihn nicht zu wecken. Er schlief noch immer, lag auf der Seite und ganz zusammen gerollt. JJ ging näher zu ihm und sah wieder, dass ihm Schweiß auf der Stirn stand. Sie nahm das Handtuch, faltete es etwas zusammen und strich vorsichtig über seine Stirn, zumindest soweit sie da heran kam. Allerdings erwachte er dadurch und sah sie etwas verschlafen an.
„JJ....!“ krächzte er doch sie schüttelte den Kopf und legte ihm den Finger gegen die Lippen:
„Ssscht..... Nicht sprechen. Reden werden wir, wenn es Dir wieder besser geht, ok? Emily ist gerade hier. Ich habe sie gebeten mir einige Dinge zu bringen damit ich Dir eine kräftige Hühnersuppe machen kann.“ Seine Augen drückten Überraschung aus und er nickte leicht.
„Gut. Wie geht es Dir? Hast Du Halsschmerzen?“ Er nickte:
„Husten habe ich ja schon gehört. Ist Dir noch immer kalt?“ Er sah sie auf seltsame Weise an:
„Emily sprach mit Dir?“ JJ nickte:
„Ja, sie hat ein paar Andeutungen gemacht aber darüber sprechen wir später, ja? Also, ist Dir noch kalt?“ Er nickte wieder. Er schob den Arm unter der Decke weg und strich ihr zögerlich über das Gesicht:
„Es tut mir so Leid!“ JJ schluckte und griff nach seinem Arm. Dabei fühlte sie, dass auch dieser feucht war, nicht nur seine Stirn. Sie nickte:
„Pass auf, wir sprechen da noch drüber aber nun müssen wir erst mal zusehen, dass Du wieder gesund wirst und es Dir besser geht. Ich muss mal kurz etwas nachsehen!“ Sie schob die Decke etwas tiefer und griff nach seinem Shirt. Auch das war feucht, genau wie das Laken und die Decke. Mist.
„Ich bin sofort wieder da!“ sie stand vom Bett auf und ging ins Gästezimmer. Schnell lüftete sie den Raum, bezog das Bett und war wieder bei ihm.
„So, Du musst aus diesem Bett raus. Alles ist feucht.“ sie ging zum Schrank und nahm frische Wäsche heraus.
„Komm, ich habe im Gästezimmer alles vorbereitet!“ Er stand auf und begann sofort wieder zu zittern. Sie zog ihm das feuchte Shirt über den Kopf, trocknete ihn ab und brachte ihn ins Gästezimmer. Dort legte er sich unter die Decke, die JJ ihm bis unter das Kinn zog. Dann tauschte sie das Wasser der Wärmflasche aus und brachte sie, mit samt dem Tee und den Wasserflaschen, in das Gästezimmer. Sie schenkte heißen Tee in die Tasse und reichte sie ihm:
„Hier, trink das mal. Das wird Dir gut tun. Kleine Schlucke und so heiß wie möglich!“ Er nahm die Tasse und trank langsam daraus. Sie holte noch kurz das Fieberthermometer und nachdem die Tasse leer war kontrollierte sie seine Temperatur. Sie legte es schließlich wieder weg und strich ihm durch die Haare.
„Versuch noch etwas zu schlafen.“ Er schloss seine Augen wieder und JJ verließ den Raum. Dann zog sie schnell das Bett in seinem Schlafzimmer ab, bezog es frisch, öffnete das Fenster und bereitete alles vor, falls er das Bett erneut wechseln musste.

Zurück in der Küche wartete Emily und sah sie lächelnd an:
„Und?“
„Er wurde wach. Das Fieber ist noch leicht gestiegen. 39,4 hat er jetzt.“
„Das klingt nicht gut. Konntet ihr reden?“ JJ schüttelte den Kopf:
„Nicht direkt. Man versteht in kaum aber ich sagte ihm, dass Du mir einige Dinge gesagt hast und wir darüber sprechen, sobald es ihm besser geht!“ Emily lächelte:
„Das klingt doch gut!“ JJ nickte und kümmerte sich weiter um die Hühnersuppe.
„Ich kann noch immer nicht verstehen, dass er das gemacht hat. Ich meine, hat er sich gar keine Gedanken gemacht wie es mir dabei geht?“ Emily seufzte leicht:
„Doch, ich denke schon das er das machte. Nur, vielleicht ging er davon aus, dass das schneller vorbei geht bei Dir, als wenn die Dinge eintreffen, die für ihn ein Problem darstellen. Ich meine, verstehen kann ich ihn schon. Und sein Ansatz Dich nur schützen zu wollen ist durchaus ehrenwert. Immerhin musste er mit Deinem Hass rechnen und das tut unglaublich weh wenn man den Menschen eigentlich liebt!“ JJ hatte genau zugehört und nickte langsam:
„Ja, ich weiß, aber er hätte doch einfach mit mir reden können!“
„Du kennst ihn doch. Außerdem, es war vielleicht der einzige Weg, der ihm möglich schien. Sprich einfach mit ihm darüber, dann wirst Du Klarheit bekommen!“ JJ nickte und gab das Suppengrün in den Topf. Die Suppe würde jetzt noch eine Weile brauchen. Emily stand auf:
„Sei mir nicht böse, aber ich mache mich mal wieder auf den Weg!“




So, jetzt weiß JJ Bescheid. Wie fandet ihr ihre REaktion und die Situation bei Hotch? Was haltet ihr davon, dass Emily ausgepackt hat????

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#26

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 30.12.2010 16:16
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Und noch ein Teil....

Viel Spaß...

++++++++++++++++++++++++++

„Ja sicher, ich will Dich ja nicht aufhalten. Jedenfalls danke, dass Du mir die Sachen gebracht hast und.... mir das gesagt hast!“ Emily nahm sie in den Arm:
„Sei nicht so hart zu ihm, ja?“ JJ lächelte:
„Ich versuche es. Na mal sehen.“ JJ brachte Emily noch zur Tür und sah ihr nach bis der Wagen außer Sicht war. Sie ging zurück ins Haus und überlegte. Nach etwa zehn Minuten stand sie wieder auf, sah nach der Suppe und betrat dann das Bad. Sie durchsuchte die Schränke nach Erkältungsmedikamenten und wurde fündig. Aus seinem Schlafzimmer holte sie noch ein frisches Handtuch und betrat so das Gästezimmer. Ganz leise ging sie auf ihn zu und betrachtete ihn. Sie stellte alles ab und setzte sich vorsichtig auf das Bett. Er lag auf dem Rücken, was vielleicht ein Zeichen dafür war, dass er nicht mehr fror. Sie legte ihre Hand gegen seine Stirn. Das Fieber war nach wie vor da aber was erwartete sie auch? Schließlich war nicht viel Zeit vergangen vom letzten Fieber messen bis jetzt. Sie fuhr ihm mit dem Handtuch über die Stirn und als sie es wieder weg nahm sah er sie an:
„Ich wollte Dich nicht wecken!“ Er schüttelte den Kopf:
„Hast Du nicht!“ hörte sie aus seinem Flüstern heraus.
„Ist Dir noch immer kalt!“
„Es geht!“ Sie strich durch seine Haare und für einen Augenblick schloss er die Augen als ob er das genießen würde. Sein Blick war traurig und das zog ihr das Herz zusammen. Sicher würde er gerne mit ihr sprechen, aber es ging ja nicht und er sollte sich nicht zu sehr anstrengen. Reden konnten sie noch immer wenn er wieder etwas besser dran war. Sie schob ihre Hand unter die Decke um zu prüfen ob er wieder nass geschwitzt war. Doch im Gegensatz zu zuvor war sein Shirt bisher noch trocken. Sie lächelte etwas und strich mit der anderen Hand wieder durch sein Haar.
„Ich tausche gleich noch mal das Wasser aus der Wärmflasche. Dann trinkst Du mal noch einen heißen Tee und nachher bringe ich Dir frische Suppe.“ Er sah sie fragend an:
„Suppe?“ Sie nickte und sah ihm an wie schlecht es ihm ging. Plötzlich bekam er wieder einen Hustenanfall und drehte sich etwas auf die Seite, denn offenbar fiel es ihm dann leichter abzuhusten. Sie strich ihm beruhigend über den Rücken bis er sich wieder zurück legte und die Augen schloss.
„Hotch, hilfst Du mir kurz Dein Shirt mal aus zu ziehen? Ich will Dich mal mit diesem Erkältungsbalsam einreiben. Das löst!“ Er richtete sich etwas auf und dann zog sie ihm das Shirt über den Kopf. Sie entnahm dem Tiegel etwas von dem Balsam, verteilte es auf seiner Brust und massierte es sanft ein. Er schloss dabei die Augen und JJ genoss es einfach ihn so zu berühren. Dann ließ sie ihn das Shirt wieder anziehen, zog ihm die Decke bis unter das Kinn, stand auf, nahm die Wärmflasche und verließ kurz den Raum. Im Bad wusch sie sich erst die Hände, tauschte das Wasser aus und sah noch einmal nach der Suppe. Dann ging sie wieder hoch, schob die Wärmflasche wieder unter die Decke und füllte die Tasse mit dampfenden Tee, den sie ihm dann reichte. Er trank etwas davon, stellte die Tasse dann aber wieder weg. Zögerlich nahm er ihre Hand in seine und strich darüber. Sie ließ es zu, zumindest für einen Augenblick:
„Ich muss nach der Suppe sehen und Du solltest diesen Tee trinken.“ Er ließ sie wieder los und nahm erneut die Tasse, die sie ihm reichte. Kurz darauf verließ sie den Raum.

Er wusste nicht was er von alldem halten sollte. Was genau hatte Emily ihr erzählt? War sie noch immer sauer auf ihn? Er wollte es am liebsten sofort klären. Gleich, wenn sie wieder kommen würde dann musste er es ansprechen. Unbedingt. Er trank die Tasse Tee aus, stellte sie dann zur Seite und legte sich wieder zurück. Mit geschlossenen Auen dachte er nach was er tun oder sagen könnte, doch welche Worten waren schon die Richtigen nachdem er sie so verletzt hatte?

