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#1

I Will Come To You

in Fanfiction deutsch 23.01.2011 21:20
von VanInBlack • 1.856 Beiträge

Titel: I Will Come To You
Autor: VanessaRossi
Rating: PG 13, FSK 12 (höchstens)
Pairing: Prentiss/Morgan, Prentiss/??
Disclaimer: Der gleiche wie immer...
Anmerkung: Auch diesmal handelt es sich um eine Übersetzung einer meiner Geschichten, die ich bereits auf fanfiction.net veröffentlicht habe. Hier der Link zum Original, falls es jemanden interessiert: I Will Come To You.
Anmerkungen, Kritik, Kommentare, was auch immer bitte hierhin: viewtopic.php?f=114&t=938

Achja, es sind insgesamt zwei Teile.
Hier erst mal Teil 1:

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„Hey, wo willst du hin, Morgan? Zu den Aufzügen geht’s da lang!“ rief Emily ihrem Kollegen zu, als sie das Hochhaus betraten, in dem ihr bester Zeuge im aktuellen Fall seine Wohnung hatte.
Eigentlich hatten sie den Mann schon am Vortag auf dem Polizeirevier befragt, aber im Laufe der letzten Stunden hatten sich noch einige Fragen aufgetan, und Hotch hatte sie angewiesen, diesen noch einmal nachzugehen.
Morgan zog zweifelnd die Augenbrauen hoch. Nach seinem kurzen, aber sehr nervenaufreibenden Aufzug-Erlebnis mit Reid während eines anderen Falles, bevorzugte er es in der Regel Treppen zu laufen.
„Hast du Angst, dass du nicht mir mir mithalten kannst, Prentiss?“ frotzelte er.
„Oh bitte“, meinte Emily und verdrehte die Augen, „wenn ich einmal loslege, wirst du nur noch den Staub sehen, den meine Füße aufwirbeln.“
„Wollen wir ne Wette abschließen?“ grinste Morgan herausfordernd.
„An jedem anderen Tag liebend gerne, Derek, aber heute nicht“, lächelte sie ihn mit gespieltem Bedauern an, „ich möchte dich schließlich nicht um deine Chance bringen, unseren wichtigsten Zeugen noch einmal zu befragen. Aber ich fürchte, ich wäre längst fertig mit ihm, wenn du die letzte Treppe erreichst.“
„Ah, Prinzessin, wie nobel von dir“, lachte Morgan und folgte ihr in den Aufzug. „Aber merk dir eines: so leicht kommst du mir nicht davon. Wir sollten ein Wettrennen vereinbaren, sobald wir zurück in Quantico sind.“
„Nenn mir den Ort und die Zeit und ich werde da sein“, stimmte Emily zu und drückte den Knopf, der die beiden nach oben in den zehnten Stock bringen sollte.
Der Aufzug setzte sich in Bewegung.
„Wie wärs mit-“, fing Morgan an, als plötzlich ein ohrenbetäubender Knall, der beinahe wie eine Detonation klang, direkt neben dem Aufzug ertönte. Dieser stoppte sofort, wackelte aber gefährlich hin und her, so dass Morgan und Prentiss Probleme hatten, sich auf den Beinen zu halten.
Dann wurde alles um sie herum still und dunkel.
„Was zur Hölle-“, murmelte Morgan in die plötzliche Finsternis hinein.
„Was war das?“ fragte Emily erschrocken.
„Ich hab keine Ahnung“, antwortete Morgan. „Soweit ich weiß, befinden wir uns hier doch eigentlich nicht in einer erdbebenanfälligen Gegend.“
Er streckte seinen Arm in die Richtung, in der er die Knöpfe des Aufzugs vermutete und drückte sie wie wahnsinnig, aber ohne Erfolg. Es blieb alles still. Auch das Notruf-Telefon gab keinen Laut von sich.
„Der Strom ist ausgefallen“, sagte er so ruhig er konnte.
„Als ob die Dunkelheit uns das nicht schon deutlich gemacht hätte“, schnaubte Emily mit triefendem Sarkasmus in der Stimme.
„Hey, du musst gar nicht so zickig werden, Prinzessin. Ich bin nicht derjenige, der darauf bestanden hat, den Aufzug zu nehmen“, entgegnete Derek.
„Tut mir leid, Morgan, das nächste Mal laufen wir“, entschuldigte sie sich sofort und zog ihr Handy heraus.