JJ hatte das gare Suppenhuhn aus dem Topf geholt und löste nun das Fleisch, dass sie dann wieder in die Brühe gab. Sie würzte noch etwas und suchte dann nach einer Suppentasse. Diese fand sie auch recht schnell, füllte sie und brachte sie zu ihm.
„Hey, Dein Essen kommt!“ Sie lächelte etwas als er die Augen wieder öffnete und setzte sich zu ihm auf das Bett.
„Hier. Iss die mal, dann geht es Dir schnell wieder besser!“ Er richtete sich etwas auf, nahm die Tasse entgegen und sah sie an:
„JJ, ich muss mit Dir reden!“
„Wir sollten das wenn es Dir wieder besser geht.“ Doch er schüttelte den Kopf:
„Ich muss das klären!“ meinte er heiser und schluckte um die Halsschmerzen los zu werden. JJ sah ihn seufzend an. Sie ahnte welche Fragen ihn beschäftigten aber dennoch wollte sie das er sich noch schonte.
„Ok, hör zu. Emily sprach mit mir und hat Andeutungen zu Deinen Beweggründen gemacht. Wir sollten da auch drüber sprechen doch im Augenblick sollte für Dich nur wichtig sein, dass Du wieder auf die Beine kommst. Alles weitere klären wir dann.“ Er schüttelte jedoch wieder den Kopf:
„Du bist sauer und das zu Recht!“
„Ich bin noch immer etwas sauer, ja, aber es ist bei weitem nicht mehr so schlimm wie zuvor. Mach Dir also keine Gedanken. Ich halte es für möglich, dass, wenn wir darüber gesprochen haben, dass wir das dann wieder hin bekommen, ok?“ Er musste sich vorerst damit zufrieden geben, auch wenn er nicht ganz so glücklich darüber war. Er reagierte nicht weiter und aß von der Suppe, die ihm wirklich gut tat. Er aß fast alles auf und stellte die Suppentasse schließlich weg:
„Danke. Die tat gut!“ Sie lächelte und legte ihre Hand gegen seine Stirn. Sie nahm das Thermometer und prüfte seine Temperatur. 39,2 war das Ergebnis und sie seufzte. Das war zwar besser aber bei weitem noch nicht gut. Sie überlegte. Wie bekam sie nur die Temperatur runter. Ihr kam eine Idee.
„Ich bin gleich wieder da, ok?“ Er nickte nur, rutschte wieder tiefer in die Kissen und schloss die Augen. JJ brachte die Suppenschüssel in die Küche und lief mit einer großen Schüssel ins Bad, füllte sie mit Wasser das Raumtemperatur hatte, nahm aus dem Schlafzimmer einige Handtücher mit und eine weitere Decke. Damit ging sie dann zurück ins Gästezimmer. Er lag mit geschlossenen Augen da und sie sah kleine Schweißperlen auf seiner Stirn. Darum würde sie sich gleich kümmern. Um ihn nicht zu erschrecken sprach sie ihn an:
„Ich werde Dir jetzt mal Wadenwickel machen damit die Temperatur endlich sinkt, ok?“ Er sah sie nur kurz an, schloss dann aber wieder die Augen. Sie schlug die Decke über seinen Beinen zurück, tauchte die Handtücher in das Wasser und wrang sie aus, legte sie um seine Waden und zum Schluss hüllte sie seine Beine in die zusätzliche Decke. Die Bettdecke zog sie wieder darüber und setzte sich dann zu ihm. Sie fuhr mit einem anderen Handtuch über seine Stirn und langsam machte sie sich wirklich Sorgen um ihn. Er war so still. Sie strich durch seine Haare und betrachtete ihn. Sie schob ihre Hand wieder unter die Decke und tastete nach seinem Shirt, dass offenbar wieder feucht war. Leise meinte sie dann:
„Nach den Wickeln wechselst Du noch einmal das Bett und dann lass ich Dich in Ruhe für heute, ok?“ Er sah sie an:
„Gut. Wenn Du gehen möchtest ist das ok!“
„Ich werde nicht gehen. Ich bleibe heute Nacht hier. Ich meinte nur, dass ich Dich dann schlafen lasse.“ Überrascht sah er sie an:
„Ich lasse Dich doch in diesem Zustand nicht alleine.“ versicherte sie ihm und strich wieder durch seine Haare. Auch wenn es ihm richtig schlecht ging war es für sie ein schönes Gefühl ihn versorgen zu können. So konnte sie wenigstens etwas von dem zurück geben was er für sie alles getan hatte.

Sie blieb einige Minuten einfach bei ihm sitzen und betrachtete ihn. Er lag mit geschlossenen Augen da und sein Anblick erschien ihr auch etwas seltsam. Er war immer so stark, nichts konnte ihn erschüttern und jetzt wirkte er auf der einen Seite verletzlich aber trotzdem so stark. Dieser Mann hatte einfach eine Aura, der sie sich nur ganz schwer entziehen konnte. Nach etwa zehn Minuten stand sie wieder auf und erneuerte die Wadenwickel. Weitere zehn Minuten später nahm sie sie weg, prüfte erneut die Temperatur, die nun mit 38,5 deutlich gesunken war.
„Komm, Du musst noch einmal das Bett wechseln. Das letzte Mal, versprochen!“ Er nickte und stand auf, doch bevor er den Raum verließ hielt sie ihn auf, zog ihm das Shirt über den Kopf, rieb ihn trocken und gab anschließend auch etwas von dem Balsam auf seinen Rücken. Das frische Shirt reichte sie ihm dann was er auch anzog und dann kroch er wieder in sein Bett im Schlafzimmer. JJ wusch sich die Hände, erneuerte das Wasser in der Wärmflasche und brachte sie ihm mit samt dem Tee und den Wasserflaschen.
„Eine Tasse Tee musst Du aber noch trinken. Hier!“ sie reichte sie ihm und er nippte daran.
„Morgen wird es Dir schon wieder besser gehen!“
„Danke.... für das alles hier!“ Sie lächelte etwas und nahm die leere Tasse wieder an sich. Er rutschte in die Kissen und sie stopfte die Decke um ihn herum fest. Dann strich sie ihm wieder durch die Haare und flüsterte:
„So, und jetzt schläfst Du Dich gesund.“ Er schloss seine Augen und sie löschte das Licht und zog die Tür zu.

Sie ließ sich Zeit dabei das Bett im Gästezimmer wieder ab zu ziehen und auch neu zu beziehen falls heute Nacht etwas sein sollte. Sie füllte einen großen Teil der Suppe in Gefrierdosen und packte sie in den Tiefkühlschrank. Den Rest schob sie in den Kühlschrank für den nächsten Tag. Sie beschloss die Nacht auf dem Sofa zu bleiben. Daher zog sie die Decke von der Lehne, schaltete den Fernseher ein und legte sich auf die Seite. Ihre Gedanken jedoch waren immer wieder bei Hotch, obwohl ein recht spannender Krimi lief. Noch während der Fernseher lief schlief sie ein. Die letzten unruhigen und schlaflosen Nächte forderten ihren Tribut.
Auch Hotch schlief bald ein und sogar durch, was in Anbetracht der letzten Nächte auch nicht verwunderlich war. Am nächsten Morgen erwachte er und es ging ihm um einiges besser. Sein Hals tat nicht mehr so extrem weh und auch sonst war sein Allgemeinbefinden wesentlich besser als gestern. Trotzdem fühlte er auch, dass er noch nicht wieder fit war. Er blieb noch liegen und dachte an den letzten Tag zurück. Er erinnerte sich nur an die samtige Stimme von JJ und ihre Hand, die ihn immer wieder berührt hatte. Sei es, dass sie durch sein Haar streichelte oder auch als sie ihn mit diesem stinkenden aber durchaus wirksamen Zeug einrieb. Sie hatte sich wirklich liebevoll um ihn gekümmert und das alles trotz der ganzen Vorkommnisse. Er schämte sich für sein Verhalten und er schwor sich, ihr das so schnell es ging zu erklären. Zumindest fühlte er sich jetzt mehr dazu in der Lage als noch gestern.

Plötzlich öffnete sich leise die Tür und er drehte den Kopf in die Richtung. JJ sah in den Raum und lächelte als sie sah das er wach war. Sie ging auf ihn zu, wieder mit einer Tasse Tee in der Hand:
„Guten Morgan. Du siehst besser aus. Wie geht es Dir?“ er sah sie einfach nur einen Moment an. War sie morgens immer so unglaublich schön? Er schluckte und nickte:
„Morgen. Besser, danke. Setzt Du Dich bitte zu mir?“ Er richtete sich etwas auf und sah sie an. Sie reichte ihm die Tasse Tee:
„Kann ich machen aber nur wenn Du den hier trinkst!“ Er ignorierte die Tasse und sah sie ernst an:
„Ich muss mit Dir sprechen!“
„Das müssen wir nicht jetzt. Wir können damit noch warten!“
„Nein, können wir nicht. Bitte!“ JJ überlegte einen Augenblick:
„Ich habe eine bessere Idee. Glaubst Du, dass Du aufstehen kannst?“
„Sicher, warum fragst Du?“
„Weil so eine Erkältung, mit hohem Fieber, nicht von heute auf morgen weg ist. Dir mag es zwar besser gehen aber gesund bist Du noch nicht!“
„JJ, das ist mir gerade ziemlich egal. Ich....!“
„Na, warte. Trink bitte diesen Tee und zwar solange er noch heiß ist. Duschen ist noch nicht drin auch wenn Du Dich noch so sehr danach sehnst. Dann zieh Dir etwas bequemes an, komm runter und dann legst Du Dich noch etwas aufs Sofa und dann können wir reden, ok?“ Er seufzte. Na wenigstens was.
„Keine Dusche?“
„Nein, keine Dusche. Das musst Du heute mal aushalten. Morgen geht es wieder, ok? Mach jetzt keine Dummheiten.“ Er verzog etwas das Gesicht aber letztlich ging er darauf ein:
„Gut, wie Du meinst. Du musst mich ja ertragen, ich rieche im Augenblick eh nichts!“ JJ lächelte:
„Es gibt da nichts das ich ertragen müsste diesbezüglich also mach Dir keine Gedanken. Hier, trink den und dann sehen wir uns unten. Ich muss jetzt nicht das Wasser abstellen, oder?“
„Nein!“ brummte er und schüttelte etwas amüsiert dann doch den Kopf. Sie ließ ihn mit der Tasse Tee allein und lüftete unten die Räume, verschloss sie dann wieder und breitete eine Decke auf dem Sofa aus. Eine Kanne Tee war bereits fertig und die brachte sie ins Wohnzimmer. Dazu Wasserflaschen und zwei Gläser.

Kurz darauf hörte sie Schritte und drehte sich in die Richtung. Er trug Jeans und ein Sweatshirt. Sie verdrehte die Augen als sie ihn sah und er zog fragend die Augenbrauen zusammen:
„Was?“
„Das ist für Dich also etwas bequemes, ja?“ Er zuckte mit den Schultern.
„Warum nicht?“
„Willst Du Dich so wirklich hin legen?“
„Mal sehen. Umziehen kann ich mich immer noch aber erst will ich mit Dir reden.“ Es erstaunte sie, dass er dahingehend so hartnäckig war. Während er auf sie zu ging begann er wieder heftig zu husten. Er setzte sich auf das Sofa und zog sie an der Hand neben sich. Etwas nachdenklich sah er sie an:
„Ich weiß nicht wie ich anfangen soll. Ich.... habe Dich verletzt, das weiß ich. Aber ich dachte, dass es so besser ist für Dich. Ich habe Dich und Deine Gefühle nie wirklich ausgenutzt, das musst Du mir glauben. Ich habe es nur.... gesagt!“ Er sah sie an als ob er nicht wüsste was jetzt mit ihm passieren würde, doch JJ blieb ganz still neben ihm sitzen und sah auf ihre Hände. Leise fragte sie:
„Warum? Erkläre es mir!“ Er nahm ihre Hand in seine und strich sanft über den Handrücken:
„Weil ich Angst hatte. Meine Ehe mit Haley ist gescheitert, durch mich, und ich weiß was es für sie bedeutet hat. Ich wollte Dir das nicht auch antun. Du kennst unseren Job, aber weißt Du auch worauf Du Dich einlässt wenn wir zusammen sind? Nicht viel Zeit, jederzeit muss ich weg können!“
„Du vergisst, dass ich diesen Job auch habe, genau wie Du!“ gab sie zu bedenken und er schloss für einen Augenblick die Augen:
„Ich weiß. Es... ist nicht nur das. Mir.... war es lieber, dass Du eine so schlechte Meinung von mir hast als....!“ Sie sah ihn an und spürte seinen Kampf mit sich. Dann begann er erneut:
„Ich hatte Angst davor, dass Dir meinetwegen etwas zustoßen könnte. Ich habe bereits eine Frau verloren, durch diesen Job, durch mein Handeln, und ich..... könnte das nicht noch einmal ertragen. Ich wollte Dich davor schützen, dass auch Dir so etwas passiert. Deinen Hass habe ich dafür in Kauf genommen, doch als ich es Dir sagte, es tat mir so unglaublich weh. Trotzdem dachte ich, dass es das einzig richtige ist!“ Er sah sie unsicher an und ihre Blicke trafen sich. Sie schüttelte den Kopf:
„Du hättest mit mir reden können.“
„Mir erschien es falsch. Wenn man verliebt ist, dann ist es normal das man blauäugig nach einer Möglichkeit sucht die Barrieren weg zu räumen. Du musstest schon so viel wegen Will ertragen.“
„Warum hast Du mir diese Entscheidung denn abgenommen? Gerade wegen Will seh ich jetzt viele Dinge anders. Natürlich ist man mit seinem Vertrauen sehr viel großzügiger wenn man in jemanden verliebt ist aber durch Will habe ich nun auch eine gewisse Skepsis. Du müsstest eigentlich wissen, dass genau das normal ist.“
„Ich habe Dir diese Entscheidung nicht abgenommen weil ich Deinem Urteil nicht traue sondern vielmehr um Dich nicht zu belasten. Ich weiß, es war falsch aber....!“ Er brach ab und schüttelte langsam mit dem Kopf.




Hm, tja..... was soll ich schreiben? Ist Hotch nicht süß????? Der arme Kerl. Was meint ihr wie es jetzt weiter geht?????
Würde mich über Feedback freune aber bitte im Feedback. Thread!!!!

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#27

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 31.12.2010 14:22
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Und weiter gehts. Zum Glück ist es jetzt wieder um einiges ruhiger damit ich posten kann.
Tja, viele Kapis kommen nicht mehr, das vorweg.....
Mal sehen, ich denke, ich poste heute nur eins...

Dann viel Spaß....