Sie kam jedoch nicht weit, mit ihrem Versuch, Hilfe herbei zu rufen. Noch bevor die Stimme am anderen Ende der Notrufverbindung ihre erste Frage zu Ende stellen konnte, erstarb auch die Handyverbindung.
„Verdammt!“ fluchte Emily laut.
„Was ist?“
„Das Handy ist auch tot.“
Morgan versuchte es noch einmal von seinem Telefon aus, aber das Ergebnis war das gleiche.
„Naja, dann müssen wir halt so lange warten, bis man uns vermisst.“
„Großartig“, murmelte Emily in sich hinein. „Wir haben ja sonst nichts besseres zu tun.“
Sie ließen sich beide an die Wand des Aufzugs gelehnt nieder.
Nach einem Moment des betretenen Schweigens, fing Morgan wieder an: „Irgendeine Idee, was wir machen könnten, bis jemand bemerkt, dass wir in diesem verdammten Aufzug feststecken?“ Er wurde jetzt schon unruhig und zappelig, obwohl er zugeben musste, dass es um Längen angenehmer war mit Emily hier gefangen zu sein, als mit Reid. Wenigstens schien sie ruhig und entspannt zu bleiben, und gab seiner eigenen, klaustrophobischen Neigung nicht noch zusätzlich Nahrung wie es Reid mit seinem panischen Quieken tat.
„Wie wärs denn mit ein paar Runden 'Wahrheit oder Wagnis'?“ schlug Emily vor.
Derek zog fragend seine Augenbrauen zusammen, bis ihm wieder einfiel, dass Emily sein Gesicht ja gar nicht sehen konnte. „Prentiss, du verbringst eindeutig zu viel Zeit mit meinem Baby Girl. Der Vorschlag hätte jetzt glatt von ihr kommen können“, meinte er.
„Na dann mach nen besseren Vorschlag“, gab Emily zurück.
„Wie willst du die Wagnisse hier innen auch erfüllen?“ fragte Morgan amüsiert.
„Oh“, gab Emily von sich. Soweit hatte sie gar nicht gedacht.
Morgan lächelte in sich hinein. Ohne es zu wissen, hatte Emily ihm eben eine Chance zu geben, die er nicht verpassen wollte. Er rutschte näher an sie heran, und flüsterte zweideutig: „Ich hätte da sogar schon einige Ideen für den Wagnis-Teil.“
„Davon bin ich überzeugt“, kommentierte Emily trocken. „Na gut, vergiss 'Wahrheit oder Wagnis'.“
So schnell wollte Derek aber nicht aufgeben. Er lehnte sich zu ihr herab und flüsterte verführerisch in ihr Ohr: „Wer braucht schon so ein albernes Spiel? Ich bin mir sicher, wir würden uns auch ohne hervorragend amüsieren.“
Emily atmete scharf ein und spannte ihren gesamten Körper automatisch an, als sie seinen Atem gefährlich nahe an ihrem Gesicht spürte. Sie mochte Derek wirklich sehr genauso, wie ihr gemeinsames Geplänkel und harmloses Flirten, das ja nie ernst gemeint war. Jedenfalls glaubte sie bis zu diesem Moment, dass er es genauso wenig ernst nahm wie sie. Nun aber musste sie erkennen, dass Derek offensichtlich nicht gescherzt hatte, als er versuchte sie dazu zu bringen mit ihm auszugehen. Das ist gar nicht gut, dachte sie bei sich, während sie verzweifelt nach einer Ausrede überlegte, die ihn stoppen würde, bevor sie in ihm den falschen Eindruck hinterließ und falsche Hoffnungen weckte. Und das möglichst ohne ihn zu sehr zu verletzen.
„Morgan, das geht nicht“, murmelte sie. Ihr Tonfall machte klar, dass die Stimmung sich verändert hatte.
Derek sich zurück und lehnte sich wieder an die Wand. Er hatte ihre plötzliche Anspannung sofort bemerkt und ihm war klar geworden, dass er zu weit gegangen war. Was auch immer der Grund war – und er wusste, dass er diesem sofort nachgehen würde – sie war ganz offensichtlich nicht genauso an ihm interessiert, wie er an ihr.
„Morgan-“, begann Emily zögerlich, wurde aber sofort wieder von ihm unterbrochen.