+++++++++++++++++

JJ legte den Kopf schief und schob ihre Hand in seinen Nacken. Sanft meinte sie dann:
„Hey. Ich kann Dich verstehen. Wirklich. Aber kannst Du auch nachvollziehen, dass ich es nicht in Ordnung finde? Ich meine, als Du mir das an den Kopf geworfen hast, das hat mich so sehr verletzt. Gerade bei Dir. Ich konnte das alles nicht verstehen. Bei Will hast Du mir so sehr geholfen, Du warst da, hattest immer ein offenes Ohr, botest mir Sicherheit und dann plötzlich das genaue Gegenteil. Ich konnte das alles nicht verstehen!“ Er schluckte und sah beschämt zur Seite. Flüsternd meinte er dann:
„Ich weiß. Es tut mir so Leid. Natürlich kann ich das nachvollziehen und Du hast Recht. Ich hatte einfach unglaubliche Angst, dass sich das alles wiederholt!“
„Und die hast Du jetzt nicht mehr?“ Er sah sie traurig an und ihre Blicke trafen sich.
„Doch, die habe ich immer noch. Die Gespräche mit Dave und Emily haben mich aber dahingehend beeinflusst, dass ich Dich nicht unter diesen Dingen leiden lassen darf. Wie ich schon sagte, ich habe Dich nur schützen wollen!“ JJ nickte langsam und sie sah in seinen Augen aufrichtige Ehrlichkeit. Sie kraulte in seinen Haaren und fragte leise:
„Jetzt weiß ich das. Was mir nur etwas Sorge bereitet, ist Deine Angst dahingehend. Aaron, Du hast doch alles getan um das was passierte zu verhindern und es passierte trotzdem. Du bist kein Übermensch. Du kannst nur bestimmte Dinge tun und es gibt einen Rest, der nicht in Deiner oder in der Hand eines anderen liegt, der diesen Job macht. Wenn Du diese Angst, die ich verstehen kann, zu nah an Dich heran lässt, dann wird Dir das nicht gut tun. Du blockierst Dich selbst und das geht nicht.“ Sie strich über seinen Nacken und sah ihm direkt in die Augen:
„Ich würde Dir jederzeit mein Leben anvertrauen!“Ihre Blicke verfingen sich miteinander und dann nickte er langsam:
„Danke. Wie.... geht es jetzt weiter?“ JJ lächelte ihn an:
„Naja, Fieber messen, Du legst Dich hin, trinkst brav den Tee und später gibt es noch einmal Hühnersuppe!“
„Du weißt schon, dass ich das nicht meinte, oder?“
„Ja, das weiß ich aber ich wollte Dich auch mal ärgern!“
„Ok, das hab ich verdient. Bekomme ich denn jetzt auch noch eine Antwort?“ JJ wurde ernster und dann setzte sie sich in Reiterposition auf seinen Schoss und sah ihm in die Augen. Überrascht sah er sie an:
„Was hast Du vor?“
„Ich möchte jetzt nur erreichen, dass Du nicht davon läufst!“ Er legte fragend den Kopf schief:
„Ich habe mir in den letzten Tagen auch Gedanken gemacht und es gibt etwas, worauf ich Dich schon einige Male ansprach, Du aber jedes mal ausgewichen bist!“
„Was meinst Du?“
„Das was Du damals Will gesagt hast. In meiner Wohnung.“
„Was meinst Du?“
„Du sagtest: Im Gegensatz zu Dir weiß ich was es bedeutet über längere Zeit geschlagen und misshandelt zu werden.“ Er sah ihr in die Augen, wand den Blick dann aber ab. JJ spürte das sie ihm etwas erklären musste:
„Hotch, es ist mir wichtig zu erfahren was Du damit gemeint hast. Weil ich spüre, dass es etwas gibt, dass Dich beschäftigt. Und jetzt sag mir bitte nicht, dass es nur ein Spruch war denn das glaube ich Dir nicht!“ Er schluckte und daher wusste sie, dass es offenbar ein heikles Thema war. Er legte beide Arme um sie, traute sich aber nicht sie an zu sehen:
„Ich weiß nicht, warum das so wichtig ist. Immerhin ist es schon sehr lange her!“ Sie genoss seine Berührung, obwohl sie äußerst harmlos war:
„Vielleicht ist es lange her aber unwichtig ist es schon deshalb nicht, weil es Dich noch immer beschäftigt. Oder liege ich damit falsch?“ Er wollte gerade etwas sagen als er plötzlich wieder husten musste. Sie spürte, dass es ihn anstrengte und strich ihm über die Brust. Es dauerte einen Moment bis es sich wieder beruhigt hatte. Dann meinte sie leise:
„Du hast mir gesagt, als das mit Will war, ich könnte Dir vertrauen und Du wolltest mir nur helfen. Das gebe ich jetzt zurück. Aaron, Du kannst mir vertrauen und vielleicht hilft es Dir ja darüber zu sprechen!“ Er sah sie ratlos an. Wenn er ihr davon erzählen würde könnte sie zu ihm, aus Angst, auf Abstand gehen. Und wenn er es ihr nicht sagte würde sie vielleicht das gleiche tun weil sie enttäuscht war.
„JJ, können wir das Thema nicht lassen?“ fragte er leise und sah sie kurz an:
„Warum? Kannst Du mir nicht vertrauen?“
„Das hat damit nichts zu tun. Es könnte Dich vielleicht..... verschrecken!“
„Also willst Du mich wieder schützen ohne mich zu fragen ob ich das ok finde?“ fragte sie sanft und er drehte den Kopf zur Seite und seufzte leise. JJ wartete einen Augenblick, nickte dann langsam und wollte sich wieder neben ihn setzen. Sie wollte ihn nicht bedrängen und wollte das Thema daher vorerst wieder fallen lassen, obwohl es sie auch traurig machte. Doch Hotch hielt sie fest und begann dann leise:
„Es ist schon so lange her. Ich.... habe im Prinzip ähnliches erlebt wie Du mit Will. Das ist alles!“ JJ musterte ihn und legte ihre Hand gegen seinen Körper wobei sie ihn mit den Fingerspitzen leicht streichelte:
„Erzähl mir davon!“ bat sie und sah ihn weiterhin an, doch er wich ihrem Blick aus. Er zögerte noch immer und sie ließ ihm die Zeit.
„Nach außen wirkte immer alles ganz normal. Eine glückliche Familie doch die Realität sah anders aus. Mein Vater war ein Workaholic. Den angestaute Frust und Stress baute er zu Hause ab indem er...! Er rastete oft aus und schlug dann regelrecht um sich. Sean war noch nicht auf der Welt und später noch viel zu klein. Ihn hat er verschont, zum Glück. Aber meine Mutter oder auch ich bekamen es ab.“ JJ stockte der Atem aber sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen:
„Wie alt warst Du?“
„Ich war etwa sechs als es los ging. Meine Mutter schritt nicht ein weil.... sie selbst Angst vor ihm hatte. Ich habe versucht sie zu schützen aber es gelang mir.... nicht. Als ich ungefähr 14 war hörte es auf, denn er wurde krank. Sein Leben veränderte sich, auch weil Sean größer wurde. Ich habe ihn immer gehasst und bin so früh es ging aus dem Haus, ging aufs College und studierte Jura um solche Typen aus dem Verkehr zu ziehen, doch als Jurist hat man dazu nicht viele Möglichkeiten. Als Staatsanwalt bekommt man die Fälle, wenn schon alles passiert ist.“
„Deshalb gingst Du zum FBI!“ Er nickte:
„Ja!“ JJ strich ihm über den Kopf und drehte ihn zu sich, sodass er sie ansehen musste:
„Es tut mir weh das zu hören. Der kleine Junge, der Du mal warst, tut mir Leid. Du warst ein Kind und hattest gar nicht die Möglichkeit Deine Mutter vor ihm zu schützen. Schließlich war er im Gegensatz zu Dir erwachsen. Aber Du bist Deinen Weg gegangen und das erfolgreich. Du kannst stolz darauf sein!“ Sie verstand jetzt warum er oft so unnahbar war, das er keine Gefühlsregung zeigte im Job. Dieses Verhalten hatte ihn vermutlich emotional geschützt als er Kind war.
„Nur, warum dachtest Du, dass mich das verschreckt?“
„Liegt das nicht auf der Hand? Wir haben jeden Tag mit Menschen zu tun, die ihre Erfahrungen aus der Kindheit selbst leben. Misshandelte Kinder werden oft selbst zu Tätern, das weißt Du!“
„Verstehe. Du dachtest, ich bekomme Angst vor Dir weil Du genauso sein könntest! Wie Will? Wie Dein Vater?“ Er zuckte mit den Schultern und sie schüttelte mit dem Kopf:
„Aaron, Du bist manchmal ein Dummkopf. Ich weiß nämlich auch, dass wesentlich mehr Menschen ein ganz normales Leben führen und zu denen gehörst auch Du. Was erzählt ihr denn immer wenn ihr ein Profil raus gebt? Solche Menschen haben kein Mitgefühl, haben keine Emotionen, richtig?“ Er nickte:
„Siehst Du. Ich habe durch die ganze Sache mit Will auch die andere Seite von Dir gesehen. Mitfühlend, beschützend, Mut machend. Außerdem bist Du als Liebhaber unglaublich gefühlvoll. Weißt Du eigentlich das ich mich nie zuvor so sehr.... als Frau gefühlt habe wie mit Dir? Würde das auf so einen Menschen passen?“ Er sah sie völlig überrascht an, meinte dann aber:
„Es gibt solche und solche. Das siehst Du an Will. Keiner von uns hat vermutet das er so etwas tun könnte. Die Menschen verstellen sich und das unheimlich gut.“
„Du willst mir also sagen, dass Du Haley misshandelt hast und Jack dazu?“ provozierte sie ihn absichtlich. Entsetzt sah er sie an:
„Nein, niemals!“
„Und die Antwort kannte ich schon bevor ich die Frage stellte. Ich vertraue Dir. Du hast mich nicht verschreckt und ich bin froh, dass Du es mir gesagt hast!“
„Das wusste nicht einmal Haley. Niemand weiß davon!“
„Und von mir erfährt auch niemand etwas, ok? Danke, dass Du es mir gesagt hast, für Dein Vertrauen.“ sie strich ihm über den Nacken und legte den Kopf etwas schief und fügte hinzu:
„Du hast vorhin gefragt wie es jetzt weiter geht. Meine Gefühle für Dich haben sich nicht geändert, doch ich überlasse es Dir wie es weiter geht. Nur wie auch immer das aussieht, ich bitte Dich darum in Zukunft mit mir zu sprechen, ok?“ Er nickte und sah sie überrascht an:
„Du kannst Dir noch immer eine Beziehung mit mir vorstellen?“ Sie nickte und am liebsten würde sie ihn jetzt küssen, aber das ließ sie besser vorerst noch. Sie rutschte von ihm runter und sah ihn lächelnd an:
„So, und nun kommt das Programm zum gesund werden. Willst Du Dir nicht doch etwas bequemeres anziehen?“
„Jeans sind nicht bequem?“
„Doch schon aber zum spazieren gehen, oder wenn man sonst was unternimmt aber sicher nicht wenn man krank ist und sich hinlegen soll!“ Seufzend stand er auf:
„Ich gebe mich geschlagen!“

Wenige Minuten später lag er mit einer Trainingshose auf dem Sofa. Sein Hals schmerzte noch immer, gerade weil er so viel gesprochen hatte. Daher tat der heiße Tee sehr gut. JJ hantierte in der Küche und brachte ihm dann zwei Sandwichs.
„Du hast doch sicher Hunger nachdem Du gestern lediglich etwas Suppe gegessen hast!“
„Ehrlich gesagt nicht!“ JJ hatte das Fieberthermometer in der Hand, setzte sich zu ihm und prüfte seine Temperatur.
„Und?“ fragte er als der Ton ertönte.
„Du hast noch immer Temperatur.“
„Wie hoch?“
„38,4. Jedenfalls schon besser als gestern. Hast Du Kopf- und Gliederschmerzen oder sonst etwas?“
„Das ganze Programm! Aber es geht schon besser. Auch dank Dir.“
„Besser, aber es ist noch nicht weg und daher verdonnere ich Dich zur Schonung und zwar ohne Widerrede!“
„Ich sag doch gar nichts!“ meinte er kleinlaut. JJ musste etwas schmunzeln:
„Ich wollte es nur direkt erwähnen, denn Du bist schlimmer als Jack und Henry zusammen!“
„Danke für das Kompliment!“ maulte er etwas amüsiert.
„Keine Ursache. Ich sollte Dich vielleicht mit dem Balsam noch einmal einreiben.“
„Du bist der Boss!“ flüsterte er und sah sie an.
„War das vorhin Dein Ernst?“
„Was denn?“
„Als Du sagtest, dass Du Dich als Frau gefühlt hast?“ Sie lächelte, wurde aber auch etwas verlegen:
„Ja, das war mein voller Ernst. Ich habe so etwas noch nie zuvor erlebt,“ er sah ihr direkt in die Augen und las Ehrlichkeit darin. Er nickte kurz und nahm sich dann eines der Sandwichs:
„Böse, wenn ich nicht alles esse?“ wechselte er das Thema:
„Nein, aber iss wenigstens etwas davon!“
„Jeder eins!“ schlug er vor und sie gab sich damit zufrieden. JJ war froh, dass sie zusammen gesprochen hatten und es klären konnten. Was sie jedoch positiv überraschte war seine Unsicherheit und diese Feinfühligkeit, wie er an die Dinge heran ging. Feingefühl hatte sie ihm noch nie abgesprochen aber die wenigsten Männer zeigten Unsicherheit. Gerade bei ihm überraschte sie das denn im Job war er knallhart, von Unsicherheiten absolut keine Spur. Was verbarg dieser Mann noch alles unter der oft so harten Schale? Seltsam war auch, dass bisher jede neue Facette an ihm sie in ihrer Liebe zu ihm bestätigte.

Nachdem sie das Sandwich gegessen hatten holte sie das Balsam und setzte sich zu ihm. Sie zog die Decke auseinander, legte sie über ihre Beine und fasst ihn an den Schultern um ihn zurück zu schieben.
„Legst Du Dich hin? Ich möchte Dich mit diesem Balsam noch einreiben!“ Er ließ es geschehen und schon breitete sie die Decke über ihn aus. Sie nahm etwas Balsam aus dem Tiegel und schob sein Sweatshirt hoch, dass er fest hielt. Mit sanften kreisenden Bewegungen massierte sie das ätherische Balsam ein wobei er die Augen geschlossen hatte. Die Wärme, die dadurch auf seinem Körper erzeugt wurde tat ihm unglaublich gut. Sie zog das Sweatshirt schließlich wieder runter und stand auf um sich die Hände zu waschen. Auch in ihr war diese Berührung nicht spurlos vorbei gegangen. Ihn zu fühlen war für sie jedes mal ein süßes Erlebnis.

Sie hörte es an der Tür klingeln und sofort huschte sie an Hotch vorbei damit er liegen blieb. Durch den Spion sah sie Jessica.




Die AUSSPRACHE! Endlich, oder? Hm, war es realistisch? Zu dick aufgetragen? Oder genau richtig? Wie fandet ihr es und was will Jessica? Wie geht es weiter????

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#28

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 13.01.2011 21:42
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Ja, ich weiß. Es hat mit diesem kapi etwas gedauert aber ich hatte am letzten WE ein Seminar und musste vor- und nachbereiten. Aber jetzt geht es weiter und das.... täglich??? Was meint ihr. Viel ist es ja ohnehin nicht mehr.
Trotzdem auch danke für eure FB´s zum letzten Teil/ en...

Dann wünsche ich euch viel Spaß und nochmal sorry für das lange warten....


++++++++++++++++++++++++++++++++++

Lächelnd öffnete sie die Tür:
„Hey. Hallo Jack.“ Beide traten ein und Jack blieb vor ihr stehen:
„Wo ist Daddy?“ fragte er sofort und JJ strich ihm liebevoll über den Kopf:
„Er liegt auf dem Sofa!“
„Schläft er?“
„Nein, geh ruhig zu ihm!“ Sofort lief er los und beide Frauen sahen ihm nach:
„Wie geht es ihm denn?“ fragte Jessica während sie die Tür schloss:
„Besser, aber es ist noch nicht weg. Die Temperatur ist deutlich gesunken. Naja, trotzdem ist es nicht einfach ihn dazu zu bewegen sich zu schonen und liegen zu bleiben!“
„Kann ich mir vorstellen. Schlimmer als Kinder!“
„Du sagst es!“
„Naja, ich bin nur kurz vorbei gekommen weil Jack sich Sorgen um ihn machte. Ich bringe ihn jetzt gleich direkt in die Schule!“
„JJ, er hatte schon gestern so große Angst!“ Beide gingen ins Wohnzimmer, wo Jack neben seinem Vater saß. Hotch hatte sich wieder hin gesetzt und versuchte beruhigend auf ihn ein zu reden. Jack kuschelte sich an ihn und sah ihn an:
„Und Dir geht’s wirklich gut?“ Hotch lächelte etwas:
„Ja, es ist nichts schlimmes. Du hattest doch auch schon mal eine Erkältung. Da musstest Du schön unter der Decke liegen bleiben und Mommy hat Dir immer heißen Tee gemacht. Das weißt Du doch sicher noch?“ Er nickte:
„Ja, sie hat immer Honig rein getan!“
„Genau. Und ich habe nichts anderes. Es ist unangenehm aber bald ist alles wieder gut!“ Er nickte:
„Ok!“
„Wirklich?“ Er nickte wieder:
„Ja.“
„Gut. Aber es ist vielleicht besser wenn Du die kommende Nacht auch noch bei Tante Jessica bleibst sonst wirst Du auch noch krank.“ Jack sah ihn traurig an und Hotch lächelte etwas:
„Hey, nicht traurig sein. Du bist doch gerne bei ihr, oder nicht?“
„Doch. Aber ich wäre gerne bei Dir!“
„Ich weiß, mein Großer. Nur, wenn Du krank wirst dann kannst Du nicht mehr mit Adam und auch nicht mit Eric spielen sondern dann musst Du im Bett bleiben und Dich dort sicher langweilen! Willst Du das?“
„Nein.“
„Siehst Du. Und deshalb ist es wichtig, dass Du mit zu Jessica gehst!“ Er nickte:
„Ist gut Daddy.“
„Ok. Ich bin stolz auf Dich und Du weißt doch das ich Dich liebe, oder?“ Jack nickte und sah ihn an. JJ beobachtete die beiden und Jessica tat es ihr gleich aber sie beobachtete auch JJ.

„Die zwei sind süß zusammen, oder?“ meinte Jessica leise und JJ lächelte wobei sie nickte:
„Oh ja. Schön Hotch so mit Jack zu sehen!“
„Er ist ein wirklich liebevoller Vater!“
„Möchtest Du einen Kaffee bevor Du Jack zur Schule bringst!“
„Ja, warum eigentlich nicht,“ meinte Jessica und folgte JJ in die Küche. Kurz darauf kam Jack angelaufen und das nutzte Jessica um kurz mit Hotch zu sprechen. Währenddessen sah Jack JJ fragend an:
„Du Jenny?“
„Ja?“
„Was ist eigentlich das Fieber das Daddy hatte?“ JJ überraschte die Frage, ging aber vor ihm in die Hocke und begann zu erklären:
„Das musst Du Dir vorstellen wie viele viele kleine Feuerwehrleute die in seinem Körper sind und wenn man Fieber hat dann kämpfen sie in dem Moment gegen die Viren die einen krank machen. Und wenn die ganz doll kämpfen dann bekommt man Fieber!“ Jack überlegte:
„Tut Daddy das weh wenn die miteinander kämpfen?“ JJ lächelte etwas:
„Nein, er fühlt sich dann nur nicht gut. Ganz schlapp und müde und man friert dann auch oft! Jack, ich kann verstehen, dass Du Dir Sorgen machst, aber ihm geht es heute schon wieder etwas besser. Ihm wird nichts passieren, ok? Man braucht dann einfach viel Ruhe und muss viel schlafen.“
„Ok.“
„Wirklich?“ Er nickte und lief dann zurück zu ihm.

„Du solltest Dich wirklich noch hinlegen!“
„Ja, ich weiß. JJ sagt mir das auch ständig!“
„Dann hör auch auf sie!“
„Ihr Frauen haltet immer zusammen, oder?“
„Ja, wenn es um Männer geht immer!“ Er verzog das Gesicht etwas und schüttelte leicht den Kopf. Dann strich er Jack über den Kopf:
„Na, da haben wir schlechte Karten, was?“ Der Junge grinste nur und kuschelte sich wieder an ihn. JJ stand im Türrahmen und beobachtete die Szene. Er war wirklich ein toller Vater und er liebte seinen Sohn. Niemals könnte er ihm etwas antun. Dafür legte sie ihre Hand ins Feuer. Jessica legte den Kopf schief:
„Jack, wir müssen langsam los. Du musst in die Schule!“
„Ok.“ Er rutschte etwas zögerlich vom Sofa und sah Hotch an. Der strich ihm noch einmal über den Kopf und meinte leise:
„Bis morgen, mein Kleiner!“
„Bye Daddy!“ Hotch sah seinem Sohn nach und nachdem die Haustür zu war sah er auf den Boden. JJ trat hinter das Sofa und legte ihre Hände von hinten auf seine Schultern:
„Er macht sich große Sorgen um Dich!“
„Ja, ich weiß, aber das sollte er nicht. Er ist erst fünf!“ JJ ging um das Sofa herum und setzte sich neben ihn, legte ihre Hand auf seine und sah ihm direkt in die Augen als er sie ansah:
„Aber es ist normal weil er Dich liebt. Lass ihm seine Sorge.“
„Das werde ich auch. Es macht mir nur zu schaffen. Seit dem Tod seiner Mom ist er ernster geworden, was solche Dinge angeht.“
„Das nennt man Leben. Alles beeinflusst einen!“
„Ja, ich weiß. Er sprach auch mit Dir darüber, oder?“ JJ lächelte:
„Naja, er wollte wissen was Fieber ist! Du solltest Dich wieder hinlegen. Allein schon wegen der Wärme.“ Er streckte sich auf dem Sofa aus und sie zog die Decke über ihn. Dann reichte sie ihm eine heiße Tasse Tee.
„Soll ich heute nur hier herum liegen?“
„Ja!“
„Ich weiß nicht ob ich das aushalte.“ JJ dachte etwas nach:
„Vielleicht habe ich eine Idee, aber da musst Du noch etwas warten, ok? Bis dahin bleibst Du noch liegen. Mach doch etwas die Augen zu!“ Sie lief hoch und machte sein Bett. Scheinbar hatte er in der letzten Nacht nicht großartig geschwitzt, denn es war alles trocken. Also schüttelte sie das Bett auf und riss das Fenster bis hinten hin auf um zu lüften.

Als sie wieder kam hatte er wirklich seine Augen geschlossen. Lächelnd betrachtete sie ihn und wollte gerade in die Küche gehen als er nach ihrer Hand griff und sie so fest hielt:
„Warte. Du musst nicht die ganze Zeit hier bleiben. Du hast doch sicher besseres zu tun!“
„Möchtest Du das ich gehe?“
„Das ist nicht der Punkt.“ Sie seufzte, setzte sich zu ihm und legte ihre Hand auf seine Brust wobei sie ihm sanft darüber strich:
„Du bist noch immer angeschlagen, hast noch immer leichtes Fieber und Dir geht es auch nicht gut. Henry ist versorgt und daher habe ich kein Problem damit noch zu bleiben. Außerdem mache ich es wirklich gerne!“ Er nickte:
„Ok, wie Du willst!“ Er legte seine Hand auf ihre und strich mit dem Daumen über ihren Handrücken. Dabei schloss er seine Augen und genoss wie JJ diese unschuldige Streicheleinheit.
„Was hast Du denn für eine Idee?“ fragte er nach einer Weile und sah sie wieder an:
„Um Dir die Langeweile zu vertreiben?“ Er nickte leicht:
„Naja, etwas reden, etwas ausruhen, etwas entspannen!“ Er verzog das Gesicht und sah sie skeptisch an:
„Klingt ja wie ein volles Animationsprogramm!“ JJ gab ihm einen spielerischen Klaps.
„Du bist gemein!“ Er lächelte etwas.

Wieder erwarten wurde es ein ruhiger und gemütlicher Tag. Er aß mittags und auch abends erneut Hühnersuppe und dazu gab es Brot. Zwischendurch versorgte sie ihn mit Tees. Am Nachmittag schlief er auch noch eine Stunde und unterdessen blätterte JJ in einem der Bücher über Profiling. Gegen Abend fühlte er sich bereits wieder etwas besser doch JJ war gnadenlos. Die Nacht schlief er durch und am nächsten Morgen hatte er fast zu seiner alten Energie zurück gefunden.
JJ schlief die Nacht im Gästezimmer und erwachte als sie Geräusche hörte. Schlaftrunken rieb sie sich die Augen und drehte sich auf den Rücken. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht als sie an den letzten Tag dachte. Es war richtig schön und entspannt gewesen. Hotch entpuppte sich dann doch noch als einen einsichtigen Patienten und fast stündlich schien es ihm besser zu gehen.