„Ist schon gut, Emily, ich habs verstanden.“ Er versuchte heiter zu klingen, aber der Hauch von Enttäuschung in seiner Stimme war nicht zu überhören.
Emily ärgerte sich, dass sie sein Gesicht nicht sah, das ihr normalerweise immer verriet was er wirklich dachte. Sie wollte sicher stellen, dass er okay war.
Zum Glück fiel ihr in diesem Augenblick wieder ein, dass sie ja eine kleine Taschenlampe an ihrem Schlüsselanhänger hatte, und sie begann in ihrer Tasche zu wühlen, bis sie ihre Schlüssel fand.
„Whoa, was ist das?“ rief Morgan aus und zuckte leicht zurück, als die dunkle Kabine des Aufzugs plötzlich von überraschender Helligkeit erleuchtet wurde.
„Entspann dich, Derek“, lachte Emily, „das ist nur meine Taschenlampe.“
Er versuchte seine Verlegenheit über seine Schreckhaftigkeit zu überspielen, indem er auf ihren Anhänger deutete und breit grinste. „Nein, ich meinte das.“
Er nahm ihr die Schlüssel aus der Hand und spielte ein wenig mit dem Stoffschweinchen, das Emily als Schlüsselanhänger diente.
„Wonach sieht es denn aus, Derek?“
„Ich weiß, wonach das aussieht, die Frage ist nur: warum hast du ein seltsam grinsendes Schwein als Schlüsselanhänger?“ Er untersuchte das kleine Stofftier noch genauer, und es entging ihm nicht, dass ein kurzes, beinahe zärtliches Lächeln über Emilys Gesicht huschte, als sie sich den Moment in Erinnerung rief, an dem sie das Schweinchen geschenkt bekommen hatte. Und plötzlich wurde ihm alles klar. Zugegebenermaßen, besonders angenehm fand er die Erkenntnis nicht, während eine Welle der Eifersucht über ihn hereinbrach.
„Alles klar, Prinzessin, wer ist er?“
„Wer ist wer?“ fragte Emily unschuldig, obwohl sie genau wusste, worauf er anspielte.
„Derjenige, der dich so zum Lächeln bringt. Derjenige, für den du meine Annäherungsversuche zurückweist. Ich könnte die Liste noch weiter führen.“
„Da gibt es niemanden, Derek“, log Emily schwach. Es war ihr klar, dass Morgan ihr nicht glaubte, aber sie und ihr geheimer Freund hatten sich darauf geeinigt zumindest für den Moment ihre Beziehung nicht öffentlich zu machen und sie wollte diese Vereinbarung nicht brechen. Vor allem deshalb nicht, weil sie ihre Beziehungen schon immer gerne für sich behielt. Im Team teilten sie so viele Momente und Erfahrungen, dass es schön war auch einfach einmal etwas zu haben, das ganz ihr gehörte. Ihr und dem wundervollen Mann, den sie seit sieben Monaten an ihrer Seite hatte.
„Weißt du, für einen Profiler bist du eine ganz schön schlechte Lügnerin“, sagte Morgan.
„Tu mir einen Gefallen und lass es gut sein, Derek“, bat sie ihn.
„Von mir aus. Ich hab nur noch eine Frage: liebst du ihn?“
Emilys sanftes Lächeln war ihm Antwort genug, obwohl es das für ihn nicht besser machte. Er hätte sich selbst ohrfeigen können, dass er ihr nicht schon vor langer Zeit gestanden hatte, was sie ihm bedeutete, aber während er so darüber nachdachte, wurde ihm klar, dass er vermutlich auch dann keine Chance gehabt hätte. Sie würde und hatte nie etwas anderes in ihm gesehen, als den Bruder, den sie niemals hatte.
„Ich möchte nur, dass du glücklich bist“, fügte er hinzu und gab ihr einen freundschaftlichen Kuss auf die Wange. „Aber sollte er dir jemals weh tun, werde ich herausfinden, wer er ist, und dann wird er dafür bezahlen, hörst du?“
„Klar und deutlich, Derek“, antwortete Emily aufrichtig. „Danke, dass du so ein wunderbarer Freund bist.“
„Das ist doch selbstverständlich, Prinzessin.“
Er legte einen Arm um ihre Schultern und begann sie wieder mit ihrem Schlüsselanhänger aufzuziehen. „Aber jetzt mal ernsthaft, Emily, ein Schwein?“

~tbc~

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#2

RE: I Will Come To You

in Fanfiction deutsch 26.01.2011 19:37
von VanInBlack • 1.856 Beiträge

Es dauerte noch einige Stunden, bis die beiden endlich Geräusche von außen hörten, die darauf schließen ließen, dass sich jemand zu ihnen durcharbeitete. Weitere dreißig Minuten später wurde endlich die Aufzugtür aufgeschoben, und ein Feuerwehrmann in voller Montur, umgeben von Unmengen an Rauch blickte ihnen entgegen und half ihnen aus ihrem unfreiwilligen Gefängnis heraus.
Als sie unten ankamen, fielen ihnen sofort die zahlreichen Polizeiautos, Kranken -, und Feuerwehrwagen auf, die um das gesamte Gebäude herumstanden, sowie die dazugehörigen, unzähligen Polizisten und Feuerwehrmänner.
„Was zur Hölle ist hier los?“ äußerte Emily nicht gerade leise.
Sie sahen sich beide voll Verwunderung um, bis ihnen der Rauch auffiel, der aus einigen der oberen Stockwerke drang.
Morgan wollte dazu gerade seinen Kommentar abgeben, als sie plötzlich hinter sich eine bekannte Stimme hörten, die laut Emilys Namen schrie.
„Emily!“
Sie drehten sich um, und sahen Rossi auf sie zu rennen.
„Emily!“ rief er atemlos, und wie sie fand, auch beinahe panisch und verzweifelt.
Bevor sie etwas sagen konnte, erreichte er sie und zog sie ohne zu Zögern fest in seine Arme.
„Emily“, flüsterte er ihren Namen noch einmal, während er sie noch enger an sich drückte, fast als ob er Angst hätte, sie würde wieder verschwinden, wenn er sie losließe.
Morgan beobachtete die Szene mit großem Erstaunen. Rossi schien sich seiner Gegenwart überhaupt nicht bewusst zu sein, als er sein Gesicht in Emilys Haar vergrub.
„Dave, was ist denn? Was ist los?“ wollte Emily wissen, als er schließlich zögerlich seine Umarmung löste. Sein plötzliches, öffentliches Zeigen seiner Gefühle verwirrte sie ein wenig. Was war aus ihrer Abmachung geschehen?
„Wir dachten, du und Morgan.... ihr wärt-“, stammelte er mit gebrochener Stimme, „ich dachte, ich hätte dich verloren.“ Mehr als ein Flüstern waren seine letzten Worte nicht. Er zog sie wieder an sich und gab ihr einen zärtlichen Kuss.
„Was?“ Emily verstand kein Wort. Waren das Tränen in seinen Augen? Sie streckte ihre Hand aus und streichelte ihm zärtlich über die Wange, um ihm zu versichern, dass es ihr gut ging.
Währenddessen konnte Morgan seinen Blick kaum von den beiden abwenden. Es war also Rossi, der geheime Freund war ihr gemeinsamer Teamkollege! Er konnte es kaum glauben. Wie schafften es die beiden, ihre Beziehung im Verborgenen zu halten? Und überhaupt, wie lange ging das schon mit ihnen? Wieso hatte keiner aus dem Team etwas bemerkt? Gut, Hotch wusste es vielleicht, er war ja schließlich Rossis bester Freund, aber er war auch der einzige, der es für sich behalten konnte. Keiner der anderen hätte die Klappe halten können, hätten sie es denn bemerkt. Besonders Garcia nicht.
Gerne hätte er Rossi jetzt die Meinung gegeigt dafür, dass er sich so hinterhältig und ohne das Wissen der anderen an Emily herangemacht hatte, aber er hielt sich zurück, als er sah, mit welcher Zuneigung sein älterer Kollege Emily anblickte. Und nach ihrer Unterhaltung im Aufzug wusste er, dass Emily das gleiche für Dave fühlte. Jeder, der die beiden in diesem Moment zusammen sah, konnte erkennen, wie tief sie miteinander verbunden waren.
Ein neuer Anflug von Eifersucht traf ihn. Doch ob er wollte oder nicht, er musste anerkennen, dass die beiden eindeutig zusammen gehörten, und er definitiv keine Chance mehr bei Emily hatte. Rossis ganzes Auftreten machte deutlich, dass er sicher kein Interesse daran hatte zu teilen.
Bevor er ganz unterging und seine beiden Kollegen die Welt um sich herum komplett vergaßen, räusperte er sich schließlich, um ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Emily lächelte ihn verlegen an. Ihr war klar, dass Derek nun seine Antwort auf die Frage von vorhin bekommen hatte. Zu ihrer großen Erleichterung gab er ihr mit einem Blick zu verstehen, dass er ihr und Rossi nicht im Weg stehen würde. Etwas anderes konnte er auch nicht tun. Seine Enttäuschung konnte er dennoch nicht ganz verbergen.
„Ähm, ich störe ja wirklich nur ungern, aber könnte mir bitte jemand erklären, was hier überhaupt vor sich geht?“