Wieder hörte sie leise Geräusche und sah unter die Decke. Das alles was sie hier in diesem Haus erlebt hatte, seit der Sache mit Will, ließ sie noch einmal Revue passieren. Außerdem fragte sie sich wie es jetzt weiter gehen würde mit ihnen. Er hatte sich für sein Verhalten entschuldigt und sie wusste, wie ernst es ihm damit war. Jetzt, nachdem sie darüber geschlafen hatte, wurde ihr klar unter welchem Druck er gehandelt hatte. Seine Angst war nachvollziehbar doch würde er die auch in den Griff bekommen? Sie blieb noch einige Minuten liegen und schob dann die Decke zur Seite. Schnell hatte sie ihre Sachen bei der Hand und tapste ins Bad. Sofort stieg ihr sein unverkennbarer Duft in die Nase. Er hatte also geduscht. Schnell hüpfte auch sie unter das erfrischende Nass und schlüpfte dann in ihre Sachen. Als sie dann kurz darauf die Treppe nach unten ging war alles ruhig und weit und breit keiner zu sehen. Also führte sie ihr Weg in die Küche wo Hotch nachdenklich am Küchentresen saß und eine Tasse in der Hand hielt.
„Guten Morgen!“ meinte sie und er drehte sich um:
„Guten Morgen.“ Sie legte den Kopf schief und schob ihre Hand auf seine Schulter:
„Wie geht es Dir denn?“ Er drehte sich auf dem Hocker zu ihr und legte seine Hände an ihre Hüfte. Sanft zog er sie zwischen seine Beine und nickte:
„Besser.“ Sie legte ihre Hand an seine Stirn:
„Fieber scheinst Du keins mehr zu haben!“ Er nickte und sah ihr tief in die Augen:
„Ich habe nachgedacht aber zunächst, möchtest Du Kaffee?“
„Gleich. Worüber hast Du nachgedacht?“
„Darüber wie es jetzt weiter geht! Mit uns!“ JJ nickte langsam:
„Und zu welchem Entschluss bist Du gekommen?“ fragte sie, aber es kam auch etwas Angst in ihr auf:
„Zunächst, das ich ein ziemlicher Idiot war!“ JJ sah ihn überrascht an und nickte langsam:
„Ok, und dem werde ich nicht widersprechen!“ Sie sahen sich an und dann bemerkte sie plötzlich, dass er unsicher wurde.
„Ich habe den Entschluss getroffen, dass ich mir eine Beziehung mit Dir wünsche.“ JJ sah ihn einen Augenblick wortlos an, denn damit damit sie so schnell nicht gerechnet. Sie sah in seine dunklen, ausdrucksstarken Augen und legte den Kopf etwas schief. Es war so berührend, wie er vor ihr saß, so unsicher aber trotzdem bestimmt. Da sie nicht reagierte fragte er leise:
„Kannst Du mir..... verzeihen?“ Sie begann zu nicken und schob ihre Hand in seinen Nacken:
„Ja, das habe ich doch schon längst. Nachdem ich erfuhr warum Du so gehandelt hast..... und was die Beziehung angeht, das wünsche ich mir auch!“ Überrascht, aber trotzdem auch fragend sah er sie an:
„Du bist Dir sicher?“
„Absolut!“ Er zog sie näher an sich und sie kuschelte sich sofort an seinen warmen Körper. Er strich ihr über die Haare und genoss für einen Augenblick die Nähe zu ihr. Sie löste sich schließlich wieder von ihm und er spürte, dass sie ihn küssen wollte. Er legte seinen Finger gegen ihre Lippen:
„Ich weiß nicht ob das jetzt schon gut ist. Ich will Dich nicht anstecken!“
„Das nehme ich in Kauf!“ flüsterte sie und näherte sich seinem Gesicht. Sofort als sich ihre Lippen berührten stand JJ in Flammen. Wie sehr hatte sie ihn, hatte sie das vermisst und jetzt konnte sie ihr Glück kaum fassen.



So, jetzt bin ich natürlich gespannt, was ihr von Jack in dieser Situation haltet. Und natürlich auch, das spätere Zusammentreffen zwischen JJ und HOtch in der Küche. Natürlich auch alles andere, was ihr dazu sagen wollt, hehe.
Freuemich über FB´s ....

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#29

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 19.01.2011 19:59
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

Und weiter gehts. Vielen lieben Dank für eure FB´s! *grins* Wünsche euch viel Spaß und eins vorweg.... eines der Kinderbekommt einen "gewissen" Auftritt!. *schmunzel* Ich bin gespannt was ihr später dazu sagt, hehe


+++++++++++++++++++++++++++++++

Sie gab sich diesen Kuss vollkommen hin und nach einer Weile löste sich Hotch von ihr:
„Wie sieht es jetzt mit Kaffee aus?“ JJ musterte ihn und kniff die Augen etwas zusammen:
„Hm, warte,“ sie streichelte über seine Brust und fragte dann:
„Hotch, da ist doch noch etwas, richtig?“ Er schluckte, denn er wusste nicht ob es zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll war es anzusprechen. Trotzdem besann er sich wegen der letzten Situation und nickte langsam:
„Ja, stimmt. Ich habe auch über etwas anderes nachgedacht!“ Fragend legte sie den Kopf schief und er seufzte. Offenbar fiel es ihm schwer darüber zu sprechen, doch sie wartete ab und strich immer wieder über seine Brust. Dann begann er:
„Du willst Dir doch eine andere Wohnung suchen weil Du dort unzufrieden bist und ich habe überlegt, also ich würde Dir gerne anbieten, hier einzuziehen. Platz ist ausreichend da und die Jungs verstehen sich. Jessica hätte es leichter und.... !“ Er brach ab und sah in ihr überraschtes Gesicht, doch er wusste es nicht zu deuten und lenkte ein:
„Also, Du musst nicht. Es ist nur ein Angebot und wenn Dir das alles zu schnell geht, dann kannst Du auch ins Gästezimmer ziehen. Henry bekäme auch sein eigenes Zimmer und.....!“ Er brach wieder ab und sah sie unsicher an. JJ sah ihn einfach nur an und fragte dann:
„Und?“ Er sah auf den Boden und meinte dann leise:
„Und wir wären hier zusammen. Ich würde mich freuen wenn Du zusagen würdest. Trotzdem, es ist Deine Entscheidung. Wenn Du zunächst eine andere Wohnung nehmen möchtest, wegen Henry oder auch aus anderen Gründen, ist es ok und auch da stehe ich hinter!“ JJ nickte und war total perplex. Sie hatte mit vielem gerechnet aber nicht damit.
„Ich.... ich weiß nicht was ich sagen soll? Ist.... das wirklich Dein Ernst? Ich meine, was würden Jack und Jessica dazu sagen?“
„Natürlich ist es mein Ernst und Jack als auch Jessica, nun warum sollten sie ein Problem damit haben? Jack hat Dich wirklich sehr gern und Jessica, ich denke, sie würde sich freuen. Auch sie mag Dich. Es liegt an Dir! Mein Haus steht Dir und Henry offen. Es ist mir wichtig, dass Du das weißt und ich würde mich.... sehr freuen.“ Sie strich über seinen Hinterkopf und seinen Nacken:
„Gibst Du mir Zeit darüber nach zu denken?“
„Natürlich!“ sie lächelte und gab ihm noch einen Kuss wobei er sie erneut nah an sich heran zog. Als sie sich wieder voneinander lösten trat JJ einen Schritt zurück:
„So, jetzt brauche ich aber dringend einen Kaffee. Kann ich Dir noch einen Tee machen?“ fragte sie als sie den Inhalt seiner Tasse sah:
„Nein, vorerst nicht. Ich sollte mal in der BAU anrufen. Vielleicht brauchen sie mich!“
„Du solltest Dir einen Tag noch gönnen, Hotch.“
„Ich rufe dort mal an und dann sehen wir mal!“ Er verließ kurz den Raum weil sein Handy im Wohnzimmer war. Wenige Minuten später kam er zurück und verzog sein Gesicht etwas:
„Es ist soweit sehr ruhig dort. Dave appellierte an mir noch zu Hause zu bleiben!“
„Der Mann ist vernünftig!“ schmunzelte sie und erhaschte einen gespielt bösen Blick von ihm.
„Das klingt fast so, als ob ich das nicht wäre!“
„Naja....!“ schmunzelte sie und er trat hinter sie, legte seine Hände vor ihren Bauch und zog sie an sich:
„Du bist ganz schön frech!“
„Frech? Ich sage nur die Wahrheit!“ sie fühlte sich in seinen Armen sofort wohl und schloss die Augen. Dabei legte sie ihre Hand auf seine und strich leicht darüber:
„Ich fühle mich wohl bei Dir, weißt Du das?“
„Na, das ist doch schön. Mh, meinst Du, ich sollte hier etwas verändern?“
„Verändern?“ sie drehte sich in seinen Armen damit sie ihn ansehen konnte:
„Ja. Von der Einrichtung her oder sonst etwas?“
„Nein, würde ich nicht sagen. Es ist hier unglaublich gemütlich und man kann sich geborgen fühlen. Trotzdem auch kindgerecht. Ich würde hier nichts ändern, wenn ich es zu entscheiden hätte!“
„Ok. Also, ich habe Hunger. Was ist mit Dir?“ Schmunzelnd sagte sie:
„Das ist ein gutes Zeichen. Und ja, ich habe auch Hunger aber darum kümmere ich mich. Du setzt Dich!“
„JJ, ich....!“
„Wolltest Du nicht vernünftig sein?“

Etwa drei Wochen später hatte sich die Situation grundlegend verändert. JJ war bei Hotch eingezogen. Sie hatte sich gegen das Gästezimmer ausgesprochen und teilte nun mit dem Mann den sie über alles liebte das Bett. Aus dem bisherigen Gästezimmer hatten sie ein süßes kleines Kinderzimmer für Henry gezaubert. Selbst Jack hatte mit geholfen und ihm sogar Spielsachen überlassen. Die Kinder verstanden sich prächtig. Sie hingen oft zusammen und heckten auch den ein oder anderen Blödsinn zusammen aus. Immer wenn JJ und Hotch beruflich unterwegs waren passte Jessica auf die beiden Kinder auf. JJ hatte mit ihr ein Gespräch unter vier Augen geführt weil sie befürchtet hatte, dass sie Vorbehalte gegen ihren Einzug haben könnte, doch dem war ganz und gar nicht so. JJ war sichtlich erleichtert als Jessica ihr versicherte, dass sie sich sogar für die beiden freute. Hotch und sie hatten auch eine Menge Stress gehabt, hatten diverse Fälle gelöst und heute hatten sie endlich einen Tag frei. Das ganze Team freute sich auf diesen Tag, nachdem sie erst gestern aus Texas zurück gekommen waren.

Schon seit dem Morgen gingen sie alles gemütlich an. In aller Ruhe frühstückten sie gemeinsam, waren durch den Park geschlendert, hatten Halt auf dem Spielplatz gemacht und waren nun zurück in ihrem gemeinsamen zu Hause. Jessica hatte ihnen einen Kuchen gemacht und am Nachmittag tranken sie Kaffee. Beide genossen die Zweisamkeit, das Miteinander und das sie die Kinder um sich hatten. Schon eine ganze Weile waren Henry und Jack nun schon im Wohnzimmer und diese Zeit nutzen Hotch und JJ um etwas auf dem Sofa zu kuscheln. Er hatte seinen Arm um sie gelegt und sie kuschelte sich an ihn, während eines ihrer Beine über einem seiner hing. Ihr Kopf ruhte an seiner Schulter und sie strich über seine Brust. Wie schön es war mit ihm einfach nun da zu sitzen und die gemeinsame Zeit zu genießen. Die beiden Jungs spielten zusammen und beiden war völlig entgangen, dass es plötzlich seltsam ruhig war. JJ sah ihn an und gab ihm einen Kuss:
„Noch vor einem Jahr hätte ich nicht vor möglich gehalten, dass ich jemals wieder einem Mann so vertrauen kann!“ Er strich über ihre Haare und legte den Kopf schief:
„Es ist sicher schwer, nachdem was passiert ist!“ Sie schüttelte den Kopf:
„Nein. Es ist seltsam. Dir habe ich immer vertraut.“
„Als Chef, als Kollege!“ gab er zu bedenken doch sie schüttelte wieder den Kopf:
„Nein, es war anders. Morgan oder Rossi, denen vertraue ich auch aber es ist anders, ein anderes Gefühl und das war es immer.“ Ihn überraschten ihre Worte und sah nachdenklich aus dem Fenster:
„Es ist schon komisch, wie das Leben spielen kann. Vor allem dann, wenn man es nicht erwartet.“
„Ich bin froh, dass es bei mir so gespielt hat!“ Er kniff die Augenbrauen zusammen und sie erklärte:
„Die Zeit mit Will war schlimm aber wenn das alles nicht geschehen wäre, dann weiß ich nicht ob wir heute auch so hier zusammen sitzen würden.“ Er dachte kurz nach:
„Es gibt Menschen, die sagen, dass das was passieren soll auch passieren wird!“
„Und Du glaubst daran?“ Er zuckte mit den Schultern:
„Ich weiß es nicht. Tatsache ist jedenfalls, dass ich glücklich darüber bin, dass Du und Henry hier seit, hier wohnt und wir zusammen sind. Die Umstände jedoch, die das ermöglicht haben, gefallen mir nicht!“ JJ wollte gerade etwas sagen als plötzlich Jack und Henry ins Zimmer gelaufen kamen. Jack legte den Kopf schief und musterte die beiden Erwachsenen. Dann meinte er völlig ernst:
„Henry und ich haben etwas beschlossen!“ Hotch und JJ sahen sich überrascht an und als sie die Kinder wieder ansahen nickte Henry grinsend.
„So, und was habt ihr beschlossen?“ fragte Hotch seinen Sohn. Jack legte seinen kleinen Arm um die Schultern von Henry und meinte dann mit ernster Miene:
„Wir wollen noch eine Schwester!“ Hotch und JJ starrten die beiden an und wussten erst nicht was sie darauf sagen sollten. Dann sahen sie sich an und dann wieder die Kinder. Hotch räusperte sich etwas:
„Ähm.... das habt ihr zwei also beschlossen. Eine Schwester!“ Jack nickte und Henry stand da und grinste einfach nur. JJ war total baff und sah kurz zu Hotch, dem es offenbar nicht viel anders ging. Er sah erneut JJ an und dann wieder Jack:
„Nun, da müssen wir erst drüber reden, ok? Oder was meinst Du?“ Er sah JJ wieder an und die nickte:
„Ja, das müssen wir!“ pflichtete sie ihm bei doch Jack rollte mit den Augen und sah ihn tadelnd an:
„Aber Daddy. Mit reden geht das nicht. Ihr müsst euch küssen.“ Er beugte sich zu Henry runter und flüsterte dann, aber so dass Hotch und JJ es verstehen konnten:
„Komm Henry, wir lassen sie mal alleine. Wenn wir dabei sind küssen die sich eh nicht!“ damit liefen beide wieder aus dem Wohnzimmer und verblüfft sahen JJ und Hotch ihnen nach. JJ meinte dann trocken:
„Na, Dein Sohn!“ Amüsiert sah er sie an:
„Was soll das heißen? Dein Sohn war offenbar genauso daran beteiligt!“
„Ach, komm. Der ist noch viel zu klein!“
„Aber hat es faustdick hinter den Ohren. Das kann er definitiv nur von seiner Mom haben!“
„Ach, und was ist mit Jack?“
„Was soll mit ihm sein?“
„Na, wenn der noch so weiter macht wird er noch schlimmer als sein Dad!“ Er zuckte unschuldig mit den Schultern:
„Ich weiß gar nicht was Du hast. Die Idee ist doch eigentlich.... nicht schlecht!“ JJ sah ihn erstaunt an:
„Findest Du?“
„Ja. So ein kleines Mädchen, blonde Haare und strahlend blaue Augen. Sie wäre sicher genauso umwerfend und reizend wie ihre Mom!“ Lächelnd strich sie ihm durch die dunklen Haare:
„Also, Du findest den Vorschlag Deines Sohnes gut!“ stellte sie fest. Er überlegte kurz und sah ihr direkt in die Augen:
„Du nicht?“
„Naja, aber eines müssten wir da schon erst klären!“
„Und was? Wie ich sicher stelle, dass es ein Mädchen wird?“ JJ grinste:
„Naja, das, aber auch..... wie das mit einem Kuss klappen soll!“
„Ja, das ist ein Argument. Aber da fällt uns sicher etwas ein!“ er beugte sich zu ihr und gab ihr einen Kuss, doch dann wurde er ernster und sah sie fragend an:
„Du könntest es Dir tatsächlich vorstellen? Ein weiteres Kind? Mit mir?“ JJ legte den Kopf schief und ihre Hand gegen seine Wange. Dabei sah sie ihm direkt in die Augen und nickte:
„Ja, das kann ich. Ich würde es mir sogar wünschen aber ich dachte immer, dass Du es vielleicht nicht möchtest.“
„Genauso ging es mir auch. Ich wollte es nicht ansprechen. Ich wollte vermeiden, dass Du Dich von mir unter Druck gesetzt fühlst.“
„Wegen Will? Weil Henry von ihm ist und er sich nach der Geburt...!“ Er nickte und unterbrach sie so:
„Aaron, ich weiß das Du so etwas niemals tun würdest. Du bist ein großartiger Mann. Liebevoll, liebenswert und hast alle Attribute, die ich mir bei meinem Partner nur vorstelle. Außerdem bist Du ein toller Vater, für Jack aber auch für Henry. Die beiden lieben Dich und ich liebe Dich auch.“
„Und ihr drei seit mir das Wichtigste überhaupt. Für euch würde ich mein Leben geben!“
„Ich weiß, aber das lässt Du schön bleiben, ja?“ Er lächelte sie an und dann küssten sie sich wobei Jack heimlich um die Ecke linste und zufrieden zurück ins Spielzimmer lief.



Jack. der kleine Schlingel, hehe. Was sagt ihr zu seinem "Auftritt"???? Bin gespannt....

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#30

RE: FF - Zwei Männer, drei Gesichter oder doch vier?

in Fanfiction deutsch 30.01.2011 21:59
von sunset • Besucher | 385 Beiträge

So, sorry Leute aber bei mir geht gerade alles drunter und drüber. Da es eh nur noch zwei Teile sind und ich euch nicht wieder warten lassen möchte, poste ich euch heute direkt beide Teile....

Ich hoffe, ihr verzeiht mir aber dafür erwartet euch bald eine andére Überraschung in Form der Zeitung. Also, viel Spaß mit den beiden letzten Teilen....

++++++++++++++++++++++++++++++

Der weitere Abend verlief routiniert. Nach dem gemeinsamen Essen machten Hotch und JJ es sich noch gemütlich während die Jungs an der Ranch weiter bauten. Sie hatten vereinbart, dass sie sich damit abwechselten die Kinder ins Bett zu bringen. Heute war Hotch an der Reihe. Die Kinder putzen sich die Zähne, wuschen sich durchs Gesicht und während Jack schon alleine seinen Schlafanzug anzog half Hotch Henry dabei. Die beiden kletterten in Jacks Bett, Hotch deckte sie beide zu und dann setzte auch er sich aufs Bett und las ihnen noch eine Geschichte vor. Da sie vom Park und Spielplatz müde waren schliefen sie auch bald ein. Hotch klappte das Buch zu, betrachtete die beiden Kinder und hob Henry dann vorsichtig aus dem Bett um ihn in sein Zimmer zu bringen, wobei er nicht einmal erwachte. Er deckte ihn gut zu, löschte das Licht, strich ihm noch einmal über den Kopf und wiederholte das alles dann auch bei Jack.