Von hinten näherten sich nun auch Hotch, Reid und JJ.
„Also, Emily und ich... wir, ähm... du weißt schon“, stotterte Rossi.
„Dave, ich glaube nicht, dass Morgan uns mit seiner Frage meinte“, grinste Emily ihn an.
„Hey, geht’s euch zwei gut?“ fragte Hotch augenblicklich, als er, Reid und JJ den Rest seines Teams erreichten.
„Ja, sicher“, nickte Morgan, während JJ zunächst Emily und dann auch ihn erleichtert umarmte.
„Was ist hier denn passiert? Warum will ständig jemand von uns wissen, ob wir okay sind? Wir sind doch nur für ein paar Stunden in einem Aufzug stecken geblieben. Wieso muss denn da gleich die ganze Stadt alarmiert werden?“
Hotch, JJ, Reid und Rossi tauschten einige vielsagende Blicke, bevor der Unit Chief erklärte:
„Ihr ward gerade 20 Minuten weg, als Reid herausgefunden hat, was an unserem Profil nicht stimmte. Unser Hauptzeuge war der Unsub!“
Morgan und Prentiss starrten ihn mit aufgerissenen Augen an.
„Wir haben noch versucht euch zu erreichen, aber eure Handys waren tot. Und dann kam plötzlich ein Anruf rein, dass ausgerechnet in dem Gebäude, wo ihr gerade hingefahren ward, eine Bombe hochgegangen ist. Der Unsub wusste offensichtlich, dass ihr kommen würdet, und hat versucht, so viele Menschen wie möglich mit in den Tod zu reißen. Er war im anderen Aufzug mit zwei weiteren Bewohnern des Hauses, nur ein paar Stockwerke unter euch, als er sich in die Luft gejagt hat. Ihr hattet Glück, dass er sich verschätzt hat, in welchem Stockwerk euer Aufzug sich in dem Moment befand. Wären die beiden Kabinen nebeneinander gewesen, hättet ihr keine Chance gehabt.“
Derek und Emily starrten Hotch ungläubig an. War es wirklich so knapp gewesen? Dave zog sie wieder in seine Arme.
„Wir wussten erst einmal überhaupt nichts. Niemand konnte uns irgendwelche Informationen geben, und als die Feuerwehr es vor einer halben Stunde schließlich schaffte, den anderen Aufzug zu öffnen... nun ja“, Daves Stimme versagte ihren Dienst, als er sich an den Moment erinnerte, an dem einer der Feuerwehrleute drei Tote bestätigte. Er gab Emily einen Kuss auf die Stirn und schien sie überhaupt nicht mehr loslassen zu wollen.
Einige Minuten lang standen sie alle schweigend da und beobachteten die vielen Feuerwehrmänner und Polizisten bei ihrer Arbeit. Jeder versuchte für sich den Schrecken der vergangen Stunden zu verarbeiten. Das Klingeln von Hotchs Handy riss sie wieder aus ihren Gedanken.
„Garcia.... Sie sind okay... Wirklich, Garcia. Sowohl Emily als auch Derek sind vollkommen in Ordnung.... Ja, ohne einen einzigen Kratzer....Selbstverständlich kannst du mit ihnen sprechen.“
Hotch warf ihnen eines seiner seltenen Lächeln zu und gab das Telefon an Morgan weiter. Dieser hatte erst einmal alle Hände voll zu tun, sein Baby Girl zu beruhigen und ihr zu versichern, dass es überhaupt keinen Grund für sie gab, sich sofort ins nächste Flugzeug zu setzen und zu ihnen zu fliegen.
„Baby Girl, jetzt atme einmal tief durch und setz dich hin. Wir werden morgen früh zurück sein.... Ja, Süße, das versprech ich dir... Bis dahin könntest du dir schon mal eine Strafe für Emily und Rossi ausdenken.... Warum? Weil die beiden offenbar seit geraumer Zeit Bett und Tisch und was weiß ich noch teilen, deshalb!“
Für den letzten Satz fing er sich einen derben Rempler von Emily ein, der es gar nicht gefiel, dass er sie nun auch an Garcia verraten hatte. Gerade von ihr würden sie und Dave jetzt noch so einiges zu hören bekommen, vor allem für die Tatsache, dass sie nicht selbst mit der Sprache herausgerückt waren. Morgan grinste nur, und konzentrierte sich wieder auf das Gespräch mit Garcia.
„Du bist die Beste, meine Göttin... Ja, das ist perfekt...Alles klar, Baby. Wir sehen uns dann morgen!“ Er beendete schnell das Gespräch, bevor Emily ihm das Telefon aus der Hand reißen konnte.
„Das wirst du büßen, Derek Morgan!“
„Sagt wer?“ grinste Morgan.
„Warte nur, bis wir zurück in Quantico sind und ich unsere kleine Wette von vorhin gewonnen hab. Du wirst mir für Wochen ausgeliefert sein, das verspreche ich dir!“ drohte sie ihm an, während die anderen in lautes Gelächter ausbrachen.
Die nächsten Tage versprachen sehr interessant zu werden.

Ende

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