Als er die Treppe runter ging bemerkte er, dass das Licht gedimmt war. Es lief sanfte Musik im Hintergrund und als er freie Sicht ins Wohnzimmer hatte bemerkte er Kerzen, eine Flasche Wein und JJ, die auf dem Sofa auf ihn zu warten schien.
„Hey!“ lächelte sie ihn an als er auf sie zu ging und sich dann neben sie setzte:
„Hey. Das ist ja richtig gemütlich hier!“
„Ja, ich dachte wir könnten den Abend auch schön ausklingen lassen. Schlafen die beiden?“ Er nickte:
„Ja, sie schliefen schnell ein und das mit dem Abend finde ich eine richtig gute Idee!“ Er zog sie an sich und gab ihr einen langen Kuss. Nachdem sie sich wieder voneinander gelöst hatten deutete JJ mit dem Kopf auf den Wein:
„Möchtest Du?“ Er nickte, richtete sich etwas auf, öffnete die Flasche und schenkte in beide Gläser ein. Eines der Gläser reichte er ihr dann:
„Danke!“ sie tranken einen Schluck und JJ stellte das Glas wieder zur Seite, genau wie er. Schnell zog er sie wieder in seine Arme, legte den Kopf zurück auf die Lehne und schloss für einen Moment die Augen um diese gelöste Situation einfach zu genießen. Was war er doch für ein Glückspilz. Anders konnte er es nicht bezeichnen. JJ, die Frau, die er liebte wohnte mit ihrem reizenden Sohn bei ihm und sie führten eine Beziehung. Sie waren erst wenige Wochen zusammen aber trotzdem wollte er sie nicht mehr missen.

JJ schob ihre Hand unter sein Sweatshirt und strich über seine Haut. Auch sie schloss die Augen und gab sich voll ihren Gefühlen und der Musik hin. Dieses Zusammenspiel hatte eine unglaublich sinnliche Wirkung auf sie und schließlich sah sie ihn wieder an und betrachtete sein Profil.
„Ich fühle mich so wohl bei Dir!“ Er lächelte etwas:
„Das hier hast Du gezaubert. Daran bin ich völlig unbeteiligt!“
„Ich meinte nicht die Kerzen oder die Musik sondern Dich. Ich fühle mich wohl in Deinen Armen. Geborgen, beschützt, einfach wohl.“ Er sah sie an, beugte sich dann zu ihr und gab ihr einen langen Kuss, der in JJ noch ganz andere Bedürfnisse weckte. Sie schob ihre Hand in seinen Nacken während ihre andere Hand über seine Haut strich. Doch schon bald reichte ihr das nicht mehr, richtete sich unter dem Kuss auf und setzte sich rittlings auf seinen Schoß. Ihre Arme lagen nun um seinen Nacken wobei sie ihm durch die Haare strich und er schob seine Hände unter ihr Shirt und liebkoste ihren Rücken wobei seine Hände schnell nach vorne wanderten und sie aufreizend liebkosten. Atemlos löste sie sich von ihm, sah ihm tief in die Augen und es bedarf keinerlei Worte, denn seine Augen drückten das Verlangen aus, das auch sie empfand. Ihre Lippen fanden sich wieder und schnell fanden sein Sweatshirt und ihr Shirt den Platz auf dem Boden. Er schob sie auf das Sofa und legte sich zu ihr wobei sein Mund über ihren Körper fuhr und eine heiße Spur hinterließ. JJ schloss genussvoll die Augen und überließ ihm die Führung. Sie genoss jede einzelne Berührung von ihm und schnell erhöhte sich ihr Puls. Ihr Verlangen nach ihm steigerte sich immer mehr und ihre Hände suchten nach ihm. Sie begann auch ihn zu streicheln und zu liebkosen. Sie strich über seinen Po und zog ihn so an sich wobei sie sein Verlangen fühlte. Das allein steigerte ihre Sehnsucht nach ihm bis ins Unermessliche. Während er ihr den BH abstreifte und ihr dabei Küsse auf die Haut hauchte fand sie den Weg in seine Hose und liebkoste ihn an seiner empfindlichsten Stelle. Er stöhnte auf und verschloss ihren Mund mit seinen Lippen. Schnell hatten sich auch die restlichen Kleidungsstücke auf dem Boden eingefunden. Er nahm sich Zeit sie nach allen Regeln der Kunst zu verwöhnen bis sie es nicht mehr aushielt und ihn um mehr bat. Er folgte ihrer Aufforderung und ganz vorsichtig vereinigte er sich mit ihr. Sie sahen sich dabei in die Augen und für einen Augenblick hielt er inne. Während er sie dann küsste begann er zunächst einen langsam quälenden Rhythmus, der sich aber schnell beschleunigte. Sie strich über seinen Rücken, seinen Po und intensivierte so noch das Gefühl ihm nah zu sein. Seine Atmung beschleunigte sich und sie verging fast vor Lust doch dann fanden sie gemeinsam Erfüllung. Sie hörte einen kehligen Laut und kurz darauf erzitterte er am ganzen Körper. Sein Kopf sank neben ihren und sie fühlte sich in diesem Moment einfach unbeschreiblich. Wieder hatte er es geschafft ihr das Gefühl zu geben, dass nur eine begehrenswerte Frau haben konnte. Noch immer vereinigt streichelte sie über seinen Rücken und dann entzog er sich ihr und legte sich neben sie, wobei er sie in seine Arme zog. Ihre Hand lag nun auf seiner Brust, und spürte wie heftig sein Herz schlug. Genau wie ihr eigenes. Als sich ihre Blicke trafen sah sie in seinen Augen wieder diesen Ausdruck, den er nur nach einem Liebesspiel hatte. So liebevoll, so warm und mit so viel Gefühl sahen seine dunklen Augen sie an. Sanft strich er über ihre Wange und fragte noch immer atemlos:
„Alles in Ordnung?“ Sie lächelte ihn an und nickte:
„Ja, warum sollte es auch nicht so sein?“ Er sah sie liebevoll an und strich ihr durch die Haare:
„Du bist unglaublich!“ flüsterte er und gab ihr einen sanften Kuss.
„Das Kompliment gebe ich gerne zurück. Wie.... machst Du das nur? Das ist jedes Mal so absolut unglaublich.“ Er lächelte:
„Ich versuche das zu geben was ich fühle. Auch für mich ist es immer wieder unbeschreiblich. Ich habe Empfindungen.... wie ich sie nie zuvor hatte.“ Das er selbst bei Haley nie so intensive Gefühle beim Sex hatte verschwieg er. Sie hauchte ihm einen Kuss auf die Brust und kuschelte sich an ihn. Ihren Kopf bettete sie an seine Schulter und strich über seinen Bauch. Sie war stolz darauf das sie diese Gefühle bei ihm auslösen konnte.

Eine Weile lagen sie noch da doch irgendwann zogen sie sich ihre Hosen wieder an und sie zog, für den Fall das eines der Kinder aufwachte, auch ihr Shirt über. Sie kuschelten auf dem Sofa noch lange miteinander, tranken Wein und genossen die Zweisamkeit. Später gingen sie ins Bett doch auch dort kuschelten sie zusammen und schliefen schließlich eng umschlungen ein.

Etwa zehn Wochen später musste JJ noch einen Termin nachkommen und verließ daher etwas früher das Haus. Nach zwei Stunden betrat sie dann ebenfalls die BAU und begrüßte alle freundlich. In ihrem Büro setzte sie sich zunächst in ihren Sessel und schaltete den Computer ein, war aber mit ihren Gedanken noch bei ihrem Termin.
Ihr Blick fiel auf die vielen Akten. Vielleicht war das eine gute Möglichkeit...! Sie suchte nach Fällen und dann stand sie auf um ihr Büro zu verlassen. JJ hielt zwei Akten im Arm und ging damit Richtung Hotch´ Büro. Morgan wurde auf sie aufmerksam:
„Ein neuer Fall? Wo geht es denn diesmal hin?“ JJ lächelte ihn an:
„Ich weiß noch nicht ob es unser neuer Fall wird. Ich will es gerade mit Hotch besprechen!“ Morgan nickte und sah ihr nach. Sie wirkte glücklich, genau wie Hotch seitdem sie offiziell zusammen waren. Probleme im Job gab es mit ihrer Beziehung keine und so hatten sie auch von Strauss ihren Segen bekommen. Das gesamte Team freute sich für die beiden und sowohl Hotch als auch JJ konnten privates und berufliches nahezu perfekt trennen.

JJ klopfte an der Bürotür und trat dann ein:
„Hey!“ sie lächelte ihn an und er hob den Kopf als er ihre Stimme hörte:
„Hey,“ er legte den Kopf schief und sah kurz auf die Akten:
„Wie war Dein Termin? Was genau war das eigentlich für einer?“ er sah die beiden Akten und sie dann an:
„Wir haben einen neuen Fall?“ fragte er nun:
„Der Termin war... ok. Worum es ging erzähle ich Dir später. Naja, ob wir einen neuen Fall haben, ich weiß es..... noch nicht. Du solltest es Dir mal ansehen. Es ist ein komplizierter Fall!“ sie hielt noch immer beide Akten in der Hand, was ihn etwas wunderte:
„Warum kompliziert?“ Er hob die Hand um die Akten an sich zu nehmen doch JJ ignorierte das und begann zu erklären:
„Naja, es geht um Kinder und..... der Vater.....!“
„Die Polizei vermutet, dass er der Täter ist?“
„Sie sind sich sogar sicher. Absolut sicher!“ Hotch kam das alles seltsam vor und sah sie nun musternd an:
„Warum soll das dann ein Fall für die BAU sein? JJ, was ist los?“
„Naja, es geht nicht um die BAU, in dieser Sache, sondern man fragt speziell nach Dir!“ Hotch zog beide Augenbrauen zusammen:
„Nach mir? Ausschließlich?“ JJ nickte:
„Ja. Es gibt da wohl noch eine ungeklärte Sache!“ Für Hotch klang das immer seltsamer:
„Ok! Dann zeig mal!“ wieder hob er die Hand und jetzt reichte sie ihm endlich auch die Akte. Er nahm sie, drehte sie herum und öffnete sie. JJ beobachtete ihn dabei wie er zunächst einige Dokumente überflog.

